Ein- und Zwei-Cent-Münzen müssen häufiger nachproduziert werden
Außerdem kehren diese Kleinmünzen seltener als andere Münzen mit höherem Wert in den Geldkreislauf zurück, weil sie in den Haushalten gehortet werden. Ralph Rotzler, bei der Bundesbank zuständig für Bargeldfragen, beschreibt das Dilemma mit den kleinen Münzen so: "Die werden einmal als Wechselgeld herausgegeben, vom Einzelhandel. Die Bürger oder die Bürgerinnen sind gar nicht so begeistert von diesen Münzen, sie sortieren sie aus, und dann entstehen eben diese Horte von Kleinmünzen. Und wir müssen immer wieder nachproduzieren, weil die nicht mehr im Kreislauf vorkommen oder nicht wieder zurückkommen." Und das bedeutet: Produktions- und Transportkosten der Kleinmünzen könnten eingespart werden.
Ist die Herstellung von Ein-Cent-Münzen teurer als der Münzwert?
Ja, das stimmt. Die Produktionskosten pro Ein-Cent-Münze liegen bei geschätzt 1,65 Cent und damit über dem Wert des Geldstücks.