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Neuer Gaming PC und evtl. Monitortausch

Jetzt bin ich etwas verwirrt und verunsichert. Markus meinte bei nächster Gelegenheit tauschen, du sagst jedoch dass es für die R9 390 noch ausreicht (was mir natürlich lieber wäre)
 
Das E9 ist halt Gruppe und deswegen schlecht.
Das 450er ist aber mehr oder weniger ein 500 Watt Netzteil.
Das reicht für die R9 390 aus.
Daher kannst du es weiter nutzen. Falls es wider erwarten nicht reichen sollte, wird es abschalten. Dann weißt du, dass du ein neues Netzteil brauchst.
Aber ausprobieren geht eben immer.
Sofern das E9 also nicht schon 5 Jahre auf den Buckel hat, kannst du es durchaus noch nutzen.
 
Danke für die Aufklärung! Gruppe, interessant. Da hab ich gleich wieder etwas zu recherchieren :-)

Was hält ihr eigentlich von Enermax oder Corsair RM Netzeilen, bzw. jenen von SeaSonic (auch wenn die nicht unbedingt stylisch aussehen, so bauen die halt als einzige ausschließlich Netzteile soweit ich heute gehört habe)?
 
Das E9 ist übrigens gut 2 1/2 Jahre alt, auf alle Fälle weniger als 3. Werde es dann damit mal probieren, danke nochmals!
 
Danke für die Aufklärung! Gruppe, interessant. Da hab ich gleich wieder etwas zu recherchieren :-)

Ich hab da mal ein Text für dich. Kannst du dir mal durchlesen.

Gruppe bedeutet, dass die drei Spannungen im Netzteil, also 3,3 und 5 und 12 Volt gemeinsam erzeugt werden.
Das bedeutet aber auch, dass die drei Spannungen voneinander abhängig sind.
Belastest du nun eine Spannung sehr stark -- und heute wird praktisch nur noch die 12 Volt Leitung benötigt. 5 Volt brauchst du für USB und Festplatten, 3,3 Volt eigentlich gar nicht mehr -- sinkt diese ab, so dass du statt 12 Volt nur noch 11,6 Volt hast. Die 11,6 Volt sind noch innerhalb der ATX Spezifikation, aber bei 11,4 Volt wird es schon kritisch. Gleichzeitig steigen die anderen Spannungen an, sodass die 5 Volt Leitung schnell mal bei 5,5 oder gar 6 Volt landet.
Ausgleichen kannst du das nur, indem du die entsprechende Spannung belastest. Du müsstest also die 5 Volt Leitung stärker belasten, damit sie wieder sinkt. Was aber eben in der heutigen Zeit nicht einfach ist, weil ja nichts mehr da ist, was die 5 Volt braucht. Eine SSD oder eine HDD reichen da nicht.
Wenn du dann noch Netzteile hast, die eine billige Filterung und Glättung haben -- man kann das anhand der verbauten Caps erkennen -- ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass neben der steigenden Spannung auch die Restwelligkeit ansteigt. Die Restwelligkeit beschreibt die noch vorhandene Wechselspannung in der Gleichspannung. Du kannst die Wechselspannung nie komplett herausfiltern, das ist technisch nicht möglich. Man kann sie aber so weit reduzieren, dass sie keinen Einfluss mehr auf die Hardware hat.
Steigt sie aber an, hat sie ab einem gewissen Punkt durchaus wieder Einfluss auf die Hardware. die Steigende Restwelligkeit ist einer der Gründe, wieso Festplatten ausfallen.
Wenn du also jemanden kennst, der in letzter Zeit eine defekte Festplatte hatte, frag ihn mal, wie alt sein Netzteil ist, das er verwendet. :D

