Warum muss ich mich deswegen mit den tiefsten Innereien einer HDD auskennen?
Hmmmm.... *neue Regeln, heute das Forum, morgen die Weltherrschaft*
Mir ist aber zumindest so viel bekannt dass eine Festplatte aus bis zu drei(oder sogar vier in Hitachis erster 1gb Platte?!) Datenscheiben, den sogenannten Platter besteht welche logischerweise jede einen einzelnen Lese/Schreibkopf haben (müssten).
Hitachi hat sogar 5 Platter-Modelle gebaut. 10 Seiten sollten genug für ein Raid 6 mit zwei redundanten Platten und 8 facher Performance sein
Aber warum dann nicht wenigstens eine Platte mit zwei komplett autarken Plattern bauen? Das sollte durchaus im Bereich des möglichen liegen(wenn ich meine Single-Platter HDD neben eine "Fullsize" 3,5Zoll Platte lege sehe ich da noch gut Platz für sowas)?
Leg mal ne 2,5" HDD (die auch schon min. 2 Platter haben) daneben...
Ich frag mich sogar, warum man auch im High-End Bereich nur eine Lese/Schreib-Einheit nimmt. Gerade bei den Modellen, die 3,5" Gehäuse aber 3" oder gar nur 2,5" Platter verwenden, wäre auf der gegenüberliegenden Seite Platz für eine zweite Einheit, die dann nicht nur die Transferleistung, sondern auch die Zugriffszeit verbessern.
Extremfall: 2 Spindeln a 4 Platter a 2 Seiten a 2 Köpfe. Das heißt 32 Köpfe können parallel lesen, bei guter Koordination auch parallel schreiben und bei 10000rpm dauert es im Schnitt nur 1,5ms, bis ein Abschnitt an einem Kopf vorbeikommt und da es ja auch 15k Platten gibt, müsste das auch nutzbar sein. Zugegeben: Selbst bei 2,5" Plattern (die aufgrund der Zugriffszeit weiterhin wünschenswert sind) würde dieses Monstrum die Grundfläche eines 5,25" Gehäuses füllen. Aber selbst mit leicht reduzierter Speicherdichte (-> niedrigere Zugriffszeit) käme es bequem auf nen Terabyte und hätte Transferraten in einer Größenordnung von 4-5 GiB/s und eine Schreib-Zugriffszeit von ggf. <2ms.
SSD? Why?
und das ist mit existierender Technik. Eine weitere Frage, die ich mir schon sehr lange stelle: Wäre es heutzutage nicht möglich, bei weiterhin akzeptablen Datendichten (zu hohe sind eh kaum zu füllen und gehen zu lasten der Zugriffszeit) und somit Plattengrößen den Schreib-/Lesekopf soweit von der Oberfläche zu entfernen, dass er kein Luftkissen mehr braucht?
Dann könnte man die Platte nämlich im Vakuum und Drehzahlen von 30, 40, 50+k arbeiten lassen... (und das bei einer guten Entkopplung der Lager nahezu geräuschlos)
Kann sein das ich jetzt gerade einen Denkfehler habe, aber so wie ich das sehe ist es gar nicht nötig die Köpfe einzeln ansteuern können zu müssen.
Es könnte ein Problem mit der Fein-Positionierung geben:
Afaik ist man schon lange an einem Punkt angelangt, an dem die Köpfe nicht mehr stur an eine Stelle bewegt werden, sondern der Kopf "sucht" die Spur. Wenn nun die Köpfe aufgrund ihres Schwingverhaltens nicht exakt gleich stehen, kann immer nur einer nen Treffer landen.
Aber zumindest bei Storage-Platten würde ich da eher auf Verstärkungen und längere Zugriffszeiten setzen...