Okay, das mag sein. Dann scheitert es wohl doch eher am Kosten-Nutzen-Faktor. HEDT hatte ich nur einmal und das war Anno 2009 mit 'nem Intel Core i7 920 auf einem Rampage III Extreme.
Da war es noch mainstreamiger und die Kühlung war auch kein Thema. Das waren noch Zeiten. ^^
Die Kühlung von Sapphire Rapids ist erstaunlich einfach, weil die Chips so riesig sind. Das dürfte auch für den MCC im verlinkten 2400er gelten, wir versuchen in der Redaktion gerade einen XCC (3495X) zu übertakten. Bisherige Erkenntnisse mit zugegebenermaßen etwas stärkerer Wasserkühlung:
- <<70 °C @stock
- jenseits der 600-700 W Package Power sollte man die Spannungswandler des W790E Sage zunehmend stärker belüften, die gehen gerne mal >100 °C
- bei knapp 8XX W ist irgendwas im ersten Netzteil ("1650 W") weggeschmort
- bei 920 W Package Power über mehrer Minuten ist Daves Power-Meter in Rauch aufgegangen
- bei 980 W kurzzeitig limitiert irgend eine bislang nicht erreichbare Option am W790E Sage
Mehr als niedrige 80er CPU-Temperaturen haben wir iirc immer noch erreicht. Aus der Hüfte heraus würde ich sagen, dass mit etwas mehr Pumpenleistung (bislang 2× DDC 310) und passendem Radiator (bislang 2× 180 mm beidseitig bestückt) wenigstens 1.300-1.400 W aus dem Package abführbar sind. In der Hinsicht ist Sapphire Rapids wirklich eine ganz andere Welt als die Desktop-CPUs.
(Für die Effizienz gilt das allerdings nicht. Von daher könnte sich das warten auf Threadripper 7000 lohnen. Wir haben halt 2023; da sind Fertigungstechniken von 2018 nicht mehr so ganz traumhaft.)
Kommt wie erwartet.
Ob sich das lohnt? Ich glaube für Raptor nutzer eher nicht. Aber auch von meinem 12700K ist es eher zu klein der sprung.
Plus eine Ausbaustufe bei gleicher technischer Basis lohnt sich fast nie. Intel mag 14000er Nummern dranschreiben, aber gegenüber dem 12900K hat sich abseits der beiden zusätzlichen, für Gaming wenig relevanten E-Cluster, halt nicht so viel getan. Das ist weniger als i7-8000 auf i9-9000. Keine neue Architektur, keine neue Fertigung, nicht einmal ein Sondergimmick wie z.B. riesige Zusatz-Caches – da lohnt ein Upgrade meiner Meinung nach erst dann richtig, wenn man die Anzahl der Kerne wenigstens verdoppelt (i3 auf i9). Eine Steigerung um zwei Produktklasse (i5 auf i9) ist rein von der Leistung her schon fragwürdig, kann aber als Drop-In-Replacement und ohne Kosten für eine neue Plattform die angenehmere Alternative zu einem Komplettumbau mit einer pro Euro leistungsfähigeren CPU sein. Aber von einem i7 ausgehend sollte man bei Intel nie erwarten, dass sich aufrüsten lohnt.