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Lesertest MSI MAG273R

Hackintoshi

PC-Selbstbauer(in)
MSI MAG273R: Full-HD-Monitor mit 144 Hz und IPS
E-Sport-Modell setzt auf FreeSync und starke Ergonomie


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Einleitung

Der Vorgänger des MAG274R besitzt ein IPS-Panel mit Full-HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel) im Format 16:9, 144Hz Bildwiederholungsfrequenz und einem Kontrastverhältnis von 1000:1. Voll im Trend ist der „rahmenlose“ Bildschirm an drei Seiten.Die Helligkeit beträgt 250 cd/m2, was für die beworbene HDR-Unterstützung aber immer noch zu wenig sein dürfte. Der sRGB-Farbraum wird laut Datenblatt zu 136 Prozent abgedeckt, DCI-P3 zu 98 Prozent. Gegen Tearing kommt AMD FreeSync zum Einsatz, das demzufolge LFC („Low Framerate Compensation“) mitbringt.
Das Schnittstellenangebot umfasst zwei HDMI-2.0-Eingänge, einen DisplaPort1.2a, einen USB-2.0-Hub und einen Kopfhörerausgang für 3,5-mm-Klinkenstecker.
Der Hersteller wirbt zudem mit 1 ms Reaktionszeit, wobei unklar ist, ob das den Grau-zu-Grau-Wechsel betrifft oder es sich um eine kaum aussagekräftige MPRT-Angabe („Moving Picture Response Time“) handelt.
Der MSI Optix MAG273R kann geneigt und höhenverstellt werden. Das ist für Dualmonitor Setup-Nutzer ergonomisch unbefriedigend, da kein Pivot im Lieferzustand möglich ist. In die Rückseite des Monitors ist eine RGB - Beleuchtung integriert.
Mit den implementierten Features sollen Spieler angesprochen werden, die hohe Frameraten erreichen wollen und eine geringe Verzögerung suchen. Ein besonderes Spielerlebnis sollte als Ergebnis stehen.

Beworben wird HDR, welches nach Recherche ein Fake darstellt.
Im Datenblatt sind 8bits + FRC (FrameRateControl) angegeben und somit werden die Farbtöne, die zwischen denen des 8bit-Farbraums liegen (der 10bit RGB-Farbraum kann 64 mal so viele Farben darstellen wie der 8bit RGB-Farbraum) durch schnelles Wechseln der RGB-Subpixel (diese können nativ nur ein Viertel der benötigten Helligkeitszustände, die für 10bit benötigt werden, darstellen) zwischen zwei Zuständen. Wenn ein Monitor nicht HDR10, HLG, HDR10+ oder Dolby Vision kompatibel ist, ist dieser nicht HDR-fähig. Eine DisplayHDR Zertifizierung (400, 600, 1000) garantiert zudem, dass der Monitor mindestens den HDR10-Standard unterstützt. Wenn er denn zertifiziert ist!
Alle anderen "HDR"-Displays bieten meist nur einen Modus, der SDR-Material auf irgendeine Weise "aufhübscht".
Das wird wahrscheinlich nur diejenigen interessieren, wer als ambitionierter Fotograf hochauflösende Retusche anvisiert oder als Videocutter umfangreiche Farbkalibrierung seinem Filmmaterial unterzieht.

Lieferumfang
MSI geht bei der Umverpackung den grünen Weg und liefert den MSI Optix MAG273R in einem recyclebaren Karton, der recht schmucklos daherkommt. Zur Transporterleichterung verfügt die etwa 18 kg schwere Packung über seitliche Griffmulden. Ambivalent dazu die innere Verpackung: Styropur. Das habe ich bei anderen Herstellern schon besser gesehen.
Dell liefert beispielsweise vorbildlich seine Monitore komplett in geformter Pappe aus.
Beim Lieferumfang zeigt sich MSI großzügig. Alle wichtigen Kabel (Strom, USB-Hub, HDMI) sind enthalten, um sofort aktiv zu werden. Der Monitor ist zerlegt und besteht aus Basis, Tragarm und Display. Letzteres befindet sich gut geschützt innerhalb der zwei Styroporformteile.

