Für Archivierungszwecke bietet sich wie gehabt DVD-RAM an, alle anderen DVD-Medien sind für Vorhaben dieser Art in der Praxis nicht zu gebrauchen.
Jitter, PI Sum8, PIF und POF sind beim Check mit einem frisch gebrannten Medium meinetwegen noch im Rahmen, nach ein paar Monaten kann es mit dem gleichen Laufwerk schon anders aussehen; zum Teil sind DVDs mit grenzwertigen Eigenschaften schon nach dem Wechsel des Laufwerks de facto nicht mehr nutzbar. Selbst wenn die besagten Werte stimmen, sagt das noch nichts über die Langlebigkeit des Rohlings aus. Es gibt Fälle von nahezu perfekten Brenneigenschaften, bei denen die Rohlinge aufgrund der Materialwahl nur eine sehr geringe Hitze-/Feuchtebeständigkeit aufweisen.
Man kann wirklich Glück haben und eine perfekte Kombination aus DVD-Brenner und Rohling erwischen, mit dem 16-fache Brenngeschwindigkeit kein Problem darstellt, die Realität sieht allgemein leider immer noch anders aus. Dazu kommt, dass bei Noname-Spindeln munter die Chargen gewechselt werden, sprich: Das, was letzte Woche noch problemlos lief, kann beim nächsten Neukauf für katastrophale Ergebnisse sorgen. Dazu gibt es immer wieder dreiste Fälschungen, bei denen einem Brenner ein bestimmter hochwertiger Rohlingstyp (Taiyo Yuden ist beispielsweise recht beliebt) vorgegaukelt wird und fälschlicherweise eine viel zu hohe Geschwindigkeit eingesetzt wird.