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Kontroverse um KI-Stimmen: Inoffizielle The Witcher 3-Mod nutzt KI-Modell für Geralt-Voiceover mit Originalstimme

PCGH-Redaktion

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Die inoffizielle The Witcher 3 Erweiterung "A Night to Remember" bedient sich einer KI für Voiceovers, die Geralts Original-Stimme von Sprecher Doug Cockle nachstellt. Ganz ohne Kontroverse kommt das allerdings nicht aus.

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Homerclon

Volt-Modder(in)
Für eine Mod die nicht kommerziell vertrieben wird, finde ich die Verwendung KI-Generierter Stimmen die, die Originalstimme des Sprechers imitieren, gut. Auf jeden Fall besser als 2+ verschiedene Stimmen zu haben, von der nur eine gut klingt.
Bei Hobby-Projekten kann ich dann auch verzeihen wenn die Betonung nicht immer passt. Zumal es mit echten Sprechern auch nicht immer richtig betont ist - und das nicht nur bei lokalisierten Werken, auch bei der Originalsprache.

Als Problematisch sehe ich es erst, wenn man Stimmen für eine Mod imitiert, wenn die Originalstimme in dem Spiel für das die Mod gemacht wurde, gar nicht vorkommt.
Wenn man nun also die Stimme von Keanu Reeves oder einem Politiker her nimmt, und diese in ... keine Ahnung. eine Skyrim-Mod integriert. Warum? Naja, für die Beteiligung an Spiel XY waren die Sprecher immerhin vergütet worden, auch wenn Pauschalpreise wohl ungewöhnlich sind. Wenn man anderen Quellen nimmt, gabs nie eine solche Vergütung.

Jedoch gebietet es die Höflichkeit, das man die jeweilige Person vorher um Erlaubnis bittet. Hat auch den Vorteil, das man keine Unterlassungsklage am Hals hat, wenn dies unerwünscht ist.

Das es überhaupt möglich ist, die Stimme KI-Gestützt so gut zu imitieren das es nahezu unmöglich wird Original und Imitat zu erkennen, ist doch eigentlich schon seit ein paar Jahren bekannt (vlt. nicht der Allgemeinheit, aber vielen). Bereits als dass das erste mal aufkam - genauso wie bei den Deepfakes -, wurde doch auch gleich auf mögliche Gefahren hingewiesen.
Aber die Entwicklung und Vermarktung zu verbieten, bringt auch nichts. Es würde bestenfalls zu einer Verzögerung führen, bis es ausgenützt würde.
 

LarryMcFly

PC-Selbstbauer(in)
"Sich wirklich wehren, könne Cockle letztlich jedoch nicht, legt Derkyants nach. Nach seiner Auffassung handle es sich schließlich nicht wirklich um seine Stimme, sondern um eine, die "einfach ähnlich" klinge. "Unglücklicherweise kann aktuell niemand die Synthetisierung von Stimmen verbieten"."

Äh ja klar, in einer Mod zum selben Produkt, kommt letztendlich die gleiche Stimme zum Einsatz - die Absicht ist klar und eindeutig, sprich Vorsatz.
Das wird dann ein Gericht klären müßen - eigentlich müßte Cockle jetzt schon mit seinem Anwalt dagegen vorgehen, einerseits um nicht stillschweigend solche Nutzungsprozesse abzusegnen, mit dem die Gegenseite dann auch in späteren Fällen argumentieren kann (wenn es dann auch um Geld geht).
Schade für den Modder, aber meiner Ansicht nach notwendig.
Andererseits wäre es von Vorteil, wenn die Gerichte sich mit dem Thema beschäftigen bevor es zum Standard wird, es wäre schön wenn die Judikative mal nicht den Entwicklungen komplett hinterherhinken würde.
 

SimonG

Software-Overclocker(in)
Das ist ein schwieriges Thema. Erstmal stellt sich die Frage ob es urheberrechtlich okay ist Aufnahmen aus dem Spiel zu nehmen um daraus eine "digitale Nachbildung" zu erstellen. Die Aufnahmen gehören schließlich dem Entwickler, der diese Art der Verwendung sicherlich nicht vorgesehen hat.

Dann gibt es seitens des Sprechers bestimmt Einwände gegen die Nutzung seiner Stimme. Bei Fotos haben wir das Recht am eigenen Bild. Jeder darf selbst bestimmen in welchem Zusammenhang Bilder von sich verwendet werden dürfen. Das gilt auch für Zeichnungen, Fotomontagen usw. Würde man das auf Stimmen übertragen, hieße das Probleme für die Modder.
Ob man das Recht am eigenen Bild auf die eigene Stimme übertragen kann, müssten im Zweifelsfall Gerichte klären, aber das kann Jahre dauern.
 

