Probleme mit Internet seit Blitzeinschlag

qwerob

Kabelverknoter(in)
Hier komme ich definitiv an meine Wissensgrenze. Mehr als die korrekte Steckverbindung und das eingeben meines PPPoE Benutzernamens und Kennwort brauchte ich bis jetzt auch nicht wissen. Das hat sich mit dem Blitzeinschlag Freitag geändet.

Wir haben noch einen alten Anschluss der von der TAE zum Splitter von da ins Modem und dann in den Router geht.
Nach dem Blitzeinschlag lief ebenfalls die Telefonanlage nicht, deswegen wurden Splitter und NTBA schon durch neue Geräte ersetzt.
Telefon funktioniert jetzt wieder einwandfrei. Internet ist seltsam!

Wir haben die ganze Zeit mit einem Apple AirpPort Extrem n gearbeitet. Der verweigert aber aktuell seinen Dienst. Da wir vermutet haben, der hat auch was abbekommen, haben wir heute den AirPort Extrem ac gekauft. Mussten allerdings nach dem Einrichten feststellen, dass das Internet immernoch nicht funktioniert. Übergangsweise habe ich einen alten Netgear WGR614 aus dem Keller geholt. Mit dem funktioniert die Verbindung problemlos.

Der Support hat jetzt gesagt, dass auch der Apple AirPort sich korrekt angemeldet hat. Allerdings über IPv6. Spätestens hier habe ich keine Ahnung mehr. Was ist das IPv6? Warum ist kein Endgerät (IPad oder auch mein Netbook) in der Lage Websites aufzurufen? Könnte es an einem Defekt im Modem liegen? Ist ein Modem evtl. wenn es zu alt ist nicht uneingeschränkt IPv6 fähig? Kann man auch die Apple Geräte zwingen IPv4 zu benutzen? Hat das Nachteile?

Was macht ein Modem überhaupt? Lohnt es sich auch hier ein aktuelleres zu kaufen?

Wie gesagt: Mehr als korrekt zuzammenstecken war bis jetzt nicht nötig. Habe null Ahnung hinter der Technik...
 
Ich würd mal raten dein internetanschluss braucht noch kein ipv6.. du musst das im Apple airport eigentlich einstellen können welches einwählprotokoll verwendet werden soll. (ipv4 oder ipv6)..
 
Hi,

hast Du zur Installation des neuen AirPort Extreme die neueste AirPort Dienstprogramm installiert (Version 6.3 und höher wird benötigt)?

Falls ja, verbinde dich mittels des Dienstprogramms auf den Router, schau nach, wo man das Internet Protokoll von IPv6 auf IPv4 umstellen kann und tue dies. Danach den Router neu starten und warten bis er wieder hochgefahren ist (dauer evtl. mehrere Minuten bis wieder alles inkl. WLAN online ist). Danach bitte den PC/Mac neu starten, damit dieser sich dann mit IPv4 eine IP-Adresse vom Router holen kann. Alle anderen (mobile) Geräte danach bitte vom WLAN trennen (WLAN für einige Sekunden ausschalten) und auch diese neu verbinden.

Schau mal, ob das klappt. Im Handbuch des Routers sollte auch beschrieben sein, an welcher Stelle Du IPv4/IPv6 einstellen kannst.

Falls Du nicht weiterkommst, melde Dich einfach noch einmal. Viel Glück!
 
Nachtrag: Nein, IPv6 braucht man nur, wenn der Anbieter es zwingend als einziges Protokoll vorschreibt. Das sollte bis jetzt bei keinem Anbieter so sein. Erst vor einigen Wochen hat meines Wissens ein erster (lokaler) Anbieter seine Kunden teilweise auf IPv6 umgestellt. 99% der anderen (großen) Anbieter haben das aber noch nicht getan. Und für Dich (persönlich) bringt es auch keinen Vorteil über IPv6 ins Internet zu gehen.
 
Danke erstmal für deine Antwort!! :)

Die neuste Dienstprogramm Version ist installiert.

Eine Einstellung in der Richtung (IPv4 statt IPv6) haben wir hier nicht gefunden.

