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[Lesertest] Lepa LV12 Schwarz

ICE_BREAKER

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Inhaltsverzeichnis:


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1. Einleitung

Einleitend möchte ich mich zunächst beim Team der PC-Games Hardware dafür bedanken, die Chance bekommen zu haben den LEPA LV12 testen zu dürfen. Ebenso danken möchte ich Straycatsfan, der den anderen LEPA LV12 in Weiß bekommen hat und sich mit mir während der Testphase über den Lüfter ausgetauscht hat. Zuletzt möchte ich mich bei euch Lesern bedanken und hoffe ihr habt Spaß bei dem was ich euch hier an Lesestoff biete.
Es handelt sich bei diesem Test um meinen ersten Lesertest und über konstruktive Kritik, Fragen oder Anregungen in euren Posts freue ich mich sehr. Doch nun zum Wesentlichen:


Mit der Firma LEPA bin ich, trotz der Tatsache, dass ich schon etliche PCs zusammengebaut und konfiguriert habe, bisher nicht in Berührung gekommen.
Eine kleine Recherche meinerseits ergab dann, dass LEPA in Deutschland von der Coolergiant Computers Handels GmbH vertrieben wird, welche wiederrum eine Tochtergesellschaft von Enermax ist.
Enermax allerdings war mir natürlich bekannt und so hatte ich dann doch gewisse Erwartungen an den LEPA LV12. Ob er diese erfüllen konnte seht ihr in den folgenden Tests.

2. Testbedingungen

Zunächst werde ich die Testbedingungen des Systems darstellen und anschließend die einzenlen Tests, die ich dem Lüfter unterzogen habe erläutern.

Mein Testsystem steht in der Ecke eines ca. 20m² großen Raumes, welcher von großen nagelneuen Kunstoffenstern belüftet werden kann.
Links vom Gehäuse und dahinter befindet sich eine Wand, rechts davon die Tischbeine meines Schreibtisches; nach außen dringende Schallwellen werden also recht schnell reflektiert.
Vor jedem Testlauf wurde jeweils die Raumtemperatur gemessen und gelüftet um möglichst gleiche Testbedingungen zu schaffen.

Das Testsystem

Komponente | Modell
Prozessor | Intel Core i5-3470 Socket 1155 LGA Verlustleistung (TDP) 77W
Mainboard | Asus P8Z77-V LX2
Arbeitsspeicher| 2x 8 GB Corsair Value CMV8GX3M1A1600C11
Grafikkarte | Sapphire Radeon HD 6970 2 GB
Soundkarte | Creative X-Fi Xtreme Audio
SSD* | Crucial MX100 512 GB/ Samsung 840 250GB
HDD | 1x Maxtor 500 GB, 1x Maxtor 1,5 TB
Gehäuselüfter | 2x BeQuiet SilentWings 2 140mm PWM
Netzteil| BeQuiet Dark Power Pro 10 550W
Gehäuse| Fractal Design Define R4 PCGH-Edition

*Beide SSDs wurden zur Optimierung des Airflows auf der Rückseite des Mainboardschlittens verschraubt.

Das Testsystem ist auf einen möglichst leisen Betrieb bei guter Leistung zum Spielen konzipiert, soll aber im Idle so leise sein, dass es mir nicht beim Musik hören dazwischenfunkt. Der Airflow entspricht dem allgemeinen Standard: Vorne unten wird vom Gehäuselüfter und hinten unten vom Netzteil kalte Luft in das Gehäuse gesaugt. Anschließend erhitzt sich diese beim Kühlen der Komponenten. Die Warme Luft steigt nach oben und durchläuft dabei den Grafikkartenkühler und den CPU-Kühler, bevor sie hinten oben vom zweiten Gehäuselüfter wieder aus dem Gehäuse geblasen wird. Zur Veranschaulichung habe ich hierzu eine kleine Zeichnung angefertigt(bei der ich aus Gründen der Anschaulichkeit auf das Mainboard verzichtet habe), sowie ein Bild vom offenen PC-Gehäuse gemacht (Dieses zeigt allerdings noch den Arctic Freezer Pro 7 Rev. 2).

