Rechtsystem Deutschland

Es geht hier ja logischerweise nicht um etwas, was die Staatsverwaltung brD einbehalten will, oder nicht.

Das ein wenig Ironie in meinem Satz erkennbar sein sollte, ist wohl fehlgeschlagen. Was denn nun? sind Migranten nun große Teile die in meinem Land leben und doch "gefährlich" in vielerlei Hinsicht für mich sind, oder ist es doch so, das ich noch beruhigt schlafen kann? Ich blicke da nicht durch, du sprichst für mich mit zwei Zungen :-)
 
meine Sichtweise:
Personen mit Migrationshintergrund sind eine große Bevölkerungsgruppe in Deutschland, aber sie sind weit davon entfernt, die Mehrheit zu bilden. Ohne Annahme sehr pessimistischer Sichtweisen bezüglich z.B. Integration wird sich das so schnell auch nicht ändern.
Gefährlich sind sie per se in keiner Weise, auch wenn es aus historischen Gründen ein überpropotionaler Anteil zu Teilen der Gesellschaft gehört, aus denen problematische Individuen wie Kriminelle oder gewalttätige Jugendliche mehrheitlich stammen.

Was sie übrigens auch nicht sind:
- Thema der von mir oben erwähnten Zeilen, die das Thema Sarrazin zum überlaufen brachten (das waren Basken und Juden, afaik beide nicht in nenneswerter Zahl unter deutschen Migranten vertreten - letztere aber in der einheimischen Bevölkerung)
- Thema dieses Threads


P.S.:
Ironie konnte ich in der Tat keine erkennen. Abseits einer wortwörtliche Auslegung des geschriebenen würde ich am ehesten eine diskussionstaktische Finte erwarten, aber nichts ironisches. Nichtmal Sarkasmus.
 
Speziell für unsere unverbesserlichen Rechthaber im Sarkozy-Thread (hier, hier und hier) nun nachfolgend ein paar Klarstellungen. Ich zitiere Wiki, weil es den meisten eine zugängliche und allgemein verständlich gehaltene Quelle darstellt, die eigentlich sofort abrufbar ist. Warum offiziell vorhandene Erklärungen und Nachschlagemöglichkeiten immer wieder negiert und statt dessen auf Halbwahrheiten herumgerutscht wird, bleibt mir unverständlich.
Die Fettmarkierungen und Unterstreichungen (außer die weiterführenden Links in blauer Schrift) innerhalb der Zitate habe ich vorgenommen.

Die Staatsbürgerschaft begründet besondere Rechte als Schutz- und Abwehrrechte gegen den Staat (Reisefreiheit, Auslieferungsverbot) sowie Einstandsansprüche im Verhältnis zu Dritten (konsularischen Schutz, internationale Prozessführung) und in Demokratien auch Teilhaberechte am Staatsleben im Sinne eines status activus (politische Mitgestaltung, Souveränitätsteilhabe). Staatsbürgerliche Pflichten sind im modernen Staatsverständnis beispielsweise die Wehrpflicht, die Wahlpflicht oder die Pflicht, auch bei ausländischem WohnsitzSteuern zu bezahlen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsb%C3%BCrgerschaft

Dass die Wehrpflicht abgeschafft werden soll/kann, hat mit der generellen Sache an sich nichts zu tun.

Ziel und Zweck des Strafrechts

Strafrecht knüpft an die Verletzung von geschützten Rechtsgütern an. Dabei sollte der gesetzgeberische Einsatz von Strafrecht wegen des verfassungsrechtlichen Verhältnismäßigkeitsprinzips immer nur ultima ratio (letztes Mittel) sein. Das heißt, dass die Verletzung von Rechtsgütern nur dann mit Strafe bedroht werden sollte, wenn Sanktionsmöglichkeiten des Zivil- und Verwaltungsrechts nicht mehr ausreichen, um einen wirksamen Rechtsgüterschutz herbeizuführen. Deshalb hat das Strafrecht immer nur fragmentarischen Charakter. Es erfasst nicht lückenlos jedes moralisch verwerfbare Verhalten oder gar die Gesamtheit sozialer und gesellschaftlicher Verflechtungen, sondern stellt lediglich einzelne, vom Gesetzgeber als besonders sozialschädlich erachtete Verhaltensweisen unter Strafe.
Hauptziel des Strafrechts ist nach heute herrschender Ansicht nicht, Gerechtigkeit in der Rechtsgesellschaft herbeizuführen, sondern den Rechtsfrieden aufrechtzuerhalten. Dazu wirkt es sowohl präventiv als auch repressiv auf Täter und Gesellschaft ein.
http://de.wikipedia.org/wiki/Strafrecht_(Deutschland)


