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Laptop CAD/SketchUp/Lumion + Tower PC

MaxiA388

Schraubenverwechsler(in)
Hallo zusammen,

ich bräuchte eine kuze Beratung bezüglich der Anforderungen an einen Laptop bzw einen PC für einen Architekten.
Soweit ich weiß sind folgende Dinge von Vorteil wenn nicht sogar von Nöten:

mind. 16GB RAM (32 oder sogar 64 wären besser)
schneller Prozessor? Wie schnell muss er wirklich sein oder wovon hängt die Performance solcher Programme ab?
SSD?
Wie viel Speicherkartenplatz ist von Nöten? Lumion zB stellt schon hohe Anforderungen.

Aktuell besitze ich einen Dell Inspiron 15 7000 Gaming - aufgerüstet auf 16GB RAM und ich bin nicht wirklich zufrieden.
Könnte man den verscherbeln und ein neues (leistungsstärkeres) Gerät zulegen oder was ist hier zu machen?
Ich habe das Gefühl der Prozessor ist zu langsam und der RAM nicht ausreichend.

Für Vorschläge und euren Rat bin ich sehr dankbar.
Gruß
 

fotoman

Volt-Modder(in)
Ich habe das Gefühl der Prozessor ist zu langsam und der RAM nicht ausreichend.
Das sollte Dir ein Blick in den Windows 10 Taskmanager ansatzweise zeigen. Der zeigt CPU, GPU und Ram-Auslastung an, genauso wie SSD/HDD Zugriffe.

Bei Rendern mit Lumion dürfte die CPU das Problem sein, außer es kann dafür eine GPU nutzen (sollte auf der Webseite oder im Handbuch angegeben sein). Bei CAD kann durchaus auch die GPU zu langsam sein, die sollte die meiste (interaktive) Renderarbeit übernehmen.

Was sol es denn werden, Laptop oder Tower PC?
15,6 scheinen mobil zu genügen?
Verkaufen kann man immer (wenn man sich de Aufwand antun will), Preisvorschläge sind m.W.n. hier mit Absicht verboten, da hilft nur selber auf eBay suchen.

CPU-Aufrüstung geht in der Regel nicht, die (anscheinend gemäß Geizhals) verbaute SSHD hätte man schon lange wechseln können und der Core i7-6700HQ unterstützt laut Intel bis zu 64 GB Ram (wieviel Dell davon zulassen würde, muss im Handbuch stehen).

Sonst gibt es alles, angefangen von Nachfolgern mit Intel-CPU über welche mit noch schnellerer AMD Mobil-CPU bis hin zu mobilen Workstation mit Desktop-CPU.

Da bisher anscheinen für einen Architekten eine unzertifizierte Geforce GPU genügte (für sowas bietet Nvidia extra Quadro-Karten mit passenden, zertifizierten Treibern an), wird das in Zukunft wohl auch genügen.

Damit würde ich wohl zu sowas tendieren:

Bzw. eigentlich nur zum ASUS TUF Gaming, da der auf 32 GB erweiterbar ist.

Alternativ wären auch noch Geräte mit AMD Ryzen 7 4800H denkbar, da ist die lieferbare Auswahl aber genauso unterirdisch schlecht. Geräte mit i7-10750H sind aber genauso schlecht/nicht lieferbar, die Hersteller schwimmen offenslichtlich in Geld und wollen keine Kunden bedienen.

Wenn dann noch mehr Leistung nötig ist und es nur um ein tragbares Gerät mit Notstromversorgung geht, kannst Du Dir auch sowas ansehen

Naja, und alle sind eigentlich nichts für den professionellen Einsatz, da es m.W.n. bei keinem der Anbieter/Geräte eine Garantie mit Vor-Ort Service inkl. Ersatzgerät und definierten Reparaturzeiten geht. Aber vieleicht darf Dein mobiles Arbeitsgerät auch einfach mal für ein paar Tage/Wochen ausfallen, der aktuelle Gaming-Laptop dürte auch nicht passend abgesichert sein.
 
TE
M

MaxiA388

Schraubenverwechsler(in)
Hi fotoman,

danke für die ausführliche Antwort!

Das was neues her muss ist völlig klar.
Wäre es u.U kostengünstiger einen Tower PC zusammen zu stellen + kleinen Laptop um auch mobil zu sein oder dann doch wieder so einen Brocken?

