AW: Media Markt: Will Internetpreise unterbieten - mit Einschränkungen
Interssant wäre ein Lösungsvorschlag von dir dazu!
Es gibt dabei auch einen Pferdefuß. Wenn alles immer billiger verkauft wird, wer bezahlt dann noch vernünftig die daran Beteiligten, die diese Waren Entwickeln, Herstellen, Transportieren und Verkaufen.
Erst wenn du selbst betroffen bist, denkst du anders. Oder du denkst, nach mir die Sintflut.
Wenn ich einen hätte, säße ich wahrscheinlich in der Südsee und würde meine Tantiemen genießen. Ganz im Ernst: mir macht das echt Sorgen. Ich bin jetzt 43. Wenn ich 20 Jahre zurückdenke, sahen die Innenstädte andern aus. Mehr Einzel-Läden, keine Ketten, die es heute so nicht mehr gibt. Ich komme selbst aus dem ostwestfälischen, in unsere Metropole (hua, beinahe hätte ich Nekropole geschrieben

) Bielefeld hat sich in guter Lage lange, bis vor wenigen Jahren, ein Stock und Schirm Geschäft gehalten. Mitten in der Fußgängerzone. Hat mich jedesmal gefreut, sowas zu sehen, nicht immer die selben Geschäfte mit den selben Auslagen in verschiedenen Städten. Direkt daneben war mal ein tolles Kino, heute ein Klamottenladen, zwei Hauser weiter war noch ein tolles Kino, heute eine Zeitung. Hintenraus war dann direkt das nächste Kino, war wirklich mal ein europäisches Topp-Premienkino, Sophia Loren und andere waren da gewesen, heute ein Buchladen, über die Hauptstraße rüber die Neustadt, war mal das nächste Kino, Superding, richtig steile Sitzreihen, der Typ vor Dir konnte über 2 Meter groß sein, kein Problem. Heute internationale Klamottenkette. Und so weiter.
Die von einem Vorposter genannten Hifi-Läden: Klar, sehe ich genauso, aber wo sind sie? Das Geschäft geht nur noch in Großstädten, die meisten Läden da sehen aber mehr nach Lifestyle als nach Klangtempel aus, vor 20 Jahren gabs noch die Läden in der Innenstadt, von simpel bis HighEnd alles unter einem Dach, dazu eine gut sortierte Tonträgerabteilung. Alles weg.
Ich will keinesfalls sagen, dass früher alles besser war, aber anders. Vor 25 Jahren hätte ich nie gedacht, wie die Innenstädte heute aussehen. Fast nur noch Ketten in den meisten Städten, sogenannte Nahversorger aus den Innenstädten verdrängt. Früher viel vertreten, heute weg, braucht keiner mehr: Schallplatten/CDs. Um 1990 in Aachen, Saturn: Tipp-Topp sortiert, blitzsauber nach Genre, mindestens 60 Genres. Was man da entdecken konnte. Hammer. Geht heute aber genau so gut online, Amazon hat super-algorithmen.
Ich muß zugeben, dass ich meine, dass der Wandel immer schneller geht. Ob das an meinem Alte liegt oder ob es wirklich so ist, keine Ahnung. Ich weiß nur, dass heute jeder (Händler, Branche) sehr schnell untergeht, wenn er sich nicht permanent gedanken macht, warum der Kunde bei ihm kaufen soll. So schnell und hart war es vor 25 Jahren noch nicht in der guten alten Deutschland AG. Ein Weg zurück gibt es nicht.