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Optik und Mechanik

Die Montage des MAG273R gestaltet sich schnell und einfach. Zunächst müssen Tragarm und Basis ineinandergesteckt und mit der kleinen Handschraube unterhalb der Basis fixiert werden. Das Standbein wird auf der Display-Rückseite eingerastet und kann per Knopfdruck wieder gelöst werden. Zum Bündeln der Kabel hat das Standbein des MAG273R eine hexagonförmige, ausreichend große Öffnung. Als semiprofessioneller Gamingmonitor ist der MAG273R so konstruiert, daß er sowohl Designansprüchen Genüge tut und ebenso ausgefeilte Elektronik beherbergt und darauf ausgelegt ist, auch eine lange Gamesession auszuhalten. Das Netzteil ist MAG273R nicht in das Gehäuse integriert, läßt sich aber mittels Kabelbinder rückseitig an das Standbein senkrecht befestigen. Eine Halterung dafür wäre hier wünschenswert.
Zur rein passiven Lüftung sind auf der Rückseite entsprechende Öffnungen vorhanden. Eine übermäßige Erwärmung konnte ich auch nach längerem Betrieb selbst in diesem Bereich nicht feststellen.
Mit 8,56 kg ist der MAG273R kein Fliegengewichtgewicht. Dafür machen Verarbeitung und Mechanik auch beim Betätigen der Ergonomiefunktionen einen sehr soliden und robusten Eindruck. Das gesamte Konstrukt ist hervorragend ausbalanciert und verträgt auch gröbere Stöße, ohne aus dem Gleichgewicht zu kommen. Unterhalb der Basis sorgen Gummifüßchen dafür, dass der Monitor nicht auf dem Untergrund umherrutscht. Der Monitor steht sicher und fest auf dem Desk.
Hinsichtlich Umfang wird eine praktische Einstellmöglichkeit geboten:14 cm Höhenverstellung über ein Schlittensystem innerhalb des Monitorarms, Neigung von -5° bis +20° . In tiefster Stellung befindet sich der untere Rahmen 50 mm von der Tischoberfläche entfernt.
Der VESA-standart 100 garantiert die Befestigungsmöglichkeit an diversen im Handel erhältlichen Monitorhalterungen, wenn eine PIVOT-funktion nötig ist, welche ich mir gewünscht hätte.

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Technische Daten und Erfahrungen

Dem IPS-Panel des MAG273R bescheinigt MSI eine Reaktionszeit von 1 ms. IPS-typisch liegen die Blickwinkel bei 178 Grad in alle Richtungen, der Kontrast jedoch – ebenfalls IPS-typisch – nur bei 1.000:1.
Wenn man der Nomenklatur von AMD bei FreeSync folgt, sollte der MAG273R die Einstufung FreeSync Premium erhalten. Denn der Monitor erfüllt die Voraussetzungen dazu: 120 Hz at min FHD resolution, Low framerate compensation, Tear free, Low flicker und Low latency.
Die Pixeldichte des 27-Zoll-Displays mit Full-HD-Auflösung liegt bei nur 82 ppi. Dies ist deutlich ersichtlich und abseits von schnellen Games nicht überzeugend, gerade weil Monitore heute multifunktional eingesetzt werden. Der Sehkomfort wird allerdings aufgewertet durch eine mittelmatte, blendfreie Bildschirmoberfläche und LBL-Einstellungen (Low Blue Light).

USB mit Einschränkung

Der MSI MAG273R bietet zwei USB-2.0-Anschlüsse.
Diese sind komplett bei den Videoanschlüssen an der Rückseite platziert, so dass sie sich im Alltag nicht zum schnellen Verbinden von externen Speichermedien eignen. USB-Ports am seitlichen Display-Rahmen bietet der MSI-Monitor nicht.
Neben USB dienen zwei HDMI-2.0-Anschlüsse und ein DisplayPort 1.2a als Videoeingänge. Wer den Ton durch den Monitor schleifen möchte, kann ein Headset direkt mit dem 3,5-mm-Klinkenanschluss verbinden. Lautsprecher bietet der Bildschirm nicht.

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RGB-Beleuchtung

Das Design des MSI MAG273R ist dezent in Schwarz gehalten. Durchbrochen wird es nur durch verschiedene wertig wirkende Texturen, das rote Drachenlogo von MSI und die RGB-Beleuchtung an der Rückseite. Die RGB-Beleuchtung namens Mystic Light kann im On-Screen-Display (OSD) des Monitors erneut nur ein- und ausgeschaltet, aber in keiner Weise konfiguriert werden. Wer sie anpassen und Effekte nutzen möchte, muss deshalb auf die Software „Mystic Light““ zurückgreifen. Da diese nur für OS Win angeboten wird, schauen OS Mac-user in die Röhre.
In abgedunkelten Umgebungen ist die RGB-Beleuchtung hinter dem Monitor als Ambiente-Beleuchtung geeignet. Bei helleren Lichtverhältnissen nimmt man sie als Anwender vor dem Display kaum wahr, da sie dafür zu dezent und zu weit in der Mitte des Bildschirms platziert ist.
Der Monitor erzeugt im Test in keinem Betriebsmodus ein elektronisches Störgeräusch. Auch die RGB-Beleuchtung kann genutzt werden, ohne dass ein Brummen oder Surren entsteht.

