Nach Brexit-Abstimmung googlen Briten, was der EU-Austritt für sie bedeutet

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Für eine Gemeinschaft ist das eigentlich von Vorteil, schließlich liegt deren Sinn der Zusammenarbeit. UK wollte sehr oft Sonderregelungen und damit vieles blockiert - es ist eben keine Union, wenn die Mitglieder was gegensätzliches wollen.

Ja vollkommen richtig. UK hat jetzt ein sehr ernstes Problem.
Ich muss jetzt bald für einen Monat beruflich nach London, wenigstens ist es da jetzt etwas günstiger aber die Stimmung ist dafür ********... :ugly:
 
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Tja, direkte Demokratie die einige auch für Deutschland vordern...
Mir fällt da leider nur das ein:hmm:.:wall::wall::wall:

Ich verstehe dich zwar zum Teil, aber das Problem hier ist nicht eine direkte Demokratie.
Volksabstimmungen sind kein schlechtes Instrument um bestimmte Entscheidungen zu treffen.

Warum viele der Briten die "Leave" gewählt haben, ihre Meinung so schnell geändert haben, weisst du oder?
 
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Aber das hört sich auch bei dir so an, als ob die Import/Export Preise nur von den Wechselkursen abhängen? Was gibt es da denn noch, dass dem Britischen Export schadet nach dem Brexit?
Zudem gibt es ein Geschäft, dass die Brieten "exportieren" welches ihr größter Trumpf ist. Genau dieses Geschäft ist sehr bedroht und ein schwächerer Pfund hilft ihnen dabei auch nicht...

Zu 90% hängt der Export von den Wechselkursen ab.. Schwacher Euro bedeutet hohe Exporte für Deutschland.. Die Lohnstückkosten sind eh in Deutschland ziemlich gering, denkst du die 12 Mrd kommen vom Abkommen? Britannien muss in Zukunft Einfuhrzölle zahlen..

EU und Grossbritannien: Britischer EU-Austritt hatte verheerende Folgen
http://www.wirtschaftundgesellschaft.de/wp-content/uploads/2012/10/Lohnstückkosten-2000-zu-BMF.jpg
http://www.boeckler.de/pdf/p_imk_report_88_2013.pdf
 
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Zu 90% hängt der Export von den Wechselkursen ab.. Schwacher Euro bedeutet hohe Exporte für Deutschland..

Was auch der Grund dafür ist, warum Deutschland so vom Euro profitiert hat. EU-Länder konnten in Deutschland plötzlich "günstiger" einkaufen weil Sie ihre Währung nicht gegen die starke D-Mark tauschen mussten.
Das sich in der Zeit der EU natürlich auch das Lohnniveau in den anderen Länder (wie Frankreich) unserem angenähert hat, kommt noch hinzu.
 
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Ich verstehe dich zwar zum Teil, aber das Problem hier ist nicht eine direkte Demokratie.
Volksabstimmungen sind kein schlechtes Instrument um bestimmte Entscheidungen zu treffen.

Warum viele der Briten die "Leave" gewählt haben, ihre Meinung so schnell geändert haben, weisst du oder?
Ich sehe keinen Vorteil einer direkten Demokratie, nur die Chance dass irgendwelche beeinflussbaren Vollhorsts es für alle vermasseln.
Bei Kleinigkeiten mag das vielleicht noch ok sein, aber nicht bei wichtigen Dingen die die Zukunft eines Landes betreffen.

Ungebildete Idioten die sich von Populisten beeinflussen haben lassen? Haben wir in D auch, AfD Wähler und Pegida Anhänger.
Mit etwas mehr denken hätten die Briten doch merken müssen was für Konsequenzen ein Austritt auf sie haben würde. Selbst Schuld kann ich da nur sagen. Mir tun nur die 48% der Bevölkerung leid da sie jetzt wegen der Dummheit der anderen Hälfte leiden müssen.
 
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Was auch der Grund dafür ist, warum Deutschland so vom Euro profitiert hat. EU-Länder konnten in Deutschland plötzlich "günstiger" einkaufen weil Sie ihre Währung nicht gegen die starke D-Mark tauschen mussten.
Das sich in der Zeit der EU natürlich auch das Lohnniveau in den anderen Länder (wie Frankreich) unserem angenähert hat, kommt noch hinzu.