Hast du nun brauchbare Netzteile, die entsprechende Schutzschaltungen haben, schalten die ab, wenn die Spannung unterhalb eines Wertes sinkt.
Hier im forum gibt es einen User, dessen Netzteil -- ein S7 mit 450 Watt -- abschaltet, wenn er die Grafikkarte übertaktet.
Nominell sollte die Leistung des Netzteils reichen, aber weil die 5 Volt Leitung nicht mehr belastet wird, sinkt die 12 Volt Spannung unterhalb des Auslösewertes und das Netzteil schaltet ab.
Andere Netzteile schalten z.B. gar nicht ab, wie das Corsair RM. Das powert auch noch, wenn nur noch 10 Volt anliegen [was eben an der fehlenden Schutzschaltung liegt und deswegen wird es hier um Forum auch verrissen -- zu Recht]. Die thermaltake Germany Serie hatte ich ja schon erwähnt.
Schlimm wird es aber dann, wenn du hochgelabelte Gruppen Netzteile hast, wie das S7 mit 700 Watt oder das L8 mit der gleichen Leistung oder vergleichbar.
Bei denen ist die Spannungsstabilität extrem schlecht, sodass man sie nicht nutzen sollte. Schon gar nicht für Multi GPU, auch wenn die 700 Watt suggerieren, dass es eigentlich reichen müsste.


Bei Indy Netzteilen wird, wie der Name schon erahnen lässt, die Spannungen unabhängig voneinander erzeugt.
Das passiert mit DC-DC Converter. Daher nennt man diese Netzteile auch DC-DC Netzteile.
Der Vorteil ist die Spannungsstabilität. Auch wenn die 12 Volt Leitung bis zum Bersten belastet wird, hat das keine Auswirkungen auf die kleineren Spannungen.
Aber auch hier gibt es Grenzen. Wichtig sind Schutzschaltungen. Wenn die nicht vorhanden sind -- wie beim Corsair RM als Beispiel -- nützt die Spannungsstabilität nichts. Das Netzteil kann bei einem Fehler nicht abschalten und wird im Grenzfall die Hardware beschädigen.
Dann gibt es da noch Netzteile, wie die P10 Serie, die so stark gebaut ist -- was eben die Caps angeht -- dass sie auch problemlos deutlich mehr Leistung stemmen kann.
Ich hatte zwei P10 mit 550 Watt an der SunMoon getestet und beide waren in der Lage, über 700 Watt zu leisten, ohne dass sich die Spannungsstabilität geändert hatte, ohne dass die Restwelligkeit angestiegen ist. Die sind nicht mal lauter geworden.
Das ist schon sehr beeindruckend und einer der Gründe, wieso ich bei Multi GPU Systemen gerne das P10 empfehle. Ich weiß da aus erster Hand, dass es das leistet, was es verspricht.


Zusammengefasst:
Gruppe Netzteile haben bei einseitiger Belastung der Spannung -- was heute eben Fakt ist angesichts der dominierenden 12 Volt Leitung -- ein Problem mit der Spannungsstabilität, was im geringsten Fall zum Abschalten des Netzteils führt, wenn die Schutzschaltungen vorhanden sind, und im schlimmsten Fall zur Beschädigung der Hardware führt, wenn die Filterung und Gättung schlecht ist.
Indy Netzteile oder DC-DC Netzteile haben das Problem der Spannungsstabilität nicht. Nachteil hier ist einfach der, dass im Max Last Bereich die Restwelligkeit zum Teil stark ansteigt, was auf schlechte Komponenten im Form von minderwertigen Caps zurück zu führen ist.
Und natürlich sollten grundlegende Schurtschaltungen verbaut sein, die auch greifen.
Es nützt nichts, wenn der Hersteller OCP verbaut, das aber erst jenseits von 80 Ampere greift. Schon bei weiniger als 50 Ampere schmelzen Leitungen.


Und dann will ich das mit den Peak werten noch mal aufgreifen.
Aktuelle Grafikkarten wie die 900er Serie von Nvidia, haben zum Teil stark schwankende Peak werte. Das liegt daran, dass die Karten ständig zwischen Max Last und Idle hin und her schalten.
Das liegt wiederum am Boost Modus, den aktuelle Karten besitzen.
die Karte versucht immer den maximalen Boost Takt zu erreichen und taktet ständig darauf zu, wird aber gleichzeitig vom Power Limit und Temperatur Limit eingegrenzt.
So kann es passieren, dass eine Karte zwar eine durchschnittliche Leistungsaufnahme von 180 Watt hat, aber einen Peak Wert von über 300 Watt.
Gerade bei übertakteten Karten wird der Unterschied größer -- Toms Hardware hatte da mal einen Test zu gemacht, als die 900er Karten auf den Markt kamen -- da liegt die durchschnittliche Leistungsaufnahme bei 190-200 Watt und der Peak Wert kratzt an der 400 Watt Marke oder ist darüber.
Moderne Netzteile, wie das E10 oder auch das Antec Edge -- gibt natürlich noch viele weitere Netzteile -- haben keine Probleme mit den Peak Werten. Die kann die Filterung problemlos abfangen.
Hast du aber ein älteres Netzteil drin oder eben ein Gruppe Netzteil, kann es passieren, dass das Netzteil abschaltet, weil der Peak Wert zu hoch war und die Schutzschaltung gegriffen hat, eben wegen der abfallenden 12 Volt Spannung.
Gerade ältere Netzteil, die schon belastete Caps haben, die auch schon einen Alterungsprozess unterliegen, können da einen Schaden kriegen, weil einer der Caps platzt.