Unter "Erweitert" gibt es folgende Reiter:
- DHCP und NAT
DHCP ist das Protokoll was im lokalen Netzwerk die IP-Adressen vergibt oder? Was ist NAT?
- Datei- und Laufwerkfreigabe
- Zugriffskontrolle (Ist deaktiviert)
- WLAN-Einstellungen
- IPv6
vielversprächender Menüpunkt. Bietet 3 verschiedene Optionen: Nur-Link-Local, Automatisch, Manuell
"Nur-Link-Local" ist aktiviert und lässt sich nicht ändern. Der Haken springt sofort wieder auf "Nur-Link-Local" wenn ich eine der anderen beiden Varianten anwählen möchte.
Von IPv4 ist hier nix zu lesen.
- Dynamischer, globaler Hostname
- Diagnose & Nutzung
- Ports
- IGMP Snooping (what?! :D)

Bei dem Menüreiter "Internetoptionen" gebe ich eben PPPoE Benutzername und PW ein. Zudem habe ich noch die möglichkeit DNS Server anzugeben. Diese stehen alle auf "optional" nur der primäre nicht. Das wundert mich, da ich davon ausgegangen bin dass der automatisch bezogen wird. Dieselbe Meinung hat auch der Support beim Provider.
Als "Problem" bei der Konfiguration wird angegeben, dass er keinen DNS Server hätte. Gibts die Möglichkeit ihm da einfach einen zu verpassen, wenn er nicht in der Lage ist den automatisch zu beziehen?

Morgen wird ein neues Modem organisiert und geschaut obs damit geht. Das war an der selben Steckerleiste beim Einschlag, wo Splitter und NTBA durchgebrannt sind. Allerdings bin ich damit grad mit dem alten Netgear Router problemlos im Internet. Habe meine Zweifel, dass es tatsächlich kaputt ist °.^

Das Ganze nervt schon gewaltig. Verstehe absolut nicht wo genau das Problem ist.
 
Hi,

das Modem ist definitiv nicht defekt, wenn Du damit im Internet bist. Wäre es defekt, würde sich keine DSL-Synchronisation aufbauen oder die Verbindung würde abbrechen. Bis zum Modem ist also meines Erachtens alles OK.

Bei dem neuen Apple AirPort Extreme ac sehe ich tatsächlich - weder im Handbuch noch in den Tech-Specs - keinen Hinweis auf IPv4. Was das genau bedeutet ist mir jetzt erst einmal schleierhaft. Das IPv4 nicht mehr unterstützt wird, kann ich mir erst einmal nicht vorstellen.

NAT = Network Address Translation
Gewöhnlich ist es so, dass Du bei der Einwahl ins Netz vom Provider eine einzige IP-Adresse erhältst, die dann dein Router auf der WAN-Seite (also auf der Seite zum Internet hin) bekommt. Damit Daten aus deinem lokalen Netz (meist ein Class-C Adressraum wie 192.168.x.x) mit den Adressen im Internet ausgetauscht werden können, muss der Router Daten, die von Außen an diese eine Adresse des Routers geschickt werden an die Geräte in deinem Netz verteilen können. Gehe zum Beispiel davon aus, dass Du mehrere Geräte in deinem lokalen Netzwerk hast. Beispielsweise einen PC, ein Notebook und ein Mobiltelefon. Jedes dieser Geräte bekommt eine eigene IP-Adresse in deinem lokalen Netzwerk. Wenn nun ein Gerät Daten aus dem Internet anfordert, fragt das Gerät bei deinem Router die Daten an. Der Router wiederrum merkt sich, von welchem deiner Geräte (IP-Adresse) es die Anfrage erhalten hat und reicht die Anfrage an den Zielrechner im Internet weiter. Der Zielrechner im Internet kann aber wiederum nur an die Adresse deines Routers antworten, da er die Adressen in deinem lokalen Netzwerk nicht kennt. Also antwortet der Zielrechner an die Adresse des Routers. Der Router hat sich ja zuvor gemerkt, woher die Abfrage aus deinem Netz kam und teilt dann die Antwort darauf auch wieder an dieses Gerät bzw. diese IP-Adresse zu. Ist etwas vereinfacht, aber so kannst Du Dir das Grundprinzip des "Routings" vorstellen. Der Router vermittelt quasi zwischen den Rechnern im Internet und den Geräten in deinem lokalen Netzwerk, da nicht jedes deiner Geräte eine eigene IP-Adresse hat, die im Internet bekannt ist.

