RAM speed

seppl1991

Schraubenverwechsler(in)
Hi Community,

Ich verstehe einige Dinge nicht bzgl. der Infrastruktur eines PCs:

1. Das Verhältnis zwischen FSB und RAM-Freq. Ein Core i5-3570K unterstützt ja DDR3-1600, einige Boards unterstützen jedoch DDR3-1866 oder gar DDR3-2400..
Ich dachte bisher, dass schnellere Speicherriegel nichts bringen würden und sich an der CPU orientieren, so dass ein 2400er Riegel letztendlich doch mit nur 1600 MHz läuft - ... Ein Freund von mir meinte das stimmt nicht. Er behauptet es geht nicht um die CPU, sondern um das Mainboard, und wenn das Board 2400 unterstützt, würden 2400er Riegel auch mit 2400 MHz laufen... Ich so... 0.o ...
Dann fing er mit Speicherteilern an und ich hab nichts mehr verstanden...
Was sind Speicherteiler?????

Kann mich jmd bitte GRUNDLEGEND mal aufklären? :)
 
Also, es ist theoretisch so: du hast bei PCs/CPUs immer nen "Grundtakt" (wird gern auch mal allgemein als FSB bezeichnet), mit dem die CPU angesteuert wird, und die CPU hat einen Multiplikator - als Beispiel bei nem modernen Intel i5 zb 100Mhz mal Multi 33 = 3,3GHz.

Je nach CPU-Sockel wird das RAM dann über den gleichen Grundtakt getaktet und auch über eine Art "Multiplikator" auf den Soll-Wert gebracht, das ist dann eben der "RAM-Teiler". DDR3-1333-RAM hat zB einen echten Takt von 667MHz, das 1333 entsteht nur durch die DDR-Technik (pro Takt 2 Datenpakete => auf 800 wird 1600). Im Beispiel mit der CPU von oben (100Mhz x 33): wenn das RAM mit einem "Teiler" von 1:5 angesteuert wird, wird es mit 1333 getaktet. 1:5 heißt nämlich: 1 x CPU-Takt durch 5 ergibt den RAM-Takt, also hier: 3,3GHZ mal 1 durch 5 - und das sind 3300/5 = 660, das RAM wird also mit 660 = 1320MHz angesprochen.

Würde man einen Teiler von zB 1:4 nehmen, dann ergibt sich 3,3GHz mal 1 durch 4 = 825, also quasi DDR3-1650.


Du KANNST also mit dem passenden Teiler das RAM höher takten als es an sich zur CPU "passt", ohne bei der CPU bzw am "FSB" was am Takt zu ändern. Trotzdem bringt es aber nix, du wirst keinen Unterschied merken, selbst wenn Du 2400MHz-RAM benutzen würdest, außer im Geldbeutel ;) man kann minimale Vorteile messen, aber das bringt halt so gut wie nichts.

Früher war das was anderes: wenn Du einen Intel Sockel 775 übertakten wolltest, dann wurde automatisch das RAM auch höher getaktet. Dazu konnte man zwar ebenfalls mit einem Teiler die Übertaktung des RAMs in Grenzen halten, aber für bestimmte CPU-Werte musste man zwingend mehr als DDR2-800 besorgen, weil selbst der am wenigsten aggressive Teiler zu einem immer noch zu hohen Wert führte. Vor allem aus diesen Zeiten stamm halt auch noch die Meinung vieler, dass man möglichst RAM mit sehr hohem Takt nehmen sollte.



PS: das ist das, was MIR bekannt ist. Sollte da was falsch dran sein, möge man mich korrigieren ;)
 
Bringt einem das auch einen erkenntlichen Vorteil ( Spiele ) zwischen den einzelnen MHz Geschwindigkeiten ?

Ich erinnere mich damals noch an den Umstieg von SDRAM auf DDR und RDRAM. Da war ich noch auf dem Rambus Zug unterwegs zu Enthusiast Preisen **hust**


MErci
 
Bringt einem das auch einen erkenntlichen Vorteil ( Spiele ) zwischen den einzelnen MHz Geschwindigkeiten ?