Das aktuelle Gerät könnte ich für die bisschen mehr als die Hälfte des neuen Gerätes (Asus TUF Gaming) auf Ebay verscherbeln und dann auf die neuere Technologie zurückgreifen.

Lohnt es sich das aktuelle Gerät noch weiter aufzurüsten oder wie siehst du die Chancen dass das investierte Geld gut angelegt/eingebaut wäre?

Danke für deine Unterstützung.
Grüße
 

kmf

PCGH-Community-Veteran(in)
Soweit ich weiß arbeitet Lumion nur gescheit mit AutoCad zusammen. Ich kenne keinen Architekten in meinem Bekanntenkreis welcher AutoCad einsetzt. Hat sich diesbezüglich in letzter Zeit (5Jahre) was geändert? Die wenigen Architekten und Bauzeichner, die ich kenne, arbeiten fast ausschließlich mit Nemetschek.

Also ich arbeite im nicht in der Baubranche, sondern Maschinenbau und betreibe selbst ein kleines Konstruktionsbüro. Ich vertrete die Meinung, dass man seine Hauptarbeit an einer dicken Workstation im Büro durchzieht und für Präsentation beim Kunden auf ein Notebook zurückgreift. Die Komplexität und Menge der Daten entscheidet, welches Notebook sinnvoll ist. Aber für Präsentation beim Kunden muss es nicht unbedingt das HighEnd-Notebook sein. Konstruieren am Notebook ist lahmarschig und ermüdend.

edit: hab grad mit Kollege telefoniert. Lumion unterstützt auch Allplan. Wieder was dazugelernt. :-)
 
Zuletzt bearbeitet:
TE
M

MaxiA388

Schraubenverwechsler(in)
Nachdem ich eine ausländische Uni besuche , schätze ich mal dass Nemetschek unter den deutschen Kollegen bekannt(er) ist. Da gibt es es eine Vielzahl an Anbietern.

Es scheint für mich auch das sinnvollste zu sein eine stationäre Workstation einzurichten und einen Laptop um die gemachten Arbeiten zu präsentieren.

Was wäre denn ein optimales Setup für so eine solche Workstation?
Das Gehäuse sollte relativ klein sein, da ich viel reise und das Ding dann evtl auch mal mit in den Koffer nehmen wollen würde (das ist eh nochmal ein ganz anderes Thema dann)

Also Preisgrenze würde ich mal 500€ veranschlagen? Bekommt man da was ordentliches?

Grüße
 

fotoman

Volt-Modder(in)
Für 500€ bekommst Du nur mit Mühe und Not einen reinen Office-PC (CPU+Mainboard+Ram+Netzteil+Gehäuse+Grafikkarte+Tastatur/Maus+Monitor).

Aber was "bist" Du denn jetzt überhaupt genau und wozu wird das Gerät genutzt? Als Student sieht das ganze m.M.n. komplett anders aus wie bei jemandem., der hauptberuflich sein Geld damit verdient. Bei letzterem sind auch 1000€ Zusatzkosten ganz schnell wieder durch gesparte Arbeitszeit erwirtschaftet, als Student (und u.U. auch Lehrkraft) wartet man halt einfach etwas länger und hat u.U. auch kleinere Modelle, mit denen man arbeitet.

Einen Minitower+Monitor trägt man auch nicht mal so einfach durch die Gegend, wenn er nicht dafür konstruiert wurde. Selbst, wenn es im Auto von Haus zu Haus geht sind diese Geräte nicht unbedingt dazu gedacht. Das fängt schon mit dem CPU-Kühler an (wenn die CPU leistungsstark und/oder Kühler bleben soll). Fertige Workstations von HP/Dell und co sind etwas anders, da reden wir aber gerne von 2000€-5000€ und nicht von 500€. Aber auch die habe ich nach jedem Büroumzug erst einmal kontrolliert, bevor sie wieder angeschaltet wurden.

Genauso solltest Du Dir bei einem zusätzlichen PC gedanken machen, was Du mobil präsentieren möchtest (nur die gerenderten Bilder oder die 3D-Modelle), ob mobil auch gerendert werden soll/muss, wie Du die Daten effektiv zwischen den Geräten kopierst und was die Softwarelizenzen dazu sagen.