Silverfalcon

PC-Selbstbauer(in)
Das ist ein schwieriges Thema. Erstmal stellt sich die Frage ob es urheberrechtlich okay ist Aufnahmen aus dem Spiel zu nehmen um daraus eine "digitale Nachbildung" zu erstellen. Die Aufnahmen gehören schließlich dem Entwickler, der diese Art der Verwendung sicherlich nicht vorgesehen hat.

Dann gibt es seitens des Sprechers bestimmt Einwände gegen die Nutzung seiner Stimme. Bei Fotos haben wir das Recht am eigenen Bild. Jeder darf selbst bestimmen in welchem Zusammenhang Bilder von sich verwendet werden dürfen. Das gilt auch für Zeichnungen, Fotomontagen usw. Würde man das auf Stimmen übertragen, hieße das Probleme für die Modder.
Ob man das Recht am eigenen Bild auf die eigene Stimme übertragen kann, müssten im Zweifelsfall Gerichte klären, aber das kann Jahre dauern.
Dazu müsste auch geklärt werden ob es sich hier überhaupt um "seine" Stimme handelt oder um eine "ähnliche", denn technisch gesehen ist es eher letzteres weil der Computer nur seine Tonlage etc. imitiert.
 

PCGH_Torsten

Redaktion
Teammitglied
Dazu müsste auch geklärt werden ob es sich hier überhaupt um "seine" Stimme handelt oder um eine "ähnliche", denn technisch gesehen ist es eher letzteres weil der Computer nur seine Tonlage etc. imitiert.

Die neu generierten Sequenzen könnten rechtlich etwas Eigenständiges sein. Aber für das Training wurde seine originale Stimme ohne Zustimmung verwendet, sodass das ganze System und alles, was es hervorbringt, rechtlich angreifbar ist.
 

Mitchpuken

Software-Overclocker(in)
Mal davon abgesehen, ob das legal ist oder nicht. Man könnte sich also die Stimme von Captain Kirk leihen und selbst geschriebene Texte vorlesen lassen. HCS Voice Packs im Vergleich sind echt gesprochene Text und nicht Text to Speech.

Entsprechende Open-Source-Alternativen und -Projekte finden sich jedoch ebenso bereits bei GitHub und laden zum ungezügelten Experimentieren ein.
Bitte Links :hail:
 

SimonG

Software-Overclocker(in)
technisch gesehen ist es eher letzteres weil der Computer nur seine Tonlage etc. imitiert.
Eine Imitation wäre auch vom Recht am eigenen Bild abgedeckt, wenn man bei der Parallele bleibt. Für Stimmen gibt eine solche Regelung aber nicht. Von daher ist es Grauzone, zumindest was das Persönlichkeitsrecht angeht.
 

Homerclon

Volt-Modder(in)
Eine Imitation wäre auch vom Recht am eigenen Bild abgedeckt, wenn man bei der Parallele bleibt.
Können dann Doppelgänger angezeigt werden?:confused:
Ich meine Leute die durch Kostüme etc. das Aussehen stark angleichen, nicht jede die einfach ähnlich sehen.

Es gibt auch schon sehr lange Stimm-Imitatoren, die u.a. auch im Film- und Fernsehen sowie Radio auftreten, und nicht nur schmeichelhaftes sagen. Es hätte also bereits Gründe gegeben gegen Stimm-Imitationen zu klagen.
 

Terracresta

Software-Overclocker(in)
Haben die Vocaloid extra künstlich klingende Stimmen, damit sich bestimmte Gruppen nicht beschweren oder rechtlich dagegen vorgehen, dass eine künstliche Stimme ihren nahe kommt?

Generell muss man sich aber vor Augen halten, dass seit vielen Jahrzehnten in der Industrie automatisiert wird. Theoretisch könnten Sprecher, Sänger und Schauspieler irgendwann überflüssig werden und da sehe ich nicht, wieso das anders behandelt werden sollte als Arbeitskräfte in der Industrie durch Automaten zu ersetzen. "Künstler" sind ohnehin schon im Vorteil, dass sie für ihre Werke ein Leben lang Geld bekommen können, während Arbeiter ihren Stundenlohn erhalten. Gerade in der IT, in welcher man auch kreativ sein muss. Architekten bekommen auch nicht ihr Leben lang Geld für jedes Haus, welches sie entwerfen.
 

Silverfalcon

PC-Selbstbauer(in)
Haben die Vocaloid extra künstlich klingende Stimmen, damit sich bestimmte Gruppen nicht beschweren oder rechtlich dagegen vorgehen, dass eine künstliche Stimme ihren nahe kommt?