Ziel und Zweck von Strafe

Das Strafrecht stellt hinsichtlich der Strafbarkeit die Tat in den Vordergrund, für die Rechtsfolge − also Strafe oder Maßregel ist auch die Täterpersönlichkeit zu berücksichtigen. Das deutsche Strafrecht vereint verschiedene Strafzwecke (die sich aus sog. Strafzwecktheorien herleiten). Zunächst soll die Schuld des Täters durch die Strafe gesühnt werden (Schuldprinzip). Darüber hinaus soll der Täter aber auch resozialisiert (positive Spezialprävention) und von der Begehung weiterer Straftaten abgeschreckt (negative Spezialprävention) werden. Weiter sollen die Bürger von der Begehung von Straftaten abgeschreckt (negative Generalprävention) und generell das Vertrauen der Gesellschaft in die Beständigkeit und Durchsetzungskraft des Rechtssystems gestärkt werden (positive Generalprävention). In den letzten Jahrzehnten hat sich als Strafzweck immer mehr das „Einsperren“ gefährlicher Täter zur Erhöhung der Sicherheit der Bevölkerung durchgesetzt. Der Gedanke der „Verwahrung gemeingefährlicher Verbrecher“ ist im Vormarsch (vgl. auch Sicherungsverwahrung). Dies steht jedoch im Widerspruch zur geltenden Rechtslage (§ 2StVollzG). Danach ist es das Ziel der Freiheitsstrafe, den Gefangenen zu einem rechtschaffenen Lebenswandel zu bewegen (Vollzugsziel). Der Schutz der Allgemeinheit ist allenfalls als nachrangiges Vollzugsziel zu betrachten; wobei ferner strittig ist, ob es sich dabei überhaupt um ein Vollzugsziel handelt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Strafrecht_(Deutschland)


In modernen Verfassungen ist oft und seit frühem die Prämisse anzutreffen, dass es einen Normkern gibt, der unabänderlich ist und dem Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers entzogen ist:
“[…] a legislative act contrary to the Constitution is not law.”
U.S. Supreme Court[3]
„[…] ein Gesetzgebungsakt in Widerspruch zur Verfassung hat keine Gesetzeskraft.“






Zu seinem Umfang werden unter anderem Grundsätze gezählt wie
Eine Normhierarchie oder gar Normpyramide innerhalb des Verfassungsrechts gibt es jedoch nicht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Verfassungswidriges_Verfassungsrecht


Der Ewigkeit einer Verfassung sind durch die gesellschaftliche Entwicklung Grenzen gesetzt. Dennoch hat die deutsche Verfassung Elemente inkorporiert, um eine legale Umwälzung der demokratischen und rechtsstaatlichen Fundamente zu verhindern. So garantiert Art. 79 Abs. 3 GG die Beständigkeit der Menschenwürde (Art. 1 GG) und des demokratischen, föderalen und sozialen Rechtsstaats (Art. 20 GG). Allein durch Beschluss einer neuen Verfassung durch die einfache Mehrheit aller Deutschen kann nach Art. 146 GG das Grundgesetz durch eine neue Verfassung ersetzt werden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsrecht

Speziell icejester möchte ich hier noch einmal das ihm bereits durch mich ans Herz gelegte, allerdings etwas umfassende und trockene Werk zum deutschen Verfassungs- und Staatsrecht empfehlen.
Du weißt schon. ;)

Aber keine Bange, zumindest bedarf es keiner Französischkenntnisse - allerdings ein klein wenig Latein ist angebracht, aber nur wg. der Fachbegrifflichkeiten (welche jedoch auch anschaulich erklärt werden).
 
Zuletzt bearbeitet:
@Fanator-II-701 ich finde Deine Beiträge in der Regel interessant und informativ.

Wenn Du etwas im Sarkozy Thread aussagen möchtest, warum machst Du es nicht da, sondern in diesem Thread.

Leider vermiss ich ich bei Deinen Zitaten/Quellen allzuoft eine "Meinung" von Dir. Mir kommt es vor, dass Du viele Quellen vorschiebst Dich aber vor einer Meinung drückst.

Anderseits versuchst Du anderen Forummitgliedern in einer Art, die ich gerne als "Besserwisser" umschreiben möchte Dinge zu erklären, die in der Art nicht unbedingt beim jewieligen Member so ankommt oder verstanden wird, weil Du die Leute mit Quellen (Teils ewig lange Texte) traktierst die anscheinend nur wenige lesen udn noch weniger interessieren. Typisches Sender-Empfänger Problem.

