Netzausbau in Europa: "Einfältig und dumm"?

Von den 40€ Gebühren musst du aber alle Kosten abziehen. Da bleiben pro Anschluss nicht mehr als 1-2€ Gewinn. Die 20.000€ dagegen können sie so einsacken.
 
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Ich glaube, die Unternehmen machen das absichtlich. Der Netzausbau wird wahrscheinlich Subventioniert (die Unternehmen alleine könnten die Kosten nicht tragen) und je weniger Gewinn die Unternehmen durch den Ausbau erbeuten, umso mehr Geld kriegen die vom Staat in den Arsch geschoben (um nicht pleite zu gehen). So ähnlich ist es auch mit den Windparks an der Nordsee.
 
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@Ali klar machen die das absichtlich, die haben ja auch vor Geld zu "erbeuten". Erklär mir mal bitte den Zusammenhang mit dem Vorwurf der falschen Priorisierung von Datenleitungen durch freie Unternehmen und der staatlich verordneten und gewollten Energiewende.
 
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Ja richtig, dieser Scheiss Kapitalismus gebündelt mit Bürokratie und kurzfristigen sowie mühenschonenden Planung, dazu noch ein paar naive Obrigkeitsliebende :wall: die immer noch daran glauben dass das lilane T der Weihnachtsmann und Osterhase in einer Person ist, wird nie was draus mit gescheitem Netzausbau.
Bin momentan auch Kabelnutzer, und eigentlich zufrieden, aber ich will in ein paar Jahren endlich volle GBits bidirektional (in ganz D Monomode), zum selben Preis :hail:.
 
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In anderen Ländern funktioniert der FTTH Ausbau ja auch, etwa in Japan wo es mehrere zehn millionen FTTH Anschlüsse gibt und teilweise bereits GBit/s INTERNET für Privathaushalte verfügbar ist; soweit ich weiß gibt es etwa in Japan sogar mehr FTTH Anschlüsse als gewöhnliche DSL Anschlüsse

Dort hat man eben die Zeichen der Zeit erkannt und ab bereits Ende der 1990er begonnen mit großem Ressourcenaufwand konsequent auf FTTH zu setzen, vielfach wurde dort gleich von ISDN auf FTTH umgestellt- jetzt zahlt es sich langsam aus

Die Telekomunikationsunternehmen sollten aufhören bis zum nächsten Quartalsabschluss oder bis zum nächsten Geschäftsjahr zu denken sondern eher in Jahrzehnten; heute ein paar Milliarden Investieren ist am Ende billiger als das Netz über Jahrzehnte hinweg scheibchenweise auszubauen
 
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Ist mit Aktiengesellschaften aber nicht machbar. Da dreht sich alles um Quartalsabschlüsse. Und die leben von kurzfristigen Investitionen. Langfristige Investitionen werden an der Börse doch sogar abgestraft:daumen2:
 
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Und man sollte hierbei nicht vergessen, die Telekom seinerzeit mit ihrem Amerika Geschäft Milliarden in den Sand gesetzt.

Ich denke noch heute mit Schaudern daran, wieviel mein Nachbar mit den ach so tollen Aktien von T-Online verloren hat, als man die Dinger per Zwangsmassnahme in den Telekom-Konzern zurück integrierte. Da ging s von über 100,-€ abwärts auf das Kauf zurück Angebot von knapp 8,-€.

Im übrigen können Unternehmen auch mit Schulden in Milliardenhöhe ganz gut überleben, siehe AMD oder halt auch die Telekom. Man sollte nicht vergessen, dass wer Schulden hat auch keine Steuern zahlen muss und ggf. sogar die Schulden der Vorjahre noch mit den Gewinne verrechnen darf. Auch dazu gab es bei der Telekom schon so eine Geschichte mit der Finanzverwaltung in NRW.


Gruß
 
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@Ali klar machen die das absichtlich, die haben ja auch vor Geld zu "erbeuten". Erklär mir mal bitte den Zusammenhang mit dem Vorwurf der falschen Priorisierung von Datenleitungen durch freie Unternehmen und der staatlich verordneten und gewollten Energiewende.

