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Nachfolger zum AKG K612 Pro gesucht

Stargazer

Freizeitschrauber(in)
Hallo zusammen!

Ich bin auf der Suche nach einem Nachfolger für meinen AKG K612 Pro Kopfhörer.

Bisheriges Setup und Nutzungsverhalten:
Ich nutze ihn zur Hälfte für BluRay-Filme, die ich übers interne Laufwerk mit der Software WinDVD Pro 11 anschaue. Genres sind überwiegend Fantasy, SciFi und generell Action, beispielsweise also Herr der Ringe, Fluch der Karibik, Star Trek, Star Wars, Marvel, Kingsman, usw.
Die andere Hälfte meiner Nutzung besteht aus actionreichen PC-Games, wie z.B. RTS, Shooter und Action-Adventures.

Ich nutze den AKG K612 Pro seit 2013 und habe ihn jahrelang an einer ASUS Phoebus betrieben. Seit Anfang dieses Jahres habe ich auf eine Creative ZxR aufgerüstet. Den Unterschied merkte ich schon recht deutlich, besonders die Detailauflösung im Bass hat dadurch zugelegt. Bei der Soundblaster möchte ich jetzt auch gerne bleiben, eine externe Lösung kommt für mich nicht in Betracht.

Warum überhaupt dieser Thread?
Ich möchte nicht um jeden Preis einen neuen Kopfhörer, da ich in vielen Punkten mit dem AKG äußerst zufrieden bin. Mir gefällt vor allem:

  • Tragekomfort (leicht, riesengroße Ohrmuscheln und kein Drücken)
  • glasklarer Klang bei Höhen und Mitten (ohne Zischen)
  • große, offene Bühne mit relativ gleichmäßigem (neutralen) Frequenzgang
  • kein dröhnender Bass, der noch bis in die Stimmen reinreichen würde


Was mir jedoch bei dem Kopfhörer fehlt und was ich gerne durch ein Upgrade ändern würde:

1) Stärkerer Tief-Bass mit mehr Punch:
Der K612 Pro hat zwar eine recht detaillierte Basswiedergabe, dennoch fehlt einfach der „Wumms“. Mittels Equalizer habe ich den Tief-Bass ein recht großes Stück angehoben. Im Detail sieht es so aus, dass ich eine leichte Badewanne von +5 DB bei 31 Hertz über -2 DB bei 500/1000 Hertz bis +3 DB bei 8000 Hertz eingerichtet habe (siehe auch angehängten Screenshot). Dies stellt für mich in diesem Setup die bestmögliche Einstellung dar, reicht aber nicht aus, um Explosionen, Pferdegalopp und ähnliches entsprechend in Szene zu setzen. Es soll noch „etwas tiefer runter“ gehen und mehr Punch („Knall-Effekt“) verursachen.

2) Stärkere Pegelfestigkeit:
Ich weiß, dass man Kopfhörer nicht zu laut machen sollte, um die Ohren nicht zu schädigen. Bei gelegentlichen Actionfilmen (ca. 1mal die Woche) schraube ich die Systemlautstärke trotzdem gerne auf 90-95%, wenn ich in der Soundkarte die „normale Verstärkung 32/300 Ohm“ aktiviert habe. Was das jetzt an Schalldruck entspricht, kann ich nicht sagen. Es ist zwar etwas lauter als im Kino, jedoch noch deutlich leiser als auf einem Rockkonzert, um es bildlich zu beschreiben. Bei dieser Lautstärke verliert der K612 Pro bereits deutlich an Dynamik, es klingt blechern und verschwimmt zu einem Matsch. Der neue Kopfhörer sollte hier noch Reserven haben, um auch bei actionreichen Szenen mit hoher Lautstärke noch detailliert auflösen zu können. Anders herum: Vielleicht müsste ich mit dem richtigen Bass den Kopfhörer auch nicht so laut machen?


Was habe ich nun schon ausprobiert?
2013 habe ich mich im Direktvergleich zwischen dem Philips Fidelio X1, dem Beyerdynamic DT 880 Pro und dem AKG K612 Pro eindeutig für letzteren entschieden. Das lag sowohl am Tragekomfort (der X1 war mir zu schwer, der DT 880 zu eng) als auch am Klang (der X1 war mir zu dumpf und dröhnte in den Stimmen, der DT 880 zu blechern und zu schwach in der Mitte).