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Einstellungen OSD

Für die Bedienung des On-Screen-Displays (OSD) dient ein Fünf-Wege-Joystick. Er ist rückwärtig am Bildschirm in der unteren rechten Ecke platziert und erlaubt eine sehr gute Bedienung der Einstellungen des Monitors. Die Zuordnung der Belegung ist logisch und für schlichte Gemüter schnell verständlich und sorgt in keinem Untermenü für Verwirrung. Ein- und ausgeschaltet wird das Gerät über einen separaten Knopf im unteren Rahmen, so dass dies nicht aus Versehen über den Joystick erfolgen kann. Ohne in das Menü zu gehen, lassen sich über den Joystick Schnelleinstellungen vornehmen, die vom Nutzer zugewiesen werden können. So kann schnell zwischen den Bildmodi oder dem Bildeingang gewechselt werden.
Das Hauptmenü besteht aus sechs Kategorien, deren Einstellungsebenen sinnvoll zugeordnet sind. Nicht verfügbare Einstellungen sind ausgegraut. Das Design ist modern, übersichtlich und informativ, da das Menü im Spaltenlayout angezeigt wird. Die Kopfzeile enthält alle wichtigen Informationen des momentanen Setups.
Dass es sich beim MSI Optix MAG273R um ein Gaming-Display handelt, wird direkt durch die Einteilung des OSD-Menüs klar, das mit der Kategorie „Gaming“ beginnt. Hier sind direkt alle spielrelevanten Einstellungseben gesammelt, sodass man sich nicht erst auf die Suche machen muss.

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Verbrauch

Die Leistungsaufnahme des MSI MAG273R beläuft sich in meinem kalibrierten Nutzungsprofil und aktivierter RGB-Beleuchtung auf 21,9 Watt.

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Interpolation

Das OSD-Menü bietet unter „Bild -> Bildschirmgröße“ die Optionen „Auto“, „4:3“ und „16:9“ an. So können auch Videosignale mit abweichendem Pixelseitenverhältnis verzerrungsfrei dargestellt werden. Unter „Bild -> Schärfe“ existiert ein Schärferegler, der in fünf Stufen eingestellt werden kann.
Die Testgrafik wird bei nativer Auflösung erwartungsgemäß scharf und detailreich angezeigt.
Textdateien werden bei heruntergesetzter Auflösung mit etwas weicheren Kanten dargestellt. Trotzdem bleiben auch kleine Schriftgrößen in Fett noch gut lesbar.

FAZIT

Der MSI Optix MAG273R wird im Handel schon ab 343,82€ gelistet. Preislich muß er sich direkt mit dem hauseigenen MSI Optix MAG274R vergleichen und darüberhinaus mit den Gerätschaften von BenQ MOBIUZ EX2710 oder auch ASUS TUF Gaming VG279Q1A. Wer für eine möglichst hohe Framerate in Spielen mit einem Full-HD-Monitor liebäugelt, erhält mit dem MSI Optix MAG273R in Summe ein gutes Modell, das sich in keinem Punkt durch eine eklatante Schwäche disqualifiziert. Gut umgesetzt hat MSI die RGB-Ambiente-Beleuchtung Mystic Light, die allerdings nur in dunklen Umgebungen sichtbar in Erscheinung tritt. Das OSD selbst und dessen Steuerung über einen Fünf-Wege-Joystick sind ebenso gelungen wie der separate Power-Knopf. Es bleiben für den perfekten Monitor noch Möglichkeiten für die Entwicklungsingenieure.
Ich habe den Optix MAG273R im Rahmen des Lesertest PcGameshardware.de von MSI zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt. Ich möchte mich ausdrücklich für diese Möglichkeit bei der Redaktion von PcGameshardware bedanken.

Appendix: alle hier gezeigten Fotos und noch einige mehr, sind in meiner Galerie zu finden: https://extreme.pcgameshardware.de/media/albums/msi-test.8385/
 

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Zuletzt bearbeitet:
TE
Hackintoshi

Hackintoshi

PC-Selbstbauer(in)
Ja, werde ich noch ergänzen. Bin allerdings noch im urlaub. Vorab: die standarteinstellung von MSI weicht nur marginal von meiner kalibrierung ab.
 

theoturtle

Freizeitschrauber(in)
Sehr schön geschriebener Test. Für mich als (Monitor-)Laie informativ. Gute Gliederung, Textlich stimmig, Bilder in den entsprechenden Absätzen untergebracht. Ein wenig fehlt mir mehr Information zur Bilddarstellung an sich. Bspw. BacklightBleeding, Farbtreue etc. Der Abschnitt ist (aktuell) deutlich zu klein. Aber ich hätte es nicht besser machen können. Daher :daumen:
 
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