Mit Powerline unzufrieden - nun doch WLAN: Fritzbox als AP oder "richtigen" Access Point?

wick3d1980

PC-Selbstbauer(in)
Moin!

Ich bin wenig enttäuscht von meinem Powerline-Versuch (10 Meter vom Haus ins Carport). Vor allem, weil ich die Carport-Unterverteilung selber gemacht, das Netz dort kenne und vorher auch geprüft habe, auf welcher Phase die Steckdose im Haus liegt. Eigentlich beste Voraussetzungen, aber das TP-Link Powerline Utility zeigt immer nur 11 mbit/s. Handelt sich übrigens um das TP-Link PA411 Nano-Kit (500mb/s).

Nun habe ich im Haus eine alte 7170 und einen 300mbit Access Point (TP-Link WA801ND). Für USB 2.0 habe ich mir nun eine Fritzbox 7240 zugelegt. Diese beherrscht nebenbei ja auch n-WLAN mit 300mbit.

Man sagt den FBs ja nach, nicht die besten "Switches" zu sein. Wie sieht mit der 7240 als AP aus??? Ich überlege, den WA801ND abzubauen und stattdessen die 7240 als AP arbeiten zu lassen. Den abgebauten WA801ND könnte ich dann im Carport betreiben und den ganzen Powerline-Mist (sorry, aber ich bin echt enttäuscht - wie gesagt: Voraussetzungen sind eigentlich gut) zurück senden.

Kurzum: Kann ich bedenkenlos den "richtigen" AP durch die 7240 ersetzen??
 
Powerline (DLAN) kauft man ja auch von Devolo. Die habens erfunden, die anderen bauen nur irgendwelchen Ramsch nach.

Ich hatte in der Kaserne mit dem Uralt 56mbit/s Adapter vermutlich eine bessere Verbindung als dieser TP-Unsinn ;) . Und da lagen 10 Stuben dazwischen und eine 30-40 Jahre alte Verkabelung.

WLAN über 10m Luft + 1 Wand wird dir auch auf unter 10% einbrechen. Da musst du irgendeine Form von Richtantenne einsetzen.
 
Ok, ich bin nur ansonsten sehr zufrieden mit meinen TP-Geräten. Daher habe ich mich dafür entschieden. Die 10 Meter (genau genommen sind es vom Haus zur Carport-UV ca. 15 Meter Drehstromkabel) verkürzen sich bei WLAN auf ca. 3 Meter (eine Wand). Auf unter 10% halte ich aber für ein Gerücht. Das würde man denn ja bereits auf den Smartphones erkennen können und an der Stelle ist der WLAN-Empfang am Smartphone noch top.

Wobei aktuell ja der TP-Link-AP läuft. Frage war ja halt, ob ich den durch die FB ersetzen kann ohne Leistungseinbußen zu haben...?
 
du hast doch sämtliche hardware zu hause. probier es doch morgen einfach schnell aus. es gibt von avm auch repeater, die man als AP einsetzen kann.

grüße
 
Oder du zieht einfach noch ein Patchkabel ins Carport. Wozu brauchst du dort überhaupt WLAN? Starkes Wlan-Signal außerhalb des Hauses verbessert doch auch die Angriffsmöglichkeiten des Netzwerks.
 
Mit dem AUsprobieren habe ich schon ein wenig begonnen. Den AP müsste ich dann ja auf "Bridge" umstellen, korrekt? Ich habe das mal kurz getestet und es scheint, als wäre das dann nur mit WEP abgesichert...??? Das wäre schlecht. :(

Naja, Patchkabel wäre die genialste Lösung - vor allem, weil Carport und unser Hauswirtschaftsraum (dort sind Patchpanel, Switch, etc. untergebracht) direkt nebeneinander liegen.

Aber - wie so oft bei Besitzern von Neubauten: Bloooooooß kein Loch in die Wand! Und erst Recht keines DURCH die Wand... Ich überlege, einen Meter mit flachem Patchkabel zu überbrücken - quasi als Türdurchführung. Ok, wäre ungeschirmt, aber auch ein Kabel mit Einbußen dürfte noch immer die höchsten Raten bringen.

Apropos! Soooo sehr geht's mir nicht um hohe Transferraten. Es geht um IP-Cams (bisher erst eine), die im Carport Platz finden. Ich bin ein wenig weg von WLAN-Cams und habe nun eine reine LAN-Cam besorgt (deutlich kompakter, trotzdem gutes Bild und [sehr praktisch] PoE) und dieser Cam muss ich natürlich unter die Arme greifen, um Daten in die Hütte liefern zu können.

EDIT: Oh! Ich merke gerade: Bridge ist nicht korrekt! Client-Mode am AP ist richtig! Scheint soweit zu laufen... Ich teste nach der Arbeit mal weiter.
 
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Ich habe gerade mal kurz ein wenig weiter getestet. AP im Client Mode steht nun im Gerätehaus, angeschlossen bisher nur der Switch. Ich wollte mal schauen, welche Datenrate mir meine Fritzbox so anzeigt...

Bei den angezeigten Datenraten scheint es um die "aktuellen" Werte zu gehen. Lege ich mein iPhone in einen anderen Raum und klicke Aktualisieren, so verringert sich die angezeigt Rate und umgekehrt.

Das lässt mich einerseits fast schon jubeln, andererseits aber irgendwie auch die angezeigte Datenrate zw. FB und AP anzweifeln.

Seht selbst:

http://abload.de/img/datenratedvsqr.jpg

Um mal etwas konkreter zu werden: Es scheint lt. Anzeige wirklich die tatsächliche Rate zu sein. Schlechtester Wert waren 180 mbit/s, bester Wert 300 mbit/s.

300 wären natürlich schön und mehr als genug, aber irgendwie kommt mir das ein wenig unglaubwürdig vor...
 
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Die angezeigten Verbindungswerte entsprechen lediglich den Spezifikationen der Wlan chipsets und schwanken zwischen minimalen und maximalen Verbindungswerten. Zudem sind das Bruttowerte mit verwendeter Kanalbündelung 40MHz, wodurch du im 2.4GHz Band nahezu acht Kanäle (pro AP) verbrennst ohne einen Vorteil davon zu haben, denn deine FB7240 wie auch der TP Link verfügen lediglich über 100mbit Switches, was das physische Maximum ist.

Kopiere doch einfach mal eine fette Datei (2GB) über Wlan von Notebook 1 an FB7270 (Lan) auf Notebook 2 an TP-Link (Lan), dann wirst du merken dass du nicht mehr als ~12MB/s schaffst, das sind dann ~100mbit netto (12MB x 8mbit = ~ 96mbit) Nutzdaten.

Unter idealen Bedingungen mit Kanalbündelung würden Notebook1 und Notebook2, beide eingeloggt über den selben AP, einen Datentransfer mit max. ~8 MB/s schaffen (Notebook1 sendet und Notebook2 empfängt über das selbe Wifi Modul im AP oder FB7270) soweit beide Wifi Clients perfekt skalieren soweit das Wifi Modul des APs das auch umsetzt. Das ist die theoretische (Brutto-)Bandbreite von 300mbit, die fast schon Laborbedingungen erfordert, ohne Störeinflüsse in der Umgebung.

Mit optimierten Treibern in der Firmware der Router und Wifi Clients kannst du von den Bruttowerten (300mbit) max. 60% Netto erreichen, der Rest ist Overhead und sonstiger Verlust aufgrund mangelnder Güte des Signals.
 
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