Klutten
Lötkolbengott/-göttin
Neben einem ausgewachsenen Spiele-PC gönnt sich mancher Bastler gerne noch einen möglichst leisen Zweit-PC für den Alltag - immer beliebter werden aber auch HTPCs, die mit ihren geringen Abmaßen das Wohnzimmer unsicher machen und ebenfalls lautlos zu Werke gehen sollen. Der heutige Kurztest soll einen kleinen Einblick in das Be Quiet Pure Power mit 430 Watt geben und dessen Tauglichkeit für Office, Film & Fernsehen oder den Home-Server sicherstellen.
Inhaltsverzeichnis
Für den der es noch nicht kennt sei gesagt, dass dieses Inhaltsverzeichnis interaktiv nutzbar ist. Man kann mit einem kurzen Klick direkt zu den gewünschten Kapiteln springen. Hat man den gewünschten Teil gelesen, so gibt es an dessen Ende auch wieder einen Sprung zurück zum Inhaltsverzeichnis.
- Der erste Eindruck
- Technische Daten des Herstellers
- Lieferumfang
- Impressionen
- Kabel & Stecker
- Das Innenleben
- Messergebnisse
- Fazit
Ebenso verhalten sich die Bilder in diesem Review. Mit einem Klick werden sie größer, was die Übersichtlichkeit doch arg verbessert. Grundsätzlich lässt sich alles vergrößern, was einen grauen Rahmen hat.
Der erste Eindruck
Wenn man nach mehreren Netzteil-Tests wirklicher Leistungsboliden die Verpackung des Pure Power 430W sieht, denkt man zunächst an einen Scherz. Diese ist derart kompakt, dass man kaum ein Netzteil darin vermuten würde. Aber weit gefehlt. In der schlichten Verpackung, die mehrsprachig mit den Features und dem Kabel-Setup verziert ist, schlummert ein kleiner schwarzer Kasten mit vielen bunten Kabeln daran. Der Anwendungsbereich ist laut Be Quiet mit klassischen Office-, Web- und Grafikanwendungen gekennzeichnet, aber auch das kleine Spielchen zwischendurch wird angesprochen.
Das Pure Power 430 im PCGH-Preisvergleich -> LINK
Das Pure Power 430 im PCGH-Preisvergleich -> LINK
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Technische Daten des Herstellers
Eine kleine Übersicht der Features darf natürlich nicht fehlen. Diese stammen zu großen Teilen von der Homepage des Herstellers.
Im Folgenden sind dann die einzelnen Schutzfunktionen kurz erläutert:
Zurück zum Inhaltsverzeichnis- Hoher Wirkungsgrad - 80Plus (siehe auch in der Unterkategorie Messergebnisse)
- Dauerleistung: 430 Watt
- Spitzenleistung: 480 Watt für 500 ms
- Konform: ATX 12V Version 2.3 / Energy Star 4.0
- aktiver PFC -> 0,99 (Leistungskorrekturfaktor)
- MTBF: 100.000h
- 2 getrennte 12V-Schienen
- temperaturgeregelter, leiser 120mm-Lüfter (20/50/100)% Last -> 15/18/23 dB(A) mit max. 1.650 1/min
- 80Plus angegeben - Standard / 80Plus erreicht - Bronze
- Abmessungen: 150 x 140 x 86 mm
- Gewicht: 1,38 kg
- 2 Jahre Herstellergarantie
- Kostenlose Hotline in Deutschland und Frankreich
- Umfangreiche Sicherungsmechanismen: OVP, UVP, OCP, SCP, OPP, OTP
Im Folgenden sind dann die einzelnen Schutzfunktionen kurz erläutert:
- UVP (Unterspannungsschutz) Fallen die Spannungen auf den einzelnen Leitungen unter einen gewissen Toleranzwert, schaltet sich das Netzteil automatisch ab.
- OVP (Überspannungsschutz) Steigen die Spannungen auf den einzelnen Leitungen über einen gewissen Toleranzwert, schaltet sich das Netzteil automatisch ab.
- SCP (Kurzschlusssicherung) Bei einem Kurzschluss verhindert diese Sicherung eine Beschädigung der Kernkomponenten des Netzteils und der einzelnen Systemkomponenten.
- OPP (Überlastschutz) Ist das System “überdimensioniert“, und fordert mehr Leistung vom Netzteil als es leisten kann, wird diese Sicherung ausgelöst.
- OCP (Überstromschutz) Sollte die Last auf den einzelnen Leitungen höher sein als angegeben, schaltet das Netzteil automatisch ab.
- OTP (Überhitzungsschutz) Wenn die Temperatur zu hoch ist, schaltet das Netzteil automatisch ab.
