RDNA 3: Navi 31 nur mit 96 MiB Infinity Cache?

Joo, die 15.360 Shader-Variante wird schon einige Zeit als MCM Vollausbau-Variante oberhalb einer 7900XT orakelt.
Könnte mir vorstellen, dass es zwischen den Karten am oberen Ende der Leistungsriege diesmal größere Unterschiede bei den verbauten Cache-Größen gibt. So deute ich zumindest die nicht einzuordnenden zuletzt kursierenden und stark abweichenden Megabyte-Angaben hierzu.

Edit: und der Vollausbau kommt immer bei Radeon. Ob Fiji, Vega 10, Vega 20, Navi 10, Navi 21 - AMD stopft uns das Maul mit Vollausbauten.
Mim Chiplet-Design erst recht..
 
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AMD braucht Marktanteile, nicht Hype um Nischenprodukte und toxisches Gehabe wer den Größten hat. AMD kennt ja selber die Antwort was es Intel gebracht hat mit dem i9 vorne gelegen zu haben. Gar nix, der Ryzen hat trotzdem abgeräumt. Genau so sollte es AMD bei den GPUs machen. Soll Nvidia doch eine 4090 haben. Solange AMD bessere Preis Leistung über alle Segmente hinweg hat, wird AMD sich verkaufen. So wie der Ryzen im Angesicht des i9.
 
Und wenns nur 96 sind.... solange das Ding am Ende nicht verhungert kann es uns egal sein.
Wie man da jetzt von herber Rückschlag sprechen kann ist sowieso lachhaft und entbehrt jeglicher Grundlage.

Wenns 96 MiB werden wird AMD sicherlich gute Gründe dafür haben, könnte natürlich auch dafür sprechen, dass man das aus ausreichend ansieht um konkurrenzfähig zu sein.

Es wir ja auch am Infinity Cache gearbeitet, somit gibts hier ja auch ein Plus - wenns in Summe reicht, why not?
Für die Kosten, die der Endkunde tragen muss kann das nur förderlich sein, so könnte man evtl. aufgrund des MCM Designvorteils (sofern man die Nachteile, die es evtl. mit sich bringt ausgebügelt bekommt) mit einem sehr attraktiven Preis an den Start gehen und Nvidia vielleicht kalt erwischen.

Je kleiner der Chip, desto einfacher zu fertigen - somit auch kostengünstiger.
Nvidia hat ja scheinbar einen etwas besseren Prozess für viel Geld "eingekauft" wer weiß, wie es da um den Yield steht.

Somit könnte sich am Ende das Chiplet Thema als Win/Win für AMD erweisen.
 
Mmh heißt das das es dann noch eine Karte mit 15.360 shadern geben wird ?
Weil ausgehend von den 7680 shadern max für einen Die wäre die 7900Xt keine maximal bestückte Karte mit 12288 Shaddern
Das weiß man zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht gesichert.
Aktuell sieht es folgendermaßen aus, wenn man die aktuellsten Leaks für glaubhaft hält:

Etwas wie bspw. eine RX 7900 XT verwendet ein monolithisches, großes GCD (Graphics Chiplet Die *), d. h. das Design ist weitaus weniger GPU-Chiplet-Revolution als von vielen vor Monaten erhofft, denn es wurde lediglich ein Teil des Renderbackends zusammen mit dem Cache in das MCD (Memory Chiplet Die) verlagert, von denen mehere angebunden werden. Das MCD kombiniert 2 x 32 Bit PHY (bindet also zwei BGAs GDDR6 an), Cache und den oder auch nur einen Teil des Renderbackends.
Das Navi31-Design alias GFX1100 soll einen GCD mit sechs MCDs kombinieren (daher die 384 Bit). Der GCD verfügt in der Navi31-Variante über etwa 308 mm2 und 96 CUs und damit die bereits kolportierten 12288 Shader. Wenn die bisher kolportierten 96 CUs bzw. 48 WPGs den Maximalausbau darstellen, kommt in Verbindung mit diesem Chip nichts Größeres hinzu.
Denkbar wäre aber auch, dass dieser 308 mm2-GCD noch ein paar CUs mehr auf dem Die hat und die bisher kolportierten 96 CUs bereits eine leicht heruntergestrippte Variante darstellt, d. h. es könnte bspw. noch etwas wie eine RX 7950 XT geben, die ein paar Shader mehr hat, zweifellos in diesem Szenario aber keine 15k, weil es keinen sinnvollen Grund gäbe den Chip derart weit zu beschneiden, was schlicht unwirtschaftlich wäre.