Leg dieses Oberlehrerhafte Getue ab, dann kann man ggf. mit Dir diskutieren.

Meine Meinung zu Deinen Beiträgen/Aussagen/Bewertunge/Wertungen.
 
Offensichtlich geht es in seinen Ausführungen nicht um Sarkozy, sondern um das deutsche Rechtssystem - damit sollte wohl klar sein, warum er es in diesem Thread postet.
Ein Diskussionsansatz ergäbe sich unter Berücksichtigung der gegenteiligen Aussagen im Sarkozythread (die man aber in der Tat hätte verlinken können), offensichtlich haben deren Autoren aber kein Interesse daran, sich mit den Fakten (bzw. dem, was ihnen hier als solche entgegengestellt wird) auseinanderzusetzen.
 
Offensichtlich geht es in seinen Ausführungen nicht um Sarkozy, sondern um das deutsche Rechtssystem - damit sollte wohl klar sein, warum er es in diesem Thread postet.
Ein Diskussionsansatz ergäbe sich unter Berücksichtigung der gegenteiligen Aussagen im Sarkozythread (die man aber in der Tat hätte verlinken können), offensichtlich haben deren Autoren aber kein Interesse daran, sich mit den Fakten (bzw. dem, was ihnen hier als solche entgegengestellt wird) auseinanderzusetzen.

Wenn man den links folgt JA.

Aber auf Grund seienr Ausführung und des Belehrungsversuches bezieht er sich auf den Sarkozy Thread.

....
sich mit den Fakten (bzw. dem, was ihnen hier als solche entgegengestellt wird) auseinanderzusetzen.

so kann man auch bestimmte Quellen werten...
 
@Fanator-II-701 ich finde Deine Beiträge in der Regel interessant und informativ.

Wenn Du etwas im Sarkozy Thread aussagen möchtest, warum machst Du es nicht da, sondern in diesem Thread.

Leider vermiss ich ich bei Deinen Zitaten/Quellen allzuoft eine "Meinung" von Dir. Mir kommt es vor, dass Du viele Quellen vorschiebst Dich aber vor einer Meinung drückst.

Anderseits versuchst Du anderen Forummitgliedern in einer Art, die ich gerne als "Besserwisser" umschreiben möchte Dinge zu erklären, die in der Art nicht unbedingt beim jewieligen Member so ankommt oder verstanden wird, weil Du die Leute mit Quellen (Teils ewig lange Texte) traktierst die anscheinend nur wenige lesen udn noch weniger interessieren. Typisches Sender-Empfänger Problem.

Leg dieses Oberlehrerhafte Getue ab, dann kann man ggf. mit Dir diskutieren.

Meine Meinung zu Deinen Beiträgen/Aussagen/Bewertunge/Wertungen.

Hallo Lartens,

ich muss das mal ein wenig aufdruseln.

1.)
ich habe auf die Beiträge im Sarkozy-Thread hier geantwortet, weil es eindeutig eine Rechtsproblematik ist und ich nicht OT gehen wollte, weil dies ja immer mal wieder bemängelt wird (bei mir auch schon mehrmals in letzter Zeit, obwohl da der sachliche Zusammenhang gegeben war). Tatsächlich hatten nämlich die letzten Beiträge, auf die ich geantwortet habe schon lange nix mehr mit Sarkozy zu tun. Ich habe also versucht, diesen OT-Teil hierher zu verlagern. Dass dann hier nichts dazu kommt, ist ja aber nicht meine Schuld, zeigt es mir doch eher, dass die Betreffenden wohl erkannt haben, dass sie Mist geschrieben haben.

2.)
wenn man meine Beiträge liest, wird man auch immer eine Wertung finden, die ich (manchmal auch nur unterschwellig) in ihnen zum Ausdruck bringe. Vielleicht geht diese aber in den Fakten unter.
Das mag zum einen daran liegen, dass ich mich bemühe, meine Meinung nicht nur einfach wiederzugeben, sondern diese auch nach Möglichkeit zu 100% zu belegen. Das hat einfach etwas damit zu tun, dass man in der Anonymität des Internets so ziemlich jeden Bullshit als seine Meinung verkaufen kann. Mir geht es aber tatsächlich eher darum, Wissen und Denkansätze zu vermitteln, damit sich jeder der das will, anhand der Fakten sein eigenes Bild machen und selber sein Wissen darauf aufbauen kann.

