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[Review] ASUS Radeon HD 5870 Matrix Platium im PCGHX-Check

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Volt-Modder(in)
Asus MATRIX Radeon 5870 P/2DIS/2GD5 im PCGHX-Check






Inhalt

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Danksagung
Einleitung
Verpackung & Lieferumfang
Impressionen
Spezifikationen
Overclocking
........iTracker 2
........maximale Taktraten
........Undervolting
Benchmarks
........Einleitung
........3DMark 2006
........3DMark Vantage
........Call of Duty - Modern Warfare 2
........Anno 1404
........Colin McRae Dirt 2
........Crysis Warhead
........Far Cry 2
........Race Driver Grid
........Grand Theft Auto 4
........Battlefield Bad Company 2
........Metro 2033
........Performancerating
Weitere Messungen
........maximale Temperaturen
........Temperaturverlauf
........Lautstärke
........Leistungsaufnahme
Fazit
Links




Danksagung



An dieser Stelle möchte ich mich bei Asus bedanken, die mir ein Exemplar der MATRIX Radeon 5870 P/2DIS/2GD5 für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.​





Die Auswahl an verfügbaren Karten auf Basis des Radeon HD 5870 ist mittlerweile relativ groß. Umso schwieriger ist es, für die einzelnen Hersteller, aus der Masse hervorzustechen. Um sich gegen die starke Konkurrenz durchzusetzen, schickt Asus mit der Radeon HD 5870 Matrix Platinum eine Custom-Karte ins Rennen, die durch besondere Merkmale überzeugen soll. Die Eigenkreation aus dem Hause Asus soll durch einen alternativ Kühler nicht nur leise, sondern auch kühler als das Referenzdesign bleiben. Auch beim Grafikspeicher ist Asus großzügig und spendiert der Radeon HD 5870 Matrix Platinum satte 2GiB GDDR5-Speicher. Hochwertige Bauteile und aufgebohrte Spannungsversorgung sollen der Karte zu besonders guten Overclocking-Ergebnissen verhelfen. Ob die Radeon HD 5870 Matrix Platinum ihre Erwartungen in der Praxis gerecht werden kann, soll der folgende Test zeigen.​





Asus verkauft die Radeon HD 5870 Matrix Platinum in einer großen und optisch ansprechenden Verpackung. Die Vorderseite verziert ein futuristischer Krieger, der über eine Stadt hinwegschaut. Da es sich bei der getesteten Radeon HD 5870 Matrix um die Platinum-Version handelt, weißt ein Sticker darauf hin, dass die Karte auf 900MHz übertaktet ist. Weitere Features und Details der Karte werden auf der Rückseite der Verpackung erläutert. Zu den besonderen Features der Radeon HD 5870 Matrix Platinum gehört der doppelte Grafikspeicher, der besonders in hohen Auflösungen und umfangreichen Texturen für einen Leistungsschub sorgen soll. Asus umwirbt die Radeon HD 5870 Matrix Platinum damit, dass sie dank der 2GiB Grafikspeicher perfekt für den Eyefinity-Betrieb geeignet ist. Weiterhin verfügt die Karte über das Asus „ProbeIt“. Hinter „ProbeIt“ verbirgt sich die Möglichkeit, die anliegenden Spannungen direkt mit einem Multimeter auszulesen. Neben den erläuterten Features sind auch die Systemvoraussetzungen für die HD 5870 Matrix Platinum auf der Rückseite der Verpackung abgedruckt. So ist, wenn man der Verpackung Glauben schenken darf, ein 600 Watt Netzteil nötigt, welches über eine 40 Ampere starke 12V-Schiene verfügt. Weiterhin sind zwei 8-PIN-PCIe-Anschlusskabel nötig. In der Praxis lässt sich die Karte allerdings auch nur mit zwei 6-PIN-PCIe-Anschlusskabeln betreiben.