Airflow.jpgTestssystem Aufbau (Arctic Freezer).jpg

Um möglichst gut alle Betriebssituationen zu erfassen wurden insgesamt drei Tests durchgeführt:
  • Maximale CPU-Auslastung: Prime 95 mit Einstellung "Small FFTs" um die maximale Wärmebelastung für die CPU herbeizuführen.
  • Spiele-Benchmark in GRID; was bewusst mehr die Grafikkarte als die CPU auslastet, damit aber näher an der Alltags-Gamingrealität dran ist.
  • Betrieb im Idle um die Alltagstauglichkeit und Silent-Fähigkeiten des Lüfters zu testen.

Da es sich bei meinem System wie erwähnt um ein System handelt, welches für den Silent-Betrieb gedacht ist, wurden die beiden Gehäuselüfter im UEFI auf die Voreinstellung "Silent" gesetzt und drehten im Idle bei ca. 400 Umdrehungen pro Minute und sind somit quasi nicht wahrnehmbar. Ich habe diese Einstellung bewusst gewählt und es dem Mainboard frei gelassen mit der Drehzahl nach oben zu gehen, da dies auch die Vorgehensweise unter "Realbedingungen" ist und es ja der Sinn von PWM Lüftern ist, erst bei Bedarf Gas zu geben.
Zur Überwachung der Temperaturen wurden für jeden Test Logfiles mit Core Temp erstellt und zur Veranschaulichung die Durchschnittstemperaturwerte nach jeweils einer halben Stunde Testlauf gebildet.

3. Das Auge kauft mit: Optischer Eindruck und Verpackung

Ein ehemaliger Englischlehrer von mir predigte immer den Satz: "You never get a second chance for a first impression." Im Folgenden möchte ich euch meine "first impression" vom LEPA LV12 schildern:

Der erste Eindruck, den der LEPA auf mich gemacht hat, war positiv. Das Verpackungsdesign ist zwar meiner Meinung nach Geschmackssache, aber bei den inneren Werten kann die Verpackung punkten und wirkt sehr wertig.
Es konnten weder ein nerviges klappern, noch sonst irgendwelche Störgeräusche wargenommen werden, wenn man die Verpackung des Lüfters anhob oder sogar schüttelte.
Dieser Eindruck wurde beim öffnen des Kartons schließlich bestätigt. Der LV 12 liegt gebettet wie ein Baby in der Wiege in den überraschend stabilen Kartonzwischenwänden. Direkt daneben befindet sich ein kleiner Zip-Beutel in dem sich die Montageanleitung sowie diverses Montagezubehör und die mitgelieferte Wärmeleitpaste befinden. Auch hier hat LEPA saubere Arbeit geleistet. Alles sieht ordentlich aus und fühlt sich beim herausholen gut an.

Zum Lüfter selbst ist zu sagen, dass dieser leicht durchsichtig ist und erst der Kühlkörper wirklich mattschwarz ist.
Der Lüfter auf dem Bild ist übrigens nicht dreckig, sondern sehr schwer zu fotografieren, weil das Ding durch die leicht durchsichtigen Lüfterblätter total "shiny" wirkt.
Allerdings gibt es doch einen kleinen Kritikpunkt, welcher ins Auge sticht. Die mitgelieferte Montageanleitung ist leider so klein bebildert, dass man sich schon sehr konzentrieren muss um erkennen zu können, welche Bauteile bei den einzelnen Montageschritten gemeint sind. Für einen erfahrenen PC-Schrauber stellt dies kein Problem dar, jedoch besteht gerade bei einem Neuling hier doch ein gewisses Fehlerpotential.


Lüfter Verpackung.jpg Verpackung geöffnet.jpgMitgeliefertes Zubehör.jpgLEPA LV12 Shiny!.JPG

4. Montage: Fummelei oder "Einstecken und loslegen?"

DIe Montage des relaitv großen Kühlers ist, soweit man die Anleitung dann aber lesen konnte, sehr einfach. Die Montagehalterung lässt sich leicht verschrauben und hält den Kühlkörper gut auf dem Prozessor. Lobend ist zu erwähnen, dass LEPA dem Anwender nicht nur die Möglichkeit gegeben hat den Kühlkörper mit dem mitgelieferten Schraubenschlüssel zu montieren, sondern die Schraubenköpfe so gestaltet hat, dass man diese auch mit einem Kreuzschlitzschraubenzieher festschrauben kann. Gerade in engen Gehäusen macht einem das die Arbeit doch deutlich angenehmer. Weiter so LEPA!