Danke.. Dazu gab es auch noch eine Vorlesung eines Hamburger Wirtschaftsökonomes an der Uni. Heiner Flassbeck sagte damals schon, bis 2017 müssen wir es geschafft haben sonst ist Europa am Ende. Deutschland könnte das einzige EU Land sein, was mit einer blutigen Nase davon kommt, schlimmer wäre aber ein Wirtschaftskrieg..
Heiner Flassbeck: Warum die Rettung Europas nicht gelingen kann - YouTube

Direkte Demokratie bringt nichts, wenn ungebildete Dorftrottel glauben sie wüssten was der Allgemeinheit gut tut. Bayern ist da mit Seehofer ein gutes Beispiel. Komischerweise fragt sich die CSU nichtmal warum die jungen Wähler denen abhauen..
 
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Britannien muss in Zukunft Einfuhrzölle zahlen..

UK muss nach dem Austritt neue Handelsabkommen mit der EU schließen, die viel schlechter sein werden. Deshalb bringt ihnen der schwächere Pfund nichts.
Besonders eine der wichtigsten britischen Wirtschaftsbereiche wird das sehr schaden.
 
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UK muss nach dem Austritt neue Handelsabkommen mit der EU schließen, die viel schlechter sein werden. Deshalb bringt ihnen der schwächere Pfund nichts.
Besonders eine der wichtigsten britischen Wirtschaftsbereiche wird das sehr schaden.
Die Automobilindustrie (Voxhaul, Jaguar, Ford, Rolls, Bentley, BMW etc) werden von einem schwachen Pfund profitieren..Der Finanzsektor wird Britannien mit ganz viel Pech den Rücken kehren.. Aber daran glaube ich nicht.
Der Schwächere Pfund bringt gute Exportzuschläge, die Zölle hierauf müssen neu verhandelt werden. Die Deutschen importieren aber zb ziemlich wenig von den Briten, die Ost / West Verlagerung des Marktes betrifft auch Britannien


@ruyven:
Stimmt, oder wie die Schweiz die sich ihre Neutralität teuer erkauft. Dummerweise ist Britannien nicht das Baltikum ;) Also sind die Verhandlungspositionen grade bei GB nicht so stark. Die Zeiten der Kolonialherrschaft sind ja vorbei, auch wenn viele UKIP Beführworter das nicht warhaben wollen. Zum Rest gebe ich dir Recht 2/3 Mehrheit wäre Angebracht. Auch für Direkte Demokratie in Deutschland
 
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Zu 90% hängt der Export von den Wechselkursen ab.. Schwacher Euro bedeutet hohe Exporte für Deutschland.. Die Lohnstückkosten sind eh in Deutschland ziemlich gering, denkst du die 12 Mrd kommen vom Abkommen? Britannien muss in Zukunft Einfuhrzölle zahlen..

Es gibt auch Zoll-Abkommen mit nicht-EU-Ländern. Norwegen zum Beispiel ist in der Praxis in vielerlei Hinsicht ein Mitglieder der europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, eine ähnliche Lösung wäre für Großbritannien zumindest anfangs sehr naheliegend.
D.h. am Ende haben die Briten genau die gleichen Bedingungen und müssen auch weiterhin an Brüssel überweisen, sie werden nur nicht mehr an Entscheidungen beteiligt :ugly:


Ich sehe keinen Vorteil einer direkten Demokratie, nur die Chance dass irgendwelche beeinflussbaren Vollhorsts es für alle vermasseln.
Bei Kleinigkeiten mag das vielleicht noch ok sein, aber nicht bei wichtigen Dingen die die Zukunft eines Landes betreffen.