Klappt man die Abdeckung der Vorderseite auf, so werden weitere Details zur Radeon HD 5870 Matrix Platinum sichtbar. So lassen sich der Verpackung weitere Details zu Asus „Super Hybrid Engine“ entnehmen, die dafür sorgen soll, dass sich die Karte besser übertakten lässt und die Performance automatisch steigert. Weiterhin sind einige Screenshots der „iTracker2“ Software abgedruckt. Die Radeon HD 5870 Matrix Platinum ist aktuell weltweit die einzige Karte, bei der sich die Latenzzeiten für die Grafikspeicher einstellen lassen. Weiterhin kann man den Screenshots entnehmen, das sich die Spannung für den Grafikprozessor und den Grafikspeicher verändern lässt. Ein Sichtfenster ermöglicht es, die Karte vor dem auspacken zu betrachten. Weitere Eckpunkte die die Radeon HD 5870 Matrix Platinum auszeichnen sind z.B. der größere Radiallüfter der laut Verpackung eine gesteigerte Fördermenge von 22% erreicht. Weiterhin soll die HD 5870 Matrix Platinum durch den Kühler im Schnitt 13% kühler als vergleichbare Karten bleiben.

Neben den Features kann die Radeon HD 5870 Matrix Platinum mit dem üppigen Lieferumfang überzeugen. Neben der eigentlichen Grafikkarte ist eine einfache Einbauanleitung und ein Handbuch zur „iTracker2“ Software enthalten. Das vollständige Handbuch liegt in Form eines PDFs auf einer CD bei. Eine Treiber-CD ist ebenfalls enthalten.
Damit auch alle Anschlussmöglichkeiten der Radeon HD 5870 Matrix Platinum voll ausgenutzt werden können, liegen ein DVI-zu-VGA- und ein HDMI-zu-DVI-Adapter bei. Für die Stromversorgung liegen zwei 2x 6-Pin-PCIe-zu-8-Pin-Adapter bei. Eine Crossfire-Brücke hat Asus ebenfalls auch beigelegt. Abgerundet wird der üppige Lieferumfang durch einen R.O.G.-Casebadge und eine Kunstleder-CD-Tasche.​









Asus hat das Design der standardmäßigen Radeon HD 5870 vollkommen überarbeitet und verändert. Einzig das Farbschema hat Asus ansatzweise übernommen. Die schwarze Abdeckung umhüllt den Kühlkörper und Radiallüfter. Wie auch beim Referenzdesign von AMD/ATI setzt Asus auf einen roten Radiallüfter der sich bei der schwarzen Abdeckung als Eyecatcher abzeichnet. Der Lüfter ist etwas größer als der des Referenzdesigns und misst einen Durchmesser von 75mm. Da der Radiallüfter etwas größer ist, verspricht Asus einen 22% höheren Luftdurchsatz, was in der Praxis für eine bessere Kühlung sorgen soll. Die Karte, so darf man Asus Glauben schenken, soll durch den größeren Kühler ca. 13% Kühler als eine Karte im Referenzdesign bleiben. Da die Radeon HD 5870 Matrix Platinum der „Republic of Gamers“-Serie entspringt, darf das jeweilige Logo auf der Karte natürlich nicht fehlen. Auf der Oberseite der Karte verfügt die Matrix über eine Art Erhöhung. Unter der Erhöhung liegt die Elektronik, die für den leuchtenden Matrix-Schriftzug auf der Oberseite verantwortlich ist. Der Schriftzug leuchtet dank verschiedener LEDs, je nach Auslastung der Karte unterschiedlich. Ist die Karte vollständig ausgelastet, leuchtet sie rot. Bei geringer Last leuchtet der Schriftzug grün/hell, blau. Direkt hinter der Erhöhung findet der Käufer die „ProbeIt“ Lesepunkte, die es ermöglichen, die anliegenden Spannungen abzugreifen. Neben der GPU-Spannung lassen sich noch die Spannung für den Grafikspeicher und die 12V bzw. 3V Spannung des PCIe-Slots auslesen. Leider sind die Messpunkte etwas unglücklich positioniert und je nach dem, was für ein Prozessorkühler verbaut wird, schwer zu erreichen. Hier hätte Asus lieber auf die bewährten Messpunkte des Rampage II Extreme setzten sollen. Mittels Adapter und einer kleinen Verlängerung wäre es deutlich einfacher gewesen die Spannungen auszulesen. Durch die Erhöhung ist die Custom-Karte von Asus 1cm höher als andere Karten. Auch bei der Länge misst die Matrix mit 27,5cm etwas mehr als Karten die dem Referenzdesign entsprechen.

