AW: Nach Brexit-Abstimmung googlen Briten, was der EU-Austritt für sie bedeutet
Zu 90% hängt der Export von den Wechselkursen ab.. Schwacher Euro bedeutet hohe Exporte für Deutschland.. Die Lohnstückkosten sind eh in Deutschland ziemlich gering, denkst du die 12 Mrd kommen vom Abkommen? Britannien muss in Zukunft Einfuhrzölle zahlen..
Es gibt auch Zoll-Abkommen mit nicht-EU-Ländern. Norwegen zum Beispiel ist in der Praxis in vielerlei Hinsicht ein Mitglieder der europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, eine ähnliche Lösung wäre für Großbritannien zumindest anfangs sehr naheliegend.
D.h. am Ende haben die Briten genau die gleichen Bedingungen und müssen auch weiterhin an Brüssel überweisen, sie werden nur nicht mehr an Entscheidungen beteiligt
Ich sehe keinen Vorteil einer direkten Demokratie, nur die Chance dass irgendwelche beeinflussbaren Vollhorsts es für alle vermasseln.
Bei Kleinigkeiten mag das vielleicht noch ok sein, aber nicht bei wichtigen Dingen die die Zukunft eines Landes betreffen.
Gerade bei großen, wichtigen Dingen ist direkte Demokratie angemessen. Kleinkram kann man so gar nicht entscheiden, weil es viel zu viele Entscheidungen wären, die viel zu viel Information auf Seiten der Wähler vorraussetzen. Aber z.B. eine strategische Abwägung zwischen der Mitgliedschaft in einer Gemeinschaft und der Selbstständigkeit ist ein 1A-Szenario für eine Volksabstimmung, denn die Frage "ist Wirtschaft oder Freiheit wichtiger?" hat überhaupt keine objektiv richtige Antwort, die Politiker treffen könnten. Die Antwort muss das Volk selbst geben. Und Großbritannien hat in der Hinsicht auch alles richtig gemacht (genauso wie vorher Schottland), einen angemessen Vorlauf gelassen und wirklich alle Vor- und Nachteile intensiv diskutiert. Am Ende haben die Bürger eine Entscheidung getroffen und bei der scheinbar rekordverdächtig hohen Wahlbeteiligung kann man auch nicht mehr von einem kurzfristigen Erfolg von ein paar Populisten sprechen. Die EU-Ablehnung, die sich am Donnerstag mainfestiert hat, ist in Jahrzehnten gewachsen.
Das einzige, was man bezüglich direkter Demokratie ggf. hätte einführen sollen: Die Forderung nach einer 2/3 Mehrheit dafür oder dagegen und eine Wiederholung der Wahl bei einem undeutigen Ergebnis. ±2% kann man sich in einer Präsidentenwahl erlauben, die nach 4 Jahren eh wieder egal ist, aber bei einer Entscheidung, die das Land auf Jahrzhente prägt, hätte man sicherstellen müssen, dass nicht 48% der Bevölkerung zu "Opfern" werden.