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[Lesertest] Thermalright Macho 120 Rev. A

JulK279

PC-Selbstbauer(in)
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User Review - Thermalright Macho 120 Rev. A






1. Danksagung

Vielen Dank an Thermalright, dass sie die ganzen Kühler für uns Tester zur Verfügung gestellt haben, an PC-Cooling, für den Versand der Kühler an uns und für PC Games Hardware, dass sie uns ihr Vertrauen schenken, dieses Kühler testen und behalten zu dürfen. In meinen Augen immer wieder eine Klasse Aktion, vielen Dank!

2. Zu meiner Person

Mein Name ist Julien, ich bin 19 Jahre alt und besuche bis Juni noch das Fachgymnasium. Mein ganzes Wissen zu Hardware und Co habe ich mir selbst angeeignet, als ich meinen ersten PC selbst zusammengebaut habe. Ich durfte eine lange Zeit bei einem seriösen PC und Technik Händler auf Facebook als freiwilliger Berater tätig sein und wurde 5x zum Fan des Monats ausgezeichnet. Ich habe bereits ein Review zu einem Antec Netzteil und Corsair Peripherie verfasst. Dies wird mein erster Test zu einem Kühler, wollen wir doch mal sehen wie er wird. Viel Spaß!

3. Etwas über die Firma Thermalright

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Thermalright products are primarily marketed towards gamer and enthusiasts who commonly overclock different parts of their computer, generating large amounts of heat.
Since the release of AMD's Thunderbird CPU in 2002, Thermalright has been making high-performance heat sinks, not only for AMD processors, but Intel as well. Their current product line includes heatsinks for CPUs, GPUs, RAM, and Motherboard components. Thermalright's primary focus is fanless heatsinks which can be used passively, making quiet computers; however many enthusiasts choose to use the heat sinks with a fan for better heat dissipation.
In the year of 2012, Thermalright established the Leetgion brand, starting to extend its business to peripheral and game related products. At the same time, Thermalright set its oversea branch, 索魔乐 in Shanghai, China.


4. Technische Daten

Länge (mit Lüfter): 120mm
Breite (mit Lüfter): 127mm
Höhe (mit Lüfter): 150mm
Gewicht (mit Lüfter): 688g
Material: Hybrid
Drehzahl: 600-1300 U/minFörderleistung: max. 78,5 m³/h
Geräuschleistung: max. 25,4 dBa
Anschluss Lüfter: 4-Pin PWM
Heatpipe: 5x6mm



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5. Verarbeitung


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Die aktuelle Revision A des Macho weist ebenso die besonders wertige Ausführung auf, wie die „Value“ Serie, die 2014 von Thermalright überarbeitet wurde. Die kupfernen Heatpipes erscheinen nicht mehr in einem braun/orangenen Ton, sondern wurden vernickelt in bieten in Verbindung mit der schwarz eloxierten Top Fin eine überaus edle Optik. MeinerMeinung nach sucht diese Optik in dieser Preisklasse ihres Gleichen. Wie bereits oben erwähnt, misst der Kühler ca. 130x150x120mm in BxHxT und wiegt mit Lüfter gut 700g, ein Leichtgewicht für den großen Kühlkörper. Die 5 Heatpipes sind 6mm stark und ermöglichen eine optimale Wärmeweiterleitung der CPU-Wärme zu den 30 Aluminiumfinnen, durch die dann die Wärme an die Luft abgegeben wird. Die optimale Kühlleistung wird durch die vernickelte Auflagefläche des Kühlers auf dem CPU weiter verstärkt.

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Der Abstand zwischen den Lamellen beträgt 3mm (recht groß). Das zeugt davon, dass der Kühler bzw. der Lüfter für den niedrigen Drehzahlbereich geschaffen ist, da so selbst bei niedrigem Drehzahl und somit auch nicht so großem Luftdurchsatz, die warme Luft sehr gut abgegeben und transportiert werden kann. Eben auch dadurch ist der Einsatz des Kühlers als Passivkühler möglich.
Ausgestattet wird der Macho mit einem temperaturgeregeltem 120mm PWM-Lüfter. Bei einer Drehzahl von 600-1300 U/min ermöglicht er einen max. Luftdurchsatz von 78,5m³/h. Thermalright gibt eine Toleranz von +/- 15% an.

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Verarbeitungsfehler konnte ich bei meinem Modell keine feststellen. Alle Lamellen waren grade und die Auflagefläche oder die Heatpipes waren nicht zerkratzt. Ebenso wies auch der Lüfter keinerlei Fehler auf. Allerdings sahen in meinen Augen die Lüfterklammern etwas verbogen aus, aber am Ende hat alles gepasst.