In Sachen „Anschlüsse“ geht Asus auch seinen eigenen Weg. So verzichtet Asus auf einen zweiten Dual-DVI-Anschluss und spendiert der Matrix noch einen HDMI- sowie Display-Port-Anschluss. Der HDMI-Anschluss lässt sich allerdings mittels beiliegendem Adapter in einen DVI-Anschluss verwandeln. Der restliche Platz der zweiten Slotblende wird mit Lüftungsschlitzen versehen, durch die die Abwärme hinten aus dem Gehäuse entweichen kann. Der „Safe Mode“-Button auf der Slotblende setzt die Taktraten auf die Werkseinstellungen zurück, falls mal ein Übertaktungsversuch misslingt. Die zwei standardmäßigen Crossfire-Anschlüsse ermöglichen es, maximal vier Radeon HD 5870 Matrix Platinum im Crossfire-Verbund zu betreiben. Für die Stromversorgung hat Asus zwei 8-Pin-Anschlusse verlötet. So kann die HD 5870 Matrix Platinum maximal 375 Watt aufnehmen. In der Praxis ließ sich die Karte aber auch mit zwei 6-Pin-Anschlüssen betreiben.

Da auf der Rückseite der Karte auch Speicherbausteine verlötet wurden, verfügt die Radeon HD 5870 Matrix Platinum auf der Rückseite über eine Backplate. Die Backplate ist mit Wärmleitpads bestückt und kühlt neben den Speicherbausteinen auch die Rückseite der GPU. Für einige Bauteile musste in der Backplate eine Aussparung geschnitten werden.

Die technischen Raffinessen liegen aber klar unter dem Kühler. Da sich die Radeon HD 5870 Matrix Platinum an Übertakter richtet und ein Garant für gute Ergebnisse sein soll, spendiert Asus der Karte eine 8 Phasen Versorgung für die GPU. Weiterhin stehen den Speicherbausteinen auf der Vorder- und Rückseite jeweils zwei Phasen zur Verfügung. Das Layout der Karte wirkt dennoch sehr ordentlich und aufgeräumt. Wer vorhat, die Karte mit einem Wasserkühler zu bestücken, kann aktuell nur auf einen GPU-Only-Kühler zurückgreifen. Da die Karte nicht dem Referenzdesign entspricht, gibt es aktuell keinen Fullcover-Kühler. Dank der Bauteile von QP SemiConductor lassen sich mittels der iTracker 2 Software, die Spannungen für sämtliche Bauteile ändern. Neben der GPU lässt sich die Spannung des Grafikspeichers und des VDDCI anpassen. Als i-Tüpfelchen können auch die Latenzzeiten des Grafikspeichers verändert werden. Damit der Grafikprozessor der HD 5870 Matrix Platinum nicht ins Schwitzen gerät, verfügt der Kühler über 5 Heatpipes mit einem Durchmesser von 6mm. Der Abdruck der Wärmeleitpaste zeigt aber deutlich, dass nicht alle Heatpipes richtig genutzt werden. Die beiden äußersten Heatpipes sind so verbaut, dass sie kaum Abwärme von der GPU aufnehmen können. Die Bodenplatte der Kühlkonstruktion ist so konzipiert, dass sie die auf der Vorderseite aufgelöteten Speicherbausteine kühlt. Zum Schluss noch etwas zum Gewicht des Schlachtschiffs: die HD 5870 Matrix Platinum bringt ein stolzes Gewicht von 1.015 Gramm auf die Waage. Die Karte sollte während des Transports also gut gesichert, oder gar ausgebaut werden. Nun aber genug der Worte, lassen wir die Bilder für sich sprechen.​



Damit weitere Bilder der MATRIX Radeon 5870 P/2DIS/2GD5 angezeigt werden, bitte auf Klick "Show" klicken. Um das gewünschte Bild zu vergrößern, reicht es aus, dieses einfach anzuklicken.​


Abschließend noch ein kleines Youtube-Video, welches die unterschiedlichen Farben der LED-Anzeige veranschaulicht.​

https://www.youtube.com/watch?v=KaUoj3s8kDw





Technisch stellt die Radeon HD 5870 das aktuelle Single-GPU-Flaggschiff aus dem Hause AMD/ATI da. Betrachtet man die Spezifikationen der Radeon HD 4890 und der HD 5870 fällt auf, dass es sich bei der HD 5870 eigentlich um eine doppelte Radeon HD 4890 handelt.
Neben den Shader-Einheiten (800 auf 1.600) wurden die Textur-Einheiten (40 auf 80) und die ROPs verdoppelt (16 auf 32). Allerdings wurden auch an den einzelnen Taktraten Änderungen vorgenommen. Die GPU der Radeon HD 5870 läuft mit einer Taktrate von 850MHz, genau wie die der Radeon HD 4890. Zum Vergleich: die GPU der Radeon HD 5850 läuft nur mit 725MHz und verfügt über 1.440 Shader-Einheiten. Beim Grafikspeicher kommen besser zertifizierte Module zum Einsatz, die eine Taktfrequenz von 2.400MHz zulassen. Der Speicher der Radeon HD 4890 lief „nur“ mit 1.950MHz.