Was suche ich?
Ich suche einen ohrumschließenden, offenen Kopfhörer mit dem Tragekomfort meines AKGs.
Er soll die Mitten und Höhen genauso detailliert, klar und neutral wiedergeben, wie mein AKG. Ich mag es nicht, wenn Stimmen verfälschen. Er soll also möglichst analytische und neutrale Mitten und Höhen haben.
Der Bass soll allerdings deutlich spürbarer sein als beim K612 Pro, ohne dass er in die Frequenzen der (Männer-)Stimmen hineinreicht. Er soll also unter den Mitten und Höhen schweben können.
Obwohl ich den Hörer nicht konkret zum Musikhören suche, ist mir die allgemeine Klang-Charakteristik und -Abstimmung also sehr wichtig.

Im Internet habe ich schon mehrere Vergleiche und Tests gelesen. Hängen geblieben sind vor allem 3 Kopfhörer, die sich deshalb in meiner engeren Wahl befinden:

  • AKG K712 Pro
  • Beyerdynamic DT 1990 Pro
  • Sennheiser HD 600
Die von Sennheiser und Beyerdynamic müsste ich natürlich erstmal auf dem Kopf haben, um etwas zum Tragekomfort sagen zu können.
Der K712 Pro ist momentan mein Favorit, weil er nicht nur am wenigsten kostet, sondern auch vom Tragekomfort auf jeden Fall passen wird. Die Frage wäre hier nur, ob meine beiden Wünsche bezüglich des Tiefbasses und der Pegelfestigkeit erfüllt würden, oder ob der Unterschied zum K612 Pro zu gering wäre. Dass der Bass des K712 um etwa 3 DB angehoben sein soll, konnte ich im Internet lesen, aber ermöglicht das auch gleichzeitig mehr Tiefbass? Am K612 habe ich die untersten Frequenzen ja auch schon um 5 DB angehoben… Oder ermöglichen die Gel-Polster des K712 neben dem lauteren Bass auch einen allgemein "satteren" Bass?
Der DT 1990 Pro ist zwar mit Abstand der teuerste, aber wenn meine Wünsche und Anforderungen damit erfüllt würden, wäre es mir das wert.
Wie gut der HD 600 zu mir passt, bin ich mir noch am wenigsten sicher, da ich im Internet von einer recht kleinen Bühne gelesen habe und die Ohrmuscheln recht klein aussehen.

Ich möchte mir ungerne mehrere kaufen und ausprobieren, weil ich das den Händlern gegenüber unfair finde. Deswegen bitte ich zunächst um eure Meinungen und Tipps.
Vielen Dank und LG,
Christof
 

Anhänge

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DuckDuckStop

Software-Overclocker(in)
Da wird dir nichts anderes übrig bleiben als mehrere bestellen und dann entscheiden, der hd600 wird aber nicht das richtige sein, der hat nämlich überhaupt gar keinen Bass.
 
TE
Stargazer

Stargazer

Freizeitschrauber(in)
Den X2 kannst Du auch mal probieren, da dröhnt nichts mehr und er trägt sich echt unauffällig.

Danke für den Tipp. Habe ihn mir mal angeschaut, muss aber sagen, dass er vermutlich nicht der richtige ist.
Nach diesem Test sitzt er sehr eng auf dem Kopf und drückt, was für mich ein Ausschlussgrund wäre. Für mich muss er ganz leicht und fast unspürbar sein.
Außerdem neigt er dem Test nach wohl zum Zischeln bei den Höhen und zum Dröhnen im Bass. Wären auch beides Ausschlussgründe.
Trotzdem wie gesagt danke!

Da wird dir nichts anderes übrig bleiben als mehrere bestellen und dann entscheiden, der hd600 wird aber nicht das richtige sein, der hat nämlich überhaupt gar keinen Bass.

Alles klar, dann ist der raus, auch nochmal danke für den Hinweis!

Finde ich gut.
Gibt es keinen vernünftigen Laden bei dir in der Nähe mit einer guten Auswahl wo du ausgiebig probehören könntest?

Ich habe mal recherchiert:
Der nächste vernünftige Laden scheint in Dortmund zu sein (Madooma). Ist mir ehrlich gesagt zu weit weg, nur um einmal probezuhören.
Die örtlichen MM-Märkte und Planeten-Märkte bieten den K712 Pro gar nicht mehr an, nichtmals online. Selbst wenn die Test-Tables haben, glaube ich nicht, dass die den dort zum Testen haben.
Kann es sein, dass der K712 Pro ein Auslaufmodell ist? Auf der Homepage von AKG finde ich ihn auch nicht mehr im aktuellen Sortiment... :huh:
 

DuckDuckStop

Software-Overclocker(in)
Bei mediamarkt und Saturn gab es noch nie gute Kopfhörer, da gibt es nur Krempel. Ich weiss nicht auf welcher akg seite du suchst, aber der k712 pro wird da ganz normal gelistet.

