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Intel "Lakefield": Skalierbare Prozessoren sollen Mobile-Segment revolutionieren

PCGH-Redaktion

Kommentar-System
Jetzt ist Ihre Meinung gefragt zu Intel "Lakefield": Skalierbare Prozessoren sollen Mobile-Segment revolutionieren

Intel hat nun so ziemlich alle Informationen rund um die neuen Lakefield-Prozessoren veröffentlicht. Durch Intels 3D-Packaging-Technolgie und eine hybride Prozessorarchitektur soll vor allem der mobile Markt mit skalierbaren und äußerst leistungsfähigen CPUs revolutioniert werden.

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Fragnail

Komplett-PC-Käufer(in)
Die erste Frage, die mir bei dem Design gekommen ist... wenn dies Compute-Schicht nicht oben ist sondern unter dem im Vergleich doch recht massiven Block von Speicher, klappt das dann mit der Kühlung überhaupt noch so gut?! ich meine gekühlter Speicher ist prima aber gekühlte CPU und GPU wäre doch öhm... ratsamer? oder denk ich da falsch..
 

juko888

BIOS-Overclocker(in)
Wenn der Speicher mit auf dem Package sitzt, ist ein nachträgliches Aufrüsten durch uns Endkunden also von vornherein ausgeschlossen?
 

Freakless08

Volt-Modder(in)
Maximal 8 GB RAM?
Erinnert dann doch etwas an den "Atommüll" zu Zeiten des Netbook Booms, die sehr eng zugeschnitten waren und für heutige Sachen deutlich zu wenig haben, wofür Microsoft extra den XP Support verlängert hat, weil Windows 7 dann doch etwas mehr Leistung gebraucht hat.
 

Pu244

Lötkolbengott/-göttin
Interessant ist, dass DDR4 4266 RAM verbaut wird. Die Nähe zur CPU und die verkürzten Wege, schein sich offenbar positiv bemerkbar zu machen.

On-chip memory. Der feuchte Traum aller Hersteller. Als nächstes werden dann noch die SSDs aufs Board gelötet. Damit auch ja nichts erweiterbar geschweige denn reparierbar ist...

Es geht hier wohl eher um die Kostenersparnis. Alles auf einem Chip ist deutlich (und in dem Geschäft sind schon ein paar Dollar deutlich) günstiger, als wenn man es alles über einzelne Chips und Module realisiert.

Von der Fehleranfälligkeit sollte das ganze sogar im Vorteil sein, da weniger Einzelkomponenten versagen können. Die Reparierbarkeit war bei Laptops immer schon mau, das Baord nach ein paar Jahren tauschen? Sicher, da kann man sich gleich einen neuen Laptop kaufen.

Wenn der Speicher mit auf dem Package sitzt, ist ein nachträgliches Aufrüsten durch uns Endkunden also von vornherein ausgeschlossen?

Ja, das ist es. Wobei das bei vielen Geräten, in dieser Klasse heute schon ist. Festverlöteter RAM ist ab einer gewissen Dicke der Standard, die Slots für die Module sind einfach zu groß.

Maximal 8 GB RAM?
Erinnert dann doch etwas an den "Atommüll" zu Zeiten der Netbooks, die sehr eng zugeschnitten waren und für heutige Sachen deutlich zu wenig haben, wofür Microsoft extra den XP Support verlängert hat, weil Windows 7 dann doch etwas mehr Leistung gebraucht hat.

Das ganze dürfte auch eher ein aufgepumpter Atom sein. Die Leistung der 4 Atomkerne dürfte sich wohl auf der Niveau des einen Ice Lake Kern bewegen. Von daher ist es ein schlechterer Zweikerner.
 

Deathmachine

Freizeitschrauber(in)
Die erste Frage, die mir bei dem Design gekommen ist... wenn dies Compute-Schicht nicht oben ist sondern unter dem im Vergleich doch recht massiven Block von Speicher, klappt das dann mit der Kühlung überhaupt noch so gut?! ich meine gekühlter Speicher ist prima aber gekühlte CPU und GPU wäre doch öhm... ratsamer? oder denk ich da falsch..

Ich frage mich auch, wie das mit der Kühlung laufen soll.
Nicht nur, dass die gesamte Abwärme über eine kleinere Fläche abgeführt werden muss, sie muss erstmal zur Oberfläche ankommen.
Noch dazu, dass einige Teile, die eigentlich nicht besonders warm werden, durch Nachbarkomponenten deutlich wärmer werden würden.


Wenn der Speicher mit auf dem Package sitzt, ist ein nachträgliches Aufrüsten durch uns Endkunden also von vornherein ausgeschlossen?

Auch jetzt schon haben CPUs einen internen Speicher, wenn auch nur einen sehr kleinen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass man auch bei Arbeitsspeicher einfach eine Schicht mehr einführt und den erweiterbaren, "externen" RAM dann als langsamen Speicher nutzt.
Sprich: Ab Werk ist nur der schnelle, interne RAM drin, aber man kann nachträglich noch normalen RAM nachrüsten, der dann natürlich langsamer (aber immernoch deutlich schneller als eine SSD) ist.
 

Pu244

Lötkolbengott/-göttin
Ich frage mich auch, wie das mit der Kühlung laufen soll.
Nicht nur, dass die gesamte Abwärme über eine kleinere Fläche abgeführt werden muss, sie muss erstmal zur Oberfläche ankommen.
Noch dazu, dass einige Teile, die eigentlich nicht besonders warm werden, durch Nachbarkomponenten deutlich wärmer werden würden.

Bei der TDP Klasse (7W) ist das wohl ein untergeordnetes Problem. Die CPU verbraucht etwas mehr, als das, was man in einem Smartphone oder Tablet findet und diese CPUs arbeiten schon lange so.