Neben der technischen Ausstattung wurde die Leistung gesteigert. So kommt die Radeon HD 5870 auf die rechnerisch doppelte Leistung als die HD 4890. Einzig bei der Speicherbandbreite ist der Leistungszuwachs nicht so drastisch. Durch den doppelten Grafikspeicher soll sich die Radeon HD 5870 Matrix Platinum für texturlastige Spiele mit hohem Speicheraufkommen lohnen.​



Asus spendiert der GPU der Radeon HD 5870 Matrix ein kleines werksseitiges Tuning von 50MHz. So läuft die GPU anstatt mit 850 mit 900MHz. Der Speichertakt bleibt unangetastet bei 2.400MHz.​







Mit iTracker 2 stellt Asus den Kunden ein mächtiges Tuning-Werkzeug zur Verfügung, mit dem man die volle Kontrolle über die HD 5870 Matrix Platinum hat. Neben drei Spannungen(GPU, vRAM und VDDCI) die mal einstellen kann, besteht die Möglichkeit den Lüfter zu steuern. Dieser kann je nach Wahl und Bedürfnis automatisch oder manuell gesteuert werden. Bei der manuellen Steuerung stehen zwei Modi zur Auswahl. Entweder man lässt den Lüfter auf einer bestimmten Geschwindigkeit (Angabe in Prozent) laufen, oder man gibt an, ab welcher Temperatur, der Lüfter mit welcher Geschwindigkeit laufen soll. So lässt sich eine benutzerdefinierte temperaturabhängige Drehzahlsteuerung einrichten. Ein besonderes Feature ist allerdings, dass sich die Latenzzeiten des Grafikspeicherst einstellen lassen. Hier unterstreicht Asus mit der HD 5870 Matrix Platinum seine Ambitionen auf eine Overclocking-Grafikkarte. Leider brachte das Schärfen der Latenzzeiten in der Praxis keinen messbaren Vorteil, sondern entpuppt sich hier als nette Spielerei. Neben drei vordefinierten Profilen lassen sich fünf weitere, benutzerdefinierte Profile mit selbst getätigten Einstellungen tätigen.
Weiterhin verfügt iTracker2 über ausgezeichnete Monitoring-Features. So lassen sich alle Parameter der HD 5870 Matrix Platinum auslesen. Angefangen bei der GPU-Spannung, über die Auslastung der GPU, bis hin zur Nutzung des Grafikspeichers. Weiterhin kann auch die Leistungsaufnahme der GPU und des Speichers ausgelesen werden. Bei Bedarf können die Werte aufgezeichnet und in einem Logfile gespeichert werden. Die Software funktioniert allerdings nur mit Grafikkarten von Asus. Bei Karten anderer Hersteller wirft iTracker2 eine Fehlermeldung, dass keine passende Grafikkarte gefunden wurde. Das Anpassen der Speicherlatenzzeiten ist aktuell nur bei der HD 5870 Matrix Platinum möglich.​







Gerade da sich die Radeon HD 5870 Matrix Platinum aufgrund ihrer Ambition auch an Übertakter richtet, muss sie bei den Overclocking-Tests zeigen, was in ihr steckt. Da die Karte werksseitig auf 900MHz übertaktet ist, wurde auch etwas an der Spannung für die GPU geschraubt. So arbeitet die Karte mit einer Standardspannung von 1,2V (mit Multimeter gemessen: 1,15V). Die anliegenden 1,2V ermöglichten eine maximale Taktrate von 950MHz, was einem Plus von 5,56% entspricht. Der Grafikspeicher lässt sich maximal auf 2.500MHz (unrated 1.250MHz) übertakten.​



