AW: Mainboard für 150€ +-
Produktvergleich MSI Z97 Gaming 7 (7916-001R), ASRock Z97 Extreme6 (90-MXGTE0-A0UAYZ), ASUS ROG Maximus VII Hero (90MB0UI00-M0EAY0) | Geizhals Deutschland
Alle drei haben den Z97er Chipsatz.
Sie unterstützen RAM-Übertaktung bis DDR3 3200+(OC) das MSI meint sogar 3300*(*OC) zu unterstützen. Für sich genommen tun die aber alle das selbe OC unterstützen, weil nach oben offen und nicht zuletzt würde der erreichbare Takt vom verwendeten RAM abhängen. Beim Asrock etwa kann man im BIOS 4000MHz wählen - ist halt die Frage ob der RAM das mitmacht. Da man ab der 2400MHzer Schallmauer nur noch unrealistisch teure RAMs bekommt is mit sowas zum Aufpreis von wenige Euros im Vergleich zu 1600er gut bedient. Nicht zuletzt sind auf beispielsweise 3000MHz Rams die selben Chips drauf wie auf niedrigern, nur sind die beim Test halt mit voreingestellten Latenzen auch auf 3000MHz klar gekommen und wurden damit gelabelt um sie zu einem stolzen Preis zu verkaufen.
Geringfüge Unterschiede gibt es bei den Testresultaten was die Nutzung angeht. Ein schlechtes Bios kann da sogar schon Einfluss haben.
Grakas unterstützen alle Boards bis zu drei Stück im SLI/CF. Das Asus Board hat den dritten Slot an den Chipsatz-Lanes angebunden genauso wie das Extreme 6 so dass sich dieser Slot nicht die Lanes teilt - man könnte also dort auch eine Zusatzkarte einstecken, ohne dass die Lanes geteilt werden zur Graka im ersten/zweiten Graka-Slot allerdings nimmt beim Extreme6 der M.2 Anschluss hier wohl noch zwei Lanes weg, weswegen da nur maximal 2fach angebunden werden kann (nicht verwechseln zum Extreme4 da ist eine durchgeteilte anbindung der 16CPU Lanes auf allen 3 großen PCIe 3.0 Steckplätzen). Da aber alle mit 16 CPU-Lanes auf den PCIe 3.0 16fach angebunden sind, ist man bei 8x/8x eigentlich schon an der Grenze des sinnvollen. Eine weitere dritte Graka wird dann soweit vom Bus beschnitten (4x oder 2x), dass die Leistung nicht komplett nutzbar ist. Die CPU mit ihren Lanes stellt da halt den Flaschenhals dar für einen großen Graka-Raid.
Das MSI hat einen 1x Gb LAN (Qualcomm Killer E2205) desen Treiber extra installiert wird unter Windows, was teilweise nervige Nebeneffekte haben kann (sein Vorteil besteht mehr im messbaren als im tatsächlichen Bereich) Asrock und Asus haben jeweil einen neuen Intel I218V drauf, der keine Probleme macht Treiber mässig. Zudem ist auf dem Extreme6 noch ein zweitere Lan-Anschluss drauf mit einem Realtek RTL8111GR NIC (bringt ebenso seine 0815 1GB Leistung). Merke 1x LAN auf MSI und Asus - Asrock 2x LAN.
Vom Chipsatz gibts 8x USB2.0 und 6x USB 3.0 alles darüber hinaus in der Summe wird über Zusatzcontroller realisiert:
MSI 10x USB mit 8x USB 3.0 und 2x USB 2.0 hinten am I/O Schild (für die Frontblende oder zusätzliche Slotblende: 2x USB 3.0, 6x USB 2.0) Beispiel hat man ein Gehäuse mit 4 mal USB 3.0, wäre zwei Blind, weil man intern nur zwei anschließen kann.
Asrock 6x USB 3.0 hinten am I/O Schild (für die Frontblende oder zusätzliche Slotblende: 4x USB 3.0 (Z97), 4x USB 2.0 (1x USB-A)) zudem ist eine Thunderbolt Schnittstelle da, die aber niemand braucht, außer MAC user.
Asus 6x USB mit 4x USB 3.0, 2x USB 2.0 hinten am I/O Schild (für die Frontblende oder zusätzliche Slotblende: 2x USB 3.0 (Z97), 4x USB 2.0)
Wer also viele USB Geräte hinten dran anhängen will wird mit MSI was anfangen können. Wer vorn 4 USB3.0 Geräte betreiben will am Gehäuse sollte zum Asrock greifen. Für sich genommen kann man die internen mit Blenden Ausgang auch nach hinten bei der Graka rausführen, wenn man etwa an der Gehäuse Front nur 2 oder 4 Anschlüsse hat, jedoch soviele USB Geräte laufen lassen muss/will, dass man hinten Anschlüsse braucht.
