Intel Xe: DG1 wird ausgeliefert, DG2 im Labor

Na ja Intel muß mal lernen vernünftige Treiber bereitzustellen denke da nur mit graus an die I740 oder die Treiber für die

GPU´s auf den Prozessoren die alle nicht so das wahre sind :-)
 
Insgesamt dürfte das ein durchaus leistungs- und konkurrenzfähiges Design sein, bei dem man sich zudem keine Gedanken machen muss, dass da "irgendwas vorzeigtig eingestampft" wird, weil die gesamte Xe-Architektur einen zentralen Bestandteil Intels aktueller und zukünftiger Ausrichtung darstellt (damit in Verbindung ebenso das OneAPI).
Erfahrung dürfte der Konzern mehr als genug haben, zumal die ersten Daten auch schon zeigen, dass deren Rechnung aufzugehen scheint. Intel ist der weltgrößte GPU-Hersteller und entwickelt und fertigt GPUs seit grob 20 Jahren. Hinzu kommen vielfältige weitere Produkte sowie eines der größte R&D-Budgets, was zusätzlich auf das "Erfahrungs-Konto" einzahlt.
Mit der DG1 liefert Intel bereits jetzt schon alles aus einer Hand, d. h. eine leistungsstarke iGPU und eine mobile dGPU, die beide auf exakt dem gleichen SW-Stack laufen, was es Herstellern sehr einfach bzgl. der Implementation und Wartung macht (und es steht immer noch die unbeantwortete Frage im Raum, ob die beiden gar auch zusammenarbeiten können). Bereits das ist ein Setup, das nVidia im unteren Mobile-Segment schmerzen wird, wenn Intel hier attraktive Paketpreise macht (vornehmlich nVidia, denn AMDs Marktanteil ist auch in dem Segement deutlich kleiner als der von nVidia).

Bezüglich dem für Gamer relevanten Xe-HPG wird man abwarten müssen, wie genau es aussehen wird. Man kann vermuten, dass es ähnlich zu Xe-HP (nicht HPC) aufgebaut sein wird, das für das Datacenter entwickelt wird. Ein Tile (ein Chip) besitzt hier im Vollausbau 512 EUs und 4096 ALUs. Intel demonstrierte hier ein HP-Tile bereits mit 10,6 TFlops Gesamtleistung. Für das Datacenter kann man bis zu 4 Tiles auf einer Karte zusammenführen und demonstrierte hierbei eine lineare Leistungsskalierung auf über 40 TFlops Gesamtleistung.
Ein derartiges Design dürfte für Consumer-Karten jedoch eher unwahrscheinlich sein, jedoch darf man im Enthusiast-Bereich durchaus ein Zwei-Tile-Design erwarten, denn die Skalierbarkeit/das MCM-Design ist ein Kernaspekt der Xe-Architektur sowie des dafür neu erstellten Software-Stacks.

Zudem weiß man, dass Xe-HPG extern gefertigt werden wird. Hier kommt TSMC infrage, aktuell ist aber auch Samsung noch nicht komplett vom Tisch.

Für Gamer auf jeden Fall rosige Aussichten, unter anderem auch, da auch Intel HW-Raytracing unterstützen wird mit HPG.
Und als möglichen weiteren Kandidaten in den nächsten ein bis drei Jahren könnte man ggf. auch mit Imagination Technologies rechnen, die ggf. mit ihrer C-Series auch wieder zurück auf den PC kommen werden.
 
Die goldene Frage ist doch, welcher Name auf der Schachtel steht. Werden das Intel Karten, oder Asus, Gigabyte etc. Karten mit Intel Chip. Das kann den Preis und damit das Kräfteverhältnis mehr beeinflussen. Ein Hersteller weniger der mitverdient ist eine Kugel mehr im Preiskampf. Dann wird es egal sein, wenn "nur" 3060 oder 3070 Niveau erreicht wird, dafür der Preis aber 20%-30% nach unten geht um das Produkt am Markt zu etablieren.
 
So wie die letzten Meldungen zu HPG Karten von Intel aussahen, können wir wohl schon nächstes Jahr mit konkurrenzfähigen Karten rechnen. Fragt sich halt nur in welchem Leistungsbereich. Was von solchen Meldungen am Ende übrig bleibt werden wir sehen. Aber anscheinend sind sie wohl gut dabei und würden nicht solche Pressemeldungen raus bringen, wenn dahinter keine entsprechende Substanz vorhanden wäre.

