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NAS 19" Serverschrank Kaufberatung

StaffBull

Komplett-PC-Käufer(in)
Hallo Community,

mein Bruder hat ein neues Firmengebäude gekauft in welchem ich Ihm demnächst alle PC's und so weiter aufstellen soll.

Jetzt hätte er gern ein Zentrales NAS, auf welchem alle Daten gespeichert werden und auf welches er von allen Büro's drauf zugreifen kann.
Vorhanden ist schon ein 19" Serverschrank mit 4 24er Patchpanels, wo ich jetzt noch ein 24er Switch einbauen muss.

Von NAS Systemen habe ich leider wenig Ahnung. Aktuell hat er als Datenablage 2 4 TB WD RE im Raid 1 worauf alle zugreifen.

Was gibts es da beim Kauf zu beachten? Sollte man ein normales NAS oder gleich als Rackmount kaufen? Wenn möglich würde er gern gleich auf 2 8 oder 10 TB Platten springen.

Vielen Dank schonmal für eure Hilfe!
 

Malkolm

BIOS-Overclocker(in)
Wenn er schon ein Rack hat, sollte er auch ein NAS in entsprechender Bauform wählen. Zumal es, wenn er den entsprechenden Richtlinien folgen möchte, ohnehin nicht bei dem einen Produktiv-NAS bleibt, sondern noch ein Backup-NAS am selben Ort sowie ein weiteres, an einem baulich getrennten Ort hinzukommt. Wobei man letzteres Offline&Offsite-Backup auch über externe Festplatten lösen kann.

Rackmount-Einstiegsmodelle (z.B. mit ARM-CPU) haben idR bereits 4 Slots. Je nach sonstiger Nutzung empfielt sich aber zumindest das Produktiv-NAS nicht ganz so schwachbrüstig zu wählen und direkt auf ein Modell mit Celeron oder mehr zu setzen. Die maximale Größe der einzelnen Platten liegt bei eigentlich allen aktuelen Modellen bei 16+ GB.
 

Hatuja

Software-Overclocker(in)
Was wird überhaupt benötigt? Wie viel Kapazität (gesamt) und wie viele Clients?
Ist es denn ein 19" Serverschrank oder ein Netzwerkschrank?
Wie sieht die Klimatisierung und Stromversorgung aus?
Wie wird Backup gemacht?
Wie sieht die restliche Netzwerk-Infrastruktur aus?

Sowohl Synology als auch Qnap bieten Business-Modell sowohl als Desktop, als auch als Rack-Mounted an.
Die UI entspricht dabei (fast) denen der Heim-Geräte, sind daher einfacher Administrierbar als bei den Enterprise-Hersteller wie DellEMC, NetApp, HP, etc.
 
TE
S

StaffBull

Komplett-PC-Käufer(in)
Was wird überhaupt benötigt? Wie viel Kapazität (gesamt) und wie viele Clients?
Ist es denn ein 19" Serverschrank oder ein Netzwerkschrank?
Wie sieht die Klimatisierung und Stromversorgung aus?
Wie wird Backup gemacht?
Wie sieht die restliche Netzwerk-Infrastruktur aus?

Sowohl Synology als auch Qnap bieten Business-Modell sowohl als Desktop, als auch als Rack-Mounted an.
Die UI entspricht dabei (fast) denen der Heim-Geräte, sind daher einfacher Administrierbar als bei den Enterprise-Hersteller wie DellEMC, NetApp, HP, etc.

Also danke erstmal für eure Antworten.
Es ist ein 19" Netzwerkschrank mit 15HE. Habe eben nochmal alles nachgemessen. (HxBxT 737x600x500 )

Aktuell sind 6 HE Belegt. 1-2 24p Patchpanel 3. Kabelführung dann wieder 2 HE 24p Patchpanel und nochmal 1 HE Kabelführung.
Stromversorgung ist da.
Klimatisierung aktuell nichts verbaut.
Backup wird aktuell über eine externe 10TB Festplatte gemacht.

