Mikrofon mit allem drum und dran gesucht

TohruLP

Freizeitschrauber(in)
Hallo erstmal,
normalerweise bin ich eher derjenige, der die Leute berät, doch jetzt brauche ich mal etwas Hilfe von euch Audio-"Experten". Ich plane mir zu Weihnachten (ja ich weiß, dass noch etwas Zeit ist) ein Mikrofon mit allem drum und dran oder das Geld um es mir zu kaufen, zu wünschen. Das Mikrofon soll am PC angeschlossen werden (auf welche Art auch immer) und für Teamspeak und gelegentliche Amateur-Lets-Plays genutzt werden. Preislich wären für alles zusammen so ca. 100€ wünschenswert, das absolute Maximum wären 150€. Bisher hätte ich zu einem Auna Mic-900 tendiert. Damit wäre ich mit Ständer und Popschutz bei ca. 110€.
Allerdings gibt es ja bei Win10 das Problem, das USB-Mikrofone ziemlich leise sind, wodurch man den Pegel hochstellen muss und ein Grundrauschen entsteht. Sollte das Problem nicht mehr bestehen oder ihr könnt mir versichern, dass es nicht so schlimm ist (bei meinem Headset ist der Pegel auf 99, damit man mich nicht abgehackt hört), werde ich es wohl nehmen. Wenn nicht (oder auch generell) gibt es irgendwelche Alternativen in diesem Preisbereich bzw. würde mir vielleicht auch etwas günstigeres reichen? Ich möchte mich halt nicht ärgern zu viel gespart zu haben, aber auch nicht unnötig viel Geld ausgeben.
Ich hoffe mal, dass ihr mir helfen könnt und falls ihr noch weitere Infos braucht, einfach fragen.
 
Schaue dir mal das LD Systems D 1014 C USB an.
Den Vorgänger habe ich schon an Youtuber gesponsert, für's Geld kann man's empfehlen.

Von Geräten wie Auna und Co. halte ich persönlich garnix.
Klar, bei den günstigen LD Systems Geschichten fällt auch alles vom Chinaband,
dafür steckt aber ein recht großer Hersteller und Vertrieb dahinter, nämlich Adam Hall. (Vor allem sinnvoll für Zubehör, Ersatzteile, Reparatur/Garantie, Support)

Wenn du schon eine Soundkarte mit symmetrischem EIngang und Phantomspannung haben solltest,
unbedingt das Audio Technica AT2020 anschauen. Extrem gutes Mikro für einen Witzpreis (Gibt's auch als USB Version, kostet aber ~50,- mehr),
nutze ich selbst 2 Stück von (Rode NT2A ist auch toll, aber bring für Podcasts keinen Mehrwert bis auf den Hochpass)

Nebeninfo:
Der Popschutz (Popkiller) wird übrigens oft extrem überbewertet.
Ist zwar dabei, braucht man aber wirklich nur selten, eher nur wenn man extrem nah und gerade davor ist.
(Dies ist ein einfacher Windfilter und schützt nicht vor "Plopplauten", sondern verringert primär Wind- bzw. Luftgeräusche.)


PS:
Rode NT2A (Carioid) Aufnahme (reine Stimme), roh komplett unbearbeitet (kein Maximizer, EQ oder sonst was, nur extrem sanfter 1:2 Kompressor), einfach flott bei mir am Dachboden aufgenommen.
Klanglich nur die richtige Ecke gesucht, Mikro korrekt aufgestellt und losgesungen:
Link zur MP3

Zum Vergleich, Mikro in eine andre Ecke, und auf Omni gestellt:
Link zur MP3

Was soll das nun?
Es kommt klanglich gar nicht so sehr auf das Mikro itself oder gar haufenweise Plugins an, man muss nur wissen was man tut,
hier kann ein und das gleiche Mikro komplett anders klingen ;)


Für Lets Plays oder auch Streaming finde ich übrigens Lavalier-Mikrofone echt top,
da man so nicht dauernd die riesen Schinken im Bild hat.
Ist der Raum jetzt nicht zu mega hallig, klingt das auch einwandfrei. (Experimentiere da auch gerade etwas rum mit nem AT898)
Für's gescheite Zocken + Teamspeak, geht aber nix (vom Feeling) über ein Headsetmikrofon, oder eben Ohrbügel.

