Privater Ausbau LAN - Hilfe bei Material, Zubehör, Aufbau

FrozenFlame6

Freizeitschrauber(in)
Privater Ausbau LAN - Hilfe bei Material, Zubehör, Aufbau

Hallo Zusammen,

vor einige Zeit habe ich mich dazu entschlossen, das LAN-Netzwerk in unserem Haus etwas aufzufrischen – bzw. eines zu verlegen.

In der Vergangenheit war lediglich ein LAN-Kabel vom Router im Keller (FritzBox 7390) in den ersten Stock verlegt. Verwendet wurde hierbei ein günstiges BIGtec-LAN-Kabel, das ich nun ersetzt habe.
Der zweite Rechner sowie die NAS, die neben dem Router im Keller stehen waren selbstverständlich auch via LAN-Kabel direkt angeschlossen.

Nun haben wir in unserem Haus jedoch ein erhebliches WLAN-Problem: Durch das Metallgestänge im Treppenhaus kommt nur ein sehr instabiles Signal in den nächsten Stock.

Der Laptop wurde daher meist per DLAN-Adapter verbunden, die zwar bei uns nur ca. 350kbit/s Durchsatz packen, aber wenigstens eine permanente Verbindung gewährleisten und dennoch kaum langsamer sind, als das WLAN wenn es mal im nächsten Stockwerk funktioniert. Auch das Setzen eines WLAN Repeaters von AVM war nur eine kleine Verbesserung.

Also musste etwas Neues her! Zum einen war die Situation mit dem Laptop sehr nervenaufreibend, da hier eigentlich Filme am Fernseher geguckt werden sollen, die wunderbar über Amazon gestreamt, oder von der NAS abgespielt werden könnten. Zum Anderen gab es immer wieder Probleme mit dem 2. Laptop, der nur über WLAN ins Internet geht, sowie mit allen Smartphones.

Ich habe also einen Plan erstellt, wie das ganze meiner Meinung nach aussehen könnte.

2014-08-28_Netzwerk Topografie SOLL-Zustand.jpg

Was bisher passiert ist:
- Bereits von Anfang an: FritzBox 7390 steht funktionsfähig im Keller, NAS und der Rechner gegenüber sind angeschlossen. Das BIGtec-Kabel, welches mal lag wurde durch das neue Kabel ersetzt. Dieses ist jedoch noch an keinem der Enden aufgelegt.
- Die Kabel sind durch Leerrohre gezogen
- Netzwerkdosen wurden montiert (noch nicht aufgelegt)

Schon vorhanden:
- FritzBox 7390
- FritzBox 7490
- 4 C.A.T. 6 – Netzwerkdosen
- Ausreichend C.A.T. 6 – Kabel (von einem Bekannten Netzwerktechniker erhalten)
- Knipex Crimpzange

Noch benötigt:
- Ausreichend RJ-45-Stecker
- Switch (mit Möglichkeit der Wandmontage)
- LSA Auflegewerkzeug

Nun zu den konkreten Fragen:

1. Ist der Netzwerkaufbau so sinnvoll oder gibt es größere Kritikpunkte?
2. Welche Teile/Geräte soll ich verwenden (von den noch benötigten)?
3. Beim Auflegen/Crimpen: In wieweit ist die Reihenfolge der Farben wichtig, bzw. welche Reihenfolge ist korrekt/empfehlenswert?

Ich bedanke mich schon einmal für Eure Unterstützung sowie Kritik und Tipps!
 

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Empfehlen würde ich, wenn die Netzwerkdosen 2 Buchsen haben, durch jede Wand zur jeder Dose 2 Kabel zu legen und beide Buchsen zu belegen. So hast du immer eine Reserveleitung, falls mit der ersten was ist.

Bei der Belegung folgendes: Normalerweise sollte in Dosen bereits zu jedem Pin eine Aderfarbe stehen, meisst sogar nach Kategorie A oder B. Wie du verdrahtest, ist eigentlich egal, nur entweder A oder B, falls die Farben drin aufgemalt sind.

Nur frage ich mich noch, wozu du noch RJ-45 Stecker hast. Willst du Netzwerkkabel selber bauen oder willst du die Stecker an die Enden aus der Wand ancrimpen? Letzteres würde ich dir nicht empfehlen, da bei ständiger Bewegung irgendwann ein Kabelbruch auftaucht und dann man von vorne crimpt. Lieber alle Kabel in der Wand in einer Dose enden lassen.

Dann gibt es noch Unterschiede in der Leitung. Die Kupferader ist massiv oder flexibel ausgelegt. Massive sind für die Dosenverdrahtung da und die flexiblen zum crimpen. Andersrum handelst du dir nur Ärger ein, weil die massiven passen nur schwer in den Stecker und die flexiblen sind schnell aus der Dose rausgerupft.
 
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Ich habe derzeit praktisch den gleichen Aufbau am laufen wie du ihn haben WILST , mit nur einem Unterschied : Statt einer 2. Fritzbox für das WLan sitzt da ein einfacher Repeater als zugangspunkt .

Da du einen solchen AVM Repeater zu besitzen scheinst , ist dieser die einfachere (und kleinere) Lösung
 
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Empfehlen würde ich, wenn die Netzwerkdosen 2 Buchsen haben, durch jede Wand zur jeder Dose 2 Kabel zu legen und beide Buchsen zu belegen. So hast du immer eine Reserveleitung, falls mit der ersten was ist.

Gute Idee, aber leider sind die Leerrohre zu schmal für zwei Kabel.