Es war mal eine Bankfiliale..es gehen in jedes Büro 2 Netzwerkkabel und dann noch Netzwerkdosen in sämtlichen Ecken. Deshalb auch die 96 Plätze Patchpanel. Effektiv gehen am Ende 6-7 PC's und 4-5 andere Geräte ans Netzwerk, wobei vielleicht max 2-3 Rechner gleichzeit auf die Daten zugreifen.

Aktuell hat er 2 4TB Platten im Raid1 verbaut, würde aber gern auf 8-10 TB hoch gehen.

Danke schonmal für eure Hilfe!
 

psalm64

PC-Selbstbauer(in)
Kopieren die Clients viel große Datenmengen? Geht es mehr um zentral gelagerte (kleine) Office-Dokumente? Oder eher um große Dateien (Baupläne, Druckvorlagen, etc))
Falls große Datenmengen kopiert werden, wäre ein Switch/NAS mit 10G-Port auch nicht schlecht. Zumindest für das NAS, so das mehrere Clients zumindest die 1G Geschwindigkeit des Clients nutzen können.
Oder zumindest ein NAS mit x-mal 1G, das Port-Channel kann (der Switch muss das natürlich dann auch können).

Wie oben schon geschrieben wurde:
Ein NAS mit Raid 1 oder 5 ersetzt UNTER GAR KEINEN UMSTÄNDEN ein gutes BackUp.
Für eine Firma ist für (wichtige) Daten auch ein mindestens Brandschutzzonenredundantes BackUp erforderlich.
Z.B. in zwei Gebäuden zwei Server mit tägliche Backups. Und wöchentlich ein BackUp in einen feuerfesten Safe beim Chef im Büro, Bankschliessfach, oder der Chef/ITler nimmt es mit nach Hause (ggf. Datenschutz beachten!). Wichtig ist halt, falls die Butze abbrennt, das man die (mindestens ein paar Tage alten) Daten noch hat... (Wie alt die Daten sein dürfen, hängt halt vom Anwendungsfall ab.)
Bei meinem Synology (privat genutzt) kann man z.B. ein Raid mit einer Ersatz-Platte konfigurieren.
Wenn es nicht auf den letzten Euro ankommt, wäre das zum Beispiel eine gegem Hardwareausfall gute Absicherung.
4 (Raid 5) / 3 (Raid 1) Platten rein. 3 Platten im Raid 5 oder 2 im Raid 1, und die übrige als automatischen Ersatz konfigurieren.
Wenn dann eine Platte ausfällt (und irgendwann fällt eine Platte aus, das ist ja immer nur eine Frage der Zeit), hat man schon passenden Ersatz verbaut und kann sich in Ruhe um Ersatz kümmern.

Nicht vergessen, die automatische Benachrichtigung zu aktivieren. :)

Beispiel bei mir (Privat!)
Ich habe ein NAS mit Raid 5 mit einer angeschlossenen USB Platte. Das NAS macht automatisch wöchentlich BackUps der wichtigen Daten auf die USB Platte. Diese USB-Platte ist nur über das NAS erreichbar, es gibt KEINE Freigabe im Netz dafür.
Und per Hand mache ich alle paar Wochen ein BackUp auf eine mobile USB-Platte, die ich bei meinen Eltern 15km entfernt lagere. (Dafür habe ich zwei gleiche Platten. Eine bei meinen Eltern, eine bei mir. Wenn ich das BU fertig habe, bringe ich die zu meinen Eltern und nehme die vor Ort mit zu mir nach Hause. Und den Austausch mache ich einfach alle paar Wochen.)

=> Hier kommt es halt drauf an, wie wichtig die Daten sind, wieviel Aufwand man betreiben will/muß. Wenn meine Daten wegkommen, sind halt meine ganzen privaten Dokumente und Fotos weg. Ist RICHTIG *********************, löst aber keine Katastrophe aus. Deswegen reichen mir meine BU alle paar Wochen bei meinen Eltern, falls mir die Butze abbrennt.
Wenn die Daten einer Firma weg sind, geht die möglicherweise pleite... Vielleicht ist es aber egal ob die Daten 1 Tag oder 1 Woche alt sind. Das muss man halt abwägen. Ggf kann man auch tägliche (verschlüsselte) BUs in eine (deutsche/europäische) Cloud oder einen angemieteten Server irgendwo in einem RZ machen.
Möglichkeiten über Möglichkeiten... :)
 
TE
S

StaffBull

Komplett-PC-Käufer(in)
Zu groß sind die Datein eigentlich nicht...meisten zwischen 20-100 MB.

