[Lesertest] SteelSeries 7H Headset

BloodySuicide

BIOS-Overclocker(in)
Inhalt

  1. Danksagung
  2. Testsystem
  3. Technische Daten
  4. Lieferumfang
  5. Verarbeitung und Tragekompfort
  6. Klang: Musik
  7. Klang: Filme
  8. Klang: Spiele
  9. Isolation
  10. Mikrofonqualität
  11. Fazit


1. Danksagung
An dieser Stelle möchte ich mich erst einmal recht herzlich bei dem PCGH-Team bedanken, welches mir dieses Test überhaupt ermöglich hat und das Headset überlässt.​
2. Testsystem
  • HTPC: Asus Xonar Essence STX (OPAMP-Mod: OPA2137P Main / LME43720NA Buffer)
  • Gaming PC: Asus Xonar DX
  • Soundsystem:
    • Verstärker: Marantz PM 4001
    • Lautsprecher: Magnat Quantum 507
  • Die beiden PCs sowie der Verstärker sind über eine Steckleiste mit Netzfilter angeschlossen, welche zusätzlich mit Ferritkernen versehen ist. Auch die Signalkabel sind mit zusätzlichen Ferritkernen ausgestattet.
    Das Headset ist für die Ausgabe an den Marantz angeschlossen, da ich so zusätzlich mit den Bass- und Balance-Reglern spielen kann.
  • Abspielsoftware: Jet Audio VX (32bit Modus)

3. Technische Daten:
Kopfhörer:

  • Chassis: 50mm
  • Frequenzumfang: 18 Hz – 28.000 Hz
  • max. Schalldruckpegel: 112 dB
  • Impedanz: 32 Ohm
  • Anschlüsse: 2x 3,5mm Klinke (farblich markiert)
  • Kabellänge: 1m + 2m
  • sonstiges: zerlegbar
Mikrofon:

  • Frequenzumfang: 50 Hz – 16.000 Hz
  • Empfindlichkeit: -38dB
  • Aufnahmeart: uni-direktional
  • sonstiges: ausziehbar
4. Lieferumfang

