News Rechenzentrum unter Wasser: Microsofts Projekt Natick liegt auf Eis

PCGH-Redaktion

Kommentar-System
Teammitglied
Jahre nach dem letzten Update hat Microsoft bestätigt, dass Projekt Natick bislang nicht zum Einsatz von Unterwasser-Rechenzentren geführt hat. Die Forschung geht aber weiter.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Rechenzentrum unter Wasser: Microsofts Projekt Natick liegt auf Eis

Bitte beachten: Thema dieses Kommentar-Threads ist der Inhalt der Meldung. Kritik und allgemeine Fragen zu Online-Artikeln von PC Games Hardware werden hier gemäß der Forenregeln ohne Nachfrage entfernt, sie sind im Feedback-Unterforum besser aufgehoben.
 
Ich halte das für keine gute Idee. Meerwasser ist einfach sehr aggressiv, was noch mehr Wartung nötig macht. Die normalerweise nötige Wartung wird durch so einen Aufbau sicherlich auch nicht gerade einfacher und die Energieversorgung stelle ich mir auch überdurchschnittlich aufwändig vor. Das mit der Kühlung stimmt zwar, aber die abzutransportierende Wärme könnte man ja auch als Ressource nutzen.
 
Die Weltmeere sind noch nicht aufgeheizt genug. Wusste schon immer das man so was auch skrupellos angehen kann. Dank KI in der Cloud ist ja der Rechenbedarf und damit der Stromverbrauch gestiegen. Mal sehen wie das wird, wenn der Meeresspiegel 2 m gestiegen ist...
 
Die Weltmeere sind noch nicht aufgeheizt genug. Wusste schon immer das man so was auch skrupellos angehen kann. Dank KI in der Cloud ist ja der Rechenbedarf und damit der Stromverbrauch gestiegen. Mal sehen wie das wird, wenn der Meeresspiegel 2 m gestiegen ist...
Die denken sich dann wohl: Geil, noch mehr Meerwasserplatz für Server :ugly:

Ansonsten nützt ja nichts wenn was gut/logisch erscheint, sehr schwer und umständlich umzusetzen ist.
 
Naja, für das Klima spielt es wohl kaum eine Rolle, ob die Abwärme an die Luft oder das Wasser der Erde abgegeben wird.
Hat jemand von Klima gesprochen? In Massen würde diese Technik trotzdem die Meere aufheizen. Das hätte dann natürlich auch einen Effekt aufs Klima (der natürlich ein anderer wäre, als wenn man die Wärme in die Atmosphäre entlässt). Aber um den ging's ja gar nicht, das wäre sekundär. Aufgeheizte Meere an sich sind schon Problem genug.

Problem ist natürlich relativ. Für uns Menschen wäre es ein Problem, weil jede Veränderung des Status Quo, in dem wir uns einmal entwickelt haben, für uns ein Problem darstellt. Wir mögen stabile Gleichgewichte. Blöd nur, dass wir so schlecht darin sind diese zu erhalten.
 
So weit ich weiß, macht Wasser irgendwann alles kaputt; ich sehe da ein Problem in der Langzeitsicherheit bzw. -wartung. Die schon genannten Punkte über meinem Post finde ich auch gut als Gegenargumente.
 
Was zu beweisen wäre.
Kann man ja ausrechnen. Es gibt wohl rund 1,34x10¹⁵ m³ Wasser in den Meeren. Um einen Liter Wasser um ein Kelvin zu erhitzen, benötigt man ca. 4,2 kJ. So komme ich auf 5,63x10²¹ J/K. In 2022 haben alle Rechenzentren zusammen wohl rund 460 TWh verbraucht, das sind 1,66x10¹⁸ J. Demnach wären die Meere, wenn man alle Rechenzentren der Welt im Wasser geparkt hätte, um 0,0003 K erwärmt worden.
Hat jemand von Klima gesprochen? In Massen würde diese Technik trotzdem die Meere aufheizen. Das hätte dann natürlich auch einen Effekt aufs Klima (der natürlich ein anderer wäre, als wenn man die Wärme in die Atmosphäre entlässt). Aber um den ging's ja gar nicht, das wäre sekundär. Aufgeheizte Meere an sich sind schon Problem genug.
Meinetwegen. Ich denke aber schon, dass die Meere diese Menge an Wärme problemlos an die Atmosphäre abgeben können. Mit den Werten der oberen Rechnung wären das 0,15 mW/m² Meeresoberfläche. Das müsste schon sehr viel mehr werden und es müsste alles im Meer passieren. Lokal könnte es aber natürlich Probleme geben.
 
Die Weltmeere sind noch nicht aufgeheizt genug. Wusste schon immer das man so was auch skrupellos angehen kann. Dank KI in der Cloud ist ja der Rechenbedarf und damit der Stromverbrauch gestiegen. Mal sehen wie das wird, wenn der Meeresspiegel 2 m gestiegen ist...

Naja, für das Klima spielt es wohl kaum eine Rolle, ob die Abwärme an die Luft oder das Wasser der Erde abgegeben wird.

Was zu beweisen wäre. Mehr Energieverbrauch wegen KI Einsatz wird es aber so oder so geben. Und sicherlich wird nicht jede KI Abfrage sinnvoll sein...

Da gabs ne Studie dazu damals als die Idee aufkam. Die Meere werden langfristig so weniger aufgeheizt, da durch effizientere Kühlung, weniger Kühlaufwand somit weniger Gesammtwärme.

