Neuer 4k Beamer von Sony

Superwip

Lötkolbengott/-göttin
Sony hat auf der IFA mit dem VPL-VW500ES einen neuen 4k Beamer auf Basis der hauseigenen 3-Chip LCoS (Triluminos SXRD) Technologie auf den Markt gebracht. Im Gegensatz zu seinem älteren großen Bruder VPL-VW1000ES kann er dank HDMI 2.0 auch mit 60Hz angesteuert werden und kostet mit einer UVP von 9900€ lediglich etwa die Hälfte, er ist auch etwas kompakter. Interessant ist das der Projektor nicht das CE-UHD Format mit einer Auflösung von 3820x2160 sondern die DCI 4k Auflösung mit 4096x2160 als native Auflösung verwendet was den Schluss nahelegt das ein Chipsatz zum Einsatz kommt der normalerweise in Kinoprojektoren verwendet wird.
Der Beamer ist auch Shutter-3D tauglich, es ist jedoch nicht bekannt ob auch in 4k (wenn dann jedenfalls nur mit maximal 30Hz).

An sonstiger Ausstattung besitzt der Beamer einen leistungsstarken Bildprozessor zum hochrechnen von Full-HD Inhalten auf 4k (optimiert auf Sonys "Mastered in 4k" Blu-Rays) sowie zum Einrechnen von Zwischenbildern, auch ein 3D Modus ist verfügbar, Brillen können mit einem externen Funkmodul oder IR-Modul synchronisiert werden (wodurch auch Brillen anderer Hersteller genutzt werden können).

Interessanterweise sind keine analogen Eingänge vorhanden, lediglich 2x HDMI 2.0. Will man ein rein analoges Eingangssignal nutzen muss man einen geeigneten Videoreceiver oder AVR benutzen. Da derzeit noch keine Grafikkarte HDMI 2.0 unterstützt kann man den 60Hz-4k Modus bis auf weiteres leider nicht nutzen, hier wäre Displayport noch ein schönes Feature gewesen. Über das IFU-WH1 Modul lässt sich der Projektor mit Wireless HDMI nachrüsten, dieses ist aber nicht 4k tauglich.

Der Beamer besitzt eine hochwertige motorisierte Optik mit einem Zoomfaktor von 2,06, 85% vertikalem und 31% horizontalem Lens-Shift was die Aufstellung sehr flexibel macht und eine motorisierte Iris-Blende um den dynamischen Kontrast zu erhöhen. Die Konvergenz der LCoS Chips kann elektronisch auf 0,1 Pixel genau kalibriert werden.

Gesteuert werden kann der Projektor neben der normalen Fernbedienung für die auch ein externer IR-Empfänger verwendet werden kann auch via PC über RS232, , HDMI-CEC, Ethernet und vermutlich auch USB, der Projektor besitzt auch ein Relais zur getriggerten Steuerung von Motorleinwänden oder der Beleuchtung. Über USB-Sticks können auch Firmwareupdates eingespielt werden.

Ein interessantes, möglicherweise wegweisendes, Feature ist die automatische Farbkalibration mit einem integrierten Colorimeter.

Sonstige Technische Daten (soweit bekannt):
Dynamischer Kontrast: 200 000:1
Nativer Kontrast: 6000:1-15000:1 (laut Cine4home; abhängig von der Irisstellung)
Maximaler Lichtstrom: 1700 Lumen
Reaktionszeit: 2,5ms

Neben dem VPL-VW500ES wurde mit dem VPL-HW55ES auch ein neues Full-HD Modell vorgestellt. Dieses verfügt über sehr ähnliche Features, einige Details fehlen -neben der geringeren Auflösung-, so ist die Optik etwa nicht motorisiert und der Lens-Shift Bereich sowie der dynamische Kontrast sind etwas kleiner. Dafür liegt die UVP des VPL-HW55ES auch bei "nur" 3200€.

Test: http://www.cine4home.de/tests/projektoren/Sony_VPL-VW500/Sony_VPL-VW500_Test.htm
VPL-VW500ES (VPLVW500ES) : Leistungsmerkmale : Österreich : Sony Professional
VPL-HW55ES (VPLHW55ES) : Produktübersicht : Österreich : Sony Professional

Edit: es gibt nun auch einen offiziellen PCGH Artikel:
http://www.pcgameshardware.de/LCD-H...VPL-VW500ES-4K-Projekter-vorgestellt-1087745/
 
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Was bringt die 4k Auflösung, wenn der Standart UHD also die angesprochenen 3820x2160 werden?