Gegen zu hohen Anpressdruck hilft es übrigens den Kopfhörer einfach paar Nächte über n paar Bücher zu spannen, habe ich damals mit meinem sennheiser hd650 auch gemacht.
 

JackA

Volt-Modder(in)
Man muss wissen was gut ist, aber viel Auswahl bleibt dann trotzdem nicht bei MM und Saturn.
Das größte Schnäppchen kam sogar vom MM in meiner Ecke, wo der Avinity AHP-967 für 79€ anstatt 350€ verkauft wurde.
Und dann haben sie natürlich noch die BOSE Kopfhörer, die, obwohl ich von BOSE wenig halte, nicht schlecht sind.

@TE: Ich würde mir den DT1990 mal anhören, könnte genau das sein, was du suchst und für nen Tesla-Kopfhörer ist der richtig günstig.
DT 1990 Pro vs. K712 Pro
 

Marcimoto

PCGH-Community-Veteran(in)
Nur dass der DT 1990 Pro als Studiokopfhörer mit einem entsprechenden Anpressdruck daherkommen soll.
Das muss allerdings kein Dealbreaker sein. Einfach über Nacht über ein paar Bücher spannen, dann sollte sich der Bügel entsprechend dehnen lassen.
Laut "Z Reviews" scheint in der HD600er Serie ja der HD 660S der beste zu sein. Wäre auf jeden Fall auch einen Blick wert.
Und was Komfort angeht soll wohl nichts an den HD 700 herankommen.
 

JackA

Volt-Modder(in)
Kommt auf den Kopf an, ich habe mein T90 Kopfband (ähnlich wie die Edition) extra zu nem DT 770 Pro getauscht, weil mir das vorige zu locker saß, das Pro sitzt jetzt perfekt.
Bzgl. HD600: Sennheiser HD 600 vs AKG K712 PRO Side-by-Side Headphones Comparison - RTINGS.com

Und Zeos darf man nicht alles glauben, bei dem sind ziemlich viele Kopfhörer die besten, z.B. ist lt. ihm ein 50$ Philips SHP9500 besser als ein Sennheiser HD600 und der 55€ Takstar Pro 82 der beste Kopfhörer, den er jemals auf den Ohren hatte.
Sennheiser HD 600 vs Philips SHP9500 Side-by-Side Headphones Comparison - RTINGS.com
 
TE
Stargazer

Stargazer

Freizeitschrauber(in)
Bei mediamarkt und Saturn gab es noch nie gute Kopfhörer, da gibt es nur Krempel. Ich weiss nicht auf welcher akg seite du suchst, aber der k712 pro wird da ganz normal gelistet.

Gegen zu hohen Anpressdruck hilft es übrigens den Kopfhörer einfach paar Nächte über n paar Bücher zu spannen, habe ich damals mit meinem sennheiser hd650 auch gemacht.

Also wenn ich ganz normal auf die AKG Homepage gehe und oben auf "Over-Ear" klicke, werden sie nicht mehr aufgeführt. Auch nicht unter "Alle Kopfhörer". Wenn man über die Google-Suche geht, findet man den 712 natürlich noch auf der AKG-Homepage, aber auch da haben sie ihn nicht im Online-Angebot. Ich vermute daher, dass sie ihn vielleicht gar nicht mehr produzieren (wie gesagt reine Vermutung).

Zum "Dehnen" der Kopfhörer mittels Bücher oder ähnlichem:
Da bin ich etwas skeptisch, was nicht nur die tatsächliche Wirkung, sondern auch die Rückgabe der Kopfhörer betrifft. Wenn ich mich nämlich gegen den Beyer oder Sennheiser entscheiden sollte, und einen ausgeleierten zurückgebe, kommt das eventuell ziemlich blöd.
Außerdem habe ich mit dem DT 880 bereits die Erfahrung gemacht, dass mir selbst ein mittelstarker Anpressdruck zu hoch sein kann. Selbst der K612 drückt mir manchmal zu stark (Tagesform).
Ganz früher hatte ich mal so einen 60-Euro-Sennheiser, einen HD 65. Der war zwar On-Ear und nicht Over-Ear, saß mir aber ebenfalls viel zu stramm. Vermutlich kann man den nicht mit den HD 6XX vergleichen, aber die Erfahrungen waren doch recht zwiegespalten, was Ergonomie betrifft.

Im Moment tendiere ich ganz stark dazu, mir den K712 zu holen und eventuell noch den DT 1990 zum Testen dazu. Oder ist der DT 1990 genauso "eng" wie der DT 880?
Eigentlich wollte ich nicht zu Hause probehören, aber ohne größeren Aufwand (Fahrt von Münster nach Dortmund) komme ich leider nicht drum herum, wie es scheint... :hmm:

So komme ich auch nochmal zum ersten Post von ChotHoclate zurück:
Da wird dir nichts anderes übrig bleiben als mehrere bestellen und dann entscheiden, der hd600 wird aber nicht das richtige sein, der hat nämlich überhaupt gar keinen Bass.
 