Auch würde selbst ein supermassives Rechenzentrum welches irgendwo vor einer Küste versenkt wird, die Wassertemperatur nur massgeblich auf den ersten 1-2 metern um das Rechenzentrum beeinflussen.

Ich bin jetzt aber zu faul, die Studie zu suchen darum: Google ist dein Freund und Helfer :ugly:
 
Da gabs ne Studie dazu damals als die Idee aufkam. Die Meere werden langfristig so weniger aufgeheizt, da durch effizientere Kühlung, weniger Kühlaufwand somit weniger Gesammtwärme.
Kommt halt immer drauf an, wie die Energie gewonnen wird, die für alles genutzt wird. Das Hauptproblem sind ja die Treibhausgase und zeitlich begrenzt vielleicht sogar die als Wärme freigesetzte chemische Energie von fossilen Brennstoffen, wobei ich auch da nicht glaube, dass die einen wirklich großen Einfluss hat.
Lokale Probleme haben die blöde Angewohnheit nicht allzu lokal begrenzte Effekte zu zeigen, wenn die Lokalitäten wie im Meer durch Strömungen verbunden sind.
Auch würde selbst ein supermassives Rechenzentrum welches irgendwo vor einer Küste versenkt wird, die Wassertemperatur nur massgeblich auf den ersten 1-2 metern um das Rechenzentrum beeinflussen.
Ich denke halt, dass es schon einen merklichen Einfluss auf die lokale Flora und Fauna haben könnte, wenn man jetzt die ganze Küstenlinie komplett mit Rechenzentren zuballert. Kann auch sein, dass das auf irgendeine Art und Weise einen größeren Einfluss auf das Gesamtsystem Ozean hat. An bestimmten Umwälzorten könnten erhöhte Temperaturen schon was ausmachen. Aber ich glaube, die sind nicht an dichter bewohnten Küsten.
 
Kommt halt immer drauf an, wie die Energie gewonnen wird, die für alles genutzt wird. Das Hauptproblem sind ja die Treibhausgase und zeitlich begrenzt vielleicht sogar die als Wärme freigesetzte chemische Energie von fossilen Brennstoffen, wobei ich auch da nicht glaube, dass die einen wirklich großen Einfluss hat.

Ja hier ging es mehr um den direktvergleich, angenommen der Strom etc. kommt aus selber Quelle.
Dann wäre ein Unterwasserrechenwerk effizienter da insgesammt die Kühlung erleichtert ist.

Ich denke halt, dass es schon einen merklichen Einfluss auf die lokale Flora und Fauna haben könnte, wenn man jetzt die ganze Küstenlinie komplett mit Rechenzentren zuballert. Kann auch sein, dass das auf irgendeine Art und Weise einen größeren Einfluss auf das Gesamtsystem Ozean hat. An bestimmten Umwälzorten könnten erhöhte Temperaturen schon was ausmachen. Aber ich glaube, die sind nicht an dichter bewohnten Küsten.

Damit kenne ich mich zu wenig aus.
Ich rezitiere nur was ich noch in Erinnerung hatte aus dieser Studie.
Auch gebe ich keine Garantie, dass alle meine Zahlen stimmen.

Ich weiss nur noch, dass es weniger Einfluss hätte als man angenommen hat, da Wasser ein sehr guter Wärmeleiter ist.
 
Ja hier ging es mehr um den direktvergleich, angenommen der Strom etc. kommt aus selber Quelle.
Dann wäre ein Unterwasserrechenwerk effizienter da insgesammt die Kühlung erleichtert ist.
Ja. Man könnte wie gesagt höchstens noch versuchen, die Abwärme zu nutzen, indem man z.B. Wasser damit (vor)heizt.
 
Wird das nicht sogar zum Teil gemacht bei neueren Rechenzentren?
Ist wohl noch nicht sonderlich verbreitet. Bis jetzt sind mir da hauptsächlich Sachen über eine lokale Nutzung vom Betreiber zu Ohren gekommen. Wünschenswert und naheliegend wäre es aber allemal. Vielleicht könnte man auch Fernwärmenetze damit am Leben erhalten, die mit dem fossilen Ausstieg sonst obsolet werden würden.
 
Da gabs ne Studie dazu damals als die Idee aufkam. Die Meere werden langfristig so weniger aufgeheizt, da durch effizientere Kühlung, weniger Kühlaufwand somit weniger Gesammtwärme.

Auch würde selbst ein supermassives Rechenzentrum welches irgendwo vor einer Küste versenkt wird, die Wassertemperatur nur massgeblich auf den ersten 1-2 metern um das Rechenzentrum beeinflussen.

Ich bin jetzt aber zu faul, die Studie zu suchen darum: Google ist dein Freund und Helfer :ugly:

Wie immer, kommt es auf die Menge an.
Ob nur die ersten 1-2 Meter bei einer Versuchsstation(!) merklich(!) beeinflusst werden ist im Prinzip irrelevant, weil du bringst damit auf jeden Fall eine zusätzliche, äußere (Strom vom Land) Menge Energie in das Meer ein.
Wenn du dann nur genug viele und große dieser Stationen versenkst, wirst man einen Temperaturanstieg bemerken und zwar vor allem erstmal lokal.
Könnte dann Pech für das Korallenriff sein, dass "zufällig" in in der Meeresströmung liegt, die die Wärme abtransportiert.
Global gesehen dürfte es egal sein, aber nicht lokal.
Ist quasi das Gegenteil zum CO² Problem.
 
Zurück