Ein früherer Leak aus April spricht von einer 15360 Shader-GPU. Kombiniert man diesen älteren Leak mit dem neueren, dann kommt man zu einem solchen Design, indem man das kleinere GCD mit nur ca. 200 mm2 aus dem Navi32-Design alias GFX1101 verwendet, das angeblich über 60 CUs verfügt. In den regulären Karten wird dieses mit vier MCDs kombiniert, also schlussendlich 7680 Shader mit einem 256 Bit-Interface. Für das Über-Design wurde kolportiert, dass angeblich zwei GCD zum Einsatz kommen sollen und das würde dann zu den 15360 Shadern führen ... zumindest wenn AMD dieses GPU-Problem technisch gelöst hat. Ob es bei RDNA3 tatsächlich ein Design bestehend aus 2 GCD geben wird, wird man jedoch vorerst abwarten müssen, da die Leaker hier über die Zeit mittlerweile schon nahezu jede denkbare Kombination an Specs "verkündet" haben und der Rest schlicht der Kategorie Hoffnung zuzuschreiben ist ... also abwarten und Tee trinken.

Eine weiterer Punkt ist, dass es zwischenzeitlich auch mal die Rede gab von einem "Sondermodell" mit stacked Cache, also V-Cache, der dann voraussichtlich auf die MCDs aufgebracht wird und somit die 16 MiB pro MCD erweitert. Hier kann man nun in zweierlei Richtung spekulieren: a) Das GCD von Navi31 ist das größte und es gibt kein 2-GCD-Design. In dem Falle könnte das absolute HighEnd-Modell vielleicht noch ein paar zusätzliche Shader mehr haben, weil die 96 Shader ggf. nicht den Vollausbau darstellen und es kommt der V-Cache hinzu, der den Cache deutlich vergrößert und damit effektiv die Speicherbandbreite erhöht. Denkbar wären bis zu 32 MiB mehr pro MCD, also 48 MiB Cache insgesamt pro MCD, was zu 288 MiB verteiltem L3$ führen könnte.
b) Es wird auch obiges 2-GCD-Design geben und dieses wird zusätzlich mit dem V-Cache auf den MCDs gepimpt. Unklar ist dann hierbei ebenso, wie viele MCDs bei einem 2-GCD-Design zum Einsatz kämen ... 6 oder bspw. gar 8, wobei letzteres ein 512 Bit-PHY bedeuten würde und mit 48 MiB/MCD zu 384 MiB verteilten L3$ führen würde.

Am Ende bleibt jedoch weiterhin ein "nichts Genaues weiß man nicht" ... so unbefriedigend das auch sein mag ... ;-)


*) Unklar ob das Leaker-Jargon ist oder am Ende tatsächlich der offiziellen Bezeichnung von AMD für dieses Die entspricht.