  • Headset: SteelSeries 7H
  • 1m Kabel Micro-USB/2x Klinke mit Laustärkeregler und Mikrofonstummschalter
  • 2m Kabel (Verlängerung Klinke)
  • 1 Paar Ohrpolster Kunstleder
  • 1 Paar Ohrpolster Stoff
  • 1 Anleitung zum Wechseln der Ohrpolster
  • 1 Broschüre der Pruduktpalette von SteelSeries
  • 1 SteelSeries Aufkleber
  • 1 Garantieschein
Das Headset kommt in einem Pappkarton mit einer zusätzlichen Schachtel aus Plastik. Das Headset ist so schon von außen zu sehen und zu begutachten.
5. Verarbeitung und Tragekompfort
Die Verarbeitung ist als gut zu bezeichnen. Es macht nur minimale Plastikgeräsche an den Gelenken der Ohrmuscheln, bei der Bewegung mit der Hand. Ist es Auf dem Kopf, ist davon nichts mehr zu hören.
Das Kabel ist sehr hochwertig gesleeved und wirkt recht robust. Mir kommt es jedoch ein wenig dünn vor. Die Klinkenstecker sind hartvergoldet und die Ringe sind farblich markiert. Zudem befinden sich kleine Symbole an den Steckern für Mikrofon und Kopfhörer. Das Mikrorofon lässt sich sehr leicht ein- und ausfahren. Unter der Plastikhülle des Mikrofonarms befindet sich ein Schwanenhalselement, welches es ermöglicht, das Mikrofon leicht in alle Richtungen zu biegen. Es bleibt an der eingestellten Position und biegt sich nicht von allein zurück. Der Stummschalter am Kabel klappert leider etwas. Auch der Regler für die Lautstärke könnte mehr Grip vertragen.
Die Polster sind hochwertig verarbeitet und lassen sich leicht abnehmen und wieder aufstecken. Sie sind beide sehr weich und angenehm auf den Ohren. Von der Größe sind sie Mittelmaß. Meine kleinen Ohren verschwinden noch in den Ohrpolstern. Bei großen Ohren würde der Kopfhörer aufliegen. Hier lobe ich mir doch ein Beyerdynamic ala DT 770, 880 oder 990.
Der Kopfhörer selbst sitzt recht eng auf dem Kopf, obwohl mein Kopf recht klein ist. Menschen mit größeren Köpfen, könnte der 7H einfach zu eng sein und schnell drücken.
Der 7H ist ingesammt angenehm zu tragen. Man vergissst zwar leider nicht, dass man ihn auf hat (ist bei einem DT 880 fast der Fall), aber er drückt auch nach einigen Stunden nur minimal. Ein leichter Druck ist doch immer zu spüren​
6. Klang Musik
Test an der Xonar Essence STX
24bit @ 44,1kHz; 2 Channel; HiFi-Mode​
  • A Perfect Circle – The Outsider „Apocalypse“ Mix (Album: aMOTION)
    Ein Song bei dem ich immer wieder bedauere, dass es diese band nicht mehr gibt. Dem 7h fehlt es bei diesem Stück viel zu sehr an Dynamik um wirklich Spaß zu machen. Die Bässe gehen einfach nicht tief genug und der es verwischt sobald es mehr Instrumente werden. Die Stimme wirkt jedoch sehr klar. Der K530 löst hier besser auf, jedoch fehlt es ihm an Tiefgang. Seine offene Bauweise lässt zu viel nach Außen und es kann nicht genug Druck aufgebaut werden.
  • Steve Jablonsky – Bumblebee (Album: Transformers – The Score)
    Dies ist ein Song der Referenzklasse. Die epische Aufmachung des Stücks, welches von einem, in meinen Augen, der größten Komponisten geschrieben wurde, bringt bei einer guten Anlage oder Kopfhörer einen wahnsinnigen Gänsehauteffekt. Der Effekt hat sich bei dem 7H leider nicht eingestellt. Auch hier spürt man deutlich die Defizite in dem Dynamikumfang. Der Song verwischt zu sehr in den Höhen und es gibt dort einen schönen Klangbrei, welcher sich in einem Grundrauschen im Hintergrund bemerkbar macht. Bei dem K530 ist dieses „Rauschen“ nicht zu hören und die Höhen gehen viel weiter nach Oben. Doch auch bei ihm stellt sich der Gänsehauteffekt nicht ein. Hier fehlt es dann aber viel mehr an den Tiefen, die zwar präzise angespielt werden, aber einfach nicht genug Druck haben.
  • Kai Rosenkranz – The Habor City (Album: Risen Soundtrack)
    Bei diesem Stück klingt das 7H schon besser. Die Gitarre wird präzise angespielt. Man merkt hier deutlich das die Mittel- und Hochtöne den 7H besser liegen. In diesem Fall mach das 7H sogar mehr Spaß als der K530, obwohl dieser noch präziser ist. Man will doch gleich noch einmal Risen spielen. Dem K530 fehlt es einfach an dem Kick beim Anschlagen der Saiten.
  • Muse – Uprising (Album: Resistance)
    Die Drumkicks gehen bei dem 7H leider nicht ganz so tief. Der Sound ist fast nur ein einziger Brei. Zum Glück sind die Stimmen recht klar und gehen nicht in dem Brei unter. Der Sound maccht einfach keinen Spaß mit dem 7H. Der K530 zeigt hier seine Stärken und spielt alles sehr präzise wieder. Leider fehlt auch ihm der Nachdruck um wirklich Spaß zu machen.
  • Minnesota Orchestra – Gymnopedie No.1
    Hierbei handelt es sich um eine Aufnahme im FLAC-Format in 24bit @ 176,4kHz. Ich konnte mir das Ergenis leider schon denken, dennoch habe ich es mal versucht. Der 7H ist leider nicht in er Lage diesen Dynamikumfang wiederzugeben. Klanggbrei die Nächste. Dennoch stößt auch der K530 hier an seine Grenzen Er kann nicht alles wiedergeben. Die letzten Details können erst meine Magnat dem Stück entlocken. Hier braucht man schon einen Kopfhörer der Klasse DT 880.


7. Klang Filme
Test an der Xonar Essence STX
24bit @ 48kHz; 6 Channel; DolbyHeadphone, Movie-Mode
Medium: Blu-ray​
  • Ninja Assassin
    Die Räumlichkeit ist gut. Man hört genau von wo die Wurfsterne kommen. Schüssen und Explosionen fehlt es leider ein wenig an Wumms, was aber nicht ganz so stark auffällt wie bei Musik.
  • The Chronicles of Riddick - Directors Cut
    Die Stimme des Riddick ist leider nicht ganz so rauchig wie ich es von meinen Magnat kenne. Die Schlacht um Helion Prime wirkt leider nicht ganz so räumlich wie noch in Ninja Assassin. Der K530 schlägt sich hier besser. Der AKG fällt bei Filmen bei mir leider ganz aus, da ihm einfach der nötige Druck fehlt um Explosionen und Schüsse so wiederzugeben, dass es Spaß macht.
  • Sherlock Holmes
    Die Kämpfe sowie das Stadtgetummel wirken räumlich. Den Stimmen fehlt leider der Nachdruck. Besonders bei der Szene bei der Werft spürrt man den fehlenden Tiefbass. Man bekommt akustisch einfach garnicht mit, dass das Schiff so gewaltig ins Wasser abutscht.
  • Final Fantasy VII Advent Children Complete
    Zu meinem Erstaunen macht das 7H bei diesem Film richtig Spaß. Besonders die Szene in dem Kristallwald ist imposant. Das Klingen der Schwerter ist klar und zischt richtig durch die Ohren. Der Raumklang ist sehr gut. Leider fehlt es auch hier an Nachdruck bei den Explosionen und Schüssen um das I-Tüpfelchen zu setzen.