Da es wohl auch um recht geringe Kosten gehen soll, ist für mich durchaus eine Lösung aus leistungsstarkem Laptop (Ryzen 4800H/4900H, 32 GB Ram, Nvidia-GPU und entsprechende SSD) und zu Hause einem großen Monitor denkbar. Wenn Du selber aufrüsten kannst, dann gibt es lieferbare 15,6" Geräte ab ca. 900€ (in obigem Geizhals-Link die 16 GB Ram abwählen und Ryzen 7 zusätzlich auswählen).

Vergleichbare Rechenleistung am Desktop gibt es ab einem Ryzen 3700X (10-20% schneller beim Rendern per CPU, Preis 280€), Mainbaoird >= 150€, Netzteil 80€, Ram 110€, Gehäuse 50€ und dazu noch Kleinteile, Grafikkarte und Zusammenbau. schon bist Du bei 800€ und mehr. Dazu dann noch ein passender Monitor, also heutzutage eher WQHD oder UHD und 27-30".

Für richtige Leistung ist es dann m.M.n. eher ein 3900X und eine Nvidia Quadro Grafikkarte (mit genügend VRam für Deine Modelle), und schon kannst Du nochmal (geschätzt) mind. 500€ drauflegen. Das Geld sollte ein Architekt, der täglich damit arbeitet, innerhalb von ein paar Monaten durch gesparte Wartezeit wieder drin haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
TE
M

MaxiA388

Schraubenverwechsler(in)
naja noch bin ich Student für ein halbes Jahr. Aber eben genau vor dem Hintergrund, dass ich noch nicht weiß wie es danach weitergeht ist eine Lösung zu finden.

Die Frage ist halt ob es sich lohnt jetzt wieder einen Laptop zuzulegen und diesen dann nach 4 Jahren zu ersetzen und die entstehenden Kosten zu tragen
oder
jetzt lieber etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, einen PC mit Peripherie und einen Laptop für den mobilen Einsatz zu kaufen und dann nach und nach Teile upgraden.

Am kostengünstigsten aktuell wäre glaube ich die von dir angesprochenen Alternative mit einem Laptop plus Bildschirm. Aber wie lange kann ich das Gerät dann verwenden? Und das Problem mit der Immobilität bleibt dann mit so einem Brocken auch bestehen.

Wenn es eine kostengünstige Alternative die aus PC + Laptop + Bildschirm + Tastatur besteht geben würde, wäre ich für die Zukunft und den mobilen Einsatz gut gerüstet oder was ist deine Meinung?

Dass ich hier mal eben keine 3000 ausgeben kann ist auch klar aber ich wäre schon bereit jetzt mehr zu zahlen dafür dass ich die nächsten Jahre dann auch mal Ruhe habe und die Arbeit vernünftig erledigen kann.

Bin sehr dankbar, dass ich eine zweite Meinung bei dir einholen kann. Da ist wirklich keine leichte Entscheidung.

Danke + Gruß
 

fotoman

Volt-Modder(in)
naja noch bin ich Student für ein halbes Jahr. Aber eben genau vor dem Hintergrund, dass ich noch nicht weiß wie es danach weitergeht ist eine Lösung zu finden.
Du scheinst immerhin zu wissen, dass es für Dich in die Selbstständigkeit geht. Sonst muss sich der zukünftige Arbeitgeber Gedanken darum machen und normalerweise auch die Ausrüstung zur Verfügung stellen.

Am kostengünstigsten aktuell wäre glaube ich die von dir angesprochenen Alternative mit einem Laptop plus Bildschirm. Aber wie lange kann ich das Gerät dann verwenden?
Bis er kaputt geht, bis es dir zu langsam wird oder bis die SW etwas anderes fordert. Also genauso wie jeder andere PC oder Laptop.

Auch einne PC kann man nicht unendlich erweitern und an Deinem Laptop siehst Du ja, dass er Dir gerade mal gut 3 Jahre genügt hat. Mein letzter Privat-PC hat mit 7,5 Jahre genügt.

Es wird Dir heute kein SW-Hersteller sagen können, wo seine Anfoderungen an die HW in 4-6 Jahren liegen werden. U.U. hast Du in 3-4 Jahren auch Kunden, die eine Vorschau ihrer Projekte mittles VR oder auf einem 8K-Monitor wünschen/im Auftrag fordern. Dann kannst Du den Auftrag entweder nicht annehmen, die HW aufrüsten oder (ohne interaktive Präsentation beim Kunden) mehr Zeit fürs Rendering einplanen.