Allerdings hätte ich mir die gleiche Kundenfreundlichkeit auch bei der Gestaltung des Lüfters gewünscht. Hat man den Lüfter mit den mitgelieferten Klammern montiert, ist es nicht möglich die "APS - Adjustable Peak Speed" Funktion des Lüfters zu nutzen. Der Schalter mit dem man die Drehgeschwindigkeit des Lüfters einstellen kann liegt nämlich auf der Innenseite an der Lüfternabe zwischen Lüfter und Kühlkörper. Schnelles Umschalten kann man da vergessen...

Nachtrag 2.7.2015: Nachdem ich den Lüfter jetzt gerademal 3 Monate im Dienst hatte und er mir unter Last dennoch zu laut ist, habe ich mich dazu entschieden mir einen Noiseblocker NB-eLoop B12-PS zuzulegen und diesen auf den Kühlkörper des LEPA LV12 zu packen. Beim lösen der Klammern des Lüfters des LEPA LV12 kam mir heute dabei gleich einmal ein Gummivibrationspad, welches auf den Kühlkörper verklebt ist und den Lüfter vom Kühlkörper entkopplen soll entgegen. Das finde ich doch recht ärgerlich, da LEPA hier offensichtlich keine besonders hochwertigen Materialien verbaut hat... (Ich werde zur Kombination LEPA LV12 @ NB-eLoop Benchmarks vorlegen, sobald die Raumtemperatur wieder auf vergleichbarem Niveau ist)

Als Wärmeleitpaste wurde von mir nicht die mitgelieferte verwendet, sondern eine Noctua NT-H1. Diese habe ich nicht nur deshalb gewählt, weil es sich hierbei meiner Meinung nach um eine der besten am Markt verfügbaren Wärmeleitpasten handelt, sondern auch um gleiche Bedingungen mit dem Arctic Freezer Pro 7 Rev. 2 herzustellen mit dem ich den LEPA LV12 vergleichen werde.
Mein Vorrat an NT-H1 ist einfach größer als der an mitgelieferter Wärmeleitpaste.

LEPA LV12 Heatpipes.jpgNoctua NT-H1.JPGLEPA LV12 im Gehäuse.JPG


5. Vergleich mit dem Arctic Freezer Pro 7 Rev. 2

Vor dem Test befindet sich ein Arctic Freezer 7 Pro Rev.2 als CPU-Kühler im System, welcher es schafft im Idle so leise zu kühlen, dass mein Kühlschrank der ca. 4 Meter rechts von mir steht lauter brummt als die Lüfter des PCs. Dieser hat mir jahrelang als extrem günstiger, aber passabler CPU-Kühler gute Dienste geleistet.
Im direkten Vergleich zum LEPA fällt auf, dass der Arctic Freezer ein gutes Stück kleiner, aber dafür massiver ist. Das macht sich ebenso im Gewicht bemerkbar, der LEPA wirkt trotz seiner Größe deutlich leichter.

LEPA LV12 vs. Arctic Freezer 7 Pro Rev.2.JPG

Wie sich dermit ca. 15 € nur halb so teure Arctic Freezer gegen den ca. 31€ teuren LEPA LV 12 schlägt möchte ich euch in den folgenden Tests zeigen.


6. Temperaturentwicklung


Prime95

Begonnen habe ich mit dem Test der den CPU-Kühler ans Limit bringen soll: Prime 95
Vor jedem Testdurchlauf lief der PC mindestens 30 Minuten im Idle um sich so quasi "warmzulaufen" und möglichst gleiche Testbedingungen herzustellen.
Anschließend wurde Prime95 mit der Einstellung "Small FFTs" gestartet, da diese für einen maximalen Temperaturanstieg der CPU sorgen soll.
Gemessen wurde schließlich mit Erstellung einer CSV-Logfile in Core Temp; allerdings auch erst wiederrum nachdem der SmallFFTs-Test bereits mindestens 30 Minuten lief.

prime-95-vergleichsdiagramm-jpg.812543


Es zeigt sich das zu erwartende Bild. Während sich der Arctic Freezer 7 Pro Rev.2 mit ca. 68°C schwer tut, bringt es der LEPA LV12 im Overclocking Modus mit ca. 59°C auf einen guten Wert, der in einem anderen Gehäuse, welches eher auf Übertakten und gute Kühlung als Silent-Betrieb ausgelegt ist, sicher noch ausbaufähig ist. Im Performance und im Silent Modus dagegen ist zwar auch eine Verbesserung gegenüber dem Arctic Freezer zu sehen, jedoch fällt diese nicht mehr ganz so deutlich aus wie im Overclocking Modus. Erstaunlich ist hierbei aber vor allem, dass die beiden Modi sich nichts schenken und quasi gleichauf sind, obwohl der Lüfter unter Vollast im Performance Modus immerhin 300 U/Min mehr hinlegt als im Silent Modus.


