MSI X470 Gaming Plus Max (Hat jemand das gleiche Board?) – Kaltstart (Cold Boot Bug/Issue) & Sleep Probleme

me2u

Komplett-PC-Käufer(in)
Hi allerseits,

ich habe hier einen Rechner mit folgender Konifguration stehen:

Board: MSI X470 Gaming Plus Max (BIOS-Version: 7B79vHK, aktuellste Nicht-BETA; 7B79vHL1 (Beta version) [zuvor getestet])
CPU: Ryzen 5 5600 (ohne X)
RAM: Corsair Dominator 4x16GB DDR4 3200MHz
GPU: Asus RTX 3070 TUF (VGABIOS-Version: 94.04.3A.40.2B)
SSD: WD Black SN770 2TB

Problem: Der Rechner hat massive Probleme mit dem Kaltstart. Sprich, wenn der Rechner für mehr als ein paar Minuten ausgeschaltet wird (normales Herunterfahren), dann bootet er anschliessend meist nicht sauber durch, sondern der Windows (10 Pro) Lade-Kreis erscheint und stottert, dann kommt der User-Login Screen von Windows und dort ruckelt bereits die Anzeige (Animationen) und der Maus Cursor massiv.
Nach der Anmeldung hält sich Windows dann 20-30 Sekunden. Dann rebootet der Rechner automatisch (kein Bluescreen, einfach, wie wenn man die Reset-Taste drücken würde, die manche Mainboards/Cases haben).
Nach dem unfreiwilligen Neustart läuft der Rechner dann einwandfrei und ohne weitere Probleme. Wird dann z.B. ein normaler Neustart ausgeführt, über's Windows Start-Menu, dann klappt das einwandfrei und ohne weitere Symptome/Probleme.

Interessant: Wird vor dem Kaltstart mit der DEL-Taste direkt das Bios aufgerufen, und für eine halbe bis ganze Minute etwas im BIOS herumgescrollt, und das BIOS anschliessend ohne Speicherung von irgendwelchen Settings verlassen, dann startet der Rechner (meist) auch normal. – Es scheint glatt, als müsse irgendwo etwas warmlaufen (dafuq?!).

Ausserdem: Der Sleep ("Energie sparen") funktioniert auch nicht. Sobald der Rechner mehr als ein paar Sekunden im Sleep war, lässt er sich nicht mehr wecken: Alle Lüfter und RGB laufen beim Drücken der Power-Taste am Case zwar an, aber kein Signal am Monitor. Erst nach einem Strom aus/Strom an und der oben beschriebenen Prozedur läuft die Maschine wieder.
Hat irgendwer eine Idee, woran's liegen könnte?*

Hat zufällig eine(r) von euch das gleich Board und hatte schon mal ähnliche Probleme?


Vielen Dank für eure Hilfe und Inputs!!
me2u

*PS: Versucht wurden schon Default BIOS Settings, drei verschiedene BIOS-Versionen, XMP aus/beide verfügbaren Profile, Windows Upgrade & komplette Neuinstallation (und natürlich die Klassiker DISM/SFC), Test auf Hardwarefehler von SSD, RAM und GPU ... soweit alles unauffällig und/oder erfolglos – ich weiss an der Stelle nicht weiter. 😐
 
4x16GB ist nicht wenig, teste mal mit 2x16GB - natürlich ohne RAM-Profil.
Ach du liebe Güte, darauf wäre ich ohne Käse jetzt nicht gekommen. 🙄😵
Jetzt habe ich eben einmal nachgesehen: Und tatsächlich, genau der verbaute RAM scheint mit maximal 2 Slots Belegung zu laufen, wenn ich die Kompatibilitätsangaben von MSI (>klick!<) richtig interpretiere:

1727395688404.png


... tja, dann werd' ich wohl mal 2 Riegel ausbauen und nochmals beobachten müssen, ob es was ändert.
Allerdings: Auf der MSI Website steht die Kompatibilität nur in Bezug auf Ryzen 3XXX Prozessoren, ich nehem an, dass hier kein Unterschied zur 5XXXer Serie besteht, in Bezug auf RAM? Also
 
Was in der Liste steht ist absolut Latte.
Der RAM Controller sitzt in der CPU.
Ändert aber nichts dran, dass 4 RAM Riegel ohne manuelle Settings auf AM4 ein Krampf sein können.
 
Memtest runterladen auf einen USB Stick und laufen lassen. Wenns Probleme gibt mit 4 Riegel, nimm mal 2 Raus und dann nochmal. Wenns dann läuft weißt du es.
 
@All: Wie's aussieht war's tatsächlich too much RAM. Das hätt' jetzt wirklich nie gedacht. 😂

Habe heute morgen mal 2 von 4 Riegeln rausgenommen und dann etwas getestet. Kein einziger Crash in den bisher betroffenen Szenarien. Jeder Kaltstart lief jetzt soweit einwandfrei durch. Und auch der Sleep funktioniert offenbar (wieder) tadellos – nach dem Wecken ist umgehend der Windows Login Screen da, ohne Ruckler, ohne Probleme.

Phu! Jetzt hoffe ich, dass die Lösung des Problems wirklich so einfach war/ist. 😃
Vielen Dank für euern Input! 😊
 
Das lässt sich dann aber anpassen.
Brauchst halt manuelle Settings.
Magst du mal den Sticker auf einem der RAM Riegel fotografieren?
Sind das alles die gleichen Riegel?
 
