hawk910
Freizeitschrauber(in)
Hallo und willkommen zu meinem Lesertest der Raptor-Gaming M3 Platinum! Ich bedanke mich zunächst bei dem PCGH-Team für die Zusendung dieses Testmusters. Der Versand verlief reibungslos: schnell und sicher kam das Paket bei mir an.
Dies ist mein erster Lesertest. Solltet ihr etwas vermissen oder bestimmte Fragen haben, dann stehe ich gern zur Verfügung.
Und los gehts!
Tag 1:
Ich werde den Test in folgende Abschnitte unterteilen:
1.: Verpackung und Inhalt
2.: Technische Daten und Features
3.: Qualität und erster Eindruck
4.: Ergonomie und Funktionalität
5.: Software
6.: Praxis (COD4, BF2, HL2, R:TW, Office/SAP)
7.: Zusammenfassung, Vergleich mit meiner alten MX518 und Fazit
1.: Verpackung und Inhalt
Die Verpackung der M3 Platinum kommt ähnlich daher wie die der Konkurrenz. Die Maus steckt in einer transparenten Plastikverpackung, umgeben von einem Karton mit Ausschnitt. Das ist so marktüblich, das Produkt ist sicher verpackt und dennoch kann der Kunde einen Blick auf das Produkt werfen.
Auch wird dem Kunden auf einem Blick auffallen, daß diese Maus über eine dpi-Umschaltung verfügt und hier der Maximalwert von 3200 dpi einstellbar ist. Eine nicht ganz unwichtige Information, schließlich werden die besten elektronischen Nager heute nicht zuletzt über die Auflösung ihres Sensors beworben.
Die Rückseite informiert über die Features der Maus, aber dazu kommen wir später.
Der Inhalt kann sich durchaus sehen lassen! Neben der Maus findet sich noch einiges an Zubehör in der Verpackung:
- 21 zusätzliche Gewichte
- eine Tasche für die Maus (Mousebag XL)
- eine kleine Tasche für die Gewichte (Weightbag)
- eine kleine Tüte mit zusätzlichen Mausgleitern
- eine Handgelenkstütze (Wrist-Rest)
- eine Schnellinstallationsanleitung
- die Treibersoftware auf CD
Eine Handgelenkstütze? Ganz genau! Das ist mal was neues. Was es damit auf sich hat, das werde ich später zeigen.
So sieht der Inhalt aus:
Tag 2:
2.: Technische Daten und Features
Die M3 Platinum verfügt über einen hochauflösenden Sensor mit bis zu 3200 dpi. Zwar gibt es schon andere Produkte mit höheren Auflösungen, aber dennoch dürfte man das als markttypisch für die Oberklasse bezeichnen. Interessant ist übrigens, daß die dpi-Umschaltung auch ohne Treiberinstallation funktioniert, offenbar handelt es sich um einen Sensor mit "echten" 3200 dpi.
Überhaupt funktioniert die Maus ohne zusätzlich installierter Software ohne Probleme.
Der Lift-off-Abstand liegt übrigens bei etwa 2 mm. Das dürfte für einige Gamer ein wichtiger Hinweis sein. Zu mindest fü einige Low-Sense-Player.
Wir finden hier auch die üblichen Tasten: neben den beiden Tasten für Zeigefinger und Mittelfinger gibt es zwei Daumentasten, die in ein Wippe integriert sind. Außerdem läßt sich auch das Mausrad drücken. Zusätzlich befindet sich auf der Oberseite der Knopf zur dpi-Umstellung.
Die Anzahl der Funktionselemente ist somit auch als normal für eine Gamermaus zu beurteilen.
Das Gewicht läßt sich individuell an den persönlichen Geschmack anpassen. 110-155 gr. sind hier möglich. Dazu lassen sich 21 kleine Gewichte (je 2 gr.) in zwei Fächer auf der Unterseite der Maus platzieren. Sie werden einfach in die vorhandenen Moosgummi-Halterungen stecken.
Die Deckel der Fächer beherbergen außerdem die Mausgleiter. Übrigens befinden sich auf jeder dieser Deckel unterschiedliche Gleiter. Zwei kleine auf der einen, ein großer auf der anderen Seite. Man kann also auch die Gleiter nach seinen Bedürfnissen anpassen. Einfach bei Bedarf den Deckel umdrehen...fertig!
Das mit Stoff ummantelte Kabel ist zwei Meter lang, was vollkommen in Ordnung geht. Angeschlossen wird sie natürlich an einen freien USB-Port.
Außerdem läßt sich das Kabel auf der Unterseite durch verschiedene Kanäle legen, der User kann also bestimmen an welcher Stelle das Kabel die Maus verläßt.
Interessant ist das Design. Die Maus ist ausschließlich für Rechtshänder geeignet, aber Raptor-Gaming geht hier noch mehr ins Detail: für die sonst vernachlässigten Ringfinger und die kleinen Finger sind auf der rechten Seite extra kleine Mulden vorhanden, in denen sie angenehm verweilen sollen. Ob diese Rechnung aufgeht und tatsächlich jeder über eine entsprechenden "genormte" Hand verfügt, das betrachte ich im Abschnitt "Ergonomie".
Der Nager ist übrigens komplett mit einer sich angenehm anfühlenden "weichen" Oberfläche versehen. Das soll der Haut schmeicheln und eine hohe Wertigkeit vermitteln.
3.: Qualität und erster Eindruck
Der erste Eindruck ist sehr positiv. Die Maus wirkt sofort sehr solide... und das ist sie auch! Selbst bei einem festeren Griff hört man keinen knirschenden Kunststoff. Die Oberfläche fühlt sich sehr wertig an. Das mit Stoff isolierte Kabel mag ebenfalls gefallen, es wirkt einfach besser als ein normales Kabel.