GRID Autosport Graphic Benchmark

Als zweiten Test habe ich den Graphic Benchmark von GRID Autosport gewählt. Dies hatte für mich zwei Vorteile: Zum einen erreicht mein PC in GRID eine CPU-Auslastung von ca. 45-55%, womit schön der Betrieb bei knapp halber CPU-Auslastung getestet werden kann. Zum anderen handelt es sich bei GRID um ein relativ aktuelles und relativ beliebtes Game, welches vor allem die GPU fordert. Damit ist es also möglich einen Test durchzuführen, der näher am Alltag eines Spielers ist, als die Belastungssituation die durch Prime95 geschaffen wird.
Die Messung habe ich wie üblich erst begonnen, nachdem der Benchmark mindestens bereits 30 Minuten lief.

grid-vergleichsdiagramm-jpg.812541


Auf den ersten Blick hat mich das Ergebnis dieses Tests doch sehr erstaunt und zu mehreren Wiederholungen der Testreihe verleitet. Allerdings kam ich immer wieder auf ähnliche Ergebnisse. Der LEPA LV12 gibt in GRID mächtig Gas und lässt den Arctic Freezer 7 die Rücklichter sehen! Während der Unterschied im Silent-Modus noch relativ gering ist, lässt der LEPA im OC- und Performance-Modus seinen Konkurrenten links liegen.

Das der OC- in meinem Test sogar ein kleines bisschen schlechter als der Performance-Modus abschneidet liegt vermutlich daran, dass ich trotz größtem Bemühen nicht die einhundertprozentig gleichen Testbedingungen schaffen konnte.


Idle

Zuletzt wurden die Lüfter von mir im Idle auf ihre Kühlfähigkeit geprüft. Diesen Test habe ich weniger deshalb gewählt, weil hier große Temperaturunterschiede zu erwarten sind, als dass es mir vielmehr um die Lautstärke ging, auf die ich im nächsten Abschnitt eingehen werde.
Wie immer lief der PC zunächst 30 Minuten bevor mit den Messungen begonnen wurde.

idle-vergleichsdiagramm-jpg.812542


Das Feld liegt hier deutlich enger zusammen und beide Lüfter machen eine gute Figur. Der erhöhte Wert im OC-Modus lässt sich für mich nur so erklären, dass der Lüfter in der gewählten Einstellung erst bei stärker CPU-Auslastung anfängt richtig hochzudrehen. (Falls ich mich hier täusche, darf mir das gerne jemand mitteilen ;) )

Zwischenbilanz: Kühlleistung

Insgesamt bleibt festzustellen, dass der LEPA LV12 die oben genannten Erwartungen erfüllen kann. Vor allem im OC-Modus zeigt sich das Potential dieses Kühlers. Rein auf die Kühlleistung bezogen ist der doppelte Einkaufspreis gegenüber dem Arctic Freezer 7 Pro Rev.2 also gerechtfertigt!


7. Lautstärke


Zur Lautstärke kann ich, da es mir an Messgeräten mangelt leider nur subjektiv äußern. Daher sind meine Schilderungen vielleicht etwas unprofessionell, allerdings wage ich von mir zu behautpen, dass ich ein sehr gutes Gehör habe.
Ich werde die Lautstärke hier ebenso nach den oben genannten Benchmark-Situationen beschreiben, da diese relativ gut die Zustände 100 % Last, 50 % Last und Idle beschreiben.

Prime95

Zunächst also zu Prime95. Während der Arctic Freezer bereits deutlich hörbar ist und gerade wenn man etwas ruhiger Musik hört schon fast ein bisschen stört, zeigt der LEPA LV12 ein sehr differenziertes Bild je nach Modus. Als erstes aufgefallen ist dabei, dass der Silent-Modus leider eine Worthülse ist. Bei Volllast ist auch im Silent-Modus nicht viel gewonnen; der LEPA hört sich sogar noch ein bisschen lauter an als der Arctic Freezer.
Im Performance-Modus wird der Lüfter dann allerdings richtig unangenehm laut und schafft es nach kurzer Zeit dem Silent-Fan richtig auf die Nerven zu gehen. Das alles wirkt allerdings noch angenehm gegen den OC-Modus denn hier könnte man meinen ein schlechtgelaunter Lufthansa-Techniker hätte einem den Schraubenschlüssel über den Schädel gezogen und anschließend an der Turbine des nächst besten Airbus festgebunden. Wer allerdings seine Ohren bei zu vielen Love Parade-Besuchen geschliffen hatt hat und trotzdem gerne noch wahrnehmen möchte, "dass der Lüfter auch läuft", kommt mit dem OC-Modus voll auf seine Kosten.

