Meine GPU funktioniert nicht mehr!

Hast du eine Lupe und ohrtipp? Dann brauchst du noch Alkohol am besten aus der Apotheke von über 90%.

Dann alles vorsichtig absuchen und wenn du was findest reinigen.

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Hallo :)

Nun erstmal würde ich sagen, dass es unmöglich ist das Flüssigmetall restlos zu entfernen. Erstens kommt man nicht an die Stellen unterhalb des Vrams dran und zweitens kann es sein, dass es bereits einen Kurzschluss gegeben hat.

Kann sein, dass ich die Sache etwas zu pessimistisch sehe deshalb noch auf andre Antworten warten! :ugly:

Warum hast du überhaupt Flüssigmetall verwendet? Eine gute WLP ( Thermal grizzly Kryonaut) hätte es auch getan bei deutlich weniger Risiko...

Grüße :D

Gesendet von meinem KIW-L21 mit Tapatalk
 
Kann sein, das die Karte jetzt noch mal um ein paar GiB beschnitten wurde. Wenn es schon einen Kurzschluss gab, lässt sich da nichts mehr retten. Garantie ist natürlich auch futsch.
 
Wie kann ich herausfinden, ob es bereits einen Kurzschluss gegeben hat?
Wenn du Ahnung hast und weißt wo welche Spannungen ankommen müssen kannst du versuchen die Karte durchzumessen, bringen tut dir das aber nichts. Mehr als feststellen das die Karte Kaputt ist wirst du dabei dann auch nicht. Vom reparieren mal abgesehen.
Du kannst dir nur noch einmal sehr viel mühe geben die Platine zu reinigen und zu hoffen. Ansonsten sehe ich da für einen normalen Verbraucher, wie wir es sind, keine andere Möglichkeit.
 
Ich an deiner Statt würde mir mal nen Liter Reinigungsbenzin oder -Alkohol aus dem DM holen. Geht genauso wie Apothekenalkohol oder Isopropanol. Geht letztlich um die Rückstandsfreiheit.

Wenn das Zeug allerdings in die Ritzen gekommen ist, bekommst du es allein wegen der Adhäsionskräfte nicht raus. Das müsstest du auf mechanischem Wege machen, löslich ist das Zeug ja eben nicht.

Würde mal probieren das Zeug zu erhitzen und mit Luftdruck rauszupressen.
 
Ich bin zwar Chemielaborant aber kein Elektriker und weiß auch nicht, woraus die WLP besteht, aber könnte man die Grafikkarte nicht in Isopropanol einlegen und über Nacht stehen lassen? Dann natürlich nochmal gut trocknen lassen...
 
Das Zeug ist nach deinem "Unfallbericht" auf das PCB bei den Ram Chips gekommen (und wohl zwischen diese und PCP gekrochen). Wenn ich dein Fehlerbild bei Windows hinzuziehe, würde ich zu 90% drauf tippen, das entweder bei RAM Takt, bzw. desen Spannungsversorgung im unter Last nix mehr stimmt. Du kannst natürlich versuchen die Karte wie beschrieben zu reinigen, allerdings bezweifel ich, das du das Flüssigmetall rückstandlos entfernst. Du solltest dir bei solchen versuchen auch im klaren sein, dass du dein restliches System in Gefahr bringst. Mir wäre die Gefahr zu groß, bei der Reinigung das Metal noch weiter zu verteilen und am Ende doch noch einen "richtigen" kurzen zu Produzieren, der sich auf das Mobo auswirkt. Aber das musst du entscheiden. Ich würde die 970 abschreiben.
 
So Freunde! Ich habe die GPU jetzt mit Pinsel, Fön und Co. gereinigt. Alles was ich hatte. Nach dem zweiten Versuch ist angesprungen! <3 Ich bin so glücklich! Trotzdem möchte ich an allen meinen Dank für ihre Hilfe aussprechen. Bin aktuell der glücklichste Mensch auf Erden! xD
 
Glück gehabt, ich hätte sonst auch noch den letzten Versuch mit dem einlegen über Nacht versucht und dann nach dem trocknen bei 50-60 Grad die Grafikkarte im Ofen weiter trocknen lassen.
Im übrigem sind um die GPU meist kleine Kondensatoren oder der Gleichen vorhanden, kommt da was dran hast du auch schlechte Karten. Wenn schon Flüssigmetall verwendet werden soll, dann würde ich diese Kontakte zuvor mit Kaptonband ab isolieren.
 
Wenn du das nochmal mit dem Flüssigmetall machst (wovon ich ausgehe, bist ja mutig), spritz das Zeug auf nen Stück Papier und verteile das Rausgedrückte dann mit nem Wattestäbchen.
Diese Spritzen sind echt furchtbar.
 
Das ist auch normal bei Spritzen, ein Arzt spritz auch zunächst ein wenig in die Luft bevor er die Spritze ansetzt.
Es ist halt das bisschen Luft was zunächst mit raus kommt was dieses verhalten auslöst.
 
Was ich bei dem Köpfen meines Haswells gemacht habe, ist die Kontakte mit normaler Silikonpaste zu überschmieren, damit ist gewährleistet, dass auch bei raustretendem Flüssigmetall - bedingt durch den Anpressdruck - nix zwischen irgendwelche Kontakte kommt.
 
Was aber auch nicht 100% gut ist, da normalerweise WLP nicht leitend ist, jedoch manchmal auch Silber Anteile oder sonstiges in geringer Menge vorhanden sein kann und dadurch auch Krichströme entstehen können. Kaptonband ist speziell für diesen Einsatz gedacht und auch hitzebeständig. Hier wird eine hochwertige CPU bzw. GPU bearbeitet, da sollte es am ende nicht wegen 7 Euro bezüglich des Kaptonband scheitern.
 
Du meinst echt, dass durch Rückstände in den normalen Silikonpasten eine Restleitbarkeit besteht? Das ist mir neu, bin aber auch kein Elektriker.
Hab das Ding noch mit der Schraubstockvariante geköpft, weil ich auch zu geizig für ein Köpftool war, so viel Adrenalin hatte ich selten vorher im Blut.
Bleibt zu hoffen, dass durch Verlöten sowas der Vergangenheit angehören wird. Ich jedenfalls werde bei einem Neukauf darauf achten. Bei meinem 4690k hat das Köpfen knapp 20 Grad ausgemacht. Ist schon eine unglaubliche Frechheit sowas dem Endkunden zuzumuten.
 
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