Kurzum, schaue was du primär machen willst.
Zocken: Headset
Youtube oder Gesang: "Großmembran"**
Streamen: Lavalier
Einfach nur günstig, aber gut: USB "Großmembran" wie das LD, eher aber AT2020 USB
** Wird bei uns eher Studiomikrofon genannt, gibt's nämlich auch als Kleinmembran, sieht aber genau so aus. hier vertun sich viele.
Auf jeden Fall sollte das Mikro eine Nieren-, maximal Supernierencharaktersiktik für dein Vorhaben aufweisen. (Keine Kugel, Keule, Subcardioid, Hyperniere, oder Acht!)

So meine persönliche Empfehlung, habe selbst schon mit allem experimentiert, bzw. nutze ich.

Anmerkung:
Ich experimentiere derweil etwas mit mit Mikrofonen für Streaming/Youtube/Podcasting herum, auch schnurlos,
damit ich demnächst mal einige Empfehlungen als auch Beispiele bringen kann.
Bewegt sich allerdings im recht großen Preisbereich bisher ;) (100-1000€)
 
Zuletzt bearbeitet:
(Dies ist ein einfacher Windfilter und schützt nicht vor "Plopplauten", sondern verringert primär Wind- bzw. Luftgeräusche.)
Das stimmt doch garnet.
Genau das tut ein Windfilter, er schützt auch vor Poplauten, man braucht nicht zwingend ne Strumpfhose, die ~2cm weit weg vom Mikrofon montiert ist, sondern ein einfacher Schaumstoff überm Mikrofon reicht völlig und ist wesentlich kostengünstiger. Wikipedia.
Ansonsten geb ich dir recht, braucht man nur, wenn man nah am Mund ist.

Zum Mikrofon gibt es ja genug Beispielvideos auf Youtube.
Wenn du ein Mikrofon nicht direkt über USB anschließt, dann brauchst du zwangsweise eine Soundkarte, die min. 4,5 Volt für das Mikro bereit stellt. Das macht kein Onboard und bei mir z.B. auch keine Asus Xonar DG. Aber bereits eine USB Soundkarte für ~6 Euro. Wenn die min. 4,5 nicht vorhanden sind, rauscht und brummt das Mikrofon. Wenn die Spannung anliegt, dann klingt selbst ein Elektret Mikro ganz gut.
Hier mal paar interessante Vids dazu.
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Er stoppt den typischen Luftzug/Druck von Plopplauten, sofern man nah genug dran ist.
Das Ploppen itself, als Geräusch, stoppt er nicht. (Was auch nur selten störend ist)

Die typischen Windfilter sind aus Schaumstoff, die sieht man oft im TV, schützen aber auch vor Sabbern und Feuchtigkeit.
Primär werden diese bei typischen Handmikros verwendet, da man mobil kein großes Gerät dranschrauben kann und will,
zudem wirken sie von allen Seiten, sprich um den kompletten Korb und kann das Mikro somit drehen udn wenden wie man will. (Sinnvoll bei Kugel)
Diese bedämpfen je nach Größe, bzw, Dicke aber recht gut den Superhochton, was man im Studio natürlich nicht möchte.
Die Dinger gibt's übrigens in hauchdünn bis richtig dick.
Die ganz dünnen hat man oft bei kleinen Kondensatormikros (Overhead z.B.).

