Eure angeblich Bedarfe sind laecherlich
Finde ich nicht. Aber: wer den Bedarf hat, muss halt dafür zahlen. Und wenn einem das die Privatwirtschaft am Traumwohnort nicht anbietet, muss man sich halt den Gegebnheiten anpassen.
Im Moment hat jeder zwischen 25-50mbit. Gerade mal 2,4%(!!!) wollen schnelleres Internet.
Vermutlich wollen nur 2,4% dafür zahlen. Schenkt man es ihnen (und benötigen sie dafür keinen Umbau am eigenne Haus), hätte wohl kaum einer etwas dagegen. Ich würde aktuell auch kein 500 MBit bei der Telekom oder der DG buchen, weil mir das für meine Nutzung zu teuer wäre.
Viele Haushalte werden selbst kleine Rechenzentren haben, um Unterbrechungen zu überbrücken.
Da kann man nur hoffen, dass der Strompreis in D um mind. 1000% steigt damit sich sowas nur Leute leisten können, die auch heute schon ganz trivial dorthin ziehen (oder ihren Ein-Personen Betrieb dort eröffnen), wo sie die Leistung erhalten, die sie benötigen.
Eine einfache Heimsteuerung oder ein NAS (auch mit mind. 8 Platten und USV) ist für mich kein kleins Rechnezentrum. Was soll man im Privathaushalt überbrücken wollen/müssen? Den Ausfall von Netflix (weil der Nachwuchs keine Ahnung mehr hat, was er ohne 8K-Videos in jedem Zimmer machen soll) kann man damit ohl nicht absichern wollen. Jegliche Kommunikation außerhalb des Haushaltes kann auch nicht gemeint sein, die ist auch mit eigenem Rechnezentrum weg.
Es wird langfristig auf die Bandbreite und Signalverzögerung ankommen, wie nie zuvor.
Kein Problem, dann sollen die, denen die Verantwortung dazu schon vor 20 Jahren übertagen wurde, auch entsprechend handeln und nicht nur nach Fördermitteln schreien. Handeln können sie heute schon, aber sie tun es halt nur dort, wo es sich für sie lohnt (ist halt keine staatliche Planwirtschaft). Das Problem war problemlos vor 20 Jahren bereits absehbar, als man die Telekommunikation in D privatisiert hat. Nur deshalb gibt es die Pflicht zur Grundversorgung per (analogem) Telefon. Versuche mit LWL bis zum Haushalt gab es damals auch schon und dass BTX nicht das Ende der Kommunikation darstellt, war nicht nur den damaligen Studenten klar.
Netflix ist ein Furz im Vergleich zu den Massen an Daten, die über die Leitung fließen.
Mal sehen, ob sich dann wenigstens die Zahlen von 2015 (70% des Traffics waren VVideo und Musik) zu etwas sinnvollerem wendet.
Aber wenn Du gerne BigData in Deinem Haushalt möchtest, dann kannst du auch jetzt schon eine passende Leitung legen lassen. Bei mir kommt sowas erst ins Haus, wenn es mir massive Vorteile in meinem Privatleben bietet und meinen Umzug ins Alten-/Pflegeheim hinaus zögern kann. Aber auch dafür muss ich keine 4K Videos aus jedem Zimmer INS Internet streamen, ein paar Kontrolldaten von ein paar Sensoren reichen dafür vollkommen aus. Für den Livechat mit dem Arzt reichen selbst mit 4K die 40 MBit/s Upload, die ich jetzt schon habe, der Uplaod meines Backups muss dann halt mal ganz altmodisch pausiert werden.
Für Homeoffice wird mir bis zur Rente mein VDSL 100 Anschluss genügen. An die Daten, die ich dort in den kommenden ca. 20 Jahren u.U. mal analysieren muss, komme ich außerhalb des Firmennetzes sowieso nicht heran. Das ich privat gerne mehr Datenrate hätte, ist eine anders Sache, aber mein FTTH-Monopolanbieter will halt kein Geld von mir.
U.U. schreibe ich dem Breko mal eine freundliche Mail, ob sie mit ihrer Forderung nicht erst einmal bei ihren eigenen Mitgliedern anfangen möchten.