Beim Asrock kommt noch mini-PCIe Slot (z.B. für ne Mini W-Lankarte hinzu) und eSATA. Zudem gibts nen Molex 12V-Anschluss, um die Spannung auf den PCIe Slots beim Verwenden mehrerer Grakas zu stabilisieren (nur wie oben schon geschrieben ist wegen des Flaschenhals an Lanes der CPU da nicht soviel zu erwarten).
Alle Boards haben einmal 1x S/PDIF (Toslink) - allerding ist für den optischen Ausgang nur bei Asus und Asrock verzeichnet, dass eine DTS Unterstützung für digitale Komprimierung unterstützt wird (Lizensen kosten halt). Das führt zugleich zum AudioChip. MSI und Asrock haben einen ALC1150 drauf beim Asus soll ein Cirrus Logic® Chip (bei manchen seiten auch mit Realtek ALC1150 angegeben) seinen Dienst tun (vermessene Herstellerwerte sind mit 115db bzw. 120db SNR angegeben - das sind auf der Höhe schon gute Werte und liegen bei den werten von Einsteiger Soundkarten - für das 0815 Headset oder Logitrötboxen also durchaus brauchbar - wer mehr Will sollte eh im Audio-Unterforum sich durch die Beratungs-Beiträge wühlen). Alle haben sie Japanische Kondensatoren drauf und Kopfhörer Verstärkerchips mit hochohmiger Unterstützung. Das ganze nennt sich dann je nach Hersteller Audio Boost, Purity Sound oder Supreme FX. Software mässig wird bei MSI und Asus noch 3D Surround emuliert - das gibts aber auch für lau bei Razor (

wie des genau sich schimpft).
Soundqualität gemessen von verschiedenen Boards
SataIII (6GB/s) Anschlüsse sind auf alle Boards jeweils 6 drauf durch den Z97er Chipsatz. Asus und MSI haben einen Zusatzcontroller drauf für weitere 2 x SATA 6Gb/s Ports = 8Sata Ports. Auf dem Asrock ist ein Zusatzcontroller drauf um weitere 4 Sataports anzusteuern, also insgesamt 10. Raid können sie alle in 0,1,5,10. Merke wer viele HDDs oder SSDs etc. anschließen will hat beim Asrock halt 10 Anschlüsse dafür. Teilweise werden die bei den einzelnen Boards geteilt für den Anschluss von SATA Express Speicherlösungen. Als Normalnutzer hat man aber eh meist nur 3-4 Sata Ports belegt (DVD/BD+1SSD+1HDD und dann ggf noch ne zweite Spiele SSD oder ein zweite HDD für Sicherungszwecke oder als abgeschlossene Arbeits-Wechsel-Festplatte zum herausziehen).
M.2 unterstützen alle drei bis 10GB/s. Auf dem Asrock ist noch die experimentelle Gen2 drauf mit bis zu 32GB/s, die 4 PCIe Lanes braucht für volle Geschwindigkeit und diese sich bei der Graka "klaut". Ist also etwas für Nerds. M.2 ist aber vergleichsweise unnötig, den gleichschnelle wie SataIII SSDs sind teurer und noch schnellere sind noch teurer. Wer also nicht aus Anwendungsgründen solche schnellen Speicher braucht, kann sich M.2 derzeit knicken.
Alle drei Boards haben eine Diagnose LED, CMOS Reset Knopf und Power/Rest Schalter. Asrock verbaut ein steckbares Doppelbios mit manuellem Schalter zum wechseln. MSI vertraut auf ein MultiBIOS also ebenfalls 2 Bios Speicher zwischen denen man wählen kann. Asus hat ein Einzelbios, dafür aber "ASUS CrashFree BIOS 3" und USB BIOS Flashback, selbst wenn keine Komponenten auf dem Board sind. Die Ein/Aus Resetschalter sind nur im offenen Aufbau des MB sinnvoll (oder zum hochfahren vor dem Einbau in den Rechner als Check ob alles läuft, damit man sich den ein und ausbau spart). Cmos Reset schalter anstatt Dual-Pin mit Jumper ist ein nettes Feature - manche haben ja Wurstfinger und damit so ne Jumper umklemmen kann zum Geduldsspiel werden - auch gern fallen Jumper mal ins Gehäuse und man sucht sich dusselig. Ein Doppelbios ebenso - hier kann man auch ein verpfuschtes System retten über das zweit Bios oder neu Versionen gefahrlos testen. Ein BIOS-Update, dass im Prozess sich aufhängt ist kein Spass. Da meist mit neueren BIOS Version leichte tweakes kommen will man halt schon diese Versionen benutzen/austesten, die optimal zum übertakten passt.