Ich schaue mal, ob ich noch etwas bezüglich IPv4 mit deinem Router herausfinden kann. Das er das nicht kann, würde mich schon arg verwundern...

Ein neues Modem würde ich erst einmal nicht kaufen. Zumal Du ja mit dem "alten" scheinbar noch tadellos surfen kannst. Warte damit ggf. noch einmal ab... Es sei denn, dir ist die Kohle eh egal. :-)
 
Ich habe mal nachgeforscht und bin in diesem Video bezüglich IPv4-Fähigkeit des Geräts fündig geworden:

How to Set Up the New AirPort Extreme Base Station - YouTube

In dem Video ist eindeutig zu erkennen, dass der Aiport Extreme ac dort eine IPv4 Adresse verwendet und das heimische Netzwerk auch so aufbaut. Folglich müsste sich der Router auch per Software auf IPv4 Betrieb einstellen lassen. Da bei der neuen Version des AirPort Extreme aber vieles scheinbar bei der Installation ganz automatisch ablaufen kann, weiss ich nicht, an welcher Stelle da etwas schiefgegangen sein könnte.

Ich würde dir erst einmal folgendes raten:

Schließe einen PC/Notebook via Netzwerkkabel an den AirPort Extreme an und starte den PC/Notebook einmal neu.

Danach meldest Du dich am PC an, und wechselst mit START -> "Eingabeaufforderung" und (ENTER) in die Eingabeaufforderung, wo Du dann folgenden Befehl eintippen kannst:

C:\> ipconfig (ENTER)

Hier sollte jetzt eine Auflistung der installierten Netzwerkkarten erfolgen. Darunter sollte sich ein Eintrag befinden, der dir die momentan für deinen PC vergebene IPv4 oder IPv6 Adresse mitteilt.

In etwa sollte die Anzeige so aussehen:

Ethernet-Adapter Ethernet:

Verbindungsspezifisches DNS-Suffix: blah blubb router dings version 0.99
Verbindungslokale IPv6-Adresse . : fe80::b853:4079:1d41:8c01%2
IPv4-Adresse . . . . . . . . . . : 192.168.99.109
Subnetzmaske . . . . . . . . . . : 255.255.255.0
Standardgateway . . . . . . . . . : fe80::1%2
192.168.99.1

Steht bei dieser Ausgabe etwas unter "IPv4-Adresse" und/oder unter "Standardgateway", das wie eine übliche IPv4-Adresse (192.168.0.1) oder ähnlich aussieht?

Diese Diagnose könnte natürlich eine ganze Weile hin- und hergehen, je nachdem was sich herausstellt. Könnte also via Forum recht langatmig werden.

Vielleicht gehst Du einfach mal wie folgt vor:

- Verbinde dich per Netzwerkkabel direkt mit dem AirPort Extreme (nicht per WLAN)
- Setz den AirPort Extreme auf Werksteinstellungen zurück
- Richte den AirPort Extreme mit der AirPort Software 6.3 (oder höher) neu ein und mach Screenshots von jedem Einrichtungsschritt

Screenshots kannst Du mit der Tastenkombination ALT + DRUCK erzeugen, und dann z. B. in ein Word-Dokument mit der Tastenkombination STRG + V wieder einfügen, sodass man den ganzen Installationsverlauf sehen kann. Etwaige Zugangsdaten/Passworte kannst Du ja mit Windows Paint oder einem anderen Grafikprogramm unkenntlich machen.

- Schicke die Screenshots oder das Dokument mit den Screenshots per PN mal rüber, und ich werde mal drüberschauen

Alles andere könnte vielleicht wirklich sehr langatmig werden, da wir uns sonst die Fragen und Antworten evtl. sehr lange hin- und herschubsen.
 
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