AMD braucht Marktanteile, [...] Solange AMD bessere Preis Leistung über alle Segmente hinweg hat, wird AMD sich verkaufen. So wie der Ryzen im Angesicht des i9.
Genau das bessere P/L-Verhältnis hat AMD ja schon lange bei GPUs nur reichte das offensichtlich nicht um die Marktanteile nennenswert verbessern zu können. Genaugenommen hatten sie das sogar zwangsweise, weil andernfalls ihre Absatzzahlen noch schlechter geworden wären.
Die Frage ist, ab wann sie als so weit technisch überzeugend wahrgenommen werden, dass der Markt in größerem Maße umzuschwenken beginnt. Vielleicht bedarf es dafür tatsächlich eines echten Halo-Produktes, das dem Marktführer uneingeschränkt in allen Belangen überlegen ist?
RDNA2 konnte jedenfalls bisher nichts nennenswert an den Marktanteilen ändern, wobei hier jedoch auch die recht spezielle Marktsituation in den vergangenen 18 Monaten zu einer zusätzlichen Verzerrung geführt haben wird. Mit Navi10 im Mittelfeld war es jedoch ohne Marktverzerrung in 2019/20 das gleiche schwerfällige Spiel, denn die Super-Refreshes von Turing verkauften sich weitaus besser trotz i. d. R. höherem Verkaufspreis und teilweise weniger Speicher. Wenn man wollte, könnte man hier als verzerrenden Faktor jedoch die fehlende Raytracing-Unterstützung in die Waagschale werfen.
Es bleibt also spannend, was AMD markttechnisch mit RDNA3 gelingen wird ...

[...] Somit könnte sich am Ende das Chiplet Thema als Win/Win für AMD erweisen.
Das wird es so oder so, denn genau aus diesem Grund betreibt man ja den Aufwand bzgl. dieses deutlich komplexeren Designs, so zumindest im oberen GPU-Spektrum, während man im unteren weiterhin mit komplett monolithischen GPUs arbeitet, weil das hier schlicht wirtschaftlicher ist.
 
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Genau das bessere P/L-Verhältnis hat AMD ja schon lange bei GPUs nur reichte das offensichtlich nicht um die Marktanteile nennenswert verbessern zu können. Genaugenommen hatten sie das sogar zwangsweise, weil andernfalls ihre Absatzzahlen noch schlechter geworden wären.

Bei AMD kommt dazu, dass wir nicht genau wissen wieviele Karten sie herstellen. Klar, Nvidia hat 80% vom Markt, aber könnte AMD überhaupt genug herstellen, um innerhalb einer Generation ein 50-50 Verhältnis zu erzeugen.

Wenn AMD jede Generation auf jeder Menge Karten sitzenbleiben würde, könnten wir sagen AMD verkauft sich schlechter, aber was wir in der Regel sehen ist, dass sich sowohl AMD als auch Nvidia Karten durchverkaufen vor jeder Generation. Das deutet darauf hin, dass die Marktposition von AMD auch darauf beruht, dass sie nicht mehr Karten herstellen und es deshalb nicht für mehr Marktanteil reicht.

Das gilt umso mehr, da AMD ja nicht pro Chip an TSMC bezahlt, sondern pro Wafer. Dann wiederum stellt sich die Frage, welches AMD Produkt ist auf den mm² Chipfläche betrachtet rentabler. Das ist der Ryzen. Aus einem 125mm² Chiplet kann man mitunter eine 500€ CPU machen. Bei einer 500€ GPU wären wir bei 335mm² Oberfläche eines Wafers. Dann kommt hinzu, dass AMD immer gerne noch mehr TSMC Kapazität hätte. Irgendwo ist denke ich schon ein Limit, das nicht nur auf die Wahl der Konsumenten zurückgeht.
 
Ich bin ja wirklich auf die neue Grafikkartengeneration gespannt.

Bei mir gibts die 3 großen Fragezeichen: Preis, Leistung und Leistungsaufnahme.

Die Gerüchte waren bei dieser Generation ja reichlich diffus. Echt gespannt was da am Ende bei rauskommen wird.
 
Bei AMD kommt dazu, dass wir nicht genau wissen wieviele Karten sie herstellen. Klar, Nvidia hat 80% vom Markt, aber könnte AMD überhaupt genug herstellen, um innerhalb einer Generation ein 50-50 Verhältnis zu erzeugen.

Wenn AMD jede Generation auf jeder Menge Karten sitzenbleiben würde, könnten wir sagen AMD verkauft sich schlechter, aber was wir in der Regel sehen ist, dass sich sowohl AMD als auch Nvidia Karten durchverkaufen vor jeder Generation. Das deutet darauf hin, dass die Marktposition von AMD auch darauf beruht, dass sie nicht mehr Karten herstellen und es deshalb nicht für mehr Marktanteil reicht.