3.)
habe ich ziemlich schlechte Erfahrungen mit einer bestimmten Art User gemacht, die nur schreiben um zu "stänkern" und einzeilige Floskeln loswerden wollen um damit andere zu diffamieren und sie bloß zu stellen. Damit ich gar nicht erst in die Verlegenheit komme, mit solchen Leuten über einen Kamm geschoren zu werden, siehe 2.)
Ich schreibe übrigens in rund einem Dutzend Foren sowie in Blogs und ab und an hinterlasse ich meine Kommentare auch bei den "großen" Onlinemedien, so dies heutzutage überhaupt noch möglich ist. Die Meinung des "kleinen Mannes" wird nämlich gar nicht mehr so häufig zugelassen, wie es noch vor 2-3 Jahren der Fall war. Es wir immer mehr zensiert und rigoros anders denkende Leute mundtot gemacht. Bestes Beispiel dafür ist bspw. das Stern.de-Forum, welches mittlerweile gar nicht mehr existiert, nachdem man nur erst alle politischen Themen gesperrt hatte. Inzwischen kann man nicht mal mehr die verschiedenen Artikel kommentieren. Soweit ist es schon gekommen.
Worauf ich hinaus will, ist, dass ich immer wieder mit einer bestimmten Gruppe Menschen verbal aneinander gerate, die selbst glaubt, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und anderen am liebsten ihre Meinung aufdiktiert. Wenn das nicht funktioniert, fangen sie an, entweder das Thema ins Lächerliche zu ziehen, die betreffende politische Richtung oder den Schreiber direkt zu diskreditieren oder zu diffamieren und letztendlich als doof hinzustellen und lächerlich zu machen.

4.)
Diejenigen Beiträge, auf die ich so "besserwisserisch" antworte, entstammen meistens aus der Tastatur solcher unter Punkt 3.) aufgeführten Leute und diesen kommt man eben am besten mit Fakten und Belegen bei, damit alle anderen erkennen können, dass man es mit Dampfplauderern zu tun hat. Dabei wähle ich auch willentlich einen teilweise arroganten argumentativen Stil, um der (mMn) ebenso arroganten Ignoranz derjenigen auf die gleiche Weise zu begegnen. Leider muss man dann aber auch sehr umfassend argumentieren und sich nach allen Seiten "absichern", weil sonst wieder eine Miniaussage aus dem Kontext des ganzen Postings herausgerissen wird um ... eben wieder einen diskreditierenden Minisatz dazu zu bringen, der alles andere und sei es noch so wahr, ins Lächerliche zieht.

5.)
danke ich dir für deine offenen Worte und hoffe, dir ein klein wenig die Gedanken hinter meinen Texten eröffnet zu haben. Wenn jemanden die Überlänge stört oder er zu faul ist alles zu lesen, kann man dies allerdings kaum mir ankreiden. Ich bemühe mich aber durchaus nicht zu zynisch oder sarkastisch zu schreiben, obwohl ich manchmal sehr wohl könnte.

MfG
:)
_________________________________


noch @ ruyven: deine Aussage:

........... Fakten (bzw. dem, was ihnen hier als solche entgegengestellt wird) ............

verstehe ich in dem Zusammenhang nicht.
Was hast du (oder hast du überhaupt?) an der Quelle oder deren sachlichen Richtigkeit zu bemängeln?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin zwar nicht gefragt und kann auch nur vermuten, was der Gefragte gemeint hat - aber vielleicht hat er ja gemeint, dass WIKIPEDIA in den Bookmarks zu haben kein Studium der Rechtswissenschaften ersetzt, dass Zitatschnipsel aus ebendieser Quelle zwar kompatibel zur Meinung des Zitierenden sein moegen, aber nicht zwingend zutreffend sein muessen und das Rechtswissenschaft schliesslich ein komfortables Stueck ueber das Zitieren von Artikeln und Paragraphen hinausgeht. Mehr hast Du in Deinem vorletzten Post hier nicht gemacht; wie das dem selbstgesteckten Anspruch der "Vermittlung von Wissen" oder dem "Zugaenglichmachen von Denkansaetzen" dienlich sein soll ... ich weiss es nicht. Fuer mich sieht es eher danach aus, als wuerdest Du zu Allem und Jedem - sei es nun Recht oder Wirtschaft, Geopolitik oder Ethik - die universelle Meinungshoheit beanspruchen und dies durch ein paar Links zu den immer gleichen Quellen alimentieren wollen. Selbst in Deinem letzten Post masst Du Dir an zu urteilen, die Anderen haetten "Mist geschrieben" und wuerden nun aus Scham ob dieser Erkenntnis schweigen, die Anderen wuerden "staenkern" oder "Floskeln" loswerden, Deine Arroganz sei lediglich rhetorischer Natur und quasi eine Art Selbstverteidigung etc pp ...

