Mainboard "sicher" aus- und wieder einbauen?

T

Tim1974

Guest
Hallo,

da ich gestern zwecks Kühlertausch das Vergnügen hatte das Mainboard ausbauen und später wieder einbauen zu dürfen, würde ich gerne mal erfahren wie Ihr das macht und ob ich schlimmer Fehler gemacht habe!

Ich hab es im stehenden Tower ausgebaut, das ging noch halbwegs, dann mich geärgert, daß die Gehäuseanschlusskabel (Power, Reset, Top-USB, Audio...) so kurz sind, die wollte ich nämlich nicht lösen. Gelöst hab ich alle Netzteilstecker und die SATA-Stecker, ebenso alle Lüfter, der Rest blieb drann, also mußte ich das Board leider sehr dicht an den Tower legen.

Beim wieder Einbau wurde es dann noch viel schlimmer, ich wollte es auch hochkant wieder einbauen, nur leider hab ich nur 2 Arme und konnte es damit nicht in Position halten und gleichzeitig festschrauben. Zumal es dann mit dem ca. 600 Gramm schweren Noctua-Kühler drauf auch nicht mehr so leicht und handlich war.
Also hab ich es behutsam im stehenden Tower auf dessen Boden abgestellt und schräg oben an das Mainboardtray angelehnt und den Tower ganz langsam und so vorsichtig wie möglich hingelegt. Dabei kann man aber vermutlich nicht ausschließen, daß das lose Mainboard an den Muttern des Mainboardtrays kratzt, leider hab ich da erst hinterher drann gedacht.

Es scheint aber alles gut gegangen zu sein, denn es funktioniert (bisher) alles einwandfrei.

Waren das schlimme Fehler?
Wie macht Ihr das besser?

Gruß
Tim
 
Wenn du in Sorge bist, dass du danach die Kabel nicht mehr richtig drauf bekommst, dann mach doch vor dem ausbauen ein Foto? Hab ich letztes Mal bei nem Bekannten auch machen müssen, da die Stecker von der Front nicht beschriftet waren bzw. einige nur chinesische Zeichen hatten. Dank dem Handyfoto war es ein Kinderspiel, danach alels wieder gut einzustecken.
Nur: hat dein Gehäuse kein Loch im Mobotray, um eben den Kühler anzubringen :what: ? Heute haben ja selbst die billigsten Gehäuse zumindest nen so grossen Ausschnitt, dass man normale Backplates problemlos anbringen kann. Wenn du natürlich ein Case ohne Loch hast und ausbauen musst, dann immer alle Kabel abnehmen. Denn wenn es wirklich saublöd kommt und dir was ausrutscht und du ziehst zu fest am Board, reisst du im Endeffekt mehr ab als du möchtest ;-)
 
Ich hab das Gehäuse zum Arbeiten auch immer hingelegt, da ist dann auch die Gefahr nicht so groß, das ein Schraube beim lösen runter fällt und eventuell im Netzteil oder so landet.
 
Wie kann man ein Mainboard bei stehendem Tower lösen? :rollen:
Die Zeit sollte man sich nehmen, den Tower auf eine Tisch zu legen und vernünftigen daran zu arbeiten.
Alles andere ist nur Kurzschlussdenken.
 
Na ich ging fest davon aus, daß im liegenden Zustand die Käbelchen zu den Frontanschlüssen, Einschalter, Reset usw. zu kurz sind, um diese drann zu lassen.
Das Problem ist, im Gehäuse drinn kann man diese Kabel noch schlechter richtig anschließen, weil man nichts oder zu wenig sieht, wenn man sie aber nur außerhalb des Towers vernünftig anschließen kann, hab ich mir gedacht, lasse ich sie doch gleich drann.
Die Idee kam mir hierbei:
PC selbst bauen: Mainboard richtig verkabeln | PCGH-Basiswissen ( MSI Z87-G45 Gaming ) - YouTube

Als ich das Video sah, wurde mir klar, die ganzen Anschlüsse bekomme ich nie wieder auf einmal korrekt angeschlossen und wenn ich sie falsch anschließe, was kann dann passieren...?

Das Board im stehenden Tower ausbauen war nicht weiter schlimm, ein paar Schräubchen fielen zwar auf Kondensatore oder andere Bauteile, aber die konnte ich da ja wieder weg nehmen, das Netzteil liegt in dem PC ja oberhalb des Mainboards und der Mainboardtray hat natürlich keine Aussparung hinten, sonst hätte ich doch niemals das Board freiwillig ausgebaut!
Da aber keine Steckkarten im PC eingebaut sind, das Gehäuse sehr groß ist, war der Ausbau halb so wild, nur der Wiedereinbau nervte.