BackUp wäre schon wichtig und sollte auch regelmäßig gemacht werden. Er hat aktuell immer 2 externe Festplatten auf der er die BackUps macht.
 

psalm64

PC-Selbstbauer(in)
Also ein User ruft eine einzelne Datei 20-100 MB ab und bearbeitet (längere Zeit) die dann und schiebt sie dann wieder zurück?
Dafür sollte 1G reichen.

Ist aber natürlich nur noch begrenzt zeitgemäß für ein professionelles Umfeld mMn. Für Infrastrukturports würde ich im professionellen Umfeld eher zu 2,5/5/10G tendieren. Aber zwischen 1G und >1G liegt halt aktuell noch ein gewisser Preissprung. Vermutlich so Faktor 2. Und ob man für einen Switch oder NAS (ohne Platten) jetzt jeweils 500€ oder 1000€ bezahlt, macht halt ggf. einen Unterschied für eine kleine Firma.
Ich kenne aber erstaunlicherweise auch kleine Firmen, wo auf die IT bei guter Begründung die IT mit Geld beworfen wird... :)
 

Hatuja

Software-Overclocker(in)
Also danke erstmal für eure Antworten.
Es ist ein 19" Netzwerkschrank mit 15HE. Habe eben nochmal alles nachgemessen. (HxBxT 737x600x500 )
Das Problem ist halt, dass Netzwerkschränke weit weniger tief sind, hinten oft keine Befestigungsmöglichkeiten haben und direkt an einer Wand stehen/hängen.

Bei Rack-Mounted Geräten gehen die Anschlüsse nach hinten weg, was Blöd ist, wenn dort gleich die Wand kommt!

Aktuell sind 6 HE Belegt. 1-2 24p Patchpanel 3. Kabelführung dann wieder 2 HE 24p Patchpanel und nochmal 1 HE Kabelführung.
Stromversorgung ist da.
Klimatisierung aktuell nichts verbaut.
Die Geräte sind kompakt gebaut und darauf ausgelegt, dass eine Klimatisierung da ist.
Aus Erfahrung hängen so kleine Netzwerkschränke auch gerne mal in eine Ecke eines Büros oder auf dem Flur. Also nicht in einem separaten Raum. Durch die schnell drehenden 40mm (1U) oder ggf. 80mm (2U) sind die relativ laut. Das will man nicht im selben Raum sitzen.

Ich gehe daher davon aus, dass ein Rack-Gerät nicht in Frage kommt!

Backup wird aktuell über eine externe 10TB Festplatte gemacht.

Es war mal eine Bankfiliale..es gehen in jedes Büro 2 Netzwerkkabel und dann noch Netzwerkdosen in sämtlichen Ecken. Deshalb auch die 96 Plätze Patchpanel. Effektiv gehen am Ende 6-7 PC's und 4-5 andere Geräte ans Netzwerk, wobei vielleicht max 2-3 Rechner gleichzeit auf die Daten zugreifen.

Aktuell hat er 2 4TB Platten im Raid1 verbaut, würde aber gern auf 8-10 TB hoch gehen.

Danke schonmal für eure Hilfe!

Da ist also nichts drauf los! Solange nicht bereits eine deutliche "Vergrößerung" geplant ist, sind die "großen" Enterprise Geräte overkill! Da reicht meiner Meinung nach auch ein Small-Office Gerät.

Wenn du auf Nummer sicher gehen willst was die Erweiterbarkeit angeht, könnte man gleich ein 8-Bay Gerät nehmen, aber erst einmal mit 4 oder 5 Platten starten! Später kann man dann einfach neue Platten dazustecken.
Ggf. auf die Möglichkeit zur Erweiterung mit 10GE achten, falls es doch mal mehr/größere Daten werden sollten.