Doch zwei Dinge mußte ich aber sofort bemängeln: die Daumentaste hat ein ziehmlich großes Spiel und wackelt in ihrer Position spürbar. Wackeln tut auch die Abdeckung des vorderen Faches für die Gewichte. Leider sind an den Deckeln ja auch die Mausgleiter befestigt.Das wäre nicht nötig gewesen.
Ob diese Mängel auch die Funktion beeinflussen, das wird sich noch klären.
Ich hätte mir eine andere Lösung für die Aufnahme der Gewichte gewünscht. Die Moosgummihalterungen liegen einfach lose in der Maus, die Gewichte werden einfach nur so in die vorgesehenen Löcher gesteckt. Mag ja seinen Zweck erfüllen, für eine Maus der Oberklasse find ich das aber wenig elegant.
An der einen Ecke der Daumentaste ist übrigens ein wenig Farbe abgeplatzt. Zunächst war ich der Meinung, daß das meine Schuld gewesen ist. Jedoch hat ein anderer Tester die selbe Macker bei seinem Exemplar vorgefunden. Ist zwar nicht schlimm, aber auch so etwas dürfte sich ein Oberklassenprodukt eigentlich nicht leisten.
Hier ein paar Bilder zu der Maus:
ohne...
...und mit Wrist-Rest.
Die Taschen, in denen sich die Maus und die kleinen Gewichte verstauen lassen, sind aus einem dicken Stoff gefertigt. Es erinnert ein wenig an Neopren. Die Maus paßt gut hinein, inklusive demontierter Handgelenkstütze und den Gewichten. Vor Kratzern, Staub und Schäden durch Stürze ist das Eingabegerät jedenfalls wirkungsvoll geschützt.
Hier ein Foto der Taschen:
Das Design kann mir durchaus gefallen. Es wirkt nicht überladen, eher elegant. Aber gerade an diesem Punkt werden sich garantiert die Geister scheiden.
Hübsch ist die Beleuchtung, die nebenher aber auch einen Zweck erfüllt.
Aber dazu später mehr.
Hier der Nager in voller Pracht:
Und hier zusammen mit der Tastatur Merc Stealth. Harmoniert optisch sehr gut:
4.: Ergonomie und Funktionalität
Allgemeines:
In diesem Abschnitt werde ich einige Punkte natürlich nur subjektiv bewerten können. Da nun wirklich jede Hand anders ist, sollte sich jeder, der an diesem Prokukt interessiert ist, bei dem nächsten Hardwareausstatter selbst ein Bild von der Ergonomie machen.
Die M3 Platinum ist konsequent als Eingabegerät für die rechte Hand konzipiert, was wieder einmal die Linkshänder unter den Gamern ausschließt. Da diese Form aber durchaus Vorteile für die Rechtshänder mit sich bringt, will ich das nicht negativ bewerten. Die meisten User sind eben Rechthänder und die profitieren von dieser Formgebung.
Fragwürdig finde ich allerdings die beiden Mulden für den Ringfinger und den kleinen Finger. Sie sollen den beiden Fingern eine bequeme Ablage ermöglichen. Aber leider kommt das so bei mir nicht an. Ständig bemerke ich, daß ich den kleinen Finger doch an die Maus pressen muß, das er nicht von allein in der dafür gedachten Position bleibt, das ist auf Dauer ein wenig anstrengend.
Ich hab das Gefühl, dass meine Hand nicht ganz der Raptor-Gaming-Norm entspricht. Wenn ich die Maus nicht 100% genau greife, dann liegt sie gar nicht mehr gut in der Hand. In der korrekten Position erreiche ich aber nur schwer die vordere Daumentaste. Hab ich sie so in der Hand, dass ich diese Taste problemlos erreiche, dann ist es unkomfortabel.
Hingegen lässt das Design meiner alten MX518 oder auch meine Arbeitsmaus von Typhoon dem User gewisse Freiheiten. Somit sind diese Modelle besser für unterschiedliche Hände geeignet.
Da ich den Nager auf Grund dieser Formgebung auch nicht ganz umfassen kann hat man ein unsicheres Gefühl beim Anheben. Die Maus wirkt dann "hecklastig", auch ohne Gewichte.
Meine Überzeugung ist jedoch, dass die Maus mit der Hand eine Einheit bilden sollte. Leider ist das hier nicht der Fall.
Die Oberfläche ist übrigens sehr gut gelungen. Die Maus fühlt sich wirklich samtweich an.
Die Tasten und das Mausrad:
Linke und rechte Taste:
Die beiden Haupttasten schmiegen sich gut an die Hand an. Jedoch finde ich den Druckpunkt und die Rückmeldung dieser Tasten alles andere als optimal. Hinzu kommt, dass die linke Taste einen geringeren Widerstand leistet als die rechte. Sie fühlt sich so weich und schwammig an, daß selbst ein Doppelklick kompliziert wird. Ob nun hier ein Produktionsfehler bei meiner Version vorliegt oder das so absichtlich gestaltet worden ist kann ich nicht sagen. Ich gehe aber von einem Fehler aus.
Die Daumentaste:
Diese beiden in eine Wippe integrierten Tasten sind für mich eine echte Enttäuschung! Viel zu schwer lassen sie sich drücken und geben dabei auch noch ein lautes Geräusch von sich, was keine Wertigkeit vermitteln mag. Außerdem lässt sich die vordere Taste nur schwer erreichen. Bereits oben hatte ich anmerken müssen, daß die Maustaste auch noch eine ganze Menge Spiel hat. Das wirkt sehr störend und ist alles andere, nur nicht präzise.