Mit einer leichten Spannungserhöhung um 0,1V für die GPU auf 1,3V (gemessen: 1,25V) waren maximal 975MHz möglich. Wurde die Taktrate noch weiter nach oben geschraubt, stürzte die Karte bei den Stabilitätstests und Benchmarks ab. Mehr als 1,3V bis 1,35V sollte einer Radeon HD 5870 mit Luftkühlung für den 24/7 Betrieb nicht gegeben werden. Es empfiehlt sich daher, die Kühlung zu optimieren oder gleich auf einen Wasserkühler zu setzten.​



Um zu prüfen, zu was die HD 5870 Matrix Platinum wirklich im Stande ist, wurden neben der GPU-Spannung auch die VDDCI- und vRAM-Spannung erhöht. Eine GPU-Spannung von 1,35V (gemessen: 1,3V), eine VDDCI-Spannung von 1,25 (gemessen: 1,23V) und eine vRAM-Spannung von 1,75V (gemessen: 1,7V) ermöglichten die maximalen Taktraten von 1.000/2.550MHz.​



Anhand der Tuningmöglichkeiten ist gut ersichtlich, zu was die Matrix fähig ist. Je nach Güte der GPU ist hier auch noch mehr möglich. Dennoch können sich die Ergebnisse wirklich sehen lassen, zumindest die der GPU. Die Ergebnisse des Speichers sind unter Anbetracht der Erwartungen allerdings leider etwas enttäuschend. Die Ergebnisse sind wohl auf die Kapazität des Speichers zurückzuführen. Der Speicher (Samsung K4G10325FE-HC04) läuft mit den erreichten 2.550MHz minimal über den eigentlichen Spezifikationen von 2.500MHz. Hier bilden die 2GiB wohl eine leichte Bremse. Auch das entschärfen der Latenzzeiten mittels iTracker2 brachte keine Besserung.​





Neben den Overclocking-Ergebnissen, kann die HD 5870 Matrix mit Ihren Undervolting-Eigenschaften glänzen. So lässt sich die GPU-Spannung auf 1,15V (gemessen: 1,09V) senken. Die 900MHz GPU-Takt waren stabil, erst ab einer Spannung von 1,13V stürzt die Matrix in Spielen ab. In der Praxis wird durch die geringere Spannung eine Einsparung bei der Leistungsaufnahme erreicht. So verbraucht das Testsystem mit getunter Spannung im Spielbetrieb 241 Watt - 26 weniger als mit Standardspannung.​







Da die Leistung der Radeon HD 5870 hinlänglich bekannt ist, verzichte ich an dieser Stelle auf zahlreiche Vergleiche zu anderen Karten. Im Fokus der Benchmarks steht eher, wie viel Leistung die Karte durch Overclocking hinzugewinnt. Wer dennoch Benchmarks der Radeon HD 5870 sucht, den verweise ich an dieser Stelle an den großen HD 5870 Test, sowie den Hans-on-Test mit einer 2GiB vRam von PCGames Hardware. Die Tests findet Ihr unter den folgenden Links:​

PCGH - Radeon HD 5870: Die erste Direct-X-11-Grafikkarte im Benchmark-Test

PCGH - Sapphire HD 5870 Toxic/2G im Hands-on-Test: Was bringen 2.048 MiB VRAM?



Um die HD 5870 Matrix ordentlich zu befeuern, kommt nicht wie üblich ein auf 4,0GHz (20x200) übertakteter Core i7-920 zum Einsatz, sondern ein AMD Phenom II X6 1090T. Dieser wird für die Benchmarks allerdings auch auf 4,0GHz übertaktet, so dass sechs Kerne mit jeweils 4GHz zur Verfügung stehen. Als Mainboard wird ein Asus Crosshair IV Formula mit 890FX-Chipsatz genutzt. Die zwei DDR3-2200 CL8 Speicherriegel von A-Data laufen im DDR3-1600 Modus mit den Latenzzeiten von CL6-6-5-18 1T bei einer Spannung von 1,65V. Da das System durch den 20er Multiplikator nicht mehr mit Cool’n’Quiet arbeitet, kommt K10Stats zum Einsatz. Im Ruhezustand wird der Prozessor so auf 800MHz bei 0,85V herunter getaktet. Die Benchmarks wurden jeweils mit den Standard-Taktraten sowie den übertakteten ausgeführt. Um dafür zu sorgen, dass alle Werte ihre Richtigkeit haben, wurde jeder Benchmarks dreimal ausgeführt. Wer mehr über die einzelnen Benchmarks erfahren möchte, kann dies unter dem folgenden Link nachlesen. Mehr Informationen zu den Benchmarks findet Ihr hier:​

http://extreme.pcgameshardware.de/benchmarks/124-faq-so-bencht-pcgh-spiele-how-benches-inside.html

































































Anmerkung: Angabe der Werte (Min. FPS / Avg. FPS). Werte in Relation zur Karte (1GiB) mit Referenztaktraten.