Ich will damit nicht sagen, dass wir alle Netzteile, die älter als 4 Jahre sind, entsorgen sollen. Das ist Unsinn.
Solange du die Hardware nicht veränderst, wird das Netzteil keine Probleme haben und auch 10 Jahre laufen. Ich kenne da mehr als genug Beispiele, wo Rechner seit 10 oder 15 Jahren problemlos laufen, eben auch weil die Hardware nie verändert wurde.
Nur sind wir hier in einem Hardware Forum und da ändert man seine Konfiguration von Zeit zu Zeit und wer noch ein Sockel 775 System mit einer GTx 280 hat und nun auf ein aktuelles System mit GTX 980 wechsel will, sollte sich im Klaren sein, dass sein Straight Power E6, das er seit 8 Jahren nutzt, und das immer noch läuft, für die aktuelle Hardware einfach nicht geeignet ist. Hier ist dringend anzuraten, das Netzteil zu tauschen.

Was hält ihr eigentlich von Enermax oder Corsair RM Netzeilen, bzw. jenen von SeaSonic (auch wenn die nicht unbedingt stylisch aussehen, so bauen die halt als einzige ausschließlich Netzteile soweit ich heute gehört habe)?

Enermax kannst du inzwischen knicken. Seit CWT für die fertig, ist da noch nichts Gutes bei rüber gekommen.
Corsair RM ist teurer Durchschnitt. Da gibt es besser Netzteile.
Seasonic ist recht laut und wenn du es leise willst, musst du viel Geld bezahlen.

Das E9 ist übrigens gut 2 1/2 Jahre alt, auf alle Fälle weniger als 3. Werde es dann damit mal probieren, danke nochmals!

Dann sollte das noch reichen. Einfach mal laufen lassen.
 
Ein großes Anliegen habe ich noch: da es mir persönlich sehr wichtig ist möglichst wenig Dinge, im Sinne von "Investitionsgüter" oder "Luxusartikel", zu kaufen, die extra für mich produziert werden mussten, handhabe ich es (wo auch immer möglich) so dass ich mir diese privat organisiere. Im Idealfall erst wenige Wochen oder ein paar Monate alt, so dass noch eine entsprechende Herstellergarantie vorhanden ist. Es geht mir hier in erster Linie auch nicht darum Geld zu sparen, aber dies ist nicht Thema dieses Forums ;-)

Meine Frage ist nun: welche Komponenten kann man aus Eurer Sicht bedenkenlos über Marktplätze kaufen, wie z.B. den hier im Forum (den ich hoffentlich auch bald nutzen kann^^), und was würdet ihr keinesfalls privat kaufen? Die R9 390 und einen Monitor hätte ich schon gefunden, wobei ich bei Zweiterem etwas skeptisch bin weil der verschickt werden müsste
 
Defintiv keine Netzteile gebraucht kaufen,das ist das Herz die immer neu. Bei Festplatten und Monitoren bin ich auch eher skeptisch.

GPU,RAM,Mobo und CPU sind das was man wohl am ehesten gebraucht holen kann.
 
