Kann man CachyOS eigentlich auch so einstellen, dass nur Stable Versionen installiert werden? Oder ist stets das neueste drin, sobald man updatet?
Standardmäßig sind die Versionen drin, die von den Entwicklern als "releasetauglich" bezeichnete Version veröffentlicht haben.
Ein gutes Beispiel ist Mesa 26 (erste "release"-Version), bei der die Mesa-Maintainer selbst sagten, dass man diese Version für Produktivsysteme erstmal noch überspringen soll - worin sich die CachyOS-Maintainer auch gehalten haben. Erst ab Mesa 26.0.1 landete das in den CachyOS-Repos.
Man kann auch in einen "Testing"-Zweig umschalten wo man dann Vorabversionen der Pakete bekommt, aber dort ist dann natürlich eher mit Problemen zu rechnen... Dafür ist der "Testing"-Zweig ja da, damit Interessierte die Pakete testen und ggf. dem Entwickler eine Rückmeldung schicken können, falls Probleme auftreten.
Arch und CachyOS gehen halt nicht den Sonderweg wie bspw. ein Debian, wo noch zusätzlich darauf geachtet wird, dass das Zusammenspiel der Pakete auch keine Probleme macht und abgefangen wird (was ziemlich aufwändig ist, deshalb benutzt Debian z.T. steinalte Versionen, bei denen "nur" Sicherheitspatches rückportiert werden. Dafür sind solche Linux-Distros aber ideal für Server geeignet, die 24/7/365 zuverlässig und ohne Ausfall laufen sollen).
Übrigens: Warum der Linuxkernel jetzt auf Version 7 gelandet ist, liegt nicht etwa an brandneuen, umgewälzten Features oder Ähnliches. Linus Torvalds mag einfach keine großen Zahlen in den Versionsnummern. Ernsthaft.

Gibt keinen Grund sich von der neuen Hauptversionsnummer irgendwie einschüchtern zu lassen, wenn man davor schon ähnliche Erfahrungen mit aktuellen Kernelversionen gemacht hat...