Die Outdoor-Windfilter sind die typischen Überzüge aus "Fell" (Deswegen auch oft einfach nur Fell genannt), diese klauen recht viel vom Superhochton, sogar bis in den Hochtonbereich hinein,
nutzt man also wirklich nur, wenn's draußen richtig windig ist.

Der typische Popfilter besteht dagegen nur aus einer ziemlich dünnen Membran, oft Nylon.
Diese "klaut" uns im Frequenzspektrum fast garnix, ist aber eben dafür recht groß.
Zudem hat man hier auch einen wesentlich größeren Abstand zum Mikro als bei z.B. den Handmikrofonen.
Logischerweise bedämpft dieser schnelle, kurze Luftgeräusche besser als übliche Nylon- oder Schaumfilter auf dem Mikrofonkorb.

Leider kann ich auch keine Vergleichsaufnahmen machen, da ich kein Mikro habe,
auf welches alle Filter und Felle drauf passen.
Aber ich schaue morgen noch mal genauer im Regal nach, evtl. finde ich ja doch was ;)


Die min. 4,5 Volt für das Mikro bereit stellt
Das stimmt so nicht ganz.
Echte Kondensatormikrofone benötigen 48 Volt.
Elektretkapseln laufen dagegen teils schon ab 3-9V, (üblich sind die Abstufungen 12v 24V 48V. Selten auch 9 oder 18V).
Steht aber immer in der BDA/Specs.

Du beziehst dich sicherlich hier aber auf die Elektret "PC-Mikrofone", welche 3V Versorgungsspannung
von der Soundkarte bekommen.
Diese funktionieren aber nur an üblichen Mikrofoneingängen von Soundkarten! (Recht wenige andere Geräte liefern diese 3V)
Siehe z.B. das "Technika Microphone"

Elektret, oder Backelektret werden oft eher im mobilen oder günstigen Sektor genutzt,
sprich dort, wo es schwer möglich ist echte 48V zu erzeugen.
Klar gibt's auch teurere Mikros mit Backelektret, wie mein Haun MBC 550 EL, True-Condenser sind im Regelfall aber immer zu bevorzugen.
Ausnahmen bestätigen eben immer wieder die Regel, siehe Neumann, die Elektret Mikrofone im 4-stelligen Bereich anbieten,
hier ist's dann einfach ne Glaubensfrage ;)

Das macht kein Onboard
Im Pro-Sektor (bzw. heute sogar im günstigen Einsteigersegment) gibt's das durchaus, diese haben idR. aber eine Kabelpeitsche, da die Blende sonst viel zu groß werden würde,
als Beispiel sei mal der Hersteller ESI genannt, hier gibt's das sogar ohne Peitsche, direkt per TRS (Als Beispiel die kleine Maya 44).
Wichtig: Immer in die Specs schauen, ob's auch echte 48V sind, denn einige Geräte werden nur mit "phantomspannung" betitelt,
das Datenblatt zeigt dann aber, dass die Kiste "nur" z.B. 18V oder 22V anstatt echte P48 liefern kann.

Edit: Missverständis, habe Onboard mit ner internen verwechselt ;) (Dennoch, Onboard liefert 3V Phantom)


Wenn die min. 4,5 nicht vorhanden sind, rauscht und brummt das Mikrofon
Um so weniger Spannung bei Kondensatormikrofonen, um so geringer der Maximale Schalldruckpegel,
um so höher die THD.
Ist die Spannung zu niedrig, kommt idR. garnix mehr durch, da der Vorverstärker einfach aus geht.
Brummen sollte da eigentlich garnix, Rauschen steigt aber logischerweise an, sollte aber nicht immens hoch werden, vorher geht die Kiste normal aus.

Für ein paar weitere Infos, habe ich auch mal einen Artikel geschrieben (Interessant für euch ab der Mitte: Spezifikationen)
Vielleicht mache ich auch mal einen 2ten Teil über Charakteristika und grundsätzliches (Arten, Aufbau, P48, etc.) zu Mikrofonen.
Klick Link
 
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