Danke für die Rückmeldung! Netzteil verwende ich weiter. HDD hab ich mir noch gar nicht überlegt. Warum bist du da skeptisch? Beim Monitor hätte ich halt vor allem wegen den Versand Bedenken
 
Andere Frage: Von Haswell auf Skylake hat sich ja nicht allzu viel getan soweit ich mitbekommen habe, und leider ist das Angebot an 6600K bzw. 6700K noch recht dünn gesäht. Sollte ich evtl. auch einen 4690K oder 4790K in Betracht ziehen? Da finde ich wesentlich mehr. Die Frage ist halt auch wie spürbar der Unterschied von DDR4 zu DDR3 wäre - oder eben auch nicht :-)
 
Mir ist schon klar dass die neue bzw. aktuelle Technologie immer bevorzugt werden sollte, und dies habe ich auch vor. Es ist nur wirklich nicht so leicht für mich irgendetwas neu zu bestellen, daher habe ich jetzt noch bzgl. 4690K / 4790K überlegt. Quasi als "Notfallsplan" :D Außer ihr meint dass davon auf jeden Fall abzuraten wäre?
 
Andere Frage: Von Haswell auf Skylake hat sich ja nicht allzu viel getan soweit ich mitbekommen habe, und leider ist das Angebot an 6600K bzw. 6700K noch recht dünn gesäht.

Selten so gelacht. :lol:
Von Haswell auf Skylake war ein Quantensprung. Zwischen Haswell und Skylake liegen Lichtjahre.
Den letzten großen Sprung gab es das letzte Mal, als von Sockel 775 auf 1366 gewechselt wurde.

Man kann das in etwa so vergleichen:
Haswell --> Steinzeit.
Skylake --> Star Trek Enterprise.
 
Dir fehlen nur die Ironietags - Skylake ist absolut kein Quantensprung...

Wenig Mehrleistung - und ob PCIe3.0 x4-angebundene M.2-Slots (der Sinn/Unsinn von M.2 NVMe-SSDs ist ja auch so eine Sache...) und wirklich überflüssiges USB3.1 als Quantensprung zu werten sind?;)
 
Schön dass ich dich amüsieren konnte ;)

Hab mich an das Forumsgeplänkel hier im Sommer 2015 zurück erinnert, wobei das womöglich in erster Linie Spekulationen waren, da ja noch vor Skylake Release. Werd auf alle Fälle mal meine Hausaufgaben nachholen und am WE ausführlicher darüber recherchieren. Vor allem auch bzgl. nativer Anbindung von M.2 (damit fange ich nämlich noch gar nichts an, und außer dass ich M.2 in Verbindung mit SSDs gehört habe und das Ganze recht teuer sin soll hab ich darüber noch nicht viel mitbekommen^^)

Auf alle Fälle bleibts jetzt mal beim 6600K. War ja auch nur eine blöde Idee mit Haswell, und davon habe ich den ganzen Tag übrigens mehr als genug :D

PS: mit dem Enterprise Vergleich wurde ich in "maximum warp" überzeugt
 
Du darfst das halt nicht mehr an der CPU Leistung festmachen. Das ist heute einfach Banane. Da wird es keine riesen Steigerungen mehr geben, die Luft ist eben dünn genug geworden.
Kaby Lake kann noch mal 10% drauf packen, weil mit dem Refresh dort der 4th Level Cache der IGP rein kommt. Einige Programme und Games profitieren vom vierten Cache -- siehe Broadwell.
Das ist auch der Grund, wieso Intel diese IGP bei Skylake nicht bringt -- einfach damit sie einen Grund für Kaby Lake haben.

Heute ist Anbindung wichtig. Bei Haswell ist eine Menge shared, das ist bei Skylake nicht mehr der Fall. Das ist der große Unterschied auf den es ankommt.
 
Dir fehlen nur die Ironietags - Skylake ist absolut kein Quantensprung...

Wenig Mehrleistung - und ob PCIe3.0 x4-angebundene M.2-Slots (der Sinn/Unsinn von M.2 NVMe-SSDs ist ja auch so eine Sache...) und wirklich überflüssiges USB3.1 als Quantensprung zu werten sind?;)

Skylake ist halt der heilige Gral. Ob man es braucht oder nicht, ob es Sinn macht oder nicht ist egal. Irgendwann wird man es brauchen und irgendwann macht es Sinn,man muss nur ganz fest dran glauben. Und sofort alles was älter ist verschrotten damit ja keiner auf die Idee kommt das zu kaufen.
 
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