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6. Montage

Dadurch, dass die Revision A nicht mehr über eine Back Plate verfügt, stellt sich die Montage etwas einfacher dar.
Das Montagesystem des Macho Rev. A ist ein Schraubsystem. Es stellt eine sichere und auch qualitativ höhere Variante als das Pushpin-System dar. Anders, als bei meinem jetzigem Enermax: Thermalright hat die Bohrungen für AMD und Intel auf einem einzigem Halter bzw. Rahmen untergebracht, möglicherweise durch kostentechnischen Gründen. Wirkt im ersten Moment etwas „billig“, aber im Nachhinein kein Kritikpunkt und stört auch nicht weiter. Nun direkt zur Montage: auch wenn es durch fehlende Back Plate einfacher ist, ist es nicht in 5 Minuten getan. Die Platte, die über dem Kühlerboden positioniert ist, muss am erwähnten Halter/Rahmen befestigt werden mittels Schrauben. Dies kann aber aufgrund der Ausrichtung durchaus schwierig werden. Dort kommt dann der mitgelieferte lange Schraubendreher zum Einsatz. Dieser wird durch den Kühlkörper geführt, um somit die Platte festzuschrauben. Der Lüfter wird per Klammern am Kühler befestigt.

Beim ersten Einbau habe ich wegen dem Test auf jeden einzelnen Schritt geachtet und es nach der Anleitung gemacht, um die Qualität der Anleitung zu prüfen (diese erwies sich nebenbei als fehlerlos und gut). Dadurch war die benötigte Zeit recht groß, ca. 35 Minuten kann man rechnen. Beim zweiten Einbau (der alte Kühler musste nochmal rein) habe ich die Anleitung weggelassen und es per Gedächtnis und handwerklichem Denken gemacht und dafür dann gute 15 Minuten benötigt.

Sehr nützlich: das Mainboard muss für die Montage des Lüfters nicht ausgebaut werden. Voraussetzung ist jedoch, dass das Gehäuse eine Aussparung im Mainboardtray hat.
Kompatibel ist der Macho 120 Rev. A mit allen gängigen Sockeln von AMD und Intel:
775, 1150, 1155, 1156, 1366, 2011, AM2, AM3, AM3+, FM1, FM2, FM2+

!WICHTIG! Aufgrund der Größe des Kühlkörpers ist der Einbau von Arbeitsspeichern mit großen Heatspreadern nicht möglich, da sie mit dem Kühlkörper kollidieren.
Ebenso ist unter Umständen der Einsatz von Grafikkarten mit Back Plate im ersten PCI(e)-Slot nicht möglich.

Ich habe nochmal Schritt für Schritt den Einbau mit Bild dokumentiert(für AM3+ Sockel! Unterschied zu anderen liegt rein bei der Wahl der Unterlegscheiben).

1. Den Lüfter vom Kühler demontieren, aber die Lüfterklammern dran lassen. Das ironische: bei mir waren Lüfter und Klammern gar nicht dran. Daher hab ich dann erst einmal die Lüfterklammern angebracht. Weiterhin sollen die 4 Anti-Vibrationspads angebracht werden.

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2. Nun die Befestigungsgrundlage. Man nehme die jeweiligen Unterlegscheiben und tue diese auf die Schrauben. Diese werden von hinten durch die Löcher im Mainboard geführt und auf der anderen Seite mit Hilfe der Rändelschrauben befestigt.

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3. Auf diesen Rändelschrauben wird der Montagerahmen mittels Schrauben befestigt.

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4. Nun kommt die Wärmeleitpaste auf die Kontaktfläche des Kühlers (und auf CPU).


5. Den Kühler platzieren wir danach auf dem CPU und führen die Befestigungsplatte durch den Kühler und befestigen diesen mit 2 Schrauben. Der Grund, warum der Kühler ein Loch hat, ist, weil dort der Schraubendreher durchgeführt wird, um an die eine Schraube zu kommen, um die Platte zu befestigen.
(Dieses Loch:)

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6. Zu guter Letzt montieren wir den Kühler auf den Pads und sichern ihn mit den beiden Klammern. Jetzt PC anschließen und gucken, dann hoffentlich alles funktioniert.

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(Tut mir leid, dass ich nicht bei jedem Schritt ein Bild machen konnte. Da ich nur 2 Hände zur Verfügung hatte, auch niemand zu Hause, der hätte helfen können, war es sehr problematisch, da noch Bilder zu machen.)



7. Das Testsystem

Hier folgt nun die Darstellung meines Testsystems, in denen der Macho 120 Rev. A zum Einsatz kommt.

CPU: AMD Phenom II X4 965 BE (@stock)
CPU-Kühler: Enermax ETD-T60-TB
Mainboard: ASUS M5A99X EVO
RAM: 8GB G.Skill
Grafikkarte: Gigabyte GTX770 Windforce
Netzteil: Cooler Master Silent Pro M520
Gehäuse: Corsair C70

Desweiteren kommen 6 Corsair Gehäuselüfter zum Einsatz. 2 in der Front, 1 hinter dem Festplattenkäfig, 2 am Gehäusedeckel und 1 an der Gehäuserückseite. Der Durchmesser aller beträgt 120mm.
Der Enermax ETD-T60-TB ist ein Top Flow Kühler mit einem 120mm Lüfter, der bei einer maximalen Drehzahl von 1800 U/min einen Luftdurchsatz von 147m³h ermöglicht.