Das gilt umso mehr, da AMD ja nicht pro Chip an TSMC bezahlt, sondern pro Wafer. Dann wiederum stellt sich die Frage, welches AMD Produkt ist auf den mm² Chipfläche betrachtet rentabler. Das ist der Ryzen. Aus einem 125mm² Chiplet kann man mitunter eine 500€ CPU machen. Bei einer 500€ GPU wären wir bei 335mm² Oberfläche eines Wafers. Dann kommt hinzu, dass AMD immer gerne noch mehr TSMC Kapazität hätte. Irgendwo ist denke ich schon ein Limit, das nicht nur auf die Wahl der Konsumenten zurückgeht.
Die Überlegung bzw. Vorbehalte bzgl. der gefertigten Stückzahlen bei AMD gehen nur in beschränktem Maße auf, da es tatsächlich weitestgehend daran liegt, dass der Markt derzeit vorrangig nVidia kaufen will, weil man deren Hardware (derzeit/bisher) offensichtlich klar präferiert.

a) Wenn AMD regelmäßig auf nennenswerten Restbeständen sitzen bleiben würde, hätten sie dagegen ein handfestes Planungsproblem und würden den Markt nicht ausreichend analysieren. So etwas wird man gezielt vermeiden. AMD kennt seine Absatzmöglichkeiten recht genau und wird seine Produktion daraufhin ausrichten, d. h. das gilt natürlich auch für die vorab bestellten Wafer-Kapazitäten bei TSMC.

b) Die Absatzzahlen der beiden großen GPU-Hersteller kennt man dank Analysten wie JPR recht genau, die auf quartalstechnischer Basis ihren Report aktualisieren (ohne Geld auszugeben, kommt man da nur nicht ganz so leicht heran und muss zudem mit einiger Unschärfe leben ;-)). Bei AIBs verkauft nVidia hier etwa 4x so viele Karten wie AMD bzw. konkret hat AMD seit 2019 gar noch Marktanteile verloren, da man bspw. in 4Q19 mit 31 % Anteil noch deutlich besser dastand.
Ein vergleichbares Bild zeichnet sich bei dGPUs allgemein ab, also inkl. der mobilen, dedizierten Chips. Hier kam man im 1HJ19 von 29 % und lag in 4Q21 nach über einem Jahr RDNA2 nur noch bei 19 % (zwischenzeitlich lag man hier auch gar bei nur noch 17 % Anteil Mitte 2021, konnte mittlerweile aber wieder ein paar Prozentpunkte gutmachen). **)

c) Die Frage was rentabler ist, sprich bspw. GPUs oder Ryzen's stellt, sich in der Form auch nur bedingt, da die vorrangige Frage ist, was man auch tatsächlich absetzen kann. Selbstredend könnte AMD optimistisch versuchen ein paar mehr Wafer-Kapazitäten zu buchen um mehr GPUs zu verkaufen, denn dem allgemeinen Tenor nach geht ja alles weg wie geschnitten Brot. ;-) Sofern ihnen also weitere TSMC-Kunden nicht die Kapazitäten streitig machen, wäre das grundlegend kein Problem für AMD, vor allem bei nur einer moderaten Steigerung. Bleibt man dann aber auf Chips sitzen verbrennt das tatsächlich Geld, da man diese nachher für einen deutlich reduzierten Preis abstoßen muss, bevor eine komplette Abschreibung droht.
AMDs Stand bei CPUs ist zudem ein ganz anderer als bei den GPUs. Bei ersteren könnte AMD weitraus einfacher mehr Output generieren und sich realtriv sicher sein diesen auch absetzen zu können. Im GPU-Markt ist das für sie offensichtlich weiterhin nicht so einfach möglich.

