NAS/Homeserver Selbstbau (OS?) oder Fertiglösung?

Superwip

Lötkolbengott/-göttin
NAS/Homeserver Selbstbau (OS?) oder Fertiglösung?

Ich würde mir gerne ein NAS bzw. einen Homeserver zulegen.

Anforderungen:
-Zugriff auf die darauf abgelegten Datein lokal und via Internet über PC (Windows, eventuell Linux) und idealerweise auch Smartphone (Android)
-Möglichkeit (mindestens) 2 HDDs mit der Option auf RAID 1 nutzen zu können
-Idealerweise Downloadclient für FTP und Bittorrent
-1000 BASE-T Ethernet, Aufrüstoption auf 10GBASE-T (via PCIe) wäre ein Pluspunkt
-Streaming von Mediendatein via dlna oder dergleichen wird in absehbarer Zukunft nicht benötigt kann aber natürlich nicht schaden
-Steuerung/Konfiguration via Browser und/oder eventuell Telnet/SSH
-Energieverbrauch/Effizienz nicht besonders wichtig

Als mögliche Fertiglösung ist mir das Synology DS214se ins Auge gefallen. Als alternative Bastellösung würde ich zum ASRock Q1900TM-ITX tendieren und ein entsprechendes Gehäuse dazu bauen. Eine ARM basierende Selbstbaulösung wurde verworfen da es keine ARM Boards gibt die eine 3,5"-HDD mit Spannung versorgen können. Bei der Wahl des Betriebssystems für letzteres bin ich ziemlich planlos, ich hab mich bisher noch nicht/kaum mit den Vor- und Nachteilen der diversen spezialisierten NAS/Homeserver Betriebssysteme und sonstigen Betriebssysteme die sich ebenfalls für diese Aufgabe eignen können und könnten beschäftigt.
 
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Ich gehe mal auf ein Linux-System ein:
-Zugriff auf die darauf abgelegten Datein lokal und via Internet über PC (Windows, eventuell Linux) und idealerweise auch Smartphone (Android)
Wie möchtest du auf die Daten zugreifen? HTTP(S), Samba/CIFS, NFS...?
-Möglichkeit (mindestens) 2 HDDs mit der Option auf RAID 1 nutzen zu können
Stellt kein Problem dar.
-Idealerweise Downloadclient für FTP und Bittorrent
Per Webinterface steuerbare BT-Clients gibt es meines Wissens für Linux.
-1000 BASE-T Ethernet, Aufrüstoption auf 10GBASE-T (via PCIe) wäre ein Pluspunkt
Stellt kein Problem dar.
-Streaming von Mediendatein via dlna oder dergleichen wird in absehbarer Zukunft nicht benötigt kann aber natürlich nicht schaden
Mit DLNA habe ich mich bislang nicht beschäftigt.
-Steuerung/Konfiguration via Browser und/oder eventuell Telnet/SSL
Jedes Linux-/ Unix-System kannst du via SSH bedienen, von Telnet rate ich aus Sicherheitsgründen ab. Es gibt ebenfalls Möglichkeiten, entsprechende Systeme über den Browser zu bedienen (besispielsweise Webmin), aber diese empfehle ich aus Sicherheitsgründen nicht.

Grundsätzlich brauchst du für ein NAS oder einen Homeserver kein besonderes Betriebssystem - sowas kannst du etwa mit jeder gängigen Linux-Distribution bewerkstelligen. Ich persönlich würde nur auf die grafische Oberfläche verzichten, da man sowas in aller Regel bei solchen Systemen nicht braucht. Ferner kann man ein solches System mit Standard-Hardware bestücken, meine beiden Fileserver sind völlig normale Systeme, nur haben sie eben mehr Festplatten.

MfG Jimini
 
AW: NAS/Homeserver Selbstbau (OS?) oder Fertiglösung?

Wie möchtest du auf die Daten zugreifen? HTTP(S), Samba/CIFS, NFS...?

SMB also Samba/CIFS

von Telnet rate ich aus Sicherheitsgründen ab.

Stimmt natürlich, wenn das NAS auch via Internet erreichbar sein soll...

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Eine konkrete Empfehlung für ein bestimmtes OS hast du nicht? Unnötig kompliziert sollte es auch nicht sein; kannst du eine spezialisierte "Fertiglösung" wie etwa FreeNAS oder Open Media Vault empfehlen?
 
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Stimmt natürlich, wenn das NAS auch via Internet erreichbar sein soll...
Auch im lokalen Netz würde ich Telnet nicht einsetzen - man muss es ja nicht unnötig einfach machen, die Verbindung zu belauschen ;)
Eine konkrete Empfehlung für ein bestimmtes OS hast du nicht? Unnötig kompliziert sollte es auch nicht sein; kannst du eine spezialisierte "Fertiglösung" wie etwa FreeNAS oder Open Media Vault empfehlen?
Da habe ich nicht genug Erfahrung mit. Ich habe mich bisher eingehend nur mit Gentoo, Debian und Ubuntu auseinandergesetzt. Fertiglösungen waren mir bisher immer zu starr und unflexibel.

MfG Jimini
 
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Hallo,

was spricht den gegen ein Steckernetzteil auf 12Volt um die HDD bei einer ARM Lösung zu versorgen?
 