DuckDuckStop

Software-Overclocker(in)
Von Münster nach Dortmund sind es mim Auto keine 30 Minuten und mim zug nicht mal 60. Das ist nun wirklich überhaupt kein Problem.

Wenn dir aber selbst der 880 zu sehr drückt dann wird der 1990 nichts für dich sein, der Anpressdruck ist da n gutes Stück höher. Mit den AKG K712 oder audio technica ath ad900x bist du da deutlich besser unterwegs, allerdings haben die audio technica exakt gar keinen Bass.

Sennheiser brauchst da auch nicht ausprobieren, ausser dem HD700, der ist klanglich aber 'gewöhnungsbedürftig', den muss man wirklich mögen. Aber definitiv nichts aus der 600er Reihe. Hifiman HE400i oder Sundara könnte passen, hifiman hat aber massive qs probleme.
 
TE
Stargazer

Stargazer

Freizeitschrauber(in)
Jetzt fangt bitte nicht an, gehässig zu werden.... :nene:

Hatte ich schon vorgeschlagen. Wurde abgelehnt weil er bei einem von 100 Tests nur auf Platz 2 gelandet ist.

Ich habe die Gründe erklärt, die nach dem Test gegen den Hörer sprechen und nicht einfach nur auf eine Rangliste geschaut.
Außerdem habe ich bereits meine Erfahrungen geschildert, die ich mit dem X1 gemacht habe und weswegen ich ihn nicht behalten wollte.
Der X2 ist, soweit ich das in verschiedenen Foren rausgelesen habe, sowohl im Gewicht bzw. bei der Ergonomie, als auch beim Klang dem X1 sehr ähnlich.
Wenn du anderer Meinung bist und deiner Meinung nach der X2 viel besser als der X1 zu mir passt, dann begründe das bitte.

Von Münster nach Dortmund sind es mim Auto keine 30 Minuten und mim zug nicht mal 60. Das ist nun wirklich überhaupt kein Problem.

Wenn dir aber selbst der 880 zu sehr drückt dann wird der 1990 nichts für dich sein, der Anpressdruck ist da n gutes Stück höher. Mit den AKG K712 oder audio technica ath ad900x bist du da deutlich besser unterwegs, allerdings haben die audio technica exakt gar keinen Bass.

Sennheiser brauchst da auch nicht ausprobieren, ausser dem HD700, der ist klanglich aber 'gewöhnungsbedürftig', den muss man wirklich mögen. Aber definitiv nichts aus der 600er Reihe. Hifiman HE400i oder Sundara könnte passen, hifiman hat aber massive qs probleme.

Also nach Google Maps brauche ich mit dem Auto 1 Stunde und 10 Minuten pro Weg bis nach Madooma. Im Berufsverkehr noch mehr. Das ist mir definitiv zu weit.
Wenn ich wirklich mehrere KH testen wollte, würde ich dem Händler gegenüber lieber im Vorfeld mit offenen Karten spielen und eine "Leihgebühr" o.ä. vereinbaren.
Das wäre für mich reeller als einen kompletten Feierabend auf der Straße zu sein.

Der Hifiman Sundara gefällt mir nach erstem Einlesen recht gut. Was für Qualitätssicherungsprobleme meinst du denn? Auch klanglich oder "nur" äußerlich?
 

DuckDuckStop

Software-Overclocker(in)
Dann musst du einfach schneller fahren ;) kann sein dass ich mich mit den 30 Minuten verschätzt habe, bin strecke vom westhofener Kreuz bis Münster in der Vergangenheit mehrmals die Woche gefahren, aber natürlich kommt noch das Stück bis madooma dazu.

Bei dem Sundara sind viele Treiber unterschiedlich laut, teilweise schon zur Lieferung, teilweise tritt es erst nach wenigen ein paar Tagen / Wochen auf. Das ganze geht soweit dass komplette Treiber überhaupt nicht funktionieren,das tritt auch nicht nur vereinzelt auf sondern so ziemlich jedes Forum ist voll damit, alleine im Luxx ist ein Nutzer der glaube ich 3 Sundara bestellen musste bis einer ohne defekt dabei war.

Weiter geht es mit dem HE400i, dort bricht urplötzlich das Kopfband oder die Pad-Halterung, auch hier nach nur geringer Nutzung und pfleglicher Behandlung, hat nichts mit dem Sundara zu tun, zeugt aber welchen Stellenwert QS bei Hifiman hat.