... ja, da draengt sich, scheinbar nicht nur mir, der Vergleich zum Wannabe-Oberlehrer auf.
 
Ich bin zwar nicht gefragt ....

... aber ich hatte ganz fest mit deinem Sermon gerechnet. Da fehlen ja nur noch 21 und der Rest der Clique.
Lasst es ruhig raus, wenn es euch dann besser geht ... :P

(Ihr dürft aber auch gern per PM, damit das den Thread hier nicht auch noch zerstört, es geht ja nicht um mich sondern unseren Rechtsstaat.)

MMn steht Wikipedia in keinem Widerspruch zu derzeit gelehrten Inhalten der Rechtswissenschaften oder anderer Sachgebiete, oder irre ich da? Ist schon ´ne Weile her, aber soweit erinnerlich schaffen es nur sachlich und fachlich fundierte Beiträge in die Veröffentlichung, die dann dort auch Bestand haben. Es ist ja durchaus statthaft aus dem Bauchgefühl heraus etwas gegen Wiki zu haben oder mit den dort aufgeführten Fakten nicht zufrieden zu sein, aber die Kritik sollte dann doch wenigstens sachlich erfolgen.
Außerdem halte ich die Aussagekraft eines der (offiziell) besten und aktuellsten Lexika für bedeutend höher, als einen 400-seitigen Thread in einem Anwaltskanzleiblog, in dem es von subjektiven Meinungen nur so wimmelt oder dem Hinweis mal ein tolles Buch zu lesen. Das nutzt nämlich der Diskussion hier ebensowenig. Und wie es Lexika so immanent ist, sind sie zu wirklich fast jedem Gebiet aussagekräftig, was deinen Anwurf mit der ewig gleichen Quelle genauso dumpf erscheinen lässt, wie er auch noch dazu falsch ist. Im Bananenrepublikthread, der vor Links und Querverweisen nur so strotzt, ist nämlich kein einziger Wiki-Link zu finden... :wow:

Und falls eines der "Zitatschnipsel" dMn nicht zutreffend sein sollte, hättest du ja gern etwas dazu schreiben können, statt die persönliche Ebene zu wählen. Ich weiß zwar, dass die beiden letzten Zitate aus dem Zusammenhang gerissen und nicht dazu gehörig wirken, aber der Eindruck täuscht, denn ich habe sie für unsere Grundgesetzfeinde bewußt so plaziert. Vielleicht fällt ja jemandem was dazu ein. ;)

Das alles hat nix mit "Meinungshoheit" zu tun, die ich innehaben will, sondern mit sachlicher Richtigkeit, auf die ich dementgegen sehr wohl Wert lege. Klar kann ich auch über Fiktionen und Hirngespinste seitenlang ohne Bezug und Beleg schwafeln, das bringt aber eigentlich niemandem wirklich etwas.
Mir zumindest nicht und ich schreib ja auch niemandem vor, wie er zu schreiben oder zu argumentieren hat, also so what?!
:huh:

So, das war es jetzt hier aber wirklich zu dem Thema.
 
Hallo Lartens,

ich muss das mal ein wenig aufdruseln.

1.)
ich habe auf die Beiträge im Sarkozy-Thread hier geantwortet, weil es eindeutig eine Rechtsproblematik ist und ich nicht OT gehen wollte, weil dies ja immer mal wieder bemängelt wird (bei mir auch schon mehrmals in letzter Zeit, obwohl da der sachliche Zusammenhang gegeben war). Tatsächlich hatten nämlich die letzten Beiträge, auf die ich geantwortet habe schon lange nix mehr mit Sarkozy zu tun. Ich habe also versucht, diesen OT-Teil hierher zu verlagern. Dass dann hier nichts dazu kommt, ist ja aber nicht meine Schuld, zeigt es mir doch eher, dass die Betreffenden wohl erkannt haben, dass sie Mist geschrieben haben.