Die dpi-Taste:
Die Umschaltung der Auflösung funktioniert so: Taste drücken (leuchtet rot), mit dem Mausrad die dpi-Stufen einstellen (Auflösung wird durch blaue LED´s angezeigt), anschließend wieder die Taste drücken (rotes Licht erlischt). Eigentlich ganz nett, für eine schnelle Umstellung im Spiel aber ungeeignet. Die Taste sitzt bei mir am Fingeransatz, kann also unmöglich erreicht werden ohne die Maus los zu lassen. Gut bewerte ich die Tatsache, dass diese Funktion auch ohne Treiberinstallation zur Verfügung steht. Allerdings kann man dann die vier Stufen nicht definieren oder abschalten.
Das Mausrad:
Das Mausrad überrascht mich sehr positiv! Es rastet leise und zuverlässig ein, wenn auch nicht ganz so präzise wie das meiner MX518. Der Widerstand ist recht gering, aber ausreichend. Die Tastenfunktion ist über jeden Zweifel erhaben. Druckpunkt und Rückmeldung gehen in Ordnung. Gut finde ich die breite gummierte Oberfläche, die in Laufrichtung einen eine Rille aufweist. Das fühlt sich gut an und lädt zum scrollen ein…
Die Gewichte:
Ich selbst bin nicht sehr überzeugt von dem Gewichtstuning. Ich benutze dieses Feature nicht. Wer jedoch Wert auf dieses Extra legt, der ist hier gut bedient. Das Gewicht lässt sich sogar individuell in zwei Kammern (vorne und hinten) anpassen. Dafür liegen 21 Zusatzgewichte mit jeweils 2 gr. Gewicht bereit. Der Einbau der kleine Metallzylinder geht leicht von der Hand. Die beiden Deckel auf der Unterseite der Maus öffnen, Metallstücke einstecken oder entfernen, Deckel wieder zu. Das ist alles. Allerdings erscheint mir de Lösung mit dem Moosgummi ein wenig billig, wie schon oben beschrieben. Laut Herstellerangaben kann sich so das Gewicht zwischen 110 und 155 Gramm einstellen.
Die Mausgleiter:
Ich bevorzuge die kleinen Füße. Der Hauptgrund: die großen Mausgleiter sind so schmal, dass die Maus nach vorne links leicht kippeln kann! Die Kleinen Mausgleiter unterdrücken diesen Effekt ein wenig, da sie etwas weiter außen angebracht sind und die Platinum somit etwas breitbeiniger und sicherer steht. Dennoch ist die Kippeffekt zu spüren! Besonders auf einem weichen Stoffpad und beim Drücken der Feuertaste! Das ist nicht akzeptabel! Es ist mir unerklärlich, warum die Füße auf den Fächern sitzen müssen. Weiter außen am Gehäuse, da wären sie richtig platziert!
Die bereits erwähnte locker vordere Gewichtefachklappe stört ebenfalls das Feingefühl.
Gleiten tun die Füße übrigens ohne Probleme auf allen von mir geprüften Unterlagen (Tischplatte, Stoffpad, Hartplastikpad mit feiner und mit grober Struktur).
Bilder zu den Glides seht ihr oben.
Die Handgelenkstütze (Wrist-Rest):
Ein interessanter Bonus! Tatsächlich fühlt sich das gut an. Man sollte aber beachten, daß bei der Verwendung der Stütze eine ausreichend große Unterlage zur Verfügung steht. Außerdem erhöht sich der Gleitwiderstand, da nun auch das gesamte Gewicht der Hand über zusätzliche Gleiter mit bewegt werden muss. Im Büro fand ich das zwar gewöhnungsbedürftig, aber komfortabel. Wer also viel am PC arbeitet sollte mal einen Blick auf dieses Modell werfen. Es könnte Handgelenkschmerzen verhindern.
Die Montage ist unkompliziert. Einfach unter der Maus einrasten, fertig! Die Stütze läßt sich auch leicht wieder entfernen.
Das Kabelmangement:
Man kann das Kabel über 6 verschiedene Positionen nach außen führen. Dazu klemmt man das Kabel einfach in die dafür vorgesehenen Kanäle. Das funktioniert ganz einfach, das Kabel wird sicher gehalten. Mir persönlich bringt es keinen Vorteil. Da dieses Extra aber die Handhabung nicht negativ beeinflussen kann und es bestimmt User gibt, die sich darüber freuen, ist das Kabelmanagement ein netter Bonus.
Hier noch ein weiteres Beispiel für die Kabelverlegung:
Tag 3:
5.: Software
Die Software liegt der Verpackung in Form einer kleinen CD bei. Die Installation geht schnell, das Tool ist übersichtlich und unkompliziert, alle Funktionen sind selbsterklärend.
Aufgefallen ist mir ja gleich zu Beginn des Tests, daß die Funktionen der Maus ja schon vor der Installation zur Verfügung standen. Ich vermute, daß dieses Tool wirklich nur der Programmierung der Maus dienlich ist und keinen Treiber enthält, deswegen wahrscheinlich auch der Name des Programms: Raptor-Adjust. Die Systemsteuerung meldet mir tatsächlich den Standard-MS-Treiber:
Das wird ganz besonders die freuen, die nur ungern unnötig Treiber installieren mögen. Dann wird man allerdings auch auf die anderen Einstellungsmöglichkeiten der Maus verzichten müssen, wie z.B.:
- Zuweisung der Tastenfunktionen
- Erstellung von Profilen
- Einstellung der Skript LED´s (Beleuchtung an der Daumentaste)
- Dauerfeuerfunktion
- Einstellung der dpi-Auflösung für alle vier Stufen
- Aktivierung und Deaktivierung der vier dpi-Stufen
- Einstellung der USB Übertragungsrate (Polling Rate) zwischen 100 und 1.000 Hz
Hier nun jeweils ein Screenshot der 3 Programmreiter:
Direkt nach dem Start des Tools wird erst einmal die Maus ausgelesen (sieht man an dem kleinen Ladebalken an der rechten Seite des Tools, siehe Screenshot). Das dauert nur wenige Sekunden. Wenn man die eine Funktion verändern will, dann wird durch den Button "Übernehmen" die Informationen an die Maus gesendet. Offenbar bleiben diese Informationen dann fest in der Maus. So ist es möglich z.B. die Auflösungsstufen zu deaktivieren, die Einstellungen zu übernehmen und die Maus vom Computer zu trennen. Auch an meinem Arbeits-PC blieben diese Einstellungen erhalten... die ich dort mangels des Tools nicht verändern konnte.