Update vom 14. August 2020: Intel hat im Rahmen des »Architecture Day 2020« die Existenz der Xe-HPG-Architektur bestätigt. Man habe auf die Rufe der Spielerschaft gehört, heißt es. Demnach werde es High-End-Spielergrafikkarten mit Raytracing-Unterstützung geben - konkret ist von »Xe for Enthusiast Gaming« die Rede. Auch der Zeitrahmen wurde bestätigt. Chips auf Basis von Xe-HPG sollen 2021 ausgeliefert werden. - https://www.gamestar.de/artikel/intel-xe-hpg-high-end-spieler-gpu-2021,3360815.html
 
Ich möchte allen die mir geantwortet haben, erstmal für die konstruktive Art und Weise bedanken...sieht man leider nicht mehr so oft heute. :)

Bestimmt habt ihr nicht ganz unrecht, aber Intel hat ja auch Leute mit Erfahrung geholt. Ein Punkt den ich definitiv anerkenne ist die Software. Insbesondere bei den Treibern hat Intel in den letzten Jahre nicht wirklich geglänzt....
 
Ich bin hier echt sehr gespannt, was sich daraus entwickelt. Kann nur besser werden, wenn ein dritter mit aufschließt und ebenfalls starke GPUs raus bringt, dass es dann für alle ein Ansporn ist.

Wie erfolgreich Intel mit Xe sein wird, das muss ich aber erst noch zeigen.
Das sollte vermutlich "sich" heißen. ;-)

An alle, die sich nichts mit der GPU vorstellen können habe ich zumindest ein Szenario: Intel hat auch CPUs ohne iGPU (waren das nicht die F Modelle?) im Einsatz. Die müssen die OEMs bisher mit einer NVIDIA oder AMD GPU kombinieren. Hier kann Intel nun sagen, wir haben auch was und wenn du unsere GPU verbaust, bekommst du noch mal mehr Rabatt.
 
Eigentlich sind das schlechte Nachrichten für Nvidia. Intel und AMD werden in der Lage sein, CPUs und GPUs an die OEMs aus erster Hand zu verkaufen, insbesondere Intel. Sie haben verdammt viele "Beziehungen". Nvidia ist klar im Nachteil, wo Brot und Butter verdient wird. Außerdem fasst Intel gezielt den GPGPU-Bereich ins Visier. Das wird man auch eher Nvidia ins Fleisch schneiden, da AMD da bis jetzt keine große Relevanz hat.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Eine DG1 mit 96 EUs erreicht rund 2,3 Tflops FP32 Leistung bei 75W und erzielt ~5900 Grafikpunkte im 3DMark Firestrike.
Würde das perfekt skalieren auf 960EUs hoch läge man von der Rohleistung vllt in Bereichen eines GA104/RTX3070, der ja mit ~20Tflops FP32 angegeben ist.

Mit 250-300W würde ich den 960EU´s noch grob 18-19Tflops zusprechen.
512EU´s sollen ja um 12,2 TFlops erzielen. 1024EU´s bis zu 20,4Tflops(bei 300W und 1,25GHz).

Kritisch muss man dann noch betrachten wie viel davon in 3D-Games auf die Straße gebracht werden kann.
Von einer Pascal GTX1050 mit 1,8 Tflops sieht eine 2,3 Tflop DG1 auf jeden Fall nur die Rücklichter.
Benötigt 25% mehr Rohleistung um am Ende trotzdem 5-10% langsamer zu sein.

Ich verspreche mir aktuell also nicht viel von Intel´s Grafikkarten und für mich sieht das alles sehr nach Intel´s ganz eigener Vega-Architektur aus.
Ist vllt auch nicht unlogisch, die beiden haben mit Raja ja den gleichen Vater^^

Aber ganz egal wie performant die Karten am Ende werden, in den nächsten Jahren werden davon bestimmt Millionen Stück in mobilen Systemen mit Intel-CPU verbaut werden.
 
Eigentlich sind das schlechte Nachrichten für Nvidia. Intel und AMD werden in der Lage sein [...]
nVidia wird hier am ehesten getroffen, weil sie den größten Marketshare haben. Beispielsweise in 2Q19 hatte nVidia 74 % Share (voraussichtlich gemäß Revenue am Gesamtmarkt) nach JPR bei mobilen dGPUs und entsprechend wird es ihnen auch am meisten weh tun, wenn Intel hier mit Paketpreisen wildert.
Auf dem Desktop lag ihr Anteil zu der Zeit bei 68 % bei diskreten GPUs.
Mittlerweile ist AMDs Anteil sogar weiter gesunken, JPR weist für 2Q20 über sämtliche dGPUs für nVidia einen Anteil von 78 % aus, d. h. AMD hat RDNA2 auch dringend nötig. ;-)
Treffen wird das AMD jedoch auch, so oder so, denn ihr eh schon kleiner Anteil wird sich damit weiter verkleinern, d. h. man darf im 1HJ21 sicherlich ein mobile dGPU-Update von AMD erwarten, denn das werden sie brauchen.