2.)
wenn man meine Beiträge liest, wird man auch immer eine Wertung finden, die ich (manchmal auch nur unterschwellig) in ihnen zum Ausdruck bringe. Vielleicht geht diese aber in den Fakten unter.
Das mag zum einen daran liegen, dass ich mich bemühe, meine Meinung nicht nur einfach wiederzugeben, sondern diese auch nach Möglichkeit zu 100% zu belegen. Das hat einfach etwas damit zu tun, dass man in der Anonymität des Internets so ziemlich jeden Bullshit als seine Meinung verkaufen kann. Mir geht es aber tatsächlich eher darum, Wissen und Denkansätze zu vermitteln, damit sich jeder der das will, anhand der Fakten sein eigenes Bild machen und selber sein Wissen darauf aufbauen kann.

3.)
habe ich ziemlich schlechte Erfahrungen mit einer bestimmten Art User gemacht, die nur schreiben um zu "stänkern" und einzeilige Floskeln loswerden wollen um damit andere zu diffamieren und sie bloß zu stellen. Damit ich gar nicht erst in die Verlegenheit komme, mit solchen Leuten über einen Kamm geschoren zu werden, siehe 2.)
Ich schreibe übrigens in rund einem Dutzend Foren sowie in Blogs und ab und an hinterlasse ich meine Kommentare auch bei den "großen" Onlinemedien, so dies heutzutage überhaupt noch möglich ist. Die Meinung des "kleinen Mannes" wird nämlich gar nicht mehr so häufig zugelassen, wie es noch vor 2-3 Jahren der Fall war. Es wir immer mehr zensiert und rigoros anders denkende Leute mundtot gemacht. Bestes Beispiel dafür ist bspw. das Stern.de-Forum, welches mittlerweile gar nicht mehr existiert, nachdem man nur erst alle politischen Themen gesperrt hatte. Inzwischen kann man nicht mal mehr die verschiedenen Artikel kommentieren. Soweit ist es schon gekommen.
Worauf ich hinaus will, ist, dass ich immer wieder mit einer bestimmten Gruppe Menschen verbal aneinander gerate, die selbst glaubt, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und anderen am liebsten ihre Meinung aufdiktiert. Wenn das nicht funktioniert, fangen sie an, entweder das Thema ins Lächerliche zu ziehen, die betreffende politische Richtung oder den Schreiber direkt zu diskreditieren oder zu diffamieren und letztendlich als doof hinzustellen und lächerlich zu machen.

4.)
Diejenigen Beiträge, auf die ich so "besserwisserisch" antworte, entstammen meistens aus der Tastatur solcher unter Punkt 3.) aufgeführten Leute und diesen kommt man eben am besten mit Fakten und Belegen bei, damit alle anderen erkennen können, dass man es mit Dampfplauderern zu tun hat. Dabei wähle ich auch willentlich einen teilweise arroganten argumentativen Stil, um der (mMn) ebenso arroganten Ignoranz derjenigen auf die gleiche Weise zu begegnen. Leider muss man dann aber auch sehr umfassend argumentieren und sich nach allen Seiten "absichern", weil sonst wieder eine Miniaussage aus dem Kontext des ganzen Postings herausgerissen wird um ... eben wieder einen diskreditierenden Minisatz dazu zu bringen, der alles andere und sei es noch so wahr, ins Lächerliche zieht.

5.)
danke ich dir für deine offenen Worte und hoffe, dir ein klein wenig die Gedanken hinter meinen Texten eröffnet zu haben. Wenn jemanden die Überlänge stört oder er zu faul ist alles zu lesen, kann man dies allerdings kaum mir ankreiden. Ich bemühe mich aber durchaus nicht zu zynisch oder sarkastisch zu schreiben, obwohl ich manchmal sehr wohl könnte.

MfG
:)
_________________________________


noch @ ruyven: deine Aussage:



verstehe ich in dem Zusammenhang nicht.
Was hast du (oder hast du überhaupt?) an der Quelle oder deren sachlichen Richtigkeit zu bemängeln?


Mir sind Deine Texte nicht zu land, sondern ich finde diese in der Regel informativ und teilweise süffisant.
Trotzdem kommt es bei den meisten LEsern nicht so an.

Wenn Du unterschwellig etwas sagst- warum sagst Du es nicht nicht offensichtlich? Ein Psychologe würde hier ein wenig mehr hineininterpretieren.

Grundsätzlich war mein Hinweis nur ein tip an Dich. Du scheinst recht belesen zu sein und auch in der ALge das gelesene richtig zu interpretieren,
aber die Art und Weise oder der Ton spielt die Musik.
Sender-Empfänger da hats Du ein Problem.

zum Theme "Faktenlage" - nicht jede Quelle und nicht jeder Artikel aus diversen Seiten eignet sich als Quelle und ist inder Regel auf dessen Quelle hin zu untersuchen!!!
Ergo, man sollte Deinen Quellen/Links aucjh nicht rückhalttlos glauben schenken
 
Mal ein winziges Zwischenstatement zum Thema Wiki:
Stand von vor 5 Jahren:
Wie hoch die Qualität der freien Enzyklopädie wirklich ist, wollten Wissenschaftler für das renommierte Wissenschaftsmagazin Nature herausfinden. Dabei schneidet die Wikipedia erstaunlich gut ab.

