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Intel X38: Porsche mit angezogener Handbremse

CrSt3r

Freizeitschrauber(in)
Nun ist es also so weit ... Intel stellt den neuen Chipsatz X38 vor. 2 Jahre musste man warten. Ob es sich gelohnt hat, soll nun herausgefunden werden.

Wichtige und interessante Fakten zum X38:
  • Southbridge ICH9 / ICH9R / ICH9-DH
  • unterstützt sowohl Core 2 Quad als auch Core 2 Duo
  • unterstützt 45nm Prozessoren
  • FSB 1333MHz
  • Speicherunterstützung für DDR3-1333 / DDR2-800
  • Max. Speicher 8GB
  • 2 PCI-E 2.0 x16 Slots (5Gpbs)
  • neue BIOS-Optionen für Übertakter, sowie INTELS Extreme Memory XMP
Der X38 gilt als neuer HighEnd-Chipsatz und soll neue Technologien mit sich bringen.
Vertreter in diesem Test war das Gigabyte GA-X38-DQ6.


PCI-E 2.0:

Wichtigste Neuerung ... 2 PCI-E x16 Slots, mit denen zwei Grafikkarten im Single- oder Dual-Betrieb mit voller Bandbreite betrieben werden können.

http://media.bestofmicro.com/4/8/46808/original/x38_block_diagramm.gif

Beim Vorgänger ... dem 975X ... war Dual-Grafikkartenbetrieb nur mit x8 möglich. Bei den P35- und ältern P965-Chipsätzen sogar nur mit einer x16/x4-Konfiguration. Damit wurde einer Grafikkarte im Dual-Betrieb zu wenig Bandbreite zur verfügung gestellt, was dazu führte, dass das Gespann nicht sein volles Potenzial entfalten konnte.

Der x38 unterstützt vorerst kein SLI.

Trotzdem hat der Chipsatz allen Anderen etwas voraus. Er unterstützt bereits den PCI-E Standard 2.0 . Dieses gilt allerdings nur für die beiden x16-Slots. Die x1- und x4-Slots, welche über die Southbridge ICH9 angesteuert werden unterstützen weiterhin PCI-E 1.0.


Übertaktbarkeit:

INTELs neue Technologie XMP soll Übertaktern das Leben einfacher machen, jedoch scheint INTEL sich diverse Funktionsweisen von AMDs und Nvidias SLI-Memory-Spezifikation abgeschaut zu haben.
Das Prinzip ist recht simpel. Der Speicherhersteller legt im SPD des Speichermoduls die Taktraten ab, bei denen das Modul noch fehlerfrei funktioniert. Dazu werden die ebenfalls benötigten Timings hinterlegt, die später geladen werden.
Allerdings funktioniert diese Technologie nur mit DDR3-Speicher, und auch nur dann, wenn dieser XMP unterstützt.

Verglichen werden die zwei momentan günstigsten erhältlichen Speicher:
  • DDR3-1066 - 160 (CL7, OCZ Gold)
  • DDR2-800 - 27 (CL5, Aeneon)
Werden DDR3-Speicher übertaket, steigen die Timings in ungeahnte Höhen, um einen stabilen Betrieb zu gewähren. Um wenig Speicherzugriff zu realisieren wurden Prozessoren mit Conroe-Architektur mit 8Mb L2-Cahce ausgestattet. Die neuen 45nm Penryn-Prozessoren sollen sogar 12Mb L2-Cache besitzen.
Da DDR3-Module derzeit noch recht teuer sind, deren Attraktivität deshalb gering, werden wohl viele X38-Platinen, wie das Testboard auch, nur mit DDR2-Support ausgeliefert. Die XMP-Funktion scheint derzeit also unwichtig.

Nun zum Übertakten ... ohne Erhöhung jeglicher Spannung erreichte die Northbridge der getesteten Gigabyte GA-X38-DQ6 Platine einen enttäuschenden Wert von 480MHz.
Nach anheben der Spannung waren es nur klägliche 5 MHz mehr. Ein unzufriedenstellendes Ergebnis.
Für den Übertaktungstest wurde A-DATA DDR2-1066+ verwendet. Damit die CPU als limitierender Faktor ausscheidet kamen ein Core 2 Extreme QX6850 und ein Core 2 Duo E6750 zum Einsatz.

Bei 485MHz war definitiv Schluss und das System bootete nicht mehr. Zum Vergleich ... mit einer Gigabyte 965P-DS3-Platine waren 500 MHz möglich.

http://media.bestofmicro.com/7/U/46938/3/46938.jpg
http://media.bestofmicro.com/8/4/46948/3/46948.jpg

Festzustellen ist also, dass der X38 kein Übertaktungswunder ist.


Northbridge:

Überraschenderweise ist die Northbridge, wie eine CPU, mit einem Heatspreader versehen. Dadurch ergeben sich besonders für Übertakter ungeahnte Möglichkeiten, da die empfindliche DIE-Oberfläche nun nicht mehr so schnell beschädigt werden kann. Zum Beispiel können jetzt problemlos Wasserkühlungen nachgerüstet werden.