Zu früh gefreut. Vorhin eben wieder: Hänger beim Boot-Versuch. – Nächster Ansatz wird jetzt mal sein, die CMOS Batterie zu tauschen, vielleicht liegt's ja daran? 😯
Das wäre jedenfalls noch so ein Hinweis, den ich im Netz zum Thema gefunden habe. Immerhin ist das Board schon ein paar Jahre alt und das Fehlerbild würde soweit auch passen. Vielleicht hab ich hier ja Glück im Unglück!

Magst du mal den Sticker auf einem der RAM Riegel fotografieren?
...vlg. Abbildung; genau das steht auch auf den Riegeln und ja, sind 4 identische Stücke, gehör(t)en zusammen. 😊
Ach du liebe Güte, darauf wäre ich ohne Käse jetzt nicht gekommen. 🙄😵
Jetzt habe ich eben einmal nachgesehen: Und tatsächlich, genau der verbaute RAM scheint mit maximal 2 Slots Belegung zu laufen, wenn ich die Kompatibilitätsangaben von MSI (>klick!<) richtig interpretiere:

Anhang anzeigen 1470560

... tja, dann werd' ich wohl mal 2 Riegel ausbauen und nochmals beobachten müssen, ob es was ändert.
Allerdings: Auf der MSI Website steht die Kompatibilität nur in Bezug auf Ryzen 3XXX Prozessoren, ich nehem an, dass hier kein Unterschied zur 5XXXer Serie besteht, in Bezug auf RAM? Also
 
"Update": Ich bin wirklich ratlos.

Habe jetzt diverse RAM-Module durchprobiert und getestet und auch die CMOS-Batterie ausgetauscht (die bisher eingesetzte war tatsächlich quasi komplett leer, keine Spannung mehr drauf). Also, neue CR2032 eingesetzt und CMOS gecleart dann nochmals unterschiedliche RAM Konfigs aber immer noch. Jeder etwa zweite Kaltstart-Bootvorgang bricht ab, bzw. der Rechner setzt sich nach dem 'laggy boot' nach etwa 0.5-2min einfach zurück (wie wenn eine 'Reset' Taste gedrück würde).
Der zweite (automatische) Boot klappt dann immer tadellos und danach läuft das System einwandfrei; und eben, auch der Neustart ist vom Problem nicht betroffen.
Damit ist der Rechner halt einfach nicht Ruhezustand/Sleep-fähig, läuft sonst aber ... naja, damit muss man sich wohl abfinden.

Das ist doch total bekloppt. Und vor allem: Wie kann denn das sein?!
Ich meine: Wäre es ein Hardwarefehler von Mainboard/RAM/SSD/GPU ... dann wäre die Instabilität doch immer und nicht nur beim ersten Boot-Versuch.
Wäre es ein Softwareproblem, müsste das Verhalten bei verschiedenen BIOS Versionene (habe 3 oder 4 ausprobiert) doch anders sein. (Windows 10 und 11 machen das gleiche Problem...)

Ich bin mit meinem Latein irgendwie echt am Ende. – Don't get it. 😵
 
PS: Ein mehr als 9-stündiger memtest86-Durchlauf mit dem Default 4-Pass Run zeigte auch keinerlei RAM Fehler.
 
SSD: WD Black SN770 2TB
Wie groß ist die Windowspartition?

Das einzige, was ich bei dem DDR4-RAM als Problem sehe, sind 4 Riegel mit Dualrank. Da hat der Controller meist Probleme.
Der RAM selber ist mit ziemlicher Sicherheit Samsung B-Die (Vers. 4.31) und sollte mit 2 Riegeln und 1,375 Volt locker 3600 MHz bei vorgegebenen Latenzen laufen.

Es könnten aber auch defekte Kondensatoren auf dem MB oder im Netzteil sein. Kein Vollausfall, aber auch nicht volle Funktion.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie groß ist die Windowspartition?
Die volle SSD-Grösse, knapp 2TB.
Es könnten aber auch defekte Kondensatoren auf dem MB oder im Netzteil sein. Kein Vollausfall, aber auch nicht volle Funktion.
Das dachte ich mir auch schon. Mittlerweile halte ich einen Fehler am Mainboard für am Wahrscheinlichsten, da der Rechner nach dem ersten missglückten Kaltstart wirklich jedes Mal einwandfrei läuft. Gerade so, als würde irgendwo nach dem Ausschalten Spannung verloren gehen, die nach dem ersten Power-On noch nicht stabil ist und erst nach einiger Zeit aufgeladen wird. Netzteil halte ich für eher unwahrscheinlich, da der Rechner sonst ja immer wieder abschmieren müsste (?), gerade bei Last.
 
Update zum Thema

So, nachdem allerlei nichts geholfen hat und diverse Tests mit anderer Hardware (andere RAM Konfig., Wechsel der CPU, anderes Netzteil...) keinerlei Besserung gebracht hat, hab ich schlussendlich das Mainboard ersetzt.

Problem? Gelöst.

Es lag offenbar wirklich am Mainboard, vermutlich irgendein defekter Kondensator(?). Naja, ich würde jetzt einfach darauf tippen, da ja das System – nachdem einige Zeit Strom drauf war – immer stabil lief; es muss wohl an irgendeiner Stelle irgendein Problem mit dem Aufbau/Halten von Spannung vorgelegen haben.

Wie dem auch sei. Nachdem der Rechner jetzt mit einem neuen Mainboard bei – bis auf die CPU – sonst gleichen Komponenten stabil läuft, hat sich das Thema für mich an der Stelle wohl endlich erledigt. 😃😎
 
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