Gerade bei großen, wichtigen Dingen ist direkte Demokratie angemessen. Kleinkram kann man so gar nicht entscheiden, weil es viel zu viele Entscheidungen wären, die viel zu viel Information auf Seiten der Wähler vorraussetzen. Aber z.B. eine strategische Abwägung zwischen der Mitgliedschaft in einer Gemeinschaft und der Selbstständigkeit ist ein 1A-Szenario für eine Volksabstimmung, denn die Frage "ist Wirtschaft oder Freiheit wichtiger?" hat überhaupt keine objektiv richtige Antwort, die Politiker treffen könnten. Die Antwort muss das Volk selbst geben. Und Großbritannien hat in der Hinsicht auch alles richtig gemacht (genauso wie vorher Schottland), einen angemessen Vorlauf gelassen und wirklich alle Vor- und Nachteile intensiv diskutiert. Am Ende haben die Bürger eine Entscheidung getroffen und bei der scheinbar rekordverdächtig hohen Wahlbeteiligung kann man auch nicht mehr von einem kurzfristigen Erfolg von ein paar Populisten sprechen. Die EU-Ablehnung, die sich am Donnerstag mainfestiert hat, ist in Jahrzehnten gewachsen.

Das einzige, was man bezüglich direkter Demokratie ggf. hätte einführen sollen: Die Forderung nach einer 2/3 Mehrheit dafür oder dagegen und eine Wiederholung der Wahl bei einem undeutigen Ergebnis. ±2% kann man sich in einer Präsidentenwahl erlauben, die nach 4 Jahren eh wieder egal ist, aber bei einer Entscheidung, die das Land auf Jahrzhente prägt, hätte man sicherstellen müssen, dass nicht 48% der Bevölkerung zu "Opfern" werden.
 
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Ja was denn nun? Sinkt der Wert des britischen Pfund, werden Importe kostenaufwändiger für die Briten, die Exportwirtschaft profitiert jedoch, aufgrund besserer Konditionen für das Ausland
Das kann man noch nicht sagen, da der Zugang zum Europäischen Markt/Schengen Raum ein Teil der Verhandlungen, der nächsten zwei Jahren, ist.
Theoretisch sind auch komplett getrennte Märkte und hohe Einfuhrzölle möglich.
 
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Der Finanzsektor wird Britannien mit ganz viel Pech den Rücken kehren.. Aber daran glaube ich nicht.

Und warum "glaubst" du daran nicht? Weisst du denn weshalb die Finanzindustrie in London Probleme hat, wenn UK die EU verlässt?

Gerade bei großen, wichtigen Dingen ist direkte Demokratie angemessen.

Genau so schaut es aus. Ohne Volksabstimmungen hat man dann plötzlich eine AfD die mit 15% eine Menge Probleme machen kann...
Jeder in einem Land hat eine Stimme, egal ob er ungebildet ist. Ohne die Volksabstimmung in UK hätten die Menschen eventuell radikale Parteien gewählt.
 
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Ich wurde ja schlicht eine Mehrheit der Wahlberechtigten fordern. Davon haben z.B. unter 40% in GB für den Austrit gestimmt.
 
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Ich wurde ja schlicht eine Mehrheit der Wahlberechtigten fordern. Davon haben z.B. unter 40% in GB für den Austrit gestimmt.

Ja das ist eine mögliche Lösung. Aber man darf die Schranken nicht zu hoch setzen, denn ansonsten sieht man eine Volksabstimmung nicht mehr als eine ernste Chance um mit zu bestimmen. Dann werden direkt rechte Parteien gewählt...
 
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Lustig wie stark in einem Hardware/Software Forum über Politik gestritten wird.
 
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Und warum "glaubst" du daran nicht? Weisst du denn weshalb die Finanzindustrie in London Probleme hat, wenn UK die EU verlässt?

London vereint, aufgrund der sehr günstigen Steuerlage, derzeit große Teile des europäischen Finanzverkehrs auf sich. Aber als nicht-EU-Mitglied können sie das nicht mehr. Dann sind sie für Spekulationen in Europa genauso attraktiv, wie die NYSE - gar nicht. Und England-eigene Handelsaufkommen ist nur ein Bruchteil von dem, was heute läuft.


Ich wurde ja schlicht eine Mehrheit der Wahlberechtigten fordern. Davon haben z.B. unter 40% in GB für den Austrit gestimmt.