Der Heatspreader auf der Northbridge ist von INTEL ein wahres Geschenk an Overclocker und Modder. Er gibt neue Dimensionen zum Übertakten.


INTEL Extreme Tuning Utility:

Hierbei handelt es sich um ein Novum in der Chipsatzherstellung. INTEL ermöglicht es dem User durch einen Mikroprozessor in der Northbridge, extern auf selbige zuzugreifen. Befehle werden vom BIOS und dem Betriebssystem entgegengenommen.
Nicht nur das Ändern von Timings und Taktraten ist möglich, sondern es gibt auch Monitorfunktionen, die aktuelle Temperatuen, Spannungen und Taktraten auslesen können. Ebenfalls die neue XMP-Technologie kann hierdurch angesprochen werden.
Realisiert werden die Zugriffe durch eine von INTEL an die Mainboardhersteller gelieferte Software, die an die ausgelieferten Boards angepasst werden kann.
Somit wird also das BIOS auf den Desktop geholt.


Geschwindigkeit des X38 unverändert:

Obwohl INTEL gegenüber dem 975X-Chipsatz Performancegewinne versprochen hat, scheint es keinerlei oder kaum Geschwindigkeitszuwachs zu geben.
http://media.bestofmicro.com/A/8/47024/original/table_x38.gif


Platine nicht unter 200 Euro:

Preislich wird das GA-X38-DQ6 kein Schnäppchen werden. Für dieses Motherboard, allerdings mit DDR2-Support, scheint sich ein Preis von 239 anzubahnen. Für die DQ5-Varianten sind dann immer noch 219 fällig.
http://media.bestofmicro.com/A/O/47040/3/47040.jpg


Fazit:

Mitbringen tut der X38-Chipsatz zwei toll klingende Argumente. PCI-E 2.0 und XMP. Problem ist nur, dass es zum jetzigen Zeitpunkt weder PCI-E 2.0-Grafikkarten noch Speichermodule mit Unterstützung für XMP gibt.
Ein weiteres Problem stellen die noch teuren und kaum erhältlichen DDR3-Module dar. Wie das Testboard werden wohl viele kommende Mainboards DDR2-Support besitzen ... man kann also später nicht auf DDR3 aufrüsten. Ausserdem enfaltet der X38 dadurch nicht sein gesamtes Potenzial.
Fallen allerdings erst einmal die Preise wird sich auch diese Misslage ändern.

Die Integration einer Overclocking-Software ist zwar schön und gut, aber überzeugt diese nicht durch überragende Ergebnisse. Hier muss INTEL nachbessern.

Nvidias SLI wird auch nicht unterstützt. Dual-Grafikkarten also nur für die halbe Mannschaft.

Alles in allem heißt es "Warten!" ... , da viele Funktionen noch nicht unterstützt werden.

(ausführliche Benches in Quelle nachzulesen ab Punkt 13)

... so far ...

Quelle:
http://www.tomshardware.com/de/Intel-X38-Chipsatz-Gigabyte-GA-X38-DQ6,testberichte-239830.html
 

jign

PC-Selbstbauer(in)
Naja also wenn ich die Quelle sehe komme ich ja schon wieder arg ins Grübeln
Aber keine 500mhz FSB das glaube ich erst wenn ich es sehe
 
TE
C

CrSt3r

Freizeitschrauber(in)
MSI veröffentlicht X38 Diamond:

MSI veröffentlichte heute, dass auf dem X38-Chipsatz-basierende, MSI X38 Diamond. Es unterstützt DDR1333, sowie bei diesem Chipsatz üblich, die kommenden Prozessoren von INTEL im 45nm Produksionsprozess.

Es besitzt vier x16-Slots und unterstützt Crossfire. Nvidias SLI bleibt auf der Strecke. SLI ist nicht möglich.

Gekühlt werden die Chipsätze durch ein ausgeklügeltes Heatpipe-System, welches bei HighEnd-Boards mittlerweilen zum guten Ton gehört. MSI verlautbarte ebenfalls, dass es möglich wäre, dass zukünftige Revisionen über die Möglichkeite verfügen könnten, die Chips in einen Wasserkühlkrieslauf zu integrieren.

http://www.hardspell.com/pic/article/2007/9/24/small/175abb6c-8b4b-4bb5-be52-6e62a0a2af4e.jpg

Ausgeliefert wird das MSI X38 Diamond mit einer zusätzlichen X-Fi-Extreme Soundkarte. Das Board unterstützt weiterhin Dual-Gigabit-LAN, MSI SkyTel VoIP und zwei eSATA-Ports. Es gibt zudem viele Funtkionen, wie "LED POST", die Übertaktern das Leben einfacher machen sollen.

MSI behauptet zudem, dass sie die ersten seien, die ein X38-Board wirklich auf den Markt bringen.

Erstaunlich nur, dass bei Geizhals.at dieses Board nocht nicht gelistet ist. Im Gegensatz zu vielen anderen Vertretern, unter anderem von Gigabyte und ASUS.
Preise von ~194 - ~264

http://geizhals.at/?o=9&fs=X38&x=0&y=0&in=1

Quelle:
http://en.hardspell.com/doc/showcont.asp?news_id=1484
 
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