Die Software ist somit nicht wirklich nötig. Wie schon einmal angemerkt, viele wirds vielleicht freuen. Den vollen Leistungsumfang kann die M3 Platinum aber nur mit dem Raptor Adjust-Tool entfalten.
Tag 4:
Ruhetag
!
Tag 5:
6.: Praxis (COD4, BF2, HL2, R:TW, Office/SAP)
7.: Zusammenfassung, Vergleich mit meiner alten MX518 und Fazit
Raptor-Gaming hat mit der M3 Platinum eine Maus im Angebot, die aufgrund ihrer Ausstattung, des hochwertigen Sensors und die generell recht gute Verarbeitung definitiv in der Oberklasse anzusiedeln ist. Danach richtet sich auch der Preis. Etwa 60-70 Euro werden für diesen Nager fällig, was für die Oberklasse normal ist.
Wer allerdings so viel Geld für ein High-Tech-Eingabegerät ausgibt, der erwartet auch, daß dieses Gerät auch seinen Ansprüchen gerecht wird. Leider sehe ich hier die Schwäche im Design. Zu kompromisslos wurde es ausgelegt, nur wenige Hände dürften mit ihr ihre Freude haben.
Die Qualität der Daumentaste ist ein weiterer Schwachpunkt. Die Umschaltung der dpi-Auflösung ist in hitzigen Gefechten undenkbar.
Außerdem kippelt die Maus über ihre schlecht dimensionierten und platzierten Mouseskatez. Die Handgelenkstütze ist für mich übrigens überflüssig. Ein Teil meiner Hand verweilt generell auf dem Mauspad, damit bin ich präziser.
All diese Punkte löst meine alte MX518 besser! Die Gleitfüße sitzen richtig, die alten Daumentasten haben noch einen perfekten Druckpunkt wie am ersten Tag, die dpi-Umschaltung ist leicht erreichbar. Ihr Design ist zwar auch für Rechtshänder, aber insgesamt ist es weniger konsequent. Unterschiedliche Hände fühlen sich gleichermaßen auf dieser Maus wohl. Meine Hände scheinen für die M3 Platinum einfach ein wenig zu groß zu sein. Die Qualität der betagten Logitech beurteile ich insgesamt ein wenig höher.
Leider wird meine MX518 wieder reaktiviert werden. Schade eigentlich, ich hatte gehofft endlich mal einen Nachfolger zu finden.
Hier einmal die beiden Mäuse zusammen:
Positiv wäre noch der Lieferumfang zu erwähnen, Ersatzgleitfüße und eine Transporttasche sind kein Standard, auch nicht in der Oberklasse.
Somit noch einmal alle Pros und Kontras auf einem Blick:
Pros:
+ Lieferumfang (Taschen, Ersatzgleitfüße)
+ Allgemeine Verarbeitung
+ guter Sensor
+ Kabelmanagement
+ Gewichttuning
+ dpi-Umschaltung
+ Handgelenkstütze
+ Makros programmierbar
+ auch ohne Software brauchbar
Kontras:
- Qualität Daumentaste
- Linke Maustaste zu weich (vermutlich Fabrikationsfehler)
- dpi-Umschaltung schwer erreichbar
- nur wenige Hände werden mit diese Maus zurecht kommen
- Anbringung der Gleitfüße
- Deckel des vorderen Gewichtefaches klappert.
Eine Kaufempfehlung kann ich so nicht aussprechen. jeder interessierte Gamer sollte sich diese Maus wirklich erst einmal angucken und anfassen. Erst dann kann jeder für sich entscheiden, ob der Nager zu seiner Hand paßt und ob all die Extras und die Qualität das Geld wert sind.
Gruß und danke fürs lesen!
Dies ist mein erster Lesertest. Solltet ihr etwas vermissen oder bestimmte Fragen haben, dann stehe ich gern zur Verfügung.
Und los gehts!
Tag 1:
Ich werde den Test in folgende Abschnitte unterteilen:
1.: Verpackung und Inhalt
2.: Technische Daten und Features
3.: Qualität und erster Eindruck
4.: Ergonomie und Funktionalität
5.: Software
6.: Praxis (COD4, BF2, HL2, R:TW, Office/SAP)
7.: Zusammenfassung, Vergleich mit meiner alten MX518 und Fazit
1.: Verpackung und Inhalt
Die Verpackung der M3 Platinum kommt ähnlich daher wie die der Konkurrenz. Die Maus steckt in einer transparenten Plastikverpackung, umgeben von einem Karton mit Ausschnitt. Das ist so marktüblich, das Produkt ist sicher verpackt und dennoch kann der Kunde einen Blick auf das Produkt werfen.
Auch wird dem Kunden auf einem Blick auffallen, daß diese Maus über eine dpi-Umschaltung verfügt und hier der Maximalwert von 3200 dpi einstellbar ist. Eine nicht ganz unwichtige Information, schließlich werden die besten elektronischen Nager heute nicht zuletzt über die Auflösung ihres Sensors beworben.