Ich erinnere mich damals noch an den Umstieg von SDRAM auf DDR und RDRAM. Da war ich noch auf dem Rambus Zug unterwegs zu Enthusiast Preisen **hust**

MErci

Der Vorteil ist Jenseits der 1600 MHz nur messbar und keinesfalls spürbar. Die rams mit mehr MHz werden ab 1600 auch utopisch teuer, weshalb ich 1600mhz empfehlen würde.
 
Bringt einem das auch einen erkenntlichen Vorteil ( Spiele ) zwischen den einzelnen MHz Geschwindigkeiten ?

Ich erinnere mich damals noch an den Umstieg von SDRAM auf DDR und RDRAM. Da war ich noch auf dem Rambus Zug unterwegs zu Enthusiast Preisen **hust**


MErci

Früher hat man da noch teilweise wirklich was gemerkt, weil die Erhöhung des Datendurchsatzes, also die MB/s, auf einem Level waren, der sich bemerkbar machte. Aber mittlerweile ist RAM so schnell, dass Du gar keine Anwendungen hast, in denen es nen Unterschied macht, ob Du nun 10GB oder 12GB pro Sekunde zur Verfügung hast. So viele Daten braucht ein Spiel gar nicht auf einen Schlag, als dass man das merken könnte. Zudem wird bei höherem Takt wiederum der CL-Wert (quasi die Reakrionszeit des RAM) schlechter, d.h. das bisschen, was man durch mehr Takt gewinnt, verliert man an der Reaktionszeit. Aber auch mit gutem CL-Wert würdest Du vom Mehrtakt nix merken.

Nur bei Grafikkarten, da wird ja auch möglichst schneller RAM benutzt - da müssten halt wirklich auch mal in Bruchteilen einer Sekunde sehr viele Daten abrufbar sein, wo ein paar MB/s zu wenig direkt zu einem Ruckeln führen würden. Da gibt es auch Grafikkarten im Einsteigerbereich, die mit DDR3-RAM bestückt sind und wirklich 20% lahmer sind als eine mit GDDR5-RAM - allerdings echt nur im absoluten Einsteigerbereich.
 
Danke für die Infos.

Konnte ich mir schon denken, dass es wirklich geringe Unterschiede sind. Dann brauch ich also keine hoch getakteten Rams holen aber welche mit vernünftigen CL's.
 
Danke für die Infos.

Konnte ich mir schon denken, dass es wirklich geringe Unterschiede sind. Dann brauch ich also keine hoch getakteten Rams holen aber welche mit vernünftigen CL's.

Nicht mal das! Auch die CL merkst Du nicht. KLar: wenn jetztz zB CL9 bei 8GB nur 2€ mehr kostet als CL10, dann nimm CL9. Aber ansonsten isses egal.
 
Was unterscheidet denn nun "objektiv" einen guten Ram Riegel von einem schlechten, mal abgesehen von der Haltbarkeit( lebenslänglich ) ...

REIN objektiv, also messbar, ist RAM halt immer schneller, wenn es nen höheren Takt hat und wenn der CL-Wert niedriger ist, aber wenn Du nun meinst: was unterscheidet RAM-Riegel MERKBAR voneinander: gar nix ;) außer Du WILLST den Riegel übertakten, dann macht ein "guter" halt mehr mit und kann auch zB Spannungsunterschiede leichter wegstecken. Und vlt gibt es halt ein paar RAM-Modelle, die mit vergleichsweise vielen Boards Probleme machen - aber selbst da hab ich lange nicht mehr was gehört davon, dass bestimmte Modelle mit relativ vielen Boards wirklich Probleme machen. Wenn ein Riegel einmal erst läuft, dann gibt es keine merkbaren Unterschiede.
 
Aloha :-)

"Merkbare" Unterschiede soll es nur bei AMD CPUs geben wenn die interne Grafikeinheit genutzt wird. Ob das bei Intel CPUs (Ivy-Bridge) auch merkbar ist weiß ich allerdings nicht.
Und wer auch nur halbwegs zocken möchte nutzt eh nicht die iGPU sondern eine "vernünftige" Graka ;-)

Gruß,
Eco_F83R
 
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