Wenn dir der X1 schon nicht gefallen hat würde ich den x2 auch nicht ausprobieren, manche Leute reagieren ein bisschen zickig wenn deren Vorschlag nicht gekauft wird, das ist ganz normal.
 

Ericius

PC-Selbstbauer(in)
Naja, aus dem was der TE so beschreibt und sucht ergibt sich für mich schlicht der X2. Bei dem sind die Dinge die beim X1 störten halt nicht mehr vorhanden, wie ich ja auch schrieb, und ja, ich finde es merkwürdig den nicht mal zu probieren, mit der Begründung das ein kurzer Testbericht was anderes sagt als zig andere Testberichte. Bin allerdings davon ausgegangen, dass auch andere Berichte gelesen wurden, die dann ja bestätigen das der deutlich bequemer ist, weniger scharfe Höhen und präzisere Bässe hat, etc.
Bei dem Weg, Saturn hat zumindest hier so ziemlich alle gängigen Kopfhörer zum Probieren, auch die Sennheiser HDs, Fidelios ect. Reicht zumindest für einen kurzen Bequemlichkeitscheck.
 

JackA

Volt-Modder(in)
Da Klang subjektiv empfunden wird, hilft eben nur selbst Probe zu hören.
Man kann ja den Frequenzverlauf von dem Kopfhörer, den man zu Hause hat ergoogeln und dann nimmt man einen Kopfhörer, der eben das bietet, was einem fehlt (bei dir Bass).

Anderer Vorschlag, bleib beim K612 Pro und hol dir nen FiiO E10K, aktivier bass boost, fertig.
 
TE
Stargazer

Stargazer

Freizeitschrauber(in)
So, danke nochmal für alle eure Antworten!

Ich fasse mal den aktuellen Stand zusammen:

Ich habe beim Saturn und MM hier in Münster angerufen und mal nach den für mich interessanten Modellen gefragt.
Anhören kann man sich einzelne Kopfhörer zwar, aber es ist natürlich kein einziger der für mich interessanten verfügbar, wie das halt so ist. :rollen:
Aber auf jeden Fall ein sehr netter Servicekontakt. :daumen:

Ein trauriges Nebendetail meiner Anrufe:
Die Firma Gibson (Gitarrenhersteller), zu der auch der Audio/Video-Hersteller Philips gehört, ist in Amerika und Deutschland als insolvent gemeldet.
Es ist also fraglich, ob es die bisherigen Modelle X1, X2 usw. zukünftig noch zu kaufen geben wird, von Support mal zu schweigen.
Saturn führt jedenfalls nur noch Restbestände.
Ein Lichtblick in der Hinsicht ist aber, dass die Lizenz wohl neu vergeben wurde.
Vielleicht kann das Portfolio also doch langfristig weiterbestehen.

Zu meinem weiteren Vorgehen:
Ich werde mir jetzt überlegen, welche Kopfhörer ich in die engere Wahl nehmen und dann doch für den Test zu Hause bestellen werde.
K712 in jedem Fall, eventuell noch HD700, X2 oder DT1990.

Den FiiO werde ich aber nicht probieren.
Ich meinte ja schon, dass ich die SoundBlaster ZxR als Zuspieler behalten möchte und dort den EQ nutze, um Feinabstimmungen zu machen.
Damit kann ich den Bass ja noch individueller anpassen, als mit einem Knopfdruck-Bassboost.
Mir ging es ja auch vor allem darum, dass ein neuer Kopfhörer mehr Reserven im Bass hat, selbst wenn er das nicht in seiner ursprünglichen Abstimmung mitbringt.
Der K612 kann mittels EQ zwar lauteren Bass, aber kommt nicht tiefer runter und erhält auch nicht unbedingt mehr Punch... :(
 

JackA

Volt-Modder(in)
Darum liebe ich die Takstar Pro 82 so, das sind Könige des Komforts mit einem Bassport-Regler, der je nach Situation geöffnet (mehr Bass) und geschlossen (weniger Bass) werden kann.
Leider sind das aber geschlossene Kopfhörer und die Materialqualität ist nicht so premium, dafür preislich für seine Klangqualität und seinem Komfort eine Schau.
 