Die Rückseite informiert über die Features der Maus, aber dazu kommen wir später.
Der Inhalt kann sich durchaus sehen lassen! Neben der Maus findet sich noch einiges an Zubehör in der Verpackung:
- 21 zusätzliche Gewichte
- eine Tasche für die Maus (Mousebag XL)
- eine kleine Tasche für die Gewichte (Weightbag)
- eine kleine Tüte mit zusätzlichen Mausgleitern
- eine Handgelenkstütze (Wrist-Rest)
- eine Schnellinstallationsanleitung
- die Treibersoftware auf CD
Eine Handgelenkstütze? Ganz genau! Das ist mal was neues. Was es damit auf sich hat, das werde ich später zeigen.
So sieht der Inhalt aus:
Tag 2:
2.: Technische Daten und Features
Die M3 Platinum verfügt über einen hochauflösenden Sensor mit bis zu 3200 dpi. Zwar gibt es schon andere Produkte mit höheren Auflösungen, aber dennoch dürfte man das als markttypisch für die Oberklasse bezeichnen. Interessant ist übrigens, daß die dpi-Umschaltung auch ohne Treiberinstallation funktioniert, offenbar handelt es sich um einen Sensor mit "echten" 3200 dpi.
Überhaupt funktioniert die Maus ohne zusätzlich installierter Software ohne Probleme.
Der Lift-off-Abstand liegt übrigens bei etwa 2 mm. Das dürfte für einige Gamer ein wichtiger Hinweis sein. Zu mindest fü einige Low-Sense-Player.
Wir finden hier auch die üblichen Tasten: neben den beiden Tasten für Zeigefinger und Mittelfinger gibt es zwei Daumentasten, die in ein Wippe integriert sind. Außerdem läßt sich auch das Mausrad drücken. Zusätzlich befindet sich auf der Oberseite der Knopf zur dpi-Umstellung.
Die Anzahl der Funktionselemente ist somit auch als normal für eine Gamermaus zu beurteilen.
Das Gewicht läßt sich individuell an den persönlichen Geschmack anpassen. 110-155 gr. sind hier möglich. Dazu lassen sich 21 kleine Gewichte (je 2 gr.) in zwei Fächer auf der Unterseite der Maus platzieren. Sie werden einfach in die vorhandenen Moosgummi-Halterungen stecken.
Die Deckel der Fächer beherbergen außerdem die Mausgleiter. Übrigens befinden sich auf jeder dieser Deckel unterschiedliche Gleiter. Zwei kleine auf der einen, ein großer auf der anderen Seite. Man kann also auch die Gleiter nach seinen Bedürfnissen anpassen. Einfach bei Bedarf den Deckel umdrehen...fertig!
Das mit Stoff ummantelte Kabel ist zwei Meter lang, was vollkommen in Ordnung geht. Angeschlossen wird sie natürlich an einen freien USB-Port.
Außerdem läßt sich das Kabel auf der Unterseite durch verschiedene Kanäle legen, der User kann also bestimmen an welcher Stelle das Kabel die Maus verläßt.
Interessant ist das Design. Die Maus ist ausschließlich für Rechtshänder geeignet, aber Raptor-Gaming geht hier noch mehr ins Detail: für die sonst vernachlässigten Ringfinger und die kleinen Finger sind auf der rechten Seite extra kleine Mulden vorhanden, in denen sie angenehm verweilen sollen. Ob diese Rechnung aufgeht und tatsächlich jeder über eine entsprechenden "genormte" Hand verfügt, das betrachte ich im Abschnitt "Ergonomie".
Der Nager ist übrigens komplett mit einer sich angenehm anfühlenden "weichen" Oberfläche versehen. Das soll der Haut schmeicheln und eine hohe Wertigkeit vermitteln.
3.: Qualität und erster Eindruck
Der erste Eindruck ist sehr positiv. Die Maus wirkt sofort sehr solide... und das ist sie auch! Selbst bei einem festeren Griff hört man keinen knirschenden Kunststoff. Die Oberfläche fühlt sich sehr wertig an. Das mit Stoff isolierte Kabel mag ebenfalls gefallen, es wirkt einfach besser als ein normales Kabel.
Doch zwei Dinge mußte ich aber sofort bemängeln: die Daumentaste hat ein ziehmlich großes Spiel und wackelt in ihrer Position spürbar. Wackeln tut auch die Abdeckung des vorderen Faches für die Gewichte. Leider sind an den Deckeln ja auch die Mausgleiter befestigt.Das wäre nicht nötig gewesen.
Ob diese Mängel auch die Funktion beeinflussen, das wird sich noch klären.
Ich hätte mir eine andere Lösung für die Aufnahme der Gewichte gewünscht. Die Moosgummihalterungen liegen einfach lose in der Maus, die Gewichte werden einfach nur so in die vorgesehenen Löcher gesteckt. Mag ja seinen Zweck erfüllen, für eine Maus der Oberklasse find ich das aber wenig elegant.
An der einen Ecke der Daumentaste ist übrigens ein wenig Farbe abgeplatzt. Zunächst war ich der Meinung, daß das meine Schuld gewesen ist. Jedoch hat ein anderer Tester die selbe Macker bei seinem Exemplar vorgefunden. Ist zwar nicht schlimm, aber auch so etwas dürfte sich ein Oberklassenprodukt eigentlich nicht leisten.
Hier ein paar Bilder zu der Maus:
ohne...
...und mit Wrist-Rest.
Die Taschen, in denen sich die Maus und die kleinen Gewichte verstauen lassen, sind aus einem dicken Stoff gefertigt. Es erinnert ein wenig an Neopren. Die Maus paßt gut hinein, inklusive demontierter Handgelenkstütze und den Gewichten. Vor Kratzern, Staub und Schäden durch Stürze ist das Eingabegerät jedenfalls wirkungsvoll geschützt.
