Online-Handel: Erneute Forderung nach Paketversandsteuer

Eine Steuer auf Pakete wird am Sterben der Innenstädte nichts ändern. Es ist einfach bequemer, billiger und vor allem zeitsparender den Kram im Netz zu bestellen. Innenstädte müssen sich nun mal anpassen und einfach attraktiver werden.
Innenstädte könnte man auch sehr schön zum leben nutzen.
Mehr Grünanlagen, Auto frei, Restaurants, Bars. Ein paar kleinere Supermärkte, ...
Kein Mensch braucht dort noch irgendwelches Einkaufszeug, wofür man weit herfährt.
Dafür kann man im Industriegebiet ne Einkaufsmeile errichten, falls Bedarf besteht.

Das ganze Konzept zum Einkaufen in eine Innenstadt zu fahren ist veraltet.
 
Nun... man könnte ja auch mal die Gewerbesteuer runtersetzen um den Händler zu helfen die durch Corona und Co gebeutelt sind oder einen größeren Anteil der Gewerbesteuer für die Innenstädte aufwenden... aber das ist natürlich gar nicht drin. ;)

Und die denken natürlich nur an so Großkonzerne wie Amazon.
An die vielen vielen kleinen bis kleinsten Online-Händler die ihren Lebensunterhalt mit einem Online-Shop verdienen denkt kein Arsch. Die zahlen nähmlich Gewerbesteuer in rauen Mengen. Aber die ganzen Kleinen macht man mit sowas platt während Amazon das mit der linken Arschbacke aussitzt.

So ist das wenn ein neues Geschäftsmodell ein Altes ablöst.
Analog-Kameras > Digitalkameras > Smartphones.
Kinos +> Videotheken > Streaming
LPs > CDs > MP3
Zeitungen + Zeitschriften > Internet

Und immer kommt von den alten Strukturen dann der panische Ruf nach Hilfe oder das das Neue abgestraft wird damit man sein altes überholtes Geschäftsmodell weiter melken kann.

Und bei "Visitenkarte und Seele jeder Kommune" musste ich einfach nur lachen.
Fressbuden abgelöst von der nächsten Klamotten-Franchise-Kette und hin und wieder ein Juwelier eingestreuselt.
 
Doch, einer ist z.B. dass man keine Daten hinterlässt und nicht lästige Kundenkonten erstellen muss.
Naja das tangiert wohl in erster Linie diejenigen die per Preissuchmaschine immer beim billigsten Anbieter kaufen und somit ihre Daten sehr breit streuen. Und wenn man nicht gerade bar im Laden bezahlt lässt man seine Daten quasi auch dort.

Dagegen steht dann aber:
- man spart sich den Weg in die Innenstadt
- wesentlich stressfeier
- kein Ladenschluss, d.h. gerade als Berufstätiger ist man so viel flexibler
- man findet das Gesuchte immer
- man muss nicht 5 Läden abklappern um einen 5 Euro-Artikel dann endlich kaufen zu können
- oft auch noch günstiger (was aufgrund von Parkgebühren nochmal gesteigert wird)
 
Naja das tangiert wohl in erster Linie diejenigen die per Preissuchmaschine immer beim billigsten Anbieter kaufen und somit ihre Daten sehr breit streuen. Und wenn man nicht gerade bar im Laden bezahlt lässt man seine Daten quasi auch dort.
Ich kann da eh nur Barzahlung machen. Wenn ein Laden das nicht anbietet gehe ich da erst recht nicht hin.
 