Wenn der Netzwerkschrank unten einen Boden hat und trotzdem genug Luft hinein kommt (Lochblech-Tür/Boden), kann man das NAS auch dort hineinstellen!

Das mag dann vielleicht nicht super professionell oder nach "geek" aussehen, ist aber ein legitimes Mittel der Wahl, wird seinen Zweck mehr als ausreichend erfüllen und schont den Geldbeutel!
 
TE
S

StaffBull

Komplett-PC-Käufer(in)
Da ist also nichts drauf los! Solange nicht bereits eine deutliche "Vergrößerung" geplant ist, sind die "großen" Enterprise Geräte overkill! Da reicht meiner Meinung nach auch ein Small-Office Gerät.

Ne also hält sich alles noch im kleinen Rahmen...ist ja nur ein 4 Mann Betrieb aber sollte halt sicher und stabil laufen und nicht nur hauptsache billig sein.

Wenn du auf Nummer sicher gehen willst was die Erweiterbarkeit angeht, könnte man gleich ein 8-Bay Gerät nehmen, aber erst einmal mit 4 oder 5 Platten starten! Später kann man dann einfach neue Platten dazustecken.
Ggf. auf die Möglichkeit zur Erweiterung mit 10GE achten, falls es doch mal mehr/größere Daten werden sollten.

Wenn der Netzwerkschrank unten einen Boden hat und trotzdem genug Luft hinein kommt (Lochblech-Tür/Boden), kann man das NAS auch dort hineinstellen!


Warum mit 4 oder 5 Platten starten? Könnte man nur einfach 2 8TB Platten reinbauen? Oder ist das dann gleich wegen Backup gedacht?

Der Netzwerkschrank ist von Quante da kann ich sicher noch schauen und das Bodenblech tauschen bzw. Lüfter dazu bestellen.

Hättest du vielleicht gleich eine Empfehlung was man dann holen sollte?
 

Hatuja

Software-Overclocker(in)
Zum Einen ist ein klassisches Raid ist heute schon "Problematisch".
Die Festplatten sind so groß, dass ein resilvering nach einem Plattenausfall so lange Braucht und so hohe Last auf den anderen Platten erzeugt, dass die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, dass andere Platten dabei sterben.

Mit vier 4TB Platten kannst du ein Raid 6 einrichten. Du verlierst zwar auch die Hälfte an Kapazität, es können aber zwei Platten ausfallen. Zumal das resilvering bei kleineren Platten schneller geht.
Oder du lebst mit der Redundanz von nur einer Platte, benutzt ein Raid 5 und hast 12 TB Nutzkapazität für das gleiche Geld.
Außerdem ist ein Raid 5/6 ohne Probleme um neue Platten erweiterbar.

Ein Backup sollte immer auf einem anderen Gerät erfolgen. Wenn das NAS an sich einen defekt hat, speziell das Netzteil, können immer auf einen Schlag alle Festplatten mit über den Jordan gehen!

Achte beim Schrank darauf, dass frische Luft hinein kann, sich die Warme aber nicht hinten staut.

Bis vor kurzem hätte ich uneingeschränkt Synology empfohlen. Ich finde die Geräte klasse und habe (fast) nur gute Erfahrungen gemacht.
Leider haben sie angekündigt, dass in Business-Geräten bald nur noch original Synology-Platten laufen werden.
Einerseits hat es den Vorteil, dass die Dinger auf jeden Fall in dem NAS funktionieren und man keine Probleme mit dem Support hat, andererseits sind die Platten dann deutlich teurer!

Da gäbe es die DS1621+ (6-Bay) oder die DS1821+ (8-Bay), die würden schon dicke reichen!
Kleine AMD-CPUs drin, 4GBRam (erweiterbar bis 32GB), 2M.2 Slots für Caching-SSDs und einen PCIe-Slot für Erweiterungen z.B. auf 10GE.

Alternativ ist Qnap noch sehr bekannt, beliebt und verbreitet. Von den technischen Daten gibt es da äquivalente Systeme. Persönlich kann ich aber nichts zu sagen, da ich mit den Geräten noch keine Erfahrung hab. Schneiden in Tests aber auch immer gut ab.
 
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