Lieferumfang
Das mitgelieferte Zubehör des kleinen Netzteiles ist gemäß der Preisklasse auf ein Minimum beschränkt, aber dennoch vollständig. Neben dem obligatorischen 230V-Netzkabels liegt eine kleine Anleitung in mehreren Sprachen bei, die einige grundlegende Informationen bereit hält - ansonsten aber nicht wirklich von Nutzen ist. Weiterhin liegen vier schwarze Schrauben zur Befestigung im Gehäuse bei. Um die Kabel beim Einbau im Zaum zu halten, legt Be Quiet ebenfalls vier Kabelbinder bei - zusätzlich zu den beiden Klettbändern, die bereits das Bündel Kabel im Serienzustand zusammen halten. Auf Gimmicks wird verzichtet, in diesem Preissegment sollte man allerdings auch nicht zu viel erwarten.
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Impressionen
Die Bilder sprechen eine deutliche Sprache. Obgleich wir hier in der niedrigsten Preiskategorie sind, ist das schwarze Gehäuse alles andere als billig. Das Blech ist vergleichsweise massiv und die Verarbeitung auf dem hohen Niveau, welches man von diesem Hersteller gewohnt ist. Alle Spaltmaße sind sehr klein und die raue Beschichtung macht einen sehr guten Eindruck. Während auf der einen Seite ein erhabenes Hersteller-Logo prangt, wartet die andere Seite mit dem üblichen Aufkleber der Lastverteilung auf.
Ein Blick auf die großzügig perforierte Rückseite offenbart, dass das Netzteil noch kompakter gebaut sein könnte - angesichts des 120mm-Lüfters ist das aber nicht möglich. Ein separater Netzschalter ist vorhanden. Einziger kleiner Kritikpunkt ist die Kabeldurchführung aus dem Inneren. Die Blechkante ist zwar sauber und absolut gratfrei, hier wäre aber ein Kantenschutz schöner gewesen. Ebenso verhält es sich mit der Zugentlastung des Kabelstranges. Diese ist auf eine einfache Weise mit einem Kabelbinder realisiert - eine suboptimale aber funktionale Lösung.
Ein Blick auf die großzügig perforierte Rückseite offenbart, dass das Netzteil noch kompakter gebaut sein könnte - angesichts des 120mm-Lüfters ist das aber nicht möglich. Ein separater Netzschalter ist vorhanden. Einziger kleiner Kritikpunkt ist die Kabeldurchführung aus dem Inneren. Die Blechkante ist zwar sauber und absolut gratfrei, hier wäre aber ein Kantenschutz schöner gewesen. Ebenso verhält es sich mit der Zugentlastung des Kabelstranges. Diese ist auf eine einfache Weise mit einem Kabelbinder realisiert - eine suboptimale aber funktionale Lösung.
Der 120 mm messende Lüfter werkelt unter einem großzügigen Gitter mit zentralem Be Quiet Logo aus Metall. Bei dieser Serie setzt der Hersteller noch nicht auf die teuren "Silent Wings", sondern vertraut auf Standardkost, die intern temperaturgeregelt ist. Positiv ist die wunderbare Laufruhe des Lüfters, der zu keinem Zeitpunkt des Tests nervig aufgedreht hat. Die Leistung des Lüfters ist mit 3,6 Watt beziffert und die geregelte Drehzahl mit ~1.650 1/min angegeben.
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Kabel & Stecker
Der komplette Kablestrang ist fest am Netzteil verdrahtet und auf eine modulare Anbindung muss natürlich in dieser Preisklasse ebenso verzichtet werden, wie auf die Ummantelung der einzelnen Litzen. Ansonsten liefert Be Quiet aber wieder bewährte Qualität. Alle Stecker sind vorbildlich beschriftet, sodass auch Anfänger nicht bei der Verkabelung ins Grübeln geraten. Besonders gefällt auch die Zusammenstellung der Anschlüsse. Alle wichtigen Stecker sind in ausreichender Anzahl für ein kleines System vorhanden und durch den PCIe-Stecker muss man nicht einmal auf eine dedizierte Garfikeinheit verzichten, die extern mit Strom versorgt werden möchte. Wer sein Netzteil sleeven möchte, der wird an den durchgängig schlicht schwarzen Steckern seine Freude haben.
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Das Innenleben
Viele werden aus Garantiegründen ihr Netzteil nie von Innen sehen, aber hier gibt es die Möglichkeit ins Heiligste zu blicken. Alles in Allem ist der Aufbau sehr übersichtlich und nur wenige Komponenten sind verdeckt, sodass der Luftstrom alle Winkel erreichen kann. Die Netzfilterung fällt hier nicht so aufwändig aus wie bei den größeren Serien, hier werden mit Ferrit-Kernen eher Basics verbaut. Die zweite Seite ist durch einen Kühlkörper verdeckt, an dem deutlich der Schraubenlack sichtbar ist. Im Großen und Ganzen ist im Netzteil so ziemlich alles verklebt, was sich entweder lockern oder Geräusche machen kann. Mancher mag dies als unsauber bezeichnen, wichtig ist aber eher die Funktion - und die hat dadurch keinen Nachteil zu erleiden.