Hier ein Foto der Taschen:
Das Design kann mir durchaus gefallen. Es wirkt nicht überladen, eher elegant. Aber gerade an diesem Punkt werden sich garantiert die Geister scheiden.
Hübsch ist die Beleuchtung, die nebenher aber auch einen Zweck erfüllt.
Aber dazu später mehr.
Hier der Nager in voller Pracht:
Und hier zusammen mit der Tastatur Merc Stealth. Harmoniert optisch sehr gut:
4.: Ergonomie und Funktionalität
Allgemeines:
In diesem Abschnitt werde ich einige Punkte natürlich nur subjektiv bewerten können. Da nun wirklich jede Hand anders ist, sollte sich jeder, der an diesem Prokukt interessiert ist, bei dem nächsten Hardwareausstatter selbst ein Bild von der Ergonomie machen.
Die M3 Platinum ist konsequent als Eingabegerät für die rechte Hand konzipiert, was wieder einmal die Linkshänder unter den Gamern ausschließt. Da diese Form aber durchaus Vorteile für die Rechtshänder mit sich bringt, will ich das nicht negativ bewerten. Die meisten User sind eben Rechthänder und die profitieren von dieser Formgebung.
Fragwürdig finde ich allerdings die beiden Mulden für den Ringfinger und den kleinen Finger. Sie sollen den beiden Fingern eine bequeme Ablage ermöglichen. Aber leider kommt das so bei mir nicht an. Ständig bemerke ich, daß ich den kleinen Finger doch an die Maus pressen muß, das er nicht von allein in der dafür gedachten Position bleibt, das ist auf Dauer ein wenig anstrengend.
Ich hab das Gefühl, dass meine Hand nicht ganz der Raptor-Gaming-Norm entspricht. Wenn ich die Maus nicht 100% genau greife, dann liegt sie gar nicht mehr gut in der Hand. In der korrekten Position erreiche ich aber nur schwer die vordere Daumentaste. Hab ich sie so in der Hand, dass ich diese Taste problemlos erreiche, dann ist es unkomfortabel.
Hingegen lässt das Design meiner alten MX518 oder auch meine Arbeitsmaus von Typhoon dem User gewisse Freiheiten. Somit sind diese Modelle besser für unterschiedliche Hände geeignet.
Da ich den Nager auf Grund dieser Formgebung auch nicht ganz umfassen kann hat man ein unsicheres Gefühl beim Anheben. Die Maus wirkt dann "hecklastig", auch ohne Gewichte.
Meine Überzeugung ist jedoch, dass die Maus mit der Hand eine Einheit bilden sollte. Leider ist das hier nicht der Fall.
Die Oberfläche ist übrigens sehr gut gelungen. Die Maus fühlt sich wirklich samtweich an.
Die Tasten und das Mausrad:
Linke und rechte Taste:
Die beiden Haupttasten schmiegen sich gut an die Hand an. Jedoch finde ich den Druckpunkt und die Rückmeldung dieser Tasten alles andere als optimal. Hinzu kommt, dass die linke Taste einen geringeren Widerstand leistet als die rechte. Sie fühlt sich so weich und schwammig an, daß selbst ein Doppelklick kompliziert wird. Ob nun hier ein Produktionsfehler bei meiner Version vorliegt oder das so absichtlich gestaltet worden ist kann ich nicht sagen. Ich gehe aber von einem Fehler aus.
Die Daumentaste:
Diese beiden in eine Wippe integrierten Tasten sind für mich eine echte Enttäuschung! Viel zu schwer lassen sie sich drücken und geben dabei auch noch ein lautes Geräusch von sich, was keine Wertigkeit vermitteln mag. Außerdem lässt sich die vordere Taste nur schwer erreichen. Bereits oben hatte ich anmerken müssen, daß die Maustaste auch noch eine ganze Menge Spiel hat. Das wirkt sehr störend und ist alles andere, nur nicht präzise.
Die dpi-Taste:
Die Umschaltung der Auflösung funktioniert so: Taste drücken (leuchtet rot), mit dem Mausrad die dpi-Stufen einstellen (Auflösung wird durch blaue LED´s angezeigt), anschließend wieder die Taste drücken (rotes Licht erlischt). Eigentlich ganz nett, für eine schnelle Umstellung im Spiel aber ungeeignet. Die Taste sitzt bei mir am Fingeransatz, kann also unmöglich erreicht werden ohne die Maus los zu lassen. Gut bewerte ich die Tatsache, dass diese Funktion auch ohne Treiberinstallation zur Verfügung steht. Allerdings kann man dann die vier Stufen nicht definieren oder abschalten.
Das Mausrad:
Das Mausrad überrascht mich sehr positiv! Es rastet leise und zuverlässig ein, wenn auch nicht ganz so präzise wie das meiner MX518. Der Widerstand ist recht gering, aber ausreichend. Die Tastenfunktion ist über jeden Zweifel erhaben. Druckpunkt und Rückmeldung gehen in Ordnung. Gut finde ich die breite gummierte Oberfläche, die in Laufrichtung einen eine Rille aufweist. Das fühlt sich gut an und lädt zum scrollen ein…
Die Gewichte:
Ich selbst bin nicht sehr überzeugt von dem Gewichtstuning. Ich benutze dieses Feature nicht. Wer jedoch Wert auf dieses Extra legt, der ist hier gut bedient. Das Gewicht lässt sich sogar individuell in zwei Kammern (vorne und hinten) anpassen. Dafür liegen 21 Zusatzgewichte mit jeweils 2 gr. Gewicht bereit. Der Einbau der kleine Metallzylinder geht leicht von der Hand. Die beiden Deckel auf der Unterseite der Maus öffnen, Metallstücke einstecken oder entfernen, Deckel wieder zu. Das ist alles. Allerdings erscheint mir de Lösung mit dem Moosgummi ein wenig billig, wie schon oben beschrieben. Laut Herstellerangaben kann sich so das Gewicht zwischen 110 und 155 Gramm einstellen.