Dir wird heute noch nicht einmal jemand vorher sagen, wie dann die Stundenlöhne sind und wie Du kalkulieren musst, um mit einem evtl. langsamerern Gerät Aufträge gegen Deine Kunkurenz zu gewinne ohne daran pleite zu gehen. Wenn Du eher Garagen konstruierst und die Ansichten über Nacht renderst wird das auch anders sein wie wenn Du dem Kunden seine neue Villa mit der VR-Brille vor Ort präsentieren möchtest.

Und das Problem mit der Immobilität bleibt dann mit so einem Brocken auch bestehen.
Das verstehe ich nicht. Der Laptop hat ein integriertes Display, trotzdem macht es mit Sicherheit keinen "Spaß" (oder wäre Augenschonend), Kundenprojekte einzig am 15,6" Display zu bearbeiten. Du kannst auch jetzt auf den ext. Monitor verzichten, Deinen u.U. vorhandenen Ferneseher anschließen oder Dich anfänglich in einem Co-Working Space einmieten.

Wenn es eine kostengünstige Alternative die aus PC + Laptop + Bildschirm + Tastatur besteht geben würde, wäre ich für die Zukunft und den mobilen Einsatz gut gerüstet oder was ist deine Meinung?
Zwei günstige Geräte können nicht ein performantes ersetzen.

Meine Meinung sollte ansonsten aus obiger Aufstellung hervor gehen:
- ich hasse es schon rein privat, PC und Windows-Tablet für meine Familien-/Fotoreisen mit dem PC zu synchronisieren. Noch mehr hasse ich nur das Leben in der Cloud, weshalb ich ersteres hinnehme. Mein Arbeitgeber steht mehr auf Cloud. Da macht das teilweise auch Sinn und vor allem darf er sich um die Datensicherheit kümmern.

Zu Hause "muss" für mich ein (für meine Aufgaben) vernünftiger PC+Monitor stehen. Das ganze wird rein privat genutzt, aber auch meine Freizeit ist mir etwas wert, also möchte ich auch dort nicht länger wie nötig auf den Rechner warten, so lange es im bezahlbarne Rahmen bleibt.

Ausnahme ist nur der 9 Jahre alte 27" WQHD Monitor, der seit März auch fürs Homeoffice genutzt wird. Der Firmenlaptop wird per Dock und KVM-Switch an Monitor/Tastatur/Maus angeschlossen.

- nicht all meine Software ist lizenztechnisch so ausgelegt, dass sie mehrmals installiert und nur einmal genutzt werden darf. Also gibt es gewisse Software nur auf dem Haupt-PC.

- ein mobiler AMD 4800H/4900H ist nur 10-20% langsamer wie ein Zen2 3700X, womit für mich kein echter Grund für eine stationäre Lösung besteht, wenn die sonstige Ausstattung des Laptops genügt (mobiler Spiele-Grafikchip, nur bedingt erweiterbar). Außer, man investiert gleich bedeutend mehr Geld, also 3900X/3950X + Profi-Grafikkarte.

aber ich wäre schon bereit jetzt mehr zu zahlen dafür dass ich die nächsten Jahre dann auch mal Ruhe habe und die Arbeit vernünftig erledigen kann.
Wenn ich die folgende Aussage von kmf ernst nehme (was ich tue)
dann darf man sich durchaus fragen, ob man bei den Anwendungen mit einem Gaming-Grafikchip dauerhaft zufrieden ist. Vermutlich muss man dazu aber erst einmal den persönlichen Vergleich haben.

"Ruhe" ist ein gutes Stichwort, auch im Sinne der Arbeitsplatzgestaltung. Schau Dir mal Tests (z.B. auf Notebookcheck) zu Deinem aktuellen Laptop und einem möglichen Nachfolger an. Wenn ein Laptop wirklich arbeiten muss, dass wird er (für mich jedenfalls) meist extrem laut. Im Vergleich dazu ist mein i9-9900k auch bei 180W Dauerverbrauch leise. Aber die Lautstärke beim Rendern kennst Du jetzt ja schon.
 
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