Es ist lediglich die "gleiche Taktik". Telekom und co. bauen ihre Datenleitungen ineffizient aus, können "Verluste" vorzeigen und bekommen Geld in den Arsch geschoben.
Bei den Windparks ist es ähnlich: Die großen Energiekonzerne kriegen für den Ausbau erneuerbarer Energien subventionen (nachvollziehbar). Allerdings können die Unternehmen die Windparks so positionieren, dass diese kaum Energie "abwerfen". So können die Unternehemn dem Staat "Verluste" vorzeigen und kriegen Geld in den Arsch geschoben.
In beiden Fällen das gleiche Problem: Der Staat subventioniert ohne Ende, aber ansonsten mischen sie sich gar nicht ein.
Das ganze ist einfachste BWL (aus sicht meines Bruders).
 
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Bei den Netzbetreibern mangelt es vor allem in Europa leider auch vor allem an Konkurrenz: praktisch jeder Haushalt hat einen Telefonanschlus des (Ex)monopolisten, sei es in Deutschland, Österreich oder Großbritannien.

Lediglich einige Anschlüsse haben alternativ noch einen Telekabel Anschluss.

Der (Ex)monopolist kann daher jeden Kunden erreichen ohne mit einem anderen Betreiber kooperieren zu müssen und meist haben die Kunden überhaupt keine Alternative

Daher besteht nicht allzuviel Druck und auch kein allzu großer Anreiz beim Netzausbau: die Kunden haben sowieso keine Alternative, also zahlen sie auch brav für langsame Anschlüsse, mangels Alternativen besteht auch beim Vermieten der Leitungen an Drittanbieter besteht mangels Konkurrenzdruck wenig Anreiz zum Ausbau

In Japan ist das etwa anders: dort haben neben den klassischen Telekomunternehmen wobei es dort auch mehrere und nicht nur eines gibt auch Energiekonzerne wie Tepco begonnen auf Basis ihrer Infrastruktur FTTH Anschlüsse aufzubauen und zu vermarkten und die Telekabelbetreiber spielen auch dort mit; da kein einzelner Konzern alle Kunden erreicht sind alle zum Teil darauf angewiesen Leitungen von den jeweils anderen zu mieten wobei man dank vielfach vorhandener Alternativen für schnellere Leitungen mehr verlangen kann- und offensichtlich funktioniert es so... der Netzausbau findet dort, wie schon gesagt, viel schneller statt als in Europa

Auch z.B. in den USA trägt die Zerschlagung des (allerdings seit jeher privaten) Monopolisten AT&T in den 1980ern jetzt wohl Früchte; auch dort geht der Ausbau in vielen Bundesstaaten schneller voran als hierzulande
 
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Es ist lediglich die "gleiche Taktik". Telekom und co. bauen ihre Datenleitungen ineffizient aus, können "Verluste" vorzeigen und bekommen Geld in den Arsch geschoben.
Bei den Windparks ist es ähnlich: Die großen Energiekonzerne kriegen für den Ausbau erneuerbarer Energien subventionen (nachvollziehbar). Allerdings können die Unternehmen die Windparks so positionieren, dass diese kaum Energie "abwerfen". So können die Unternehemn dem Staat "Verluste" vorzeigen und kriegen Geld in den Arsch geschoben.
In beiden Fällen das gleiche Problem: Der Staat subventioniert ohne Ende, aber ansonsten mischen sie sich gar nicht ein.
Das ganze ist einfachste BWL (aus sicht meines Bruders).

Gib doch bitte nicht das Gewäsch deines Bruders wieder, ausser natürlich du(er) hast irgendwas unabhängiges auf deiner Seite...

Zum Thema Japan, die mögen schnelle Anschlüsse haben aber ist da jetzt in jedem Kaff ein FTTH Anschluss, ich denke nicht. Wenn wir an der Struktur nichts ändern können muss es halt politusch gewollt werden, sprich entweder ein Staatsnetz (viel Spass), ein Gesetz oder finanzielle Anreize.
 