Generell muss man sich aber vor Augen halten, dass seit vielen Jahrzehnten in der Industrie automatisiert wird. Theoretisch könnten Sprecher, Sänger und Schauspieler irgendwann überflüssig werden und da sehe ich nicht, wieso das anders behandelt werden sollte als Arbeitskräfte in der Industrie durch Automaten zu ersetzen. "Künstler" sind ohnehin schon im Vorteil, dass sie für ihre Werke ein Leben lang Geld bekommen können, während Arbeiter ihren Stundenlohn erhalten. Gerade in der IT, in welcher man auch kreativ sein muss. Architekten bekommen auch nicht ihr Leben lang Geld für jedes Haus, welches sie entwerfen.
Ob ein Künsterl lebenslang für ein Werk Geld bekomment oder nicht ist oft Vertragssache, in den meisten Fällen sind die Rechte-Inhaber mitlerweile die Publisher und die Künstler haben lediglich einen Vertrag der aussagt: "Man bekommt x Prozent der Einnahmen."
Du kannst genausogut deine Kunstwerke für einen festen Betrag verkaufen und hast davon einmal was.
 

SimonG

Software-Overclocker(in)
Können dann Doppelgänger angezeigt werden?:confused:
Wenn mittels Doppelgänger (real oder digital) Szenen/Bilder nachstellt die geeignet sind jemandem zu schaden, hat die dargestellte Person hat dann die gleichen Rechte wie wenn sie tatsächlich dort abgebildet wäre.
Spätestens bei prominenten Personen wirds dann aber richtig kompliziert.
 

PCGH_Torsten

Redaktion
Teammitglied
Können dann Doppelgänger angezeigt werden?:confused:
Ich meine Leute die durch Kostüme etc. das Aussehen stark angleichen, nicht jede die einfach ähnlich sehen.

Es gibt auch schon sehr lange Stimm-Imitatoren, die u.a. auch im Film- und Fernsehen sowie Radio auftreten, und nicht nur schmeichelhaftes sagen. Es hätte also bereits Gründe gegeben gegen Stimm-Imitationen zu klagen.

Satire und Parodie sind als eigenständige Kunstformen anerkannt mit zahlreichen Sonderregelungen und in der Regel dem Anspruch, dass sich aus der Performance klare Unterschiede zum Original ergeben. Außerdem treten diese Künstler auch unter eigenem Namen und in eigenem Kontext, der sie nicht in Konkurrenz zum Vorbild stellt. Schaubspieler dagegen sind nicht nur Personen des öffentlichen Lebens, sondern Vermarkter ihrer eigenen Darstellung. Sie nachzubilden ist nicht nur eine Immitation, sondern im Prinzip sowas wie Produktfälschung und zumindest in den USA darf ein anderer Schauspieler nicht einmal unter dem gleichen Namen aktiv werden – selbst wenn er bürgerlich so heißt.


Ob ein Künsterl lebenslang für ein Werk Geld bekomment oder nicht ist oft Vertragssache, in den meisten Fällen sind die Rechte-Inhaber mitlerweile die Publisher und die Künstler haben lediglich einen Vertrag der aussagt: "Man bekommt x Prozent der Einnahmen."
Du kannst genausogut deine Kunstwerke für einen festen Betrag verkaufen und hast davon einmal was.

International ist letzteres sogar die Regel. Namenhafte Schauspieler können zwar Ertragslerlöse aushandeln, aber ein kleiner Sprecher hat seine oftmals noch kleinere Gage und das wars.
 

Terracresta

Software-Overclocker(in)
Ob ein Künsterl lebenslang für ein Werk Geld bekomment oder nicht ist oft Vertragssache, in den meisten Fällen sind die Rechte-Inhaber mitlerweile die Publisher und die Künstler haben lediglich einen Vertrag der aussagt: "Man bekommt x Prozent der Einnahmen."
Du kannst genausogut deine Kunstwerke für einen festen Betrag verkaufen und hast davon einmal was.
Natürlich gibt es das auch, aber trotzdem besteht für die meisten anderen Berufe erst gar nicht die Wahl. Wenn du ein IT Projekt planen und umsetzen sollst, wirst du einmal bezahlt und bekommst maximal über Serviceverträge mehr, bei welchen du aber ggf. weitere Arbeit leisten musst. Da spielt es auch keine Rolle, wenn du das Ganze als Ein-Mann(oder Frau)-Unternehmen durchführen würdest.
Selbst als Programmierer, welcher eigene Software entwickelt und diese über Abomodelle anbietet, muss weiterhin Service leisten und die Software auch weiterentwickeln.

Ausnahme sind Spieleentwickler, welche ihre Spiele selbst vermarkten und nicht die Rechte an Publisher abtreten. Alte Spiele verkaufen sich auch nach 30 Jahren noch, denn z.B. hat CD Projekt gesehen, dass das Interesse (siehe Abandonwareseiten) hoch genug ist, um sowas wie GoG aus dem Boden zu stampfen, auch wenn ich das schon bisschen frech finde, da sie einfach nur Gewinn gewittert haben anstatt die alten Spiele endlich ganz offiziell kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Während die alten DOS Spiele meist in den Händen von Publishern liegen, könnten heutige Indie-Spiele in 20+ Jahren den Machern noch immer Einkünfte bescheren, da es jetzt wesentlich einfacher ist, Spiele selbst zu vertreiben. Das zeigt die Masse an Müll auf Steam eindrucksvoll.
 
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