Die Mausgleiter:
Ich bevorzuge die kleinen Füße. Der Hauptgrund: die großen Mausgleiter sind so schmal, dass die Maus nach vorne links leicht kippeln kann! Die Kleinen Mausgleiter unterdrücken diesen Effekt ein wenig, da sie etwas weiter außen angebracht sind und die Platinum somit etwas breitbeiniger und sicherer steht. Dennoch ist die Kippeffekt zu spüren! Besonders auf einem weichen Stoffpad und beim Drücken der Feuertaste! Das ist nicht akzeptabel! Es ist mir unerklärlich, warum die Füße auf den Fächern sitzen müssen. Weiter außen am Gehäuse, da wären sie richtig platziert!
Die bereits erwähnte locker vordere Gewichtefachklappe stört ebenfalls das Feingefühl.
Gleiten tun die Füße übrigens ohne Probleme auf allen von mir geprüften Unterlagen (Tischplatte, Stoffpad, Hartplastikpad mit feiner und mit grober Struktur).
Bilder zu den Glides seht ihr oben.
Die Handgelenkstütze (Wrist-Rest):
Ein interessanter Bonus! Tatsächlich fühlt sich das gut an. Man sollte aber beachten, daß bei der Verwendung der Stütze eine ausreichend große Unterlage zur Verfügung steht. Außerdem erhöht sich der Gleitwiderstand, da nun auch das gesamte Gewicht der Hand über zusätzliche Gleiter mit bewegt werden muss. Im Büro fand ich das zwar gewöhnungsbedürftig, aber komfortabel. Wer also viel am PC arbeitet sollte mal einen Blick auf dieses Modell werfen. Es könnte Handgelenkschmerzen verhindern.
Die Montage ist unkompliziert. Einfach unter der Maus einrasten, fertig! Die Stütze läßt sich auch leicht wieder entfernen.
Das Kabelmangement:
Man kann das Kabel über 6 verschiedene Positionen nach außen führen. Dazu klemmt man das Kabel einfach in die dafür vorgesehenen Kanäle. Das funktioniert ganz einfach, das Kabel wird sicher gehalten. Mir persönlich bringt es keinen Vorteil. Da dieses Extra aber die Handhabung nicht negativ beeinflussen kann und es bestimmt User gibt, die sich darüber freuen, ist das Kabelmanagement ein netter Bonus.
Hier noch ein weiteres Beispiel für die Kabelverlegung:
Tag 3:
5.: Software
Die Software liegt der Verpackung in Form einer kleinen CD bei. Die Installation geht schnell, das Tool ist übersichtlich und unkompliziert, alle Funktionen sind selbsterklärend.
Aufgefallen ist mir ja gleich zu Beginn des Tests, daß die Funktionen der Maus ja schon vor der Installation zur Verfügung standen. Ich vermute, daß dieses Tool wirklich nur der Programmierung der Maus dienlich ist und keinen Treiber enthält, deswegen wahrscheinlich auch der Name des Programms: Raptor-Adjust. Die Systemsteuerung meldet mir tatsächlich den Standard-MS-Treiber:
Das wird ganz besonders die freuen, die nur ungern unnötig Treiber installieren mögen. Dann wird man allerdings auch auf die anderen Einstellungsmöglichkeiten der Maus verzichten müssen, wie z.B.:
- Zuweisung der Tastenfunktionen
- Erstellung von Profilen
- Einstellung der Skript LED´s (Beleuchtung an der Daumentaste)
- Dauerfeuerfunktion
- Einstellung der dpi-Auflösung für alle vier Stufen
- Aktivierung und Deaktivierung der vier dpi-Stufen
- Einstellung der USB Übertragungsrate (Polling Rate) zwischen 100 und 1.000 Hz
Hier nun jeweils ein Screenshot der 3 Programmreiter:
Direkt nach dem Start des Tools wird erst einmal die Maus ausgelesen (sieht man an dem kleinen Ladebalken an der rechten Seite des Tools, siehe Screenshot). Das dauert nur wenige Sekunden. Wenn man die eine Funktion verändern will, dann wird durch den Button "Übernehmen" die Informationen an die Maus gesendet. Offenbar bleiben diese Informationen dann fest in der Maus. So ist es möglich z.B. die Auflösungsstufen zu deaktivieren, die Einstellungen zu übernehmen und die Maus vom Computer zu trennen. Auch an meinem Arbeits-PC blieben diese Einstellungen erhalten... die ich dort mangels des Tools nicht verändern konnte.
Die Software ist somit nicht wirklich nötig. Wie schon einmal angemerkt, viele wirds vielleicht freuen. Den vollen Leistungsumfang kann die M3 Platinum aber nur mit dem Raptor Adjust-Tool entfalten.
Tag 4:
Ruhetag
!Tag 5:
6.: Praxis (COD4, BF2, HL2, R:TW, Office/SAP)
Die Maus mußte sich auch zwei Tage im Büro beweisen. Outlook, Office und SAP standen auf dem Programm. Wie ich schon erwähnt hatte, ließ sich die M3 Platinum unproblematisch und ohne Software betreiben. Als Mausunterlage diente mein Stoffpad der "Steelseries" und, bei angebauter Handgelenkstütze, die Tischoberfläche. Der Sensor leistete sich keine Schwächen, sauber sauste des Pfeil über die Bildschirme.