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Hast du eigentlich irgendwelche Belege dafür, dass die Kosten für den Netzausbau pro User in ländlichen Gegenden höher ist?

Ich wäre mir da jedenfalls nicht so sicher...

Auf den ersten Blick ist der Fall klar: am Land ist die Bevölkerungsdichte kleiner, daher wird pro User mehr Kabel benötigt, daher ist das Ganze teurer

Aber: das stimmt so nicht- die Kosten für das Kabel selbst machen nur einen Bruchteil der Gesamtkosten aus, die Hauptkosten entstehen durch die Arbeit des Verlegens und durch den nötigen Umbau der Netzknoten.

Während aber in der Stadt meist Erdkabel verlegt sind, die sich nicht oder nur sehr schwer aufrüsten lassen sind die Kabel am Land häufig überirdisch verlegt was das Neuverlegen viel einfacher und billiger macht; auch der Ausbau der Netzknoten sollte nicht viel teurer sein als in der Stadt; richtig problematisch ist das nur, wenn das ganze Dorf nur über ein einzelnes Kupferkabel von Anno Dazumal angebunden ist, dann muss das natürlich auch ausgebaut werden- aber dann ist es sowieso höchste Zeit
 
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Naja, die Professoren sind nicht wirklich unabhängig, da (fast) alle Profs der Kölner Uni ehmalige Vorstandsmitglieder von Banken oder Großkonzernen sind.
 
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Interressant, wenn auch leider nur sehr grob formuliert
 
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Ich dachte Vdsl wäre glasfaser. also liegt es förmlich an den orts wandler.
Dann wäre die umstellung von dsl auf vdsl nur ein wechsel des Wandlers und verteilers nötig. ich denke mal strassenzüge lang aufreißen wäre teurer
 
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VDSL basiert nach wie vor auf Kupferkabeln und ist eigentlich einfach nur ein weiterentwickeltes ADSL.

Dafür sind vor allem neue und auch ausreichend schnell angebundene (idr. per Glasfaser) DSLAMs nötig, die sich nicht in allzu großer Entfernung befinden sollten und auch neue Modems


FTTH dagegen ist die Ultimative Form des Netzausbaus: ein Glasfaserkabel bis zu deinem Modem- damit werden prinzipiell Geschwindigkeiten bis zu mehreren GBit/s möglich, was langfristig ausreichen sollte
 
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VDSL ist der Nachfolger von ADSL und hat mit Glasfaser gar nichts zu tun. Bei VDSL hängt die Bandbreite sehr stark von der Leitungslänge ab. Auch gibt es dafür bestimmte Schaltpunkte. Da aber in der Regel am Kabelverzweiger nicht alle auf VDSL umgestellt sind kann es auch sein das in bestimmten Regionen kein VDSL möglich ist da gar kein VDSL fähiger Schaltpunkt mehr da ist.

In der Regel wird auch selten in Form von FTTH ausgebaut sondern sehr oft in FTTC. Sprich das Glasfaserkabel geht bis zum Haus und ab dort geht es per Kupfer weiter. Dies ermöglicht deutlich bessere Bandbreiten und macht auch keinen Hardwaretausch nötig (und auch keine Sauerei in der Wohnung da ja die Kabeln sonst neu verlegt werden müssen).

Desweiteren gibt es bei FTTH auch so einige Probleme. Gerade in alten Häusern ist es oft nicht machbar da sich das Glasfaser bei weiten nicht so stark knicken lässt wie ein Kupferkabel. Daher können oft die alten Leitungswege gar nicht benutzt werden.

Und der Ausbau in ländlichem Bereich ist oft deutlich teurer. Da die Überlandleitungen nicht ideal ist und Glasfaser deutlich empfindlicher als Kupfer ist.
 
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Hab ich ein Glück das unsre Gemeinde das ganze in die hand genommen hat und eine firma beauftragt hat bis August dieses Jahres LWL zu verlegen. Freu ich mich auf die 50k :ugly::D
 
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