d) "was wir in der Regel sehen ..." Vermutlich eine Fehlinterpretation deinerseits. Konkret sieht es weiterhin so aus, dass AMD-Karten anscheinend keine vollwertigen Ersatzprodukte für nVidia-GPUs aus Sicht des (Gesamt)Marktes darstellen. Wäre dem so, würde man eine deutliche Substitution und einen relevanten Anstieg bei AMD sowie eine Verknappung von AMD-Produkten verzeichnen können. Genau das bleibt aber aus und überraschenderweise gerade zu einer Zeit als der Markt sich lange zurückhielt, da nVidia-Produkte so extrem überteuert waren, d. h. der grundsätzliche, aufgeschobene Kaufwunsch hoch war. Die nVidia-Produkte waren durch die Bank weg deutlich bis hin zu extrem viel teuerer und AMD konnte bei seinen oberen drei Top-Produkten gar noch zumeist mit deutlich mehr VRAM aufwarten und zudem einer vergleichbaren Rasterizer-Leistung. Trotzdem führte das zu keiner nennenswerten Substitution der nVidia-Produkte und zu einer damit zwangsläufigen Verknappung der AMD-Produkte. Die Verfügbarkeit an AMD-Produkten zeigte keine übermäßigen Auffälligkeiten i. V. z. nVidia bzw. eher im Gegenteil waren es zumeist letztere Produkte, die weiterhin trotz des überzogenen Preises knapper waren trotz des deutlich höheren Ausstoßes von nVidia. ***)
Aus welchen Gründen auch immer greift der Markt hier immer noch vorzugsweise zu nVidia, sei es wegen Raytracing, DLSS & Co, GSync & Reflex, dem "Marktführerbonus" oder einer Kombination aus allem. AMD wird weiterhin vorranging als Budget-Lösung gesehen, d. h. wenn man Geld sparen will ... und wenn dieses Prinzip durch einen verrückt spielenden Markt ad absurdum geführt wird, indem auch AMD-Produkte drastisch überteuert sind (auch wenn sie dennoch deutlich günster als die Konkurrenzprodukte bleiben), scheint ein Teil des Umsatzes verloren zu gehen, da ein Kaufargument zusätzlich zu entfallen scheint.


Schlussendlich wird RDNA3 bzgl. der Marktverhältnisse grundlegend interessant werden, sofern es ein konkurrenzfähiges Design wird (wovon auszugehen ist). Es wäre dann das zweite Design seit langem, mit dem man am Marktführer unmittelbar dran ist oder dieses Mal möglicherweise leicht in Führung liegt und absehbar wird AMD versuchen hier seinen Produktausstoß zu erhöhen, wenn sie ausreichend Vertrauen in ihre Entwicklung und ihr Marketing haben. Wie weit Sie erhöhen werden, wird man sehen, die Marktanteile Ende 2023 werden da zweifellos interessant werden ...


*) Darüber hinaus sind Marktanteilzugewinne grundsätzlich ein inkrementelles, langsam voranschreitendes Thema, wie man auch beim Ryzen sieht.

**) Zu 1Q22 gab JPR für "PC dGPU shipments" (inkludiertdie dedizierten Mobilchips wie auch die PC-AIBs) folgende Aufteilung bekannt: Intel 4 %, AMD 17 %, nVidia 78 %. Zahlen zu 2Q22 gibt es von JPR noch nicht.

***) Und das dennoch sehr viel Ampere bei Spielern landet, belegt Steam eindeutig.
Beispielsweise in der Juli-Statistik haben Desktop-Ampere/3000er-Karten einen Anteil von 12,51 % (gar 18,35 % inkl. der mobilen Chips) während sämtliche RNDA2-Desktop-Modelle gerade mal auf 1,62 % Anteil kommen (d. h. von 9 Desktop-Karten der aktuellen Gen's entfallen 8 Karten auf nVidia mit Ampere bei Steam).
AMD kommt nicht einmal an Amperes-Gesamtanteil heran, wenn man bei AMD sämtliche erfasste AMD-Alt-Hardware einrechnet, also bspw. auch so was wie alte R6/R7-Hardware und sämtliche mobilen, DX12-fähigen iGPUs, denn damit erreicht AMD insgesamt gerade mal 13,15 % Anteil und kann nicht einmal den Anteil von nVidia's aktuellster GPU-Generation erreichen.
Entsprechend (angelehnt an meinen obigen Abschluss) darf man gespannt sein ob sich vielleicht mit RDNA3 der Knoten löst und AMD relativ gesehen deutlich mehr GPUs unters Volk bringen kann als noch in den Vorjahren.
 