- wesentlich stressfeier
Überfüllte Innenstädte mag ich auch nicht. Das ist für mich dann purer Stress und dann gehe ich ungerne einkaufen.
Ich verstehe sowieso nicht wie manche da stundelang rumbummeln können.
Am schimmsten ist es vor Weihnachten. Wenn die Leute auf den "letzten Drücker" ihre Weihnachtsgeschenke kaufen wollen. Zu Weihnachten war ich schon lange nicht mehr in der Innenstadt. Und Weihnachtsmärkte mag ich auch nicht.
Als unser Sohn kleiner war sind wir paarmal darüber gegangen und er ist Karussel gefahren, aber ansonsten kann ich auf Kirmes und Weihnachtsmärkte verzichten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Probleme sind doch Hausgemacht. Verkehr und Parkplätze wurden aus den Innenstädten sukzessive verbannt damit das Einkauferlebniss stressfreier und abgasärmer werden sollte. Tja und was wurde erreicht? Das Gegenteil die Leute gehen zum Einkaufen schlicht dahin wo sie auch hinfahren und Parken können oder eben jetzt vermehrt Onlineshoppen und die Einzelhändler zahlen die Zeche dafür. Wie vielerorts hat auch unsere achso kompetente und clevere Stadtplanung den Stadtkern schlicht totsaniert.
 
Eine Steuer auf Pakete für etwas, wo man dank Umweltzoneninnenstadtpfui immer weniger hin darf ist ja schon etwas gaga...

Ich bin für einer Wasserhahnsteuer, weil kaum jemand Wasser aus nem Fluss nimmt, was man ja eh nicht darf. :ugly:
 
Die Probleme sind doch Hausgemacht. Verkehr und Parkplätze wurden aus den Innenstädten sukzessive verbannt damit das Einkauferlebniss stressfreier und abgasärmer werden sollte. Tja und was wurde erreicht? Das Gegenteil die Leute gehen zum Einkaufen schlicht dahin wo sie auch hinfahren und Parken können oder eben jetzt vermehrt Onlineshoppen und die Einzelhändler zahlen die Zeche dafür. Wie vielerorts hat auch unsere achso kompetente und clevere Stadtplanung den Stadtkern schlicht totsaniert.

Allein schon die Prämisse, dass Stadtkerne irgendwie Shoppingmeilen sein müssten, halte ich für vollkommen hirnrissig. Warum denn, wofür denn? Und Amazon hat schon angefangen den Buchhändlern das Leben schwer zu machen, als "autofreie Innenstädte" noch als vollkommene Hirngespinste galten.

Ich denke, wir müssen es als Chance begreifen. Innenstädte sollten Orte zum leben sein, nicht zum shoppen! Letzteres kann man - über die Dinge des täglichen Bedarfs hinaus - eben entweder online tun oder in den Shopping Malls, die es doch überall abseits der Stadtzentren gibt, nicht mal zwingend "jwd" auf der grünen Wiese. Und in den Innenstädten dann halt gebündelt öffentliche Dienstleistungen, Kunst, Kultur, Gastro, Büros und Wohnen. Ich weiß echt nicht, warum das für viele anscheinend eine so ungeheuerliche Vorstellung ist.
 
Und auch ein Pack-, und Trage-Esel hat so seine Tücken:
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:D
Womit mit dem Video wieder einmal mehr bewießen ist das der Mensch die absolute Fehler´quelle Nummer 1 ist!
Dieses trifft auch auf des Thema des des Threats und der News Meldung zu.

Erst über Jahrzehnte hinweg selbst verursachen und verschulden aber dann maßlos GROßARTIG Rumheulen.

Ich kaufe fast nur noch online, egal ob das Kleidung oder elektronische Produkte (diese werden eh nur online gekauft)
sind, das was sich hier in der Innenstadt finden lässt sind 0,5% als Teil von dem was ich kaufe.
 
Dann kann ich den Verkäufer bei einem Fehler so lange auf die Nerven gehen, bist das Teil läuft.
Der nächste Markt, der mir z. B. einen Drucker oder Monitor verkaufen würde, ist hier 20 km entfernt. Da fahre ich sicherlich nicht so lange / oft hin bis das Gerät läuft.