Auch wenn die Abstimmung kein Quorum hatte: 72% Wahlbeteiligung und 38% Zustimmung der Gesamtwählerschaft sind EXTREM hoch. Ich wäre überrascht, wenn es seit Gründung der EU in irgend einem Mitgliedsland irgend eine Abstimmung mit einer höheren Zustimmung gegeben hätte. Natürlich kann man die Anforderungen für direkte Demokratie einfach so hoch schrauben, dass sie funktionslos wird - aber normalerweise hast du schon 25-50%, die sich einfach überhaupt nicht mit Politik beschäftigen wollen oder die keine klare Meinung zu einem Thema haben. Wenn du 50% "dafür" Stimmen haben willst, kannst du auf die Wahl gleich ganz verzichten, weil sowieso nur Themen mit >90% Zustimmung eine Chance haben dieses Ziel trotz Nicht-Wähleranteil zu erreichen.
 
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London vereint, aufgrund der sehr günstigen Steuerlage, derzeit große Teile des europäischen Finanzverkehrs auf sich. Aber als nicht-EU-Mitglied können sie das nicht mehr. Dann sind sie für Spekulationen in Europa genauso attraktiv, wie die NYSE - gar nicht. Und England-eigene Handelsaufkommen ist nur ein Bruchteil von dem, was heute läuft.

Ergänzend kann noch sagen, dass es nach dem Austritt steuerlich absolut unattraktiv wird, bestimmte Finanzgeschäfte mit der EU in UK zu tätigen. Zudem können manche Geschäfte gar nicht oder nur sehr aufwändig (regulatorische Anforderungen) in einem Drittland getätigt werden.
Viele Banker habe jetzt am WE schon mal nach Wohnungen in Frankfurt geschaut...

Für Hedgefonds gelten diese Nachteile übrigens nicht. Diese profitieren deutlich mehr von Deregulierung.
 
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Der Abgeordnete David Lammy, der Labor Partei, fordert jetzt das Abgeordnetenhaus auf per Votum den Austritt GB aus der EU zu verhindern, da das Referendum ja nicht rechtlich bindend sei:

Brexit: David Lammy aus britischem Parlament will Ausstieg verhindern

(Na mal sehen ob das Abgeordnetenhaus das machen wird, könnte mir vorstellen das es da einige Unruhe auf der Straßen geben täte)

Außerdem gibt es eine Petition in der ein zweites Referendum gefordert wird, da die Wahlbeteiligung unter 75% lag, bzw. das Ergebnis mit weniger als 60% der Stimmen für einen Austritt zu knapp sei:

Brexit: Zwei Millionen Briten stimmen fur zweites Brexit-Referendum - DIE WELT

(72% Wahlbeteiligung zu wenig und 52% für den Austritt zu knapp, na soviel zur Demokratie, am liebsten einfach so lange wählen bis man das Ergebnis hat das einem passt... :ugly: )
 
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Die Briten können froh sein, dass sie diese verfluchte EU jetzt verlassen können. Merkels Nachbar würde ich auch nicht sein wollen. :ugly:

Auch nach dem Brexit werden die Linksutopisten in Berlin und Brüssel ihren jetzigen Kurs halten und weiterhin gegen die europäischen Völker bzw. das eigene Volk regieren. Der nächste Exit wird nicht lange auf sich warten lassen.
 
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Wie sieht es denn mit Raspberry Pi aus Preis technisch, die kommt soweit ich weiß aus GB.
 
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Auch wenn die Abstimmung kein Quorum hatte: 72% Wahlbeteiligung und 38% Zustimmung der Gesamtwählerschaft sind EXTREM hoch. Ich wäre überrascht, wenn es seit Gründung der EU in irgend einem Mitgliedsland irgend eine Abstimmung mit einer höheren Zustimmung gegeben hätte.
Interesse halber habe ich gerade mal nach der einzig ähnlichen Abstimmung geschaut: der Ratifizierung der Europäischen Verfassung. Das Französische und Niederländische Ergebnis waren beide in dem Bereich :
Vertrag uber eine Verfassung fur Europa – Wikipedia

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