Stromversorgung ist sich recht ähnlich. Alle verwenden hochwertige Kondensatoren (Halten sollen sie mindestens 10.000 Stunden bei Asus, 12.000 Stunden bei Asrock und MSI nennt nur Military Class 4, die "10 Jahre halten sollen" - für sich genommen Markting quatsch - sind halt alle gut). Mosfets und Spawas sind auch "neuste Generation". Asus versorgt die CPU mit 8 Phasen - MSI wie auch Asrock mit 12 - was aber keinen Unterschied macht, den 8 sind ausreichend genug für einen i7 4790k und seinen Stromhunger. ("Viel hilft nicht viel" - Die Sinnfrage wieviel ist genug sollte man dann eher stellen bei den Boards der Einsteiger Preisklasse, wo es eher ungünstige Kombinationen gibt wie 3 Phasen mit eben erwähntem i7 Devils-Canyon) MSI hat noch Spannungsmesspunkte angebracht, für die Nerds die direkt Messen wollen.
Alle vergolden hier und da ein paar Kontakte (CPU, RAM-Slots, PCIe-Graka Slot, Klinken-Anschlüsse für den Sound), um den Widerstand zu veringern - sowas bringt aber mehr einen psychischen Effekt, als tatsächliche Wirkung. Btw. Asus hat zudem einen Anschluss sein Zusatzspielzeug, nennt sich OC Panel und sein Frontpanel anzubasteln. Zudem haben sie nen Renstreifen aufs Board draufgebastelt, "um den Audiobreich optisch abzugrenzen". MSI und Asus rühmen sich eine sichere Stromversorgung an den USB Ports zu haben (also ohne Schwankungen), so dass man daran auch Geräte aufladen kann wie etwa Handys oder externe Geräte darüber mit Strom versorgt (Ist aber alles das selbe - "guter" Strom ohne Schwankungen ist NT Sache was dahinter kommt muss schlechten Strom eher ausgleichen, also kann man sich den Umweg auch sparen, wenn man da gleich was ordentliches als Netzteil nimmt). Asrock gibt mit seiner HDD Saver Funktion zum "Strom sparen" an (funktioniert, aber ist mMn noch proprietär Versuchskrams - an sich sind sowieso die Festplatten über Windows mit Energiesparmodi auszuschalten - da macht es kaum Unterschied ob nun das Board sagt, geh schlafen oder Win sagt schalt ab, bis ich dich brauch).
Dazu kommt dann bei jedem Board noch einiges an Software dazu wie im Windows eigene Programme um an den Settings rumzuspielen Treiber upzudaten etc. Asus bietet noch RAMDisk (ist aber etwas was auch nur wenige Personen sinnvoll nutzen können).
Der
Stromverbrauch macht kein wesentlichen Unterschied (der Intel NIC als Beispie hat den selben Verbrauch auf nem Asus wie auf nem Asrock Board oO) - Stromsparen tut man wenn man nicht gebrauchtes im BIOS abstellt - So einfach ist das. Es gibt wohl leichte Unterschiede bei der Bootzeit. Aber sobald man nen Raid hat, sind für das Power Up etwa auch ein paar Sekunden mehr drin, weswegen ich das bei mir nicht als Vorteil zähle. Bootzeit wird nicht zuletzt bestimmt von HDD oder SSD, da kommt die Beschleunigung her, nicht davon wieviele Bauteile auf dem Boards auf Funktion geprüft werden, bevor dann das BS hochgefahren wird.
Und fürs Gehäuse mit Sichtfenster wäre halt wegen der Optik noch der Farbunterschied zu sehen - rot/schwarz bei Asus/MSI und blau/schwarz auf Asrock.
- Unterm Strich, wer mit experimentellen Schnittstellen spielen will oder Doppel Lan braucht greift zum Asrock. Wer eine Menge ROG Spielzeug zum Übertakten haben will zum Asus und das MSI ist halt ein solides teures Mainboard, was in der Masse mit rumschwimmt. Für sich genommen zum Übertakten braucht man keins dieser Boards, weil wie schon mehrmals Anklang fand die Boards in der 120€ Preislage da genauso für reichen beim Normalanwender der seine CPU gewöhnlich also mit etwa einem Luftkühler, AiO oder WaKü übertakten will.
Übersicht zur Ausstattung und einigen Messwerten - idR sind die Werte aber meist nur in minimalen Prozenpunkten unterschiedlich zueinander vor allem auf die Leistungswerte bezogen, die sich mit jedem Biosupdate leicht ändern können.