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Schau mal in meinen Thread: http://extreme.pcgameshardware.de/linux-und-sonstige-betriebssysteme/341560-homeserver-fileserver.html

Ich habe quasi das gleiche Problem gehabt und habe mich schlussendlich für einen Server von Dell entschieden.
Ich würde dir das auch empfehlen ;)

Zum OS steht auch einiges im Thread. Ich habe auch lange gesucht und bin letztlich bei Debian gelandet/geblieben.
Ich administriere den Server allerdings ausschließlich via SSH / Konsole. Wenn du dich damit etwas befasst, funktioniert das echt gut.
Gerade zu Programmen unter Debian/Ubuntu findet man viele Tutorials.

FreeNAS habe ich verworfen, weil ich keine Kenntnisse über FreeBSD habe/hatte und man für das ZFS Dateisystem viel RAM haben sollte (laut Wiki).
OpenMediaVault basiert auf Debian 6. Das wollte ich auch erst nehmen, aber dann habe ich doch lieber das pure Debian genommen und es selbst
eingerichtet. Zum einen weißt du dann auch, was du gemacht hast und das System ist auch auf einem aktuellen Stand. Alles was dir OMV mitbringt,
kannst du auch selbst einbauen.

Das einzige, was mein schlanker Debian Server nicht bietet, ist eine Weboberfläche, die ich aber aus oben genannten Gründen nicht nutzen möchte
und eigentlich auch nicht brauche.

Edit: Zum Thema ARM: Hier hast du evtl. auch Probleme mit der Software. Meinen Teamspeak Server gibt es zum Beispiel nicht als ARM Variante.
 
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Weboberfläche zum Administrieren ist gar kein Problen, unabhängig vom Betriebssystem.
Du braucht nur ein Mainboard mit IPMI.
http://geizhals.at/?cat=mbson&xf=494_IPMI~4400_6#xf_top

Da loggst du dich über einen Java-fähigen Browser auf die IP vom Server ein und bekommst einen vollständigen Remote-Desktop.
Du kannst über die Remote Oberfläche auch ins Bios, kannst dem Rechner beim Starten zusehen, Iso`s übers Netzwerk einbinden, etc...
Das ist wirklich eine absolut geniale Sache.

ipmi.JPG
 
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AW: NAS/Homeserver Selbstbau (OS?) oder Fertiglösung?


Interessant... auf den ersten Blick fällt mir schon etwas auf: Open-VPN; wollte ich eigentlich immer schon mal nutzen aber ich hab jetzt gar nicht daran gedacht...

Weboberfläche zum Administrieren ist gar kein Problen, unabhängig vom Betriebssystem.
Du braucht nur ein Mainboard mit IPMI.
Mainboards mit CPU mit Formfaktor: Mini-ITX, Besonderheiten: IPMI Preisvergleich | Geizhals Österreich

Ein teurer Spaß...


Und ist billiger als jedes einzelne MB mit diesem Feature...
 
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IPMI muss jedoch bei dem Dell T20 wohl noch vor der Benutzung eingerichtet werden.
Ich will das die ganze Zeit schon testen, kam aber noch nie dazu.

Muss mir da das Handbuch mal zu Gemüte führen.
 
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Wo hat der Dell IPMI? Dem fehlt dazu ja schonmal die zweite LAN-Buchse.
Oder ist das wie bei den HP Microservern ein Feature was sich über eine Karte nachrüsten lässt?
 
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"compliant" bedeutet hier nur das er es dem Standard entspricht, bzw. dafür freigegeben ist.
IPMI wird hier wie beim HP Microserver über eine extra Steckkarte realisiert die extra kostet.
 
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Ob IPMI überhaupt eine "Patentlösung" darstellt sei dahingestellt- es kommt mir doch etwas unnötig aufwendig (und teuer) vor.

Wenn es keine einfacheren Möglichkeiten in dieses Richtung gibt (auch wenn ich mir das kaum vorstellen kann) dann eben Konsole.
 
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Du hast mit IPMI halt einen 100% Remotezugriff und das dazu noch saubequem.
Biosupdate, Betriebssystem installieren, etc.. ist kein Problem und das unabhängig vom Betriebssystem.
Günstig ist es aber nicht, da geb ich dir recht.
 
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Aber wie oft macht man denn ein Biosupdate oder installiert das OS vom Server neu? Das kommt wohl eher extrem selten vor. ;)
 
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sehe ich ähnlich.
ich habe meinen im Abstellraum stehen.
an der Wand hängt ein alter TFT von mir, wenn ich ein Bild brauche vom bios stöpsel ich den TFT einfach kurz an den Strom an und mach mein Biosupdate.
In der Regel läuft der server ja aber die ganze Zeit.

Bei mir aktuell eine Uptime von 12 Tagen ohne Probs (habe den Server erst seit kurzem).

Daher ist mir IPMI auch eigentlich nicht so wichtig...in einem Datencenter macht das natürlich mehr als nur Sinn!
 
AW: NAS/Homeserver Selbstbau (OS?) oder Fertiglösung?

Grundsätzlich habe ich kein Problem damit den Server auch "vor Ort" einzurichten...
 
AW: NAS/Homeserver Selbstbau (OS?) oder Fertiglösung?

Aber wie oft macht man denn ein Biosupdate oder installiert das OS vom Server neu? Das kommt wohl eher extrem selten vor. ;)
Absolut.
Aber spiel mal ein Update ein und er bleibt beim Starten hängen, was machst du dann?

Wenn man einen kleinen Bildschirm zur verfügung hat den mal schnell mal einschalten kann und man kommt auch bequem zum Rechner, ist das natürlich die billigste Lösung.
 
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