ToneR_FS
Schraubenverwechsler(in)
Hey liebe PCGH Community
Ich muss heute mal etwas Dampf ablassen und über ein Thema sprechen, das wahrscheinlich viele Kreative und Freelancer hier betrifft: Wertschätzung vs. Selbstausbeutung.
Heute wurde ich von einer NGO kontaktiert, für die ich vor knapp 8 Jahren schon zweimal gearbeitet habe. Über die erneute Kontaktaufnahme und das Interesse an einer Zusammenarbeit habe ich mich natürlich zuerst gefreut. Die damaligen Aufträge wurden fair bezahlt und haben den Aufwand gedeckt. Damals wie heute bin ich der NGO beim Preis entgegengekommen und habe weder den vollen Satz noch die üblichen Kosten für die mediale Weiterverwendung (Nutzungsrechte) der Bilder verrechnet.
Die Anfrage heute: Für eine Stunde eine Veranstaltung zu dokumentieren und die Fotos unter extremem Zeitdruck innerhalb einer Stunde vor Ort abliefern.
Meine absolut faire, auf eine NGO angepasste Kalkulation sah so aus:
Zur Einordnung: Ich reise nicht mit dem Smartphone an. Mein Equipment vor Ort umfasst eine Hauptkamera mit Profi-Objektiv, eine Backup-Kamera mit Objektiv, Wechselobjektive, Speicherkarten, Akkus und einen Laptop für die Sofortbearbeitung. Alleine die Hauptkamera mit Objektiv hat einen Wert von knapp CHF 10'000.-. Dieses Equipment muss amortisiert werden, und im Schadensfall hafte ich selbst.
Das Gegenangebot der NGO? Sie wollten tatsächlich nur die Bahnkosten von CHF 102.- übernehmen. Keine Arbeitszeit. Keine Reisezeit. Kein Express-Zuschlag. Nichts.
Ich habe den Auftrag konsequent abgesagt. Ein 1-Stunden-Job in einer anderen Stadt blockiert mich inklusive An- und Abreise fast einen halben Tag. Während die Organisatoren und Projektleiter der NGO für ihre Arbeit ganz normal bezahlt werden, wird von externen Dienstleistern erwartet, dass sie ihre Zeit, ihr Know-how und das Risiko für ein Zugticket verschenken.
Liebe Community: Kennt ihr solche Anfragen? Wo zieht ihr eure roten Linien?
Ich muss heute mal etwas Dampf ablassen und über ein Thema sprechen, das wahrscheinlich viele Kreative und Freelancer hier betrifft: Wertschätzung vs. Selbstausbeutung.
Heute wurde ich von einer NGO kontaktiert, für die ich vor knapp 8 Jahren schon zweimal gearbeitet habe. Über die erneute Kontaktaufnahme und das Interesse an einer Zusammenarbeit habe ich mich natürlich zuerst gefreut. Die damaligen Aufträge wurden fair bezahlt und haben den Aufwand gedeckt. Damals wie heute bin ich der NGO beim Preis entgegengekommen und habe weder den vollen Satz noch die üblichen Kosten für die mediale Weiterverwendung (Nutzungsrechte) der Bilder verrechnet.
Die Anfrage heute: Für eine Stunde eine Veranstaltung zu dokumentieren und die Fotos unter extremem Zeitdruck innerhalb einer Stunde vor Ort abliefern.
Meine absolut faire, auf eine NGO angepasste Kalkulation sah so aus:
- Bahnticket (Vollpreis hin & zurück): CHF 102.-
- Fotografie (1h vor Ort): CHF 200.- (inkl. Honorar, Materialverschleiss, Versicherungen)
- Reisezeit (ca. 2h total): CHF 150.- (pauschal & separat reduziert)
- Expresslieferung: CHF 120.- (Sichtung, Bearbeitung und Übergabe innerhalb 1h vor Ort)
Zur Einordnung: Ich reise nicht mit dem Smartphone an. Mein Equipment vor Ort umfasst eine Hauptkamera mit Profi-Objektiv, eine Backup-Kamera mit Objektiv, Wechselobjektive, Speicherkarten, Akkus und einen Laptop für die Sofortbearbeitung. Alleine die Hauptkamera mit Objektiv hat einen Wert von knapp CHF 10'000.-. Dieses Equipment muss amortisiert werden, und im Schadensfall hafte ich selbst.
Das Gegenangebot der NGO? Sie wollten tatsächlich nur die Bahnkosten von CHF 102.- übernehmen. Keine Arbeitszeit. Keine Reisezeit. Kein Express-Zuschlag. Nichts.
Ich habe den Auftrag konsequent abgesagt. Ein 1-Stunden-Job in einer anderen Stadt blockiert mich inklusive An- und Abreise fast einen halben Tag. Während die Organisatoren und Projektleiter der NGO für ihre Arbeit ganz normal bezahlt werden, wird von externen Dienstleistern erwartet, dass sie ihre Zeit, ihr Know-how und das Risiko für ein Zugticket verschenken.
Liebe Community: Kennt ihr solche Anfragen? Wo zieht ihr eure roten Linien?