Je nach Spiel und Settings kann die Radeon HD 5870 vom doppelten Grafikspeicher profitieren. Der Zuwachs fällt je nach Spiel aber unterschiedlich aus. Besonders Crysis Warhead profitiert durch den doppelten Speicher mit einem Zuwachs von +29% Min. FPS. Die restlichen Spiele profitieren zwar auch von mehr Speicher, allerdings ist der Zuwachs hier eher geringer. Race Driver Grid hingegen läuft mit 1GiB oder 2GiB gleichschnell. Im Schnitt kann sich die HD 5870 Matrix Platinum um 5% von einer Karte mit gleichen Taktraten und 1GiB Speicher absetzten. In Relation zu einer Karte mit 1GiB Speicher und den Referenztaktraten (850/2.400MHz) kann sich die Matrix ca. 10% absetzten.
Durch höhere Taktraten wird der Abstand zur Referenzkarte allerdings immer größer. Besonders Grand Theft Auto 4 und Metro 2033 profitieren deutlich von den höheren Taktraten. Allerdings lässt sich hier leider feststellen, dass die Karte ihren Vorteil von 2GiB nicht richtig ausspielen kann. Bevor die Karte den Speicher effizient einsetzten kann, geht ihr die Rechenpower aus und die Frameraten fallen in den unspielbaren Bereich.​







Aufgrund des vergrößerten Kühlers bleibt die Radeon HD 5870 Matrix Platinum im „Idle-Zustand“ mit 39,0° Grad (automatische Lüftersteuerung) recht kühl. Selbst bei 100%ier Drehzahl erwärmt sich die Karte nur auf 37,0° Grad. Im Spielbetrieb, simuliert mit Anno 1404, wird die Karte bei automatischer Steuerung der Drehzahl maximal 81,0° Grad warm. Unter maximaler Belastung durch Furmark steigt die Temperatur auf 83,0° Grad. Dreht man den Lüfter voll auf, wird die Karte im Spielbetrieb nur maximal 66,0° Grad warm.​







Der Temperaturverlauf veranschaulicht sehr gut, dass das Bios erst ca. 30 Sekunden nach dem Start von Furmark anfängt die Drehzahl des Lüfters zu erhöhen. Das Diagramm zeigt einen Verlauf von 5 Minuten an. In diesem Zeitraum wird die maximale Furmark-Temperatur von 83,0° Grad recht schnell erreicht und pendelt danach zwischen 82,0° und 83,0° Grad. 59% Lüfterdrehzahl reichen aus, um die Karte bei einer Temperatur von 83,0° Grad zu halten. Sobald Furmark beendet wird, fällt die Temperatur wieder schnell ab. Die Taktraten werden kurze Zeit später gesenkt.​







An sich ist die Karte grundsätzlich leise. Allerdings dreht der Lüfter der Karte während des Bootvorgangs ordentlich auf, so dass die Karte mit 59,0 dB(A) vor sich hin dröhnt. Sobald das System bei der Anmeldemaske angekommen ist, fällt die Drehzahl wieder ab und die Karte ist schlagartig leiser. Mit einer Laustärke von 29,8 dB(A) nimmt man die Karte im Idle-Modus kaum war. Im Spielbetrieb macht sich die Radeon HD 5870 Matrix Platinum mit 40,3 dB(A) etwas bemerkbar. Ist die Karte im Gehäuse verbaut, empfindet man die Karte natürlich noch als etwas leiser. Dreht man den Lüfter auf 100% auf, lärmt die Karte mit unangenehmen und wirklich penetranten 77,9 dB(A). Damit erreicht die Radeon HD 5870 Matrix Platinum den jemals lautesten gemessen Wert in allen Tests.​