Nur frage ich mich noch, wozu du noch RJ-45 Stecker hast. Willst du Netzwerkkabel selber bauen oder willst du die Stecker an die Enden aus der Wand ancrimpen?

Crimpen muss ich an der Stelle, wo der Switch hin soll. Da die Kabel dort alle frei ankommen. Alternative wäre noch eine weitere Dose anzubringen. Wäre das sinnvoller? Dann lägen dort halt zwei Dosen und ein Switch, aber wenn du sagst, dass das deutlich robuster ist mache ich das.

Dann gibt es noch Unterschiede in der Leitung. Die Kupferader ist massiv oder flexibel ausgelegt. Massive sind für die Dosenverdrahtung da und die flexiblen zum crimpen. Andersrum handelst du dir nur Ärger ein, weil die massiven passen nur schwer in den Stecker und die flexiblen sind schnell aus der Dose rausgerupft.

Verlegt sind überall flexible Leitungen - das passt dann natürlich gerade nicht! :D
Da es nicht allzuviel Kabel-Material ist und das ziehen durch die Leerrohre unproblematisch ist kann ich aber auch noch neue holen und die bestehenden austauschen. Die Kabel hatte ich ohnehin umsonst bekommen :D
Welches Kabel wäre denn dann Empfehlenswert? benötigt wären, um etwas Reserve zu haben, etwa 100 Meter
 
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Da du schon flexible verlegt hast, dann wär alles neu nur Verschwendung und fast unnütze Arbeit. Allerdings solltest du auf Cat. 6 achten. Wenn das jetzige nur Cat. 5 ist, dann wäre das neuziehen schon eine Überlegung wert.

Dosen zu setzten an jedem Kabelende wär trotzdem noch vom Vorteil, auch wenn es flexible sind. Du wirst dich nur beim Auflegen ärgern. Aber wenn es einmal drin ist und die Dose auch fest verschraubt ist, hast du zumindestens eine feste "Klemmstelle". Stell dir nur mal vor, du musst den Switch zwangsversetzten. Dann ist es vom Vorteil, weil du dann nur eine längere "Zwischenleitung" dranhängen musst.

Wegen den Leerrohren, welchen Durchmesser haben die denn? Wenn 2 Leitungen nebeneinander reinpassen, bekommst die aber nicht durchgeschoben, nimm den alten Draht aufjedenfall als Zugdraht, dann hast du es einfacher.
 
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Wenn das jetzige nur Cat. 5 ist, dann wäre das neuziehen schon eine Überlegung wert.

CAT 5e sind verlegt

Wofür brauchst du denn einen Switch? So wie es aufgemalt ist, ist der Aufbau doch gut...

Das Problem sind die Wände...ich muss unten durch 2 Wände, da wurde in der Vergangenheit mal ganz primitiv ein Kabel verlegt (durch 2 Wände gebohrt, an der Decke entlang geführt etc.

Um auf den Switch zu verzichten, müsste ich noch ein weiteres Kabel zum Router führen. Das hieße: noch einmal 2 Wände durchbohren, Kabel da durch führen und verlegen...der Aufwand ist mir zu groß - da nehme ich lieber einen Switch :-)

100.00m Cat. 7 Verlegekabel S/FTP PiMF 1000MHz auf Orange

Bringt bei maximalen Entfernungen von 30m ein CAT 7 - Kabel einen Vorteil gegenüber CAT 6? Zumal doch RJ45-Stecker nur für die CAT6-Norm ausreichend schirmen, oder irre ich mich da?
 
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Bringt bei maximalen Entfernungen von 30m ein CAT 7 - Kabel einen Vorteil gegenüber CAT 6? Zumal doch RJ45-Stecker nur für die CAT6-Norm ausreichend schirmen, oder irre ich mich da?

Kupfer (Netzwerkkabel) ist eh ab 100m Sense. Wenn dann noch Störungen reinfunken, ist eine höhere Kategorie vorzuziehen.

Ich selbst stand mal vor der Frage, wie 150m überbrücken. In der Mitte ein Switch in die Erde buddeln? Am Ende ist es Glasfaser geworden, hat mit splicen lassen + Konverter Gigabit sogar "nur" unter 1000€ gekostet.
 
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Bringt bei maximalen Entfernungen von 30m ein CAT 7 - Kabel einen Vorteil gegenüber CAT 6? Zumal doch RJ45-Stecker nur für die CAT6-Norm ausreichend schirmen, oder irre ich mich da?
Bei 1 Gbit/s ist es kein Unterschied. Preislich ist da aber auch kein wirklicher Unterschied, von daher kann man schon Cat 7 nehmen um für 10 Gbit/s gerüstet zu sein. ;)

Das Kabel habe ich bei mir selber im Haus verlegt und muss sagen das die sich echt gut verlegen lassen.
 
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Bei 1 Gbit/s ist es kein Unterschied. Preislich ist da aber auch kein wirklicher Unterschied, von daher kann man schon Cat 7 nehmen um für 10 Gbit/s gerüstet zu sein.

Das Kabel habe ich bei mir selber im Haus verlegt und muss sagen das die sich echt gut verlegen lassen.

Alles klar, dann probiere ich einfach mal an zwei Stellen, wie sich die aktuellen Kabel auflegen lassen und welche Bandbreite ich erreiche. Wenn ich da Einschränkungen bemerke werde ich ein CAT 7 - Kabel mit massiven Adern verlegen.

Ich denke dann sind alle meine Fragen geklärt worden. Vielen Dank an alle!! :-)
 
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