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Kleiner hört sich doch erstmal gut an. Somit besteht die Chance das AMD die 300 bis 500 € vielleicht sinnvoll dominiert. Kaum einer will ja 1000€ für die Karten ausgeben, wenn der Hauptchip dann aber bei 500 mm² ist + 192 MB Cache + 384 Bit Interface ist man locker wieder bei 800-1200 €.

Die hier benannten Abmessung + der Aussage von AMD das man 50 % mehr Performence/Watt bekommen soll. Könnte ja wirklich Karten hervorbringen die Bezahlbar und schnell sind. Wenn ich die Leistung einer 6950XT/3090 für 500€ bekomme mit ein bisschen besseres Raytracing ist doch alles super. 16 GB Videospeicher alles supi.

Sehe kein Problem.

Nvidia wird bei den schnellen Chips ja alles über 600 € kosten, die 4080 eher 800 €.
 
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Das heißt aktuell plant AMD "nur" Speichercontroller + Cache auszulagern und keine Multichip-Designs mit mehreren Rechenkernen?
Während der größte Einzelchip gleichzeitig nur knapp über 300 mm² misst?

Das klingt irgendwie nicht ganz schlüssig für mich was das high end angeht.
Die Chipfläche für Controller + Cache dürfte max. bei 33% liegen – und AD102 wird momentan auf über 600 mm² geschätzt!
Wenn AMD eine technische Lösung hat, werden sie die auch als Halo-Produkt zum Einsatz bringen, egal was es kostet (siehe 5800X3D).

Und eine Karte mit zwei teilaktivierten Navi31 oder auch nur mehreren Navi33 wäre höchst interessant! Der Stromverbrauch (der AMD-Nutzern hier im Forum meist extrem wichtig zu sein scheint) wird natürlich entsprechend exorbitant sein und durch die ganzen Interfaces auch schlecht skalieren. Nichtsdestotrotz wäre hier eine Chance mit absolut verrückten Specs einen rauszuhauen: 2x Navi31, 24.000+ Rechen Einheiten, 650-800W, nur mit Wasserkühlung ausgeliefert. Mindestens 80% schneller als AD102.
 
Kleiner hört sich doch erstmal gut an. Somit hat die Chance das AMD die 300 bis 500 € vielleicht sinnvoll dominiert. [...]
Das dürfte ein Irrglaube sein. Insbesondere bei den kleineren GPUs werden beide Hersteller durchgehend auf rein monolithische Chips setzen, d. h. hier kämpft man unter vergleichbaren Bedingungen und da gibt es erst mal keinen Grund anzunehmen, dass nVidia sich hier die Butter vom Brot nehmen lassen wird.
Wer hier ein wenig mehr oder weniger die Nase vorne haben wird, bleibt abzuwarten, ein "Dominieren" wird es aber gesichert nicht geben. Übrigens hoffenlich auch nicht bei nVidia, denn das wäre ein regelrechtes Desaster für AMD und schlecht für uns Konsumenten.