Das Magazin unterzog die Wikipedia einem exemplarischen Review: 42 Artikel aus der Wikipedia und der Encyclopaedia Britannica zu verschiedenen Wissenschaftsbereichen wurden von Experten geprüft. Das Ergebnis: In beiden Quellen wurden jeweils vier schwerwiegende Fehler entdeckt – ein überraschender Gleichstand. In der B-Note, den Faktenfehlern, Auslassungen und missverständlichen Formulierungen, musste sich das knapp fünf Jahre alte Online-Projekt dem altehrwürdigen Konkurrenten geschlagen geben: 162 solcher Fehler fanden sich bei Wikipedia und 123 bei der Encyclopaedia Britannica.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Nature-Wikipedia-nahe-an-Encyclopaedia-Britannica-158194.html

Heute:
Die Teilnehmer der Konferenz Wikipedia – ein kritischer Standpunkt in Leipzig stellten der Online-Enzyklopädie ein durchwachsenes Zeugnis aus: Zwar wurde der Wikipedia eine Schlüsselrolle bei der Weiterentwicklung der Wissensverarbeitung zugesprochen, mit den Ergebnissen zeigte sich jedoch nicht jeder zufrieden.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Kritischer-Standpunkt-Wikipedia-und-das-vorlaeufige-Wissen-1096420.html
 
noch @ ruyven: deine Aussage:

verstehe ich in dem Zusammenhang nicht.
Was hast du (oder hast du überhaupt?) an der Quelle oder deren sachlichen Richtigkeit zu bemängeln?

Ich wollte an der Stelle nur den Status dieses Threads aus Moderatorensicht erklären, aber in der Diskussion zwischen dir und wer-auch-immer-nicht-reagiert keine Seite beziehen. Da Wiki stellenweise eben doch mal falsch liegt und ich auch keine Zeit hatte, dass zu überprüfen, habe ich meinen Satz um eine Klausel ergänzt, die alles zulässt ;)


Aber so langsam geht der Thread hier echt OT...
 
Ich war beruflich über Jahre hinweg oft im Gerichtssaal...

2 Kerle schlagen einen anderen Krankenhausreif - Milz gerissen, mehrere Rippen kaputt, Kiefer zertrümmert: 60 Sozialstunden

Ein Mann vergewaltigt und verletzt seine Frau über Jahre hinweg aufs schwerste: 2 Jahre auf Bewährung

Eine Frau ist mehrfach schwarz gefahren und kann die Bußbescheide nicht bezahlen: 3 Monate Gefängnis

Ein Mann hat zwei Hanfpflanzen auf dem Dachboden: 1 Jahr Gefängnis

Da gibts kaum Gerechtigkeit im Rechtsstaat!

Wenn ihr kriminell werden wollt schlagt lieber Leute zusammen oder verletzt sie anderweitig. Das wird weniger hart bestraft wie Steuerhinterziehung oder wenn ihr eure Rechnungen nicht mehr bezahlen könnt.


Wenn ihr wüsstet wieviele Leute im Knast sitzen nur weil Sie Rechnungen oder Bußgelder nicht bezahlen könnten - Von den armen Säuen sitzen mehr im Knast als Gewaltverbrecher und Schwerkriminelle. Ist traurig, ist aber so!
 
Sind die Strafangaben die Anklagen, oder das, für dass das Urteil verhängt wurde?


Das mehr Leute im Knast sitzen, die sich verschulden und denen das nicht die Gesellschaft abnimmt, als Gewaltverbrecher könnte übrigens auch einfach an dem positiven Zustand liegen, das letztere nicht so häufig sind ;)
(Trotzdem frag ich mal nach: subjektive Meinung,(un)qualifizierte Einschätzung oder Fakt? Da es ziemlich schwer ist, wegen zuwenig Geld längere Pleite in den Knast zu gehen, glaube ich die AUssage nicht so ganz)
 
Zumal es immer noch die Möglichkeit gibt (zumindest bei "Amtsschulden") "Arbeit statt Gefängniss", das ist ein Programm für gerade solche Problemfälle die nicht genug Geld haben und Beugehaft somit nichts bringen würde! ;)
 
Ist Beugehaft nicht ohnehin nur eine Maßnahme bei Leuten, die sich weigern zu zahlen?
Leuten, die kein Bargeld haben, müsste eigentlich eher was gefändet werden und Leute, die gar nichts haben, können Privatkonkurs anmelden.
 