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8. Test

Jetzt kommts zum Fight! Ich lasse den Macho gegen den Enermax antreten unter verschiedenen Szenarien.
Ich werde pro Lüfter immer 2 Läufe durchführen, einmal mit 50% und 100% Drehzahl (im BIOS eingestellt).
Um die Idle Temperatur zu ermitteln, wurde der PC im Desktopbetrieb genutzt, die CPU-Auslastung war im einstelligen Bereich.
Um die Temperatur unter Last herauszufinden nutzte ich zum einen Prime95, um maximale Hitze zu erzeugen und GTA4, um eine normale Erhitzung des Prozessors beim Spielen oder Anwendungen zu erreichen. Es ist zwar schon ein älteres Spiel, aber es gehört zu den wenigen, die eine CPU wirklich ausreizen und belasten.
Um einen genauen Wert durch Prime95 zu erhalten, habe ich ihn 3x ausgeführt bei einer jeweiligen Dauer von 30min. Von den 3 verschiedenen Temperaturen habe ich den Mittelwert gebildet.
Die Prozessortemperatur durch GTA4 wurde nach einer Stunde spielen gemessen, ebenso wurden wieder 3 Werte gemessen.

Zum Auslesen der Temperatur nutze ich das Programm Core Temp. Dieses zeigt die Temperatur jedes Kernes an. Um einen repräsentativen Wert zu haben, habe ich wieder den Mittelwert dieser vier Kerne gebildet.
Die Raumtemperatur lag bei ca. 20°C.


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Egal ob 50% oder 100% Drehzahl, der Macho gewinnt gegen den Enermax, obwohl dieser eine deutlich höheren Luftdurchsatz hat! Im Idle noch gleich auf, geben sich sowohl der Macho, als auch der T60 keine Blöße und machen ihren Job gut. Sobald die Belastung steigt, tut sich eine Lücke auf – positiv für den Macho. Diese ist jedoch bei 50% Lüfterdrehzahl größer als bei 100% Lüfterdrehzahl. Dort sieht man dann doch, dass der T60 mehr Luft befördert als der Macho, dennoch gewinnt der Macho in punkto Kühlung. Meine Theorie ist, dass der Macho sich die kalte Luft von vorne holt und sie nach hinten wegbläst, wo der Gehäuselüfter sie direkt heraus befördern kann. Der T60 stattdessen zieht sich die Luft von der Seite und bläst sie nach unten, quasi auf den Prozessor. Es wäre nicht der erste Beweis, dass auch ein schlechterer Tower Kühler bessere Kühlung ermöglicht, als ein sehr guter Top Flow Kühler. Man sieht, ein guter Airflow in einem Gehäuse macht einfach sehr viel aus, gut für den Macho.

9. Lautstärke

Leider habe ich kein Gerät, um die Lautstärke zu messen. Jedoch wurde der Macho auch bei 100% Drehzahl von meinen Gehäuselüftern übertönt. Bei einer Gehäuselüfterdrehzahl von 20% und 100% Drehzahl vom Macho konnte man ein leichtes Luftgeräusch hören, er ist aber stets leiser als der T60. Die Geräusche waren nur bei offener Seitenwand wahrnehmbar, bei geschlossenem Gehäuse und einer Entfernung von einem halben Meter ist nichts von ihm zu hören.

10. Fazit

Thermalright hat es geschafft, seinen nahezu perfekten Macho nochmal zu verbessern. Nicht nur in dem Punkt Kühlleistung legt er nochmal eine Schippe drauf, auch das neue Design dank der vernickelten Heatpipes und der schwarz eloxierten Top Fin macht der Kühler einiges her und wirkt um einiges wertiger und edler, als ihn sein Preis vermuten lässt. Auch Geräuschtechnisch hat der Macho nochmal zugelegt, indem er nochmal leiser wurde.
Das einzig negative, was ich zum Kühler sagen kann, ist die etwas fummelige Montage und das Kollidieren mit Ram Riegeln, die hohe Heatspreader haben. Ebenso das mögliche Blockieren von einem PCI(e)-Slot. Die starke Kühlleistung durch den großen Kühlkörper hat hier ihre Schattenseite gefunden.
Als Tester kann ich diesen Kühler mit bestem Gewissen weiterempfehlen. Kühlleistung und Verarbeitung bei diesen Preisen sind einfach unschlagbar und hätte ich ihn nicht, würde ich ihn mir jetzt holen.

Aufgrund der kleinen Kritikpunkte kriegt der Macho 120 Rev. A von mir sehr gute 9 von 10 Punkten.
 
Zuletzt bearbeitet:
TE
J

JulK279

PC-Selbstbauer(in)
Vielen Dank an den, der meinen Thread hierher verschoben hat! :)

So hier könnt ihr meinen Test zum Macho 120 Rev.A lesen. Über Kritik freue ich mich gerne, will mich ja stets verbessern und es, falls es ein nächstes mal gibt, besser machen. Ich bitte euch nur, die Kritik konstruktiv zu äußern und nicht abwertend :)
gerne auch positives damit ich erfahre, was euch gefällt :)

ist mein erster lesertest zu einem kühler, viel spaß!
 
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