Das heißt aktuell plant AMD "nur" Speichercontroller + Cache auszulagern und keine Multichip-Designs mit mehreren Rechenkernen? [...]
Wie schon geschrieben, man weiß es bisher noch nicht. Der wesentliche Unterschied zu frühen RDNA3-Spekulationen ist, dass die Fanbase damals optimistisch davon ausging, dass AMD nun ultraeffizient nVidia an die Wand spielen könnte indem man bspw. kleine, effiziente GPU-Tiles fertigt und davon bspw. vier zusammensteckt und damit die Shaderanzahl quasi beliebig erhöhen könnte, sodass nVidia gesichert das Nachsehen haben würde.
Dass es nun doch nicht so einfach ist, kann man schon aus den bisherigen Gerüchten (und deren regelmäßigen Änderungen) ableiten. Aktuell ist nicht einmal gesichert ob es tatsächlich ein 2-GCD-Design geben wird und eine 7800 XT, wenn nicht gar eine 7900 XT wird absehbar auf einem einzelnen GCD basieren.
Darüber hinaus waren etwaige "leicht / hinwegfegen / dominieren"-Ansprüche aber grundsätzlicher Unsinn und eher Tagträumerei, da es natürlich absurd ist zu meinen, dass der Marktführer so etwas einfach tatenlos geschehen lassen würde. Dass nVidia rein monolithisch entwirft dürfte eine bewusste Entscheidung und weniger eine Art Zwang gewesen sein. Auch nVidia entwickelt schon lange an MCM-Designs und hat bei TSMC die gleichen Möglichkeiten wie AMD und hat sich lediglich bewusst dafür entschieden, dass sie den mit MCMs verbundenen Aufwand in dieser Generation wohl noch nicht brauchen werden, schlicht weil sie nicht erwarten, dass ihnen AMD davonrennen können wird, insbesondere nicht im LowEnd- bis MidRange-Bereich, in dem weiterhin monolithische Design zum EInsatz kommen werden.
Absehbar wird es in der kommenden Gen ein interessantes Konkurrenzbild geben, aber lediglich im absoluten HighEnd wird man hoffen können, dass möglicherweise AMD nVidia den Rang ablaufen wird, jedoch ist das auch das Segment, das für den GPU-Markt mengentechnisch mit am irrelevantesten ist, da nur sehr wenige Käufer das größte Produkt kaufen, das mittlerweile deutlich im vierstelligen Bereich rangiert.

Als ergänzende Infos: Das Navi31-Design alias GFX1100 wird, wenn die aktuellen Leaks korrekt sind, rund 533 mm2 Waferfläche benötigen, wovon bereits rd. 308 mm2 auf den GCD entfallen (der GCD bei Navi32 soll dagegen nur um die 200 mm2 messen, ist also ein eigenständiger Chip).
Weiterhin, wie gesagt, ob es 2-GCD-Varianten geben wird, ist bisher unklar. Darüber hinaus ist Navi33 davon komplett ausgeschlossen, denn bereits Navi33 ist angeblich ein rein monolithischer Chip im klassischen Sinne mit voraussichtlich 203 mm2 im günstigeren N6.

Einfach mal abwarten was kommt ... und vor allem wann es kommt. Absolutes HighEnd ist dieses Mal für mich verbrauchstechnisch ausgeschlossen und die kleineren Modelle kommen möglicherweise gar erst 2023, wer weiß ... :-/


*) Einen deutlichen Vorteil könnte ein 2-GCD-Design durchaus haben: Man könnte Fertigungskosten gegen Effizienz im Betrieb tauschen, denn man könnte bspw. die Shaderzahl deutlich erhöhen (mehr Chipfläche), aber den Takt reduzieren und die beiden GCDs somit deutlicher an ihrem SweetSpot betreiben, was die Perf/Watt signifikant erhöhen könnte. Ob es in der kommenden Gen jedoch so etwas geben wird, bleibt abzuwarten.
Bspw. Tomshardware, die ihre "Facts"-Sammlung zu RDNA3 schon mehrfach überarbeitet haben, sprechen bspw. nicht von einem 2-GCD-Design und haben zusätzlich ebenso von der Aufkündigung einiger Überlegungen gesprochen:

Each MCD has 16MB of AMD's Infinity Cache so Navi 31-powered graphics cards will rock up to 96MB of Infinity Cache. Navi 31 comes with a 384-bit memory interface. Navi 31’s Infinity Cache is smaller than Navi 21, which has 128MB of Infinity Cache. Angstronomics reckons that AMD is prepping a 3D-stacked MCD (1-hi) that would double the Infinity Cache. Nonetheless, the performance uplift isn’t substational given the increase in cost so mainstream Navi 31 will stick to 96MB. In fact, a beefed-up version with 288MB Infinity Cache (2-hi) was previously in AMD’s plans, but the chipmaker may have canned it due to the abysmal benefit-cost ratio.
 
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