Marcimoto

PCGH-Community-Veteran(in)

Naja, diese RTINGS Bewertungen haben in meinen Augen auch hart an Glaubwürdigkeit verloren nachdem ich mal ein paar mir bekannter Modelle auf der Website miteinander verglichen habe.. :hmm:
 

JackA

Volt-Modder(in)
Also bei den Modellen, die Ich habe (Superlux, Beyer, Sony, Corsair, etc.) liegen sie exakt auf meiner Einschätzung und die Einschätzung kam bevor ich rtings überhaupt kannte.
Sie testen halt objektiv, wenn jemanden subjektiv eine gewisse Abstimmung besser gefällt (z.B. Badewanne), dann muss man das mit sich selbst vereinbaren, denn sowas wird bei nem objektiven Test min. im Frequenzverlauf schlecht abschneiden. So bin ich überhaupt auf rtings gekommen, da ich Tests zum hochgelobten DT 770 Pro gesucht habe, da Ich mit deren Klang überhaupt nicht klar kam und rtings hat mir dann gezeigt, was mir fehlt.
Speziell bei rtings.com muss man sich mit Kopfhörer schon ein wenig auskennen, denn stur auf die Bewertungen einzugehen macht hier wenig Sinn, denn z.B. das bei der Abschirmung ein offener Kopfhörer sehr schlecht abschneidet, ist absolut korrekt und muss so sein.
 
TE
Stargazer

Stargazer

Freizeitschrauber(in)
So, jetzt mal ein kleines Update: ;)

Ich habe erstmal nur den K712 Pro bestellt und noch keinen Vergleichskopfhörer dazu.
Als Vergleich habe ich ja schließlich auch meinen K612 Pro weiterhin.

Was mir im direkten Vergleich bei der Haptik auffällt:
Der K712 ist spürbar wertiger verarbeitet, wird an den Ohren (bei mir) aber deutlich schneller warm bis schwitzig. Haptisch also sowohl Vor- und Nachteile.
Der Tragekomfort beider AKGs (Druck und Bequemlichkeit) ist insgesamt aber identisch "gut" und den tausche ich nur ungerne gegen Kopfhörer anderer Hersteller ein.

Zum Klang:

Vorweg, ich rede nur von Games und Heimkino. Musik höre ich nicht mit dem Kopfhörer.
Der Bass vom K712 ist schon deutlich kräftiger. So stark kann ich den mit dem K612 auch am Equalizer nicht simulieren, ohne dass die anderen Frequenzen "ausfressen".
Er geht beim 712 auch tiefer runter und grummelt schön satt, wogegen der Bass beim 612 durchaus auch körperlich spürbar ist, mir aber etwas "gedrungener" vorkommt.
Tatsächlich ist mir der Bass in den Sprechstimmen zu stark. Männerstimmen klingen dadurch richtig unnatürlich, aber sogar bei mittelhohen Frauenstimmen schwingt immer etwas Bass mit, der die Stimme ziemlich dunkel färbt.
Ich musste, um mit dem 712er Stimmen genießen zu können, bereits ordentlich am EQ rumspielen. Ein Screenshot ist beigefügt.

Trotz der EQ-Spielereien gelingt es mir bislang nicht, die Stimmen so hinzubekommen, dass sie in meinen Ohren neutral klingen.
Insgesamt klingen sie beim 712er etwas weicher und beim 612 minimal kratziger, dafür fehlt ihnen beim 712er aber auch etwas der Ausdruck. Gefühle und kleine Nuancen, die beim 612er noch gut raushörbar sind, gehen beim 712 irgendwie in so einer Art "Verschmieren" unter, selbst wenn ich den EQ genau auf diese Stimm-Verständlichkeit hin optimiere. Dieses Verschmieren (ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll) klingt für mich ähnlich wie eine komprimierte MP3. Ich rede aber von hochauflösenden BluRay-Tonspuren. Ich würde das so deuten, als ob der K612 hörbar feiner auflöst.

Als Zwischenfazit würde ich sagen, dass der K712 insgesamt schon beeindruckender bei den Special-Effects ist. Bei fast allen Sprech-Stimmen zieht er jedoch gegen den K612 den Kürzeren. Der K612 kitzelt einfach mehr Gefühl und Details aus den Stimmen raus, von der Charakteristik mehr wie die Lautsprecher eines technisch modernen Kinos. Akzente der Stimmen kommen da einfach auf den Punkt.

Was meint ihr?

Spielt sich das mit dem von mir beschriebenen "Verschmieren" noch ein?
Man sagt ja, dass Kopfhörer manchmal etwas laufen müssen, um ihr Potenzial zu entfalten.
Ich möchte den K712 jetzt nicht voreilig aussortieren.