Richtig Beugehaft ist für Leute die nicht zahlen wollen, aber die festgesetzte Haftzeit wird an den Schulden ermittelt, nur leider hat der Schuldner diese danach immer noch.

Bei dem Programm "Arbeit statt Gefängnis" ist der Schuldner diese aber danach los und muß nicht gleich in die Wohlverhaltensphase der Privatinsolvenz treten. ;)
 
Sind die Strafangaben die Anklagen, oder das, für dass das Urteil verhängt wurde?


Das mehr Leute im Knast sitzen, die sich verschulden und denen das nicht die Gesellschaft abnimmt, als Gewaltverbrecher könnte übrigens auch einfach an dem positiven Zustand liegen, das letztere nicht so häufig sind ;)
(Trotzdem frag ich mal nach: subjektive Meinung,(un)qualifizierte Einschätzung oder Fakt? Da es ziemlich schwer ist, wegen zuwenig Geld längere Pleite in den Knast zu gehen, glaube ich die AUssage nicht so ganz)

Das sind alles reale Fälle bzw. Urteile. Ich hab dort wirklich alle extreme erlebt. Übelste Leute die lächerliche Strafen bekommen und ganz normale Typen die wegen Humbug in den Knast mussten. Bzgl. der Geldsache: Man darf da nicht immer von sich selbst ausgehen, es gibt viele arme Schweine die in den Knast gesteckt werden weil sie sich nicht zu helfen wissen (Kein Geld, keine Ahnung vom System, Abhängig etc.) Von denen abgesehen - Sobald die Blauen bei dir vor der Tür stehen und du eine Summe zahlen sollst - was willst du da tun? Wenn du nette Beamte hast gehen Sie mit dir zur Bank und wenn du das Geld hast kommst du drum herum aber kannst du das Geld nicht innerhalb kürzester Zeit auftreiben sitzt du ein. Ich wollte das damals selbst nicht glauben das man hier wegen lächerlichen Geldbeträgen oder versäumten Briefen einsitzen kann aber es ist leider so.
 
Ist Beugehaft nicht ohnehin nur eine Maßnahme bei Leuten, die sich weigern zu zahlen?
Leuten, die kein Bargeld haben, müsste eigentlich eher was gefändet werden und Leute, die gar nichts haben, können Privatkonkurs anmelden.

Schön wär's. Und wenn es nicht so traurig wäre, wäre es eigentlich zum Totlachen.

Leider stimmt das so nicht, wie Du es glaubst. Und wie es auch fast jeder andere natürlicherweise annimmt. Also kann man Dir da auch keinen Vorwurf machen.

Die Sache ist folgende (meiner Meinung nach riesige staatliche Unverschämtheit): Du kannst, wenn Du überschuldet bist, unter gewissen Voraussetzungen in die Privatinsolvenz gehen. Nach sieben Jahren bist Du schuldenfrei. Allerdings - und das ist die wirkliche Frechheit - gilt das nicht für Schulden, die Du dem Staat gegenüber hast. Gestrichen werden nur Schulden gegenüber nicht-staatlichen Gläubigern.
Das heißt, jegliche Steuernachzahlung, jeder Strafzettel wegen Falschparkens, jeder Euro Gerichtskosten oder was sonst noch so da sein mag, verfällt nie. Da kannst Du so arm sein wie es nur geht, der Staat holt sich, was er will. Wenn nicht bei Dir, dann bei Deinen Erben. Gleichzeitig sorgt er dafür, daß Du im Extremfall keine einzige Handwerker- oder Lieferantenrechnung zahlen mußt, die anscheinend ruhig der Reihe nach Pleite gehen dürfen.

Und das Krasseste ist: Das normale Insolvenzrecht für Unternehmen soll jetzt auch noch nach ähnlichem Muster umgestrickt werden. Dann gibt's in Deutschland in Zukunft kein einziges gerettetes Unternehmen mehr und das Insolvenzrecht wird wieder ein reines Konkursabwicklungsrecht.
An solcher Kurzsicht seitens der Legislative kann man wirklich nur verzweifeln. Es ist einfach nur zum Heulen, wenn man sich sowas mal in Gänze vor Augen führt.
 
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