Hängt immer sehr vom konkreten Fall, den Anwendungen und hauptsächlich dem Setup ab.
Allgemein kann man sagen, dass 754/939/AM2(+)-CPUs mehr von schnellem RAM profitiert als die FSB-limitierte Intelplattform.
Die oft formulierte Floskel "Für AMD knappe Latenzen, für Intel hoher Takt" ist IMO nur als ganz grobe Richtlinie zu verstehen. Dafür sind mir schon zu viele Systeme und Einzelfälle untergekommen. In der Praxis muss man schauen, woran man konkret laboriert.
Wenn ich bei Intel beispielsweise statt 460 MHz auf 500 MHz setze und dabei von 4-4-4-12 auf 5-5-5-15 wechseln muss, liegen die absoluten Latenzen wesentlich höher. Und zwar um so viel höher, dass die Leistung insgesamt wohl eher schlechter sein dürfte. Rechnerisch wäre ausgehend von den 460 MHz 4-4-4 Latenzen 5-5-5 ab 575 MHz schneller, effektiv wohl bestimmt schon ab ca. 550 MHz. Problematisch ist dann noch, dass nicht alle Teiler gleich gut funktionieren und meist vom BIOS automatisch veränderte Subtimings den Leistungsvergleich von Hauptlatenzen zu Takt erschweren.
Außerdem sollte man sich bewusst sein, dass der Speichercontroller bei anspruchsvollen Settings eine entscheidende Rolle innehat.
Da RAM-Tuning (im Vergleich zu Graka-/ CPU-OC) nicht sehr viel Mehrleistung verspricht, kann man im Alltag mit gemäßigten Einstellungen und niedrigen Spannungen eigentlich nichts verkehrt machen.