GRID Autosport Graphic Benchmark

Beim GRID Autosport Graphic Benchmark bekommen wir ein ähnliches Bild: Der Arctic Freezer Pro 7 Rev. 2 ist leider immer noch wahrnehmbar, allerdings nur wenn man die Musik wirklich sehr leise dreht. Er stellt dabei noch ein gewisses Störpotential dar, ist aber ertragbar. Faszinierend ist dagegen die Lautstärke des LEPA LV12 im Silent Modus. Wer hier nämlich Silent erwartet wird leider enttäuscht. Es reichen bereits 50 % Auslastung aus um diesen CPU-Kühler so aus der Reserve zu locken, dass er anfängt lauter und auf jeden Fall unuberhörbar zu werden.
Zwischen Performance- und Overclocking-Modus konnte ich dagegen nicht wirklich einen Unterschied feststellen. In beiden Modi ist der LEPA LV12 recht laut und tönt bei durchschnittlicher PC-Audio-Lautstärke im Raum mit. Dies geht in Rennspielen wie GRID noch...in Shootern dagegen wird es allerdings wohl recht schwer bei der Lautstärke Gegner zu orten.


Idle

Und zuletzt die Einstellung in der sich unsere PCs mit am häufigsten befinden: Idle. Im Idle ist der Pro7 Rev.2 nicht wahrnehmbar und wie bereits oben erwähnt so leise, dass mein Kühlschrank lauter brummt als die Lüfter des PC drehen. Positiv ist, dass der LEPA LV12 Silent im Idle nicht versagt, sondern stattdessen einen gleich guten Job wie der Arctic Freezer macht. Er ist nämlich ebenfalls nicht wahrnehmbar und erfüllt damit die Erwartungen, welche man in einen CPU-Kühler der sich "Silent" nennt stecken darf. In Performance- und OC-Modus bietet sich dagegen leider das gleiche Bild: Auch hier ist der Lüfter wahrnehmbar, wenn auch nicht ganz so unangenehm wie unter Last. Von einer Silent-Umgebung kann aber auch hier nicht mehr die Rede sein.


Zwischenbilanz: Lautstärke

Leider liefert der LEPA LV12 im Bereich der Lautstärke nicht einmal im Ansatz ein so gutes Ergebnis wie bei der Kühlleistung ab. Natürlich muss man bedenken, dass der LV12 unter der selben Auslastung wie der Arctic Freezer Pro 7 Rev. 2 die CPU deutlich weiter herunterkühlen kann, jedoch ist der Unterschied bei weitem nicht so groß, dass dies die Lautheit des Lüfters rechtfertigen würde. Gerade der Silent-Modus, in den man hier am meisten Hoffnung stecken konnte, enttäuscht leider sehr.



8. Fazit

Abschließend ist zu sagen, dass es sich beim LEPA LV12 um einen stylischen, gut verarbeiteten Lüfter handelt, der für sein Geld tut was er soll. Leider tut er aber eben nur genau das und nicht mehr. Eine gute Kühlleistung gepaart mit tollem Design kann sicher in der Casemodding-Szene einige Leute zum Kauf bewegen, Silent-Enthusiasten rate ich dagegen sich gut zu überlegen, ob es bei einem Preis von 31 Euro gerade dieser CPU-Kühler werden soll. Gerade gegen einen EKL Alpenföhn Brocken ECO, welcher bereits um die 28€ zu haben ist, wird sich der LEPA LV12 schwer tun.
Positiv hervorzuheben ist jedoch noch, dass Lüfter und Kühlkörper wirklich sehr gut verarbeitet wurden und auch beim Montagezubehör von Seiten LEPA nicht gespart wurde.
Wer also einen soliden CPU-Kühler sucht, der seine CPU ordentlich herunterkühlen kann und optisch noch was hermacht, dem kann ich durchaus auch zum Kauf eines LEPA LV12 raten.


 

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