Die Draufsicht gibt nochmals einen Überblick über die saubere Anordnung der einzelnen Komponenten und die vergleichsweise kleine Platine. Positiv für diese Preisklasse ist das hochwertige anmutende Platinenmaterial, obwohl es sich um eine gepresste Leiterplatte aus Papier handelt.
Die Draufsicht gibt nochmals einen Überblick über die saubere Anordnung der einzelnen Komponenten und die vergleichsweise kleine Platine. Positiv für diese Preisklasse ist das hochwertige anmutende Platinenmaterial, obwohl es sich um eine gepresste Leiterplatte aus Papier handelt.
Die ersten beiden der folgenden Bilder geben den Blick auf die Platine nochmals frei. Die Kabel sind sauber verlötet und die Kondensatoren für die einzelnen Spannungen stammen von Taepo und sind bis 105 °C freigegeben. Rechts erkennt man sehr gut die Lüftersteuerung, die auf einer separaten Platine an einem der Kühlkörper befestigt ist. Die für die Regelung maßgebende Temperatur wird direkt am Kühlkörper abgenommen. Die weiteren Bilder zeigen Komponenten der Entstör-, bzw. Filterelemente, die mittels Spulen und X- / Y-Kondensatoren realisiert werden. Der Primär-Elco in der Ecke stammt wieder von Taepo und ist bis 105 °C spezifiziert.
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Messergebnisse
Ein paar Vergleichswerte dürfen natürlich auch in einem Kurztest nicht fehlen, sodass kurzerhand auf das gerade angeschlossene GX800 aus dem Hause Cougar zurückgegriffen wird. Das 80Plus-Gold-Netzteil ist mit nahezu der doppelten Leistung und dem mehr als 4x so hohen Preis freilich ein ungleicher Gegner, die gemessenen Werte sind aber interessant, geht es doch zumindest nach 80Plus um den (wenn auch) ungleichen Vergleich von Bronze- zu Gold-Zertifizierung. Hier muss man auch bedenken, dass Be Quiet das Pure Power 430W nicht einmal mit der Bronze-Spezifikation bewirbt. Im Vergleich zum Cougar hat das Pure Power 430W in allen Szenarien nur eine um 4,4 - 5,9 % höhere Leistungsaufnahme, was sich sehen lassen kann.
Auf eine Geräuschmessung habe ich verzichtet, da kein echter Vergleich möglich ist. Fakt ist aber, dass das Pure Power 430W zu keinem Zeitpunkt wirklich Wärme produziert hat und folglich auch der Lüfter immer sehr langsam drehte. Man muss sein Ohr schon auf weniger als 20cm an das Netzteil bewegen, um dieses überhaupt zu hören - TOP.
Der 80Plus-Chart des BQT L7-430W -> LINK
Zurück zum InhaltsverzeichnisAuf eine Geräuschmessung habe ich verzichtet, da kein echter Vergleich möglich ist. Fakt ist aber, dass das Pure Power 430W zu keinem Zeitpunkt wirklich Wärme produziert hat und folglich auch der Lüfter immer sehr langsam drehte. Man muss sein Ohr schon auf weniger als 20cm an das Netzteil bewegen, um dieses überhaupt zu hören - TOP.
Der 80Plus-Chart des BQT L7-430W -> LINK
Fazit
Mit dem Pure Power 430W bietet Be Quiet im unteren Preissegment ein wertiges Produkt an, welches für ~40€ über den Ladentisch wandert. Die Qualität weiß zu überzeugen und die nicht vorhandene Kabelummantelung wäre eh der pure Luxus in diesem Segment. Insgesamt ist die komplette Verarbeitung auf dem üblich hohen Standard des Herstellers angesiedelt und wer nicht genau hinsieht, der wird die strikten Sparmaßnahmen bei den Innereien kaum wahrnehmen. Insgesamt schnürt Be Quiet ein sehr gutes Gesamtpaket, bei dem man nicht meckern kann. Die Qualität, die Effizienz, der Preis und auch die Lautstärke wissen zu überzeugen, sodass man an dieser Stelle für den kleinen Büro-Rechner, den HTPC oder den Home-Server eine Empfehlung aussprechen kann.
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Ein herzlicher Dank geht direkt an Be Quiet für die Unterstützung mit einem Testsample
Ein herzlicher Dank geht direkt an Be Quiet für die Unterstützung mit einem Testsample
Zuletzt bearbeitet:
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