So sah es vor der Operation aus:
i3-PC-igpu-klein1.JPG

und so hinterher bzw. jetzt:
i3-noctua-klein3.JPG
 
Was passieren kann? Rein gar nix. Hast du den Power-Anschluss falsch angeschlossen, passiert rein gar nix, denn der macht beim drücken ja dasselbe, wie wenn du nen Schraubenzieher an die beiden Kontakte hältst: er überbrückt. Hast du HDD_LED und PWR_LED falsch dran, dann leuchten einfach die LEDs nicht, usw. Bei den Frontschlüssen kann man effektiv nur wenig bis gar nix falsch machen, ausser man stellt sich effektiv ziemlich dämlich an und versucht z.B. den Power-Anschluss an nen SATA-Port zu würgen ;-)
 
Nochmal zur Mainboard-Montage, ich hab vorhin nochmal am Rechner gebastelt und dazu das Board nochmal raus genommen.
Als erstes, es passiert jedes mal, daß mindestens eine der Schräubchen, die das Board hält, nach dem Lösen übers Board kullert und irgendwo in einer Nische zum liegen kommt, wo ich kaum mit den Fingern ran komme, da hilft dann wohl nur eine lange Pinzette.
Als weiteres, wenn man das Board aus- und vorallem wieder ein baut liegt es ja unweigerlich auf den metallenen Abstandshaltern auf und rutscht minimal darauf, bevor man es fixiert so daß die rückwärtigen Anschlüsse richtig hinten raus kommen und man die ersten Schrauben setzen kann, können dabei nicht Leitbahnen auf der Rückseite des Boards beschädigt werden?
Ich hab es diesmal alles bei liegenden Tower gemacht, also daran lag es nicht!

Außerdem nervt mich jedes mal der Anschluss des ATX-Steckers mit Zusatzstecker, die Nase rastet da irgendwie nicht hörbar ein, habs mehrmals versucht, auch fester gedrückt, aber ich höre kein Einrastgeräusch und schräg von der Seite kann ich auch nicht erkennen, ob der Stecker 0,5-1mm Spiel hat.
Was würde eigentlich passeren, wenn man ihn zu locker ran stecker, so daß er keinen vollen Kontakt hat?

Ist eigentlich mal jemand ein Board beim Anstecken bzw. Festdrücken der Stecker gebrochen oder gerissen?
Mir zwar nicht, aber es biegt sich ja jedes mal mehr oder minder stark durch, weil die Stecker bzw. Anschlüsse so widerspenstig sind und teils viel Gegendruck bieten.
 
Nein, da beschädigst du nichts.
Du musst dir keine Sorgen machen.
Auch das mit den Schrauben, die hin und her rollen, ist völlig belanglos.
Einfach wieder herausschütteln und gut.
Benutze einen Schraubendreher mit Magnetkopf. Dann bleiben die Schrauben beim Herausdrehen dran hängen und beim Reinschrauben ist es auch einfacher.

die Mainboards sind recht biegsam. Ich kenne niemander, der das mal geschafft hat, dass ein Board wirklich gerissen ist.

Wenn der Stecker kein Kontakt hat, kriegt das Board eben kein Strom. Das wirst du schon merken, wenn kein Strom dran ist.
 
@Threshold:
Danke für die aufmunternden Worte, hatte schon Sorge alles falsch, mit zu viel Kraft und schlimmstensfalls kaputt zu machen, der Grund warum ich Jahre lang nicht selbst schrauben wollte. Dabei hab ich früher viel am PC geschraubt und nie was kaputt gemacht, egal wie sehr sich Board und Karten mal quer stellten und durchgebogen haben.
Einer meiner ersten Akte war einen Coprozessor bei einem 80386 Prozessor aufs Board zu stecken, der steckte viel höher und ich dachte, der muß doch auf gleiche Höhe wie die CPU (die damals ja noch ohne Kühlkörper waren) und hab gedrückt und das Board hat sich gebogen usw. aber lief alles danach ohne Probleme.

Trotzdem wäre es mir lieber, wenn auf dem Mainboadtray die Distanzhaltermuttern an der Oberseite gummiert wären, so daß das Board nicht auf Metall, sondern auf Gummi aufliegt. Ebenso wenn unter den Schrauben die von oben aufs Board gedreht werden um es zu befestigen, ein Gummiring drunter wäre, ist aber bei mir nicht so leider.
Gibt es sowas zu kaufen, macht das Sinn?

Genauso wäre mir ein Netzteil lieber, was ATX-Stecker und Grafikkartenstecker in zwei Ausführungen hat, so daß man für alle Eventualitäten einen durchgängigen Stecker hätte ohne erst zusammenstecken zu müssen.
Da könnte man noch eine Menge noch optimieren und benutzfreundlicher und sicherer machen, aber lohnt sich anscheinend nicht so wirklich leider...

Wenn jetzt der ATX-Stecker leicht schräg drauf stecken würde, daß also manche Pins kontakt haben, andere nicht, oder ein Wackelkontakt, könnte dann dadurch was kaputt gehen?
Oder einfach digital, an oder aus?
 
Nun, solange du das Brett nicht mit Druck(!) auf den Abstandshaltern rumrutscht, ist es kein Problem. Denn das PCB hat logischerweise noch zum Schutz eine Lackschicht drauf (sonst würde schnell noch mehr kaputt gehen). Die Hersteller wissen schon auch, dass man das Brett ein paar Millimeter auf den Teilern bewegen muss, sprich so was wird einkalkuliert. Und wen dir das mit dem 20+4 Pin Kabel Kopfzerbrechen bereitet, gibt es ne einfache Lösung: BitFenix.com >> Products >> Premium Modding >> Alchemy Cables. Bei diesen Verlängerungen ist der 24er eben nicht aufgeteilt, sprich du kannst dein netzteilkabel ausserhalb vom PC in Ruhe in die Verlängerung quetschen und musst dann nur noch nen 24er ins Brett drücken. So hab ich es z.B. mit dem 8 Pin gemacht, denn mich nervte der 4+4 Pin für die CPU, da hat ich ab und zu auch ne scheiss Würgerei, doch seit ich damals auf die Verlängerungen von NZXT gesetzt hab, ist das vorbei :-) Zudem sehen die Kabel hübscher aus.
 
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