Und da ich im Einzelhandel auf das Wohlwollen des Angestellten angewiesen, ob er das Gerät direkt tauscht, mir mein Geld erstattet oder das Gerät wochenlang zum Hersteller einschickt, bestelle ich (und retourniere bei Bedarf) gleich online und erspare mir den Aufwand.
 
Und da ich im Einzelhandel auf das Wohlwollen des Angestellten angewiesen, ob er das Gerät direkt tauscht, mir mein Geld erstattet oder das Gerät wochenlang zum Hersteller einschickt, bestelle ich (und retourniere bei Bedarf) gleich online und erspare mir den Aufwand.
Mein LG 144Hz Monitor ist letztes Jahr defekt gewesen. Mein PC Fachgeschäft des Vertrauens, hat den Monitor innerhalb der Garantiezeit eingeschickt. Aber der Großhändler macht Probleme. Seitdem nutze ich einen Ersatzmonitor, welchen ich natürlich kostenlos aus dem Geschäft zur Verfügung gestellt bekommen habe.
Und mir ist früher mal eine Grafikkarte kaputt gegangen. Dafür hatte ich auch Ersatz bekommen.

Es hat auch Vorteile vor Ort zu kaufen.
 
So "natürlich" ist das nicht. Das ist Kulanz des Händlers. Davon abgesehen ist es nicht Dein Problem, wenn irgendein Großhändler Probleme macht. Das ist Sache des Verkäufers.

Du hast eine Garantie auf den Monitor. Da möchte ich nicht monatelang mit einem Ersatzgerät rumsitzen, das ich gar nicht bestellt habe und irgendwann wieder zurückgeben muss. Bei Amazon (Bsp.) wäre Dir das nicht passiert. Die halten sich damit gar nicht auf.
 
So "natürlich" ist das nicht. Das ist Kulanz des Händlers.
Ich weiß. Bin da seit ca 20 Jahren Stammkunde.

Davon abgesehen ist es nicht Dein Problem, wenn irgendein Großhändler Probleme macht. Das ist Sache des Verkäufers.
Der kümmert sich ja weiter da drum.
Du hast eine Garantie auf den Monitor. Da möchte ich nicht monatelang mit einem Ersatzgerät rumsitzen, das ich gar nicht bestellt habe und irgendwann wieder zurückgeben muss. Bei Amazon (Bsp.) wäre Dir das nicht passiert. Die halten sich damit gar nicht auf.
Es kann aber auch sein das der Online Händler es zum Hersteller schickt und ich dann genauso lange warten muß. Dann muß ich mich selber um einen Ersatzmonitor kümmern und den wohlmöglich noch bezahlen.
 
Ich denke, wir müssen es als Chance begreifen. Innenstädte sollten Orte zum leben sein, nicht zum shoppen!
Ich möchte Dir da eigentlich grundsätzlich nicht wiedersprechen. Wäre schön wenn das der Fall würde und so Innenstädten wieder richtiges Leben eingehaucht wird. Das Problem ist hierbei nur das das Leben in der Innenstadt für die meisten schlicht unerschwinglich teuer ist. Aber auch viele ältere Menschen die es sich vielleicht sogar noch leisten könnten haben es nicht so mit Onlineshoppen oder sind oftmals auch selber nicht so mobil und sind auf Einkaufen möglichst vor Ort angewiesen. Familien mit Kinder fehlen wiederum die kindgerechte Umgebung und Infrastrukturen.

Mfg
 
Ich soll jetzt eine Steuer auf Pakete bezahlen, in denen mir Sachen deutlich schneller und günstiger geliefert werden als es der stationäre Handel kann - wieso gleich braucht eine Graka bei meinem PC-Fritzen vier Tage, bei MF/Amazon/etc. ist sie aber 20% günstiger und morgen da? - und ich muss mich dann weiterhin nicht durch das Innenstadtpublikum wurschteln, das, zumindest hier in NRW, inzwischen zu 50% aus Kunden von Shishabars und Tipico-Wettbüros besteht? Kein Problem.
 
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