@Edelhamster: Derzeit alles noch schwer abzuschätzen, da man zu den Verbrauchswerten rein gar nichts weiß (alles nur Spekulationen von Seiten der Medien) und bzgl. der Grafikleistung gibt es zur HPG bisher noch gar nichts, nur zur LP, die etwas anders aufgebaut ist. Die 10,6 TFlops stammen von einem HP-Tile. Ob man den TFlops-Wert 1:1 übertragen kann auf HPG weiß man ebensowenig und auch nicht, wie sich das dort in konkreter Grafikleistung ausdrückt. Mit einem 2-Tile-Design werden sie jedoch absehbar im gehobenen Mittelfeld bis unterem HighEnd mitspielen können. Der Rest ist dann schlicht eine Frage des Preises.
 
Zuletzt bearbeitet:
Glaub ich dieses mal irgendwie nicht. Wirkt ja alles sehr ambitioniert dieses mal.

Und sie haben das erste mal auch RGB! :ugly: Wie sagt das die Jugend von heute? RGB + 200FPS? Das muss also was werden. :schief:
Ambitioniert war man schon oft.
SSDs
GPUs Aus den 90ern
GPUs aus 2008 (Larrabee)
3dXpoint
Physikengine Havok
Eigener RAM für den P4 (Rambus)
CPU Raytracing in Quake, Wolfenstein und Co.
ARM Cpus
Itanium
Usw usf
Na ja Intel muß mal lernen vernünftige Treiber bereitzustellen denke da nur mit graus an die I740 oder die Treiber für die

GPU´s auf den Prozessoren die alle nicht so das wahre sind :-)
Eigentlich sind die GPUs Technisch hervorragend, nur Treiber und Co hinken seit Jahren hinterher
 
nVidia wird hier am ehesten getroffen, weil sie den größten Marketshare haben. Beispielsweise in 2Q19 hatte nVidia 74 % Share (voraussichtlich gemäß Revenue am Gesamtmarkt) nach JPR bei mobilen dGPUs und entsprechend wird es ihnen auch am meisten weh tun, wenn Intel hier mit Paketpreisen wildert.
Auf dem Desktop lag ihr Anteil zu der Zeit bei 68 % bei diskreten GPUs.
Mittlerweile ist AMDs Anteil sogar weiter gesunken, JPR weist für 2Q20 über sämtliche dGPUs für nVidia einen Anteil von 78 % aus, d. h. AMD hat RDNA2 auch dringend nötig. ;-)
Treffen wird das AMD jedoch auch, so oder so, denn ihr eh schon kleiner Anteil wird sich damit weiter verkleinern, d. h. man darf im 1HJ21 sicherlich ein mobile dGPU-Update von AMD erwarten, denn das werden sie brauchen.

@Edelhamster: Derzeit alles noch schwer abzuschätzen, da man zu den Verbrauchswerten rein gar nichts weiß (alles nur Spekulationen von Seiten der Medien) und bzgl. der Grafikleistung gibt es zur HPG bisher noch gar nichts, nur zur LP, die etwas anders aufgebaut ist. Die 10,6 TFlops stammen von einem HP-Tile. Ob man den TFlops-Wert 1:1 übertragen kann auf HPG weiß man ebensowenig und auch nicht, wie sich das dort in konkreter Grafikleistung ausdrückt. Mit einem 2-Tile-Design werden sie jedoch absehbar im gehobenen Mittelfeld bis unterem HighEnd mitspielen können. Der Rest ist dann schlicht eine Frage des Preises.
Nvidia trifft es in Relation zu AMD vermutlich eher wenig: die holen sich das Geld ja bei den teuren Karten. Und wenn die 5% Marktanteil verlieren juckt sie das weniger wie AMD die in dieser Preisklasse mehr Umsatz machen bzw Insgesamt zwar vielleicht weniger Umsatz verlieren aber einen größeren Anteil am bestehenden Umsatz verlieren

Hmm Hoffe ich konnte mich ausdrücken: ich meine wenn AMD und Nvidia inetwa der gleiche Umsatz weggenommen wird ist das f AMD schwerer zu verkraften.
Versteh aber, dass du aufgrund der Marktsituation (80:20 für Nvidia) davon ausgehst, dass Nvidia Theoretisch 4x so viel Umsatz einbüßt.
Ich bin bis vor 2 Jahren davon ausgegangen, dass 90% im Lowend/Mainstream umgesetzt wird, hab aber mal bei JP Rrsearch nachgelesen um wieviel im Durchschnitt heutzutage eine GPU bzw Graka gekauft wird: der Lowendmarkt dürfte schon recht klein geworden sein, vor allem wegen der IGP/APUs
 
@Krabonq

Intel hat doch vorher schon GPUs entwickelt und gefertigt und hat sich massiv Know-how eingekauft. Das würde ich nicht bei "Null anfangen" nennen.
 
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