8. Klang Spiele
Test an der Xonar DX
24bit @ 48kHz; 6 Channel; DolbyHeadphone, HiFi-Mode​
  • GRID
    Das Quitschen der Reifen kommt gut und realistisch rüber. Man hört richtig ob jemand hinter einem fährt. Die Motorensounds sind leider ein wenig zu flach.
  • Amnesia: The Dark Descent
    Die Soundkulisse ist einfach richtig gut mit dem 7H. Man fühlt sich ständig verfolgt. Überall hört man das Ungeziefer krabbeln oder den Wind hinter sich durch die Gänge wehen. Dieses Spiel lebt einfach auch von der Geräschkulisse. Man darf es nciht alleine im Dunkeln spielen.
  • Metro 2033
    Es ist unheimlich in den dunklen Gängen. Es läuft einem zwar nie so den Rücken herunter wie in Amnesia, aber das 7H bringt die Atmosphäre gut herüber. Das Marktgeschehen wirkt lebendig. Die Stimmen wirken leider dennoch ein wenig flach. Kritik wie immer bei den Explosionen und Schüssen.
  • CS & CS:S
    Die Ortung in diesem Spiel ist sehr wichtig und genau hier kann das 7H voll punkten. Man hört genau wo der Gegner sich gerade bewegt. Kurzer Schuss durch die Wand und schon ist die Runde gewonnen. Der Spielspaß kommt hier nicht durch den Wumms bei den Schüssen, sondern durch die Erfolge durch die Ortung. Die flacheren Schüsse haben hier eher den Vorteil das es auf die Dauer nicht anstrengend wird.
  • Left 4 Dead 2
    Hör woher die Zombis kommen! Es ist irgendwie beklemmend wenn man von einer Horde Zombis umzingelt ist und alle hört. Gibt auch einen tollen Sound wenn das Katana durch einen Zombi gleitet.


9. Isolation
Die Isolation unterscheide sich je nach Polster bei dem 7H. Das Kunstlederpolster isoliert hier besser als das Stoffpolster. Die Isolation ist durch die geschlossen Bauweise sehr gut. Es kommt wenig nach außen und auch wenig nach innen. Den Praxistest hat es ohne Beanstandung erfolgreich bestanden. Meine Freundin konnte seelenruhig neben mir schlafen, währen ich ein Film geschaut und dann noch gezockt habe. Ich habe mich regelrecht erschrocken als sie dann doch kurz aufgewacht ist, denn ich habe sie erst bemerkt als sie mich berührt hat, obwohl sie mich vorher angesprochen hat.
Die Isolation vom K530 geht dagegen leider gegen 0. Es ist so als hätte man einfach nur kleine Minilautsprecher und keinen Kopfhörer auf dem Kopf. Gegen die Isolation des Musikerkopfhörers DT 770 M von Beyerdynamic kommt jedoch auch das 7H nicht an.​
10. Mikrofonqualität

Das Mikrofon ist gut. Die Stimmen werden klar und deutlich wiedergegeben. Dennoch klingt die Stimme über Skype leicht blechern und verzerrt im Vergleich zu meinem SpeedLink Pure Voice SL-8707 (Klinke-Version) Mikrofon. Über Teamspeak fallen die Unterschiede geringer aus, da hier die Aufnahmequalität geringer ist. Bei der Direktaufnahme an der Soundkarte sind die Unterschiede doch deutlich zu hören. Das Standmikrofon ist dem Mikrofon des 7H deutlich überlegen.​
11. Fazit
Das SteelSeries 7H ist als ein recht gutes Headset zu bezeichnen. In dem Test klingt es für viele vielleicht sehr negativ, aber ich habe immer den Vergleich zu einem 300€ Kopfhörer im Ohr (Beyerdynamic DT 880). Für Musik ist das 7H leider wirklich nicht zu gebrauchen. Bei Filmen ist es ok bis gut und bei den Spielen, wofür es ja auch gebaut ist, kann es erst seine Stärken ausspielen. Die Ortung in Spielen ist sehr gut.
Die Verarbeitung lässt für den Preis kaum Kritikpunkte übrig. Auch der Kompfort ist gut.
Dennoch empfehle ich eine Kombination aus Kopfhörer und Standmikrofon, außer man sucht wirklich ein Headset nur für Spiele.

Der Test hat mir dann doch gezeigt wie gut meine Magnat sind. Jetzt fehlt nurnoch mein Traum: Beyerdynamic DT 880 aus der Manufaktur

 
Zuletzt bearbeitet:
So was nenne ich einen rundum gelungenen Test.
Einfach klasse!
Und ich bin in diesem KH und HS-Sektor ja nun wirklich nicht leicht zufrieden zu stellen...
Ich liebe es ja,wenn ein Test so schön nachvollziehbar ist.
Applaus dafür.

Und sieh zu,dass du dir den 880 ranschaffst-lohnt jeden Cent!
 
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