Die bereits bemängelte linke Maustaste störte bei Doppelklicks, die mir tatsächlich nicht immer gelingen wollten, mit der Zeit wurde es aber besser, die Umgewöhnung sollte man nicht unterschätzen.
Wirklich lästig war mir auber auch hier die Ergonomie. Sorry, aber die Maus paßt einfach nicht in meine Hand.
Das zeigte sich dann leider auch bei den Spielen. Während es bei Rome:Total War noch recht angenehm zuging, hinterließen die Schwächen des Designs (Ergonomie) und die kleinen Konstruktionsfehler (linke Maustaste, Daumentaste) bei den schnellen Shootern wie Battlefield 2, Forgotten Hope (Mod zu BF1942) und vor allem COD4 einen negativen Eindruck.
Ich kann es nur immer wieder betonen: die Maus paßt einfach nicht in meine Hand!
Erwähnen möchte ich noch, daß die M3 Platinum kein Problem mit den getesteten Mauspads hatte. Ob Stoffpad (Steelseries), oder Hartplastikunterlage mit grober Struktur (altes Ratpadz), mit feiner Struktur (Speedpad glaube ich), das dünne Glidepad oder der nackte Tisch, alles kein Problem für den Sensor!
Die bereits bemängelte linke Maustaste störte bei Doppelklicks, die mir tatsächlich nicht immer gelingen wollten, mit der Zeit wurde es aber besser, die Umgewöhnung sollte man nicht unterschätzen.
Wirklich lästig war mir auber auch hier die Ergonomie. Sorry, aber die Maus paßt einfach nicht in meine Hand.
Das zeigte sich dann leider auch bei den Spielen. Während es bei Rome:Total War noch recht angenehm zuging, hinterließen die Schwächen des Designs (Ergonomie) und die kleinen Konstruktionsfehler (linke Maustaste, Daumentaste) bei den schnellen Shootern wie Battlefield 2, Forgotten Hope (Mod zu BF1942) und vor allem COD4 einen negativen Eindruck.
Ich kann es nur immer wieder betonen: die Maus paßt einfach nicht in meine Hand!
Erwähnen möchte ich noch, daß die M3 Platinum kein Problem mit den getesteten Mauspads hatte. Ob Stoffpad (Steelseries), oder Hartplastikunterlage mit grober Struktur (altes Ratpadz), mit feiner Struktur (Speedpad glaube ich), das dünne Glidepad oder der nackte Tisch, alles kein Problem für den Sensor!
7.: Zusammenfassung, Vergleich mit meiner alten MX518 und Fazit
Raptor-Gaming hat mit der M3 Platinum eine Maus im Angebot, die aufgrund ihrer Ausstattung, des hochwertigen Sensors und die generell recht gute Verarbeitung definitiv in der Oberklasse anzusiedeln ist. Danach richtet sich auch der Preis. Etwa 60-70 Euro werden für diesen Nager fällig, was für die Oberklasse normal ist.
Wer allerdings so viel Geld für ein High-Tech-Eingabegerät ausgibt, der erwartet auch, daß dieses Gerät auch seinen Ansprüchen gerecht wird. Leider sehe ich hier die Schwäche im Design. Zu kompromisslos wurde es ausgelegt, nur wenige Hände dürften mit ihr ihre Freude haben.
Die Qualität der Daumentaste ist ein weiterer Schwachpunkt. Die Umschaltung der dpi-Auflösung ist in hitzigen Gefechten undenkbar.
Außerdem kippelt die Maus über ihre schlecht dimensionierten und platzierten Mouseskatez. Die Handgelenkstütze ist für mich übrigens überflüssig. Ein Teil meiner Hand verweilt generell auf dem Mauspad, damit bin ich präziser.
All diese Punkte löst meine alte MX518 besser! Die Gleitfüße sitzen richtig, die alten Daumentasten haben noch einen perfekten Druckpunkt wie am ersten Tag, die dpi-Umschaltung ist leicht erreichbar. Ihr Design ist zwar auch für Rechtshänder, aber insgesamt ist es weniger konsequent. Unterschiedliche Hände fühlen sich gleichermaßen auf dieser Maus wohl. Meine Hände scheinen für die M3 Platinum einfach ein wenig zu groß zu sein. Die Qualität der betagten Logitech beurteile ich insgesamt ein wenig höher.
Leider wird meine MX518 wieder reaktiviert werden. Schade eigentlich, ich hatte gehofft endlich mal einen Nachfolger zu finden.
Hier einmal die beiden Mäuse zusammen:
Positiv wäre noch der Lieferumfang zu erwähnen, Ersatzgleitfüße und eine Transporttasche sind kein Standard, auch nicht in der Oberklasse.
Somit noch einmal alle Pros und Kontras auf einem Blick:
Pros:
+ Lieferumfang (Taschen, Ersatzgleitfüße)
+ Allgemeine Verarbeitung
+ guter Sensor
+ Kabelmanagement
+ Gewichttuning
+ dpi-Umschaltung
+ Handgelenkstütze
+ Makros programmierbar
+ auch ohne Software brauchbar
Kontras:
- Qualität Daumentaste
- Linke Maustaste zu weich (vermutlich Fabrikationsfehler)
- dpi-Umschaltung schwer erreichbar
- nur wenige Hände werden mit diese Maus zurecht kommen
- Anbringung der Gleitfüße
- Deckel des vorderen Gewichtefaches klappert.
Eine Kaufempfehlung kann ich so nicht aussprechen. jeder interessierte Gamer sollte sich diese Maus wirklich erst einmal angucken und anfassen. Erst dann kann jeder für sich entscheiden, ob der Nager zu seiner Hand paßt und ob all die Extras und die Qualität das Geld wert sind.
Gruß und danke fürs lesen!
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