Da die Standardspannung der Radeon HD 5870 Matrix Platinum etwas über den Normalwert liegt und auch die Taktraten etwas angehoben wurden, verbraucht die Karte etwas mehr als eine Karte im Referenzdesign. Im Idle-Modus genehmigt sich das ganze System eine Leistungsaufnahme von nur 80 Watt. Die Karte taktet sich, wenn sie nicht benötigt wird, auf 157/600MHz runter. Die Spannung wird auf 1,03V (gemessen 1V) herabgesetzt. Im Spielbetrieb begnügt sich das Testsystem bestehend aus einem Phenom II X6 @ 4,0GHz und der HD 5870 Matrix Platinum 274 Watt.
Dreht man an der Spannungsschraube, steigt auch die Leistungsaufnahme. Mit einer Spannung von 1,35V und 975MHz zieht das Testsystem im Spielebetrieb maximal 354 Watt aus der Dose. Werden CPU und GPU voll ausgelastet, steigt die Leistungsaufnahme auf sagenhafte 568 Watt.​





Mit der Radeon HD 5870 Matrix Platinum schafft es Asus, sich dem Kreis der exklusiven Overclocking-Karten a la „MSI R5870 Lightning“ oder „Gigabyte HD 5870 Super Overclock“ anzuschließen. Gerade die Einstellmöglichkeiten sind denen der Konkurrenz überlegen. Bis ins kleinste Detail lässt sich die Karte optimieren, angefangen bei den einzelnen Spannungen, bis hin zur Verschärfung der Latenzzeiten. Letzteres brachte bei Spielebenchmarks allerdings keinen messbaren Vor- oder Nachteil.
Die Overclocking-Ambitionen der Karte spiegeln sich auch in den erreichten Ergebnissen wieder. Mit etwas angehobenen Spannungen erreicht die Karte einen GPU-Takt von 1.000MHz. Der Speicher ist, aufgrund der Kapazität nicht so taktfreudig wie erhofft, erreicht aber dennoch ein ordentliches Ergebnis. Je nach Güte der GPU und des Speichers können die Ergebnisse bei anderen Exemplaren der HD 5870 Matrix besser oder schlechter ausfallen.

Im Gegensatz zu vergleichbaren Karten liegt die Leistungsaufnahme von Haus aus etwas höher. Dafür lässt sich allerdings die ab Werk höhere Spannung als Übeltäter entlarven. Allerdings verfügt die Karte neben vorzüglichen Overclocking-Eigenschaften auch über ein gutes Undervolting-Potenzial. So lässt sich die Spannung von 1,2V auf 1,15V senken. In der Praxis verbraucht die Karte im Spielbetrieb dann 28 Watt weniger. Einziges Manko ist der Kühler, beziehungsweise die Lüftersteuerung. Leider läuft der Lüfter während des Bootvorgangs viel zu schnell. Dies ist nicht nur überflüssig sondern auch wirklich nervig, da es keinen relevanten Grund gibt, die GPU so stark zu kühlen. Für diese Problematik könnte aber ein Bios-Update in Zukunft für Abhilfe sorgen.

Bleibt nur noch der doppelte Speicher der HD 5870 Matrix, der nicht so richtig genutzt werden kann. Je nach Spiel und Einstellungen kann sich die Matrix zwischen zwei und 29 Prozent von einer Karte mit einem Gigabyte Speicher absetzten. Einzig in Far Cry 2 ist die Matrix langsamer als eine 1GiB-Karte. Spiele wie GTA 4 profitieren hingegen vom doppelten Speicher, da eine deutlich höhere Sichtweite ermöglicht wird. Die normale Speichermenge von 1GiB wäre hier für die Matrix also auch vollkommen ausreichend gewesen.

Unterm Strich kann die Radeon HD 5870 Matrix Platinum von Matrix aber dennoch überzeugen. Asus liefert mit der Matrix eine Karte ab, die in allen Lebenslagen genug Power hat, solange man es nicht übertreibt. Es gibt zwar hier und da noch kleine Verbesserungsmöglichkeiten (Lüftersteuerung beim booten, positionieren der „ProbeIt“-Lesepunkte), diese lassen sich aber nicht als große Schwachstellen bezeichnen.
Wer auf der Suche nach einer besonderen Karte ist, und sich etwas Luxuriöses gönnen möchte, wird mit der Radeon HD 5870 Matrix Platinum von Asus mit Sicherheit glücklich. Zum Schluss noch die Frage nach den Kosten: für eine Matrix werden aktuell ca. 433,00 Euro (Stand 15.08.2010) fällig.

Die Karte verdient sich trotz der kleinen Anmerkungen und dem etwas höherem Preis den „Gold Award“.​







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