Ansonsten sind mir die FullHD Beamer einfach noch zu teuer.

MfG
 
Was bringt die 4k Auflösung, wenn der Standart UHD also die angesprochenen 3820x2160 werden?

Genauso gut könnte man fragen was 1920x1200 bringen wo doch 1920x1080 der "Standard" sind ;)

Wenn man einen PC dranhängt kann man die volle 4k Auflösung nutzen, ansonsten natürlich wenn man echtes Kinomaterial *irgendwo* herbekommt.

Gegebenenfalls kann man die zusätzlichen Pixel auch mit einer geeigneten Interpolation nutzen ähnlich wie auf 21:9 TVs oder Projektoren mit anamorpher Optik (ob der VPL-VW500ES so ein Umrechnungsverfahren unterstützt ist nicht bekannt), schlechtesten falls können die zusätzlichen Pixel auch einfach ungenutzt bleiben.
 
Ist bis jetzt nur was für Early- Adopters. Und da auch nur für die ganz mutigen, da die Geräte, Display/Beamer und Zuspieler, mangels Standard noch massive Probleme mit dem Kopierschutz haben. Der FMP-X1 von Sony arbeitet wohl noch nicht mal mit allen Sony-4k-Displays zusammen.
 
Der VPL-VW500ES sollte aber recht zukunftssicher sein, er unterstützt alle bekannten Kopierschutzstandards, arbeitet -im Gegensatz zum VPL-VW1000ES- auch mit dem FMP-X1 zusammen und besitzt eben auch HDMI 2.0. Sollte es nötig sein kann er auch einfach via Firmwareupdate auf den neuesten Stand gebracht werden.
 
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Genauso gut könnte man fragen was 1920x1200 bringen wo doch 1920x1080 der "Standard" sind ;)
Naja, jene Auflösung bringt vor allem im Office Bereich sehr viel oder im grafischen Bereich. Aber zum Filme schauen, wofür man ja in der Regel solch einen hochwertigen Beamer verwendet, ist es suboptimal wegen den schwarzen Streifen.

p.s.: Man blöder Standard, ich merk mir das immer nicht. :P

MfG
 
Schwarze Balken gibt es bei einem Beamer nicht (man kann sie auch zusätzlich durch eine Blende und/oder einen Schwarzen Rand um die Leinwand abschatten), die Pixelfläche bleibt also schlechtesten falls einfach ungenutzt.

Immerhin ist das ja auch eben der DCI Standard, praktisch jeder moderne 4k Kinobeamer hat diese Auflösung und das gilt auch für das Rohmaterial der Filme. Über zu viel Auflösung würde ich mich generell nicht beschweren.
 
Die Frage ist wie kompatibel aktuelle GraKas zu HDMI 2.0 sind...

Die Hersteller geben lediglich HDMI 1.4a an aber die Erfahrung zeigt das hier oft noch mehr geht, die Frage ist wie viel mehr. Bisher konnte das mangels HDMI 2.0 Bildschirmen niemand testen. Ich rechne auch damit das spätestens mit der neuen AMD GraKa Generation die ja noch dieses Jahr erscheinen soll HDMI 2.0 offiziell implementiert wird.
 
Die Frage ist wie kompatibel aktuelle GraKas zu HDMI 2.0 sind...

Die Hersteller geben lediglich HDMI 1.4a an aber die Erfahrung zeigt das hier oft noch mehr geht, die Frage ist wie viel mehr. Bisher konnte das mangels HDMI 2.0 Bildschirmen niemand testen. Ich rechne auch damit das spätestens mit der neuen AMD GraKa Generation die ja noch dieses Jahr erscheinen soll HDMI 2.0 offiziell implementiert wird.

Die Titan scheint kompatibel zu sein: Project Cars: Virtuelle Rennsimulation in 4K mit 60 Hz - Golem.de

Demnächst wird man über solche "Experimente" wohl mehr lesen.
 
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