Noch eine andere Frage:

Bei der Soundblaster ZxR kann ich ja neben der "normalen Verstärkung (32/300 Ohm)" auch die "hohe Verstärkung (600 Ohm)" auswählen.
Da steht explizit die Warnung bei, dass Kopfhörer kaputt gehen können, wenn sie nicht für 600 Ohm ausgelegt sind.
Die K612 sind ja "nur" 120 Ohm.
Meint ihr, ich kann das trotzdem gefahrlos probieren, die 612er mal mit 600 Ohm laufen zu lassen?
Hätte das nur Auswirkungen auf die Lautstärke, oder könnte man damit auch bei gleich hoher Lautstärke eine höhere Pegelfestigkeit erreichen?
Die auf hohen Lautstärken schwächelnde Pegelfestigkeit war ja einer der Punkte, die ich beim K612 im Eingangspost kritisiert habe.
Hier glänzt der K712, der nicht nur deutlich lauter geht, sondern da auch "seine Form behält". :ugly:
 

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Stargazer

Stargazer

Freizeitschrauber(in)
Also ich habe mir jetzt an mehreren Tagen die Zeit genommen und mit dem Apo rumexperimentiert. :D
Die Korrektur-Datei, mit der man alle Frequenzen so einstellt, dass man ein möglichst flaches Frequenzspektrum erhält, hat schon einige Probleme behoben.
Probeweises Musikhören war sogar richtig genial (auch wenn ich deswegen nicht anfangen werde, über KH Musik zu hören).

Da aber die Sprechstimmen im Hintergrund total untergingen, habe ich für Games und Movies auch händisch wieder am EQ rumspielen müssen, um die Stimmfrequenzen zu erhöhen.
Dadurch klingen in meinem besten der vielen Versuchsergebnisse leise Stimmen sehr gut, laute Stimmen jedoch spürbar hohl.
Im Vergleich dazu der K612 ohne weiteres EQ-Wirrwar, also in seiner originalen Abstimmung: Leise Stimmen klingen noch besser als beim K712. Laute Stimmen klingen auch etwas hohl, jedoch nicht so stark, dazu fressen sie aber zuätzlich noch minimal aus.
Mein Fazit zum Thema Stimmen: Das Zuhören bei Gesprächen ist beim K612 insgesamt angenehmer, weil die Stimmen deutlicher und akzentuierter aus dem Gesamt-Sound heraushörbar sind.

Nun zum Thema Soundeffekte:
Der K712 kommt (wie bei meinem ersten kleinen Erfahrungsbericht geschrieben) deutlich tiefer runter, beim K612 liegt der Bass enger am Mittelfeld.
Das heißt aber leider nicht automatisch, dass der K712 besser sei.
Selbst in neutraler Abstimmung ist der K712 so bassstark, dass es mir in den Ohren dröhnt. Ich muss den Bass daher im EQ so stark runterregeln, dass der gesamte Kophhörer kraftloser und flacher erscheint.
Specialeffects verlieren dadurch deutlich an Bombast. Den Bass vom 612er kann ich fast nach Belieben anheben, ohne dass er mir dröhnt. Die Effects klingen durch die Nähe des Basses zu den mittleren Frequenzen sogar wie aus einem Guss, während die Effects beim 712er wie in zwei Ebenen spielen (Bass, obwohl er reduziert wurde / Sprechfrequenzen, die zur Verständlichkeit erhöht wurden).

Wenn jetzt jemand noch eine geniale Idee hat, mit der ich die Klangcharakteristik des K712 genau an die vom K612 angleichen kann - und dann halt als Bonus noch den tieferen Bass hätte - dann würde ich den K712 behalten.
Wenn aber selbst diese bereits versuchten Bastellösungen nicht zum gewünschten Erfolg führen, werde ich mich für meinen liebgewonnenen 612er entscheiden und den 712 zurückgeben.
Wie bei der Threaderöffnung gesagt, muss ich den KH ja nicht zwangsweise wechseln, da ich mit vielen Dingen (z.B. den Stimmen und Höhen) ja soweit sehr zufrieden bin. :)
Auch der Tragekomfort beim 612 ist besser (kühlere Ohren, weniger Anpressdruck), was mir persönlich wichtiger ist als die durchaus bessere Verarbeitung des 712...
Bliebe dann nur zu hoffen, dass der alte K612 noch viele Jahre hält, ist mit Seriennummer "764" und seinen genutzten 5 Jahren durchaus nicht mehr ganz frisch, wenn auch noch im sehr guten Zustand... :ugly:

Aber vielleicht hat ja noch jemand die Idee, wie ich (wie angesprochen) die Frequenzen vom K612 mit dem K712 nachahmen kann. :daumen:
 

Ericius

PC-Selbstbauer(in)
Besorge dir die Frequenzkurve vom 612, vergleiche sie mit der des 712 und gleiche dementsprechend mit APO aus? So würde ich es jedenfalls machen. Ich meine aber auch mal gelesen zu haben, dass die ZxR den Bass schwammig und überlagernd werden lässt. Vielleicht kannst Du die Kopfhörer irgendwo an einer anderen Quelle testen und hören, ob die negativen Eigenschaften dort auch auftreten?
Grundsätzlich bleibe ich aber dabei, probiere den X2. Nachts schaue ich mit dem Filme bei einem Pegel von 4-6 von 100 und verstehe jedes Wort. Musik höre ich oft mit einem Pegel von von 50-70, so zum Vergleich. Außerdem hatte ich noch nie den Eindruck das der Bass irgendwas verdrängt und bin immer wieder überrascht, wie verständlich beim Musikhören viele Gesangspuren geworden sind.
 
TE
Stargazer

Stargazer

Freizeitschrauber(in)
Also ich habe das jetzt mal entsprechend deines Tippes so probiert:
Ich habe die Korrekturdaten, mit denen man den 712er "flat" macht mit den im Vorzeichen (+/-) verkehrten Korrekturwerten für den 612er verrechnet. Somit habe ich quasi eine Korrekturdatei, die den 712 erst flat-analystisch macht und dann die Tonsignatur des 612 draufpackt.

Das Ergebnis war durchaus eine Verbesserung, um es mal so zu sagen. Stimmen wurden besser verständlich, das gesamte Klangbild bekam etwas mehr "Spritzigkeit".
Gleichzeitig ist dadurch aber der hohle Klangcharakter gerade in den Stimmfrequenzen wieder verstärkt worden, es klingt übertrieben gesagt wie aus der Blechdose.
Die Stimmen sind meiner Meinung nach trotz dieser ganzen Apo-Anpassungen und auch nach zusätzlichen EQ-Experimenten am 712er beim 612er um Längen besser. Und das out-of-the-box in der originalen Abstimmung.

Beim 712er bekomme ich zudem einfach schneller Ohrenschmerzen:
Sein engerer Sitz ist mir beim Probehören tatsächlich schon oft genug zu eng gewesen.
Außerdem scheint mir der Schalldruck zu hoch zu sein (kann das sein?). Selbst ruhige Gespräche fühlen sich nämlich oft so an, als würde der Sprecher mit hoher Intensität direkt in meine Ohren sprechen.

Der "richtige" Klang ist immer sehr subjektiv, das habe ich jetzt nochmal konkret vor Augen geführt bekommen.
Selbst die an sich sehr ähnlichen KHs unterscheiden sich in meinen Ohren so stark, dass ich nur mit sehr hohem Aufwand eine gewisse Ähnlichkeit hinbekommen kann.
Der tiefere Bass des 712 gleicht für mich aber lange nicht das quasi "unbemerkbare" Tragegefühl und die gute Plastizität gerade bei Sprechstimmen des 612 aus.
Wie angesprochen scheint der tiefe Bass teilweise sogar zu stören, weil die Filme damit dann nicht mehr wie aus einem Guss klingen und er gerne andere Frequenzen übertönt.
Ich tippe hier aber auch darauf, dass es viel mit den Ohrpolstern zu tun haben könnte, die den Schall fast schon wie geschlossene KHs "im Ohr" einsperren.
(Ein Wechseln der Polster würde aber den hohlen Klang nicht verbessern, nehme ich an? :ka:).

Ich habe jetzt den Widerruf eingeleitet, da die 14 Tage rum sind.

Mein jetziger Plan lautet: Mit den 612er glücklich sein (was ich ja wie im Eingangspost geschrieben sonst ja auch bin) bis sie kaputt gehen.
Und hin und wieder würde ich schauen, ob es neue Modelle gibt, die von Haus aus wie die K612 abgestimmt sind.
Also einfach mal die Neuankündigungen im Auge behalten.

Wenn ich spare, könnte der K812 auch in Frage kommen (absolute Preisobergrenze eigentlich jenseits des reinen Gewissens... :cool:).
Der soll aber auch wie der 712er etwas basslastiger als der 612 sein, wenn ich das richtig gelesen habe. Also auch nicht zwingend das richtige... :ugly:

@ Ericius:
Ich glaube dir, dass der X2 ein guter KH ist. Aber für mich wird er zu eng bzw. zu schwer sein, wenn selbst der 712 manchmal unangenehm ist.
Und mehr Bass soll er auch noch haben als der 712er, daher kommt er für mich nicht in Frage.
Trotzdem natürlich vielen Dank für deine Empfehlung! :daumen:
Ich habe übrigens nicht das Gefühl, dass die ZxR Schuld ist, da der Bass die gesamte Zeit sehr strukturiert und kontrolliert rüber kommt.
Er ist nur meist zu präsent und zerfasert gerade Effekte wie Laserstrahlen oder Blitzschläge (Marvel's Thor zum Beispiel!) auseinander.
 
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