Auch jetzt schon haben CPUs einen internen Speicher, wenn auch nur einen sehr kleinen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass man auch bei Arbeitsspeicher einfach eine Schicht mehr einführt und den erweiterbaren, "externen" RAM dann als langsamen Speicher nutzt.
Sprich: Ab Werk ist nur der schnelle, interne RAM drin, aber man kann nachträglich noch normalen RAM nachrüsten, der dann natürlich langsamer (aber immernoch deutlich schneller als eine SSD) ist.

Es wird in dieser Klasse keinen zusätzlichen RAM geben, dafür sind die Geräte einfach nicht gedacht. Wer aufrüsten möchte, der muß sich einen Laptop mit normalen i3, i5 oder i7 kaufen, die sind dann auch um einiges Stärker (bei 7W überzeugen auch die langsamen 15W U CPUs)
 

gerX7a

Software-Overclocker(in)
@hegelpeter/@juko888: Wann habt ihr das letzte mal euer Galaxy Tab oder iPad zur Seite genommen, mit einem scharfen Messer "aufgebrochen" und dort versucht eine Speicheraufrüstung vorzunehmen? - Der Chip ist für Ultra-Portable-Designs gedacht und dementsprechend wird man sich da von vorne herein für eine Konfiguration entscheiden müssen, wie es schon seit langem allgemein marktüblich ist. Konsumenten legen in der breiten Masse offenbar mehr Wert auf ein paar Millimeter weniger Dicke und ein paar Gramm weniger Gewicht, die man andernfalls für eine bessere Aufrüstbarkeit/Wartbarkeit auch noch in Kauf nehmen müsste. Die durchwachsenen Absatzzahlen der (Maker)Fair- und modularisierten Alternativprodukte sprechen da leider eine recht eindeutige Sprache.

@Fragnail: Da es sich hierbei um ein fertiges Produkt handelt, stellt sich die Frage nach der Kühlbarkeit nicht mehr; das Problem wurde offensichtlich für dieses Design zufriedenstellend gelöst.
Neben dieser initial rein Intel-getriebenen Entwicklung geht es hier zukünftig auch viel um Kollaboration und Co-Design in der Industrie, sodass man unterschiedliche Chiplets unterschiedlicher Hersteller kombinieren kann. Aktuell sind die Layers mit Blick auf Power Consumption und Thermals entsprechend abzustimmen und auszulegen. Hier versucht man einen herstellerübergreifenden Entwicklungsansatz zu etablieren um Produkte einfacher kombinierbar zu machen. Und es wurden auch noch mehr Stacked Layers in Aussicht gestellt, als die in Lakefield genutzten drei bzw. vier (je nachdem, ob man das Package-Substrat mitzählt oder nicht).

An Interconnected Interview with Intel’s Ramune Nagisetty: A Future with Foveros

@Casurin: PCIe 3 spielt bei diesem 7 W-Design nun wirklich keine Rolle, hier wäre es absurd auf der einen Seite maximale Power Savings anzupeilen, dann aber PCIe 4 implementieren zu wollen. ;-)

@Pu244: Insbesondere wichtig ist, dass es LPDDR4X ist, was Strom sparen hilft. Lakefield ist schon länger in der Entwicklung. Beispielsweise der neuere und bald erscheinenden Tiger Lake wird gar schon LPDDR5 unterstützen, der noch einmal etwas sparsamer wird.

@Deathmachine: Angemerkt dazu, dass zusätzlicher "externer" Speicher für diese Produktkategorie sinnbefreit weil kontraproduktiv ist. Der zusätzliche Speicher benötigt zusätzlichen Strom und zudem wird zusätzliche Hardwarelogik zur Implementation weiterer Speicherkontroller benötigt. Das hier ist als Low Power-Design mit langer Laufzeit und sehr langer StandBy-Zeit gedacht, da stört jeder zusätzliche Verbraucher.

Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass es sich hierbei um das erste x86-Design dieser Art handelt, d. h. hier sind noch viele Hürden zu überwinden, insbesondere auch bzgl. der softwareseitigen Adaption. Am Ende läuft es auch hier auf das bekannte Henne-Ei-Problem hinaus. Einerseits muss man erste Hersteller (Hardware wie Software, letzteres also vornehmlich Microsoft) überzeugen erste Produkte zu fertigen und entsprechend im Markt zu platzieren und andererseits darf die Adaption nicht zu andersartig sein, weil sie sonst zu komplex und aufwändig wird, sodass Interessenten gleich zu Beginn die Finger davon lassen werden. Und gibt es keine ersten Erfolge wird es zunehmend schwerer diese Kategorie weiterzuentwickeln und der Markt bleibt dann doch eher bei ARM, das sich in weiten Teilen bewährt hat, aber mit Blick auf x86 auch mit einigen deutlichen Nachteilen verbunden ist.
Man wird sehen, wie sich das weiterentwickeln wird. Interessant ist es alle Mal, denn man kann sich ARM-Verrenkungen ersparen und im Idealfall auf einer bekannten, kompatiblen Systemplattform Software entwickeln. Und die Speicherkapazität ist da eher das kleinste Problem, denn wenn eine Folgegeneration mehr Bedarf aufweisen wird, wird man bereits die Stacked Chips in einer höheren Dichte fertigen können, sodass vielleicht schon 16 GiB zum Standard werden. Alles nur eine Frage der Nachfrage.
 

Cuddleman

BIOS-Overclocker(in)
Das Intel die eigene Temperaturproblematik mit der 8xxx/9xxx , mit der 10xxx Serie wohl hinter sich gelassen hat, zeigen die Meßungen die bei PCGH stattgefunden haben (https://www.pcgameshardware.de/Core-i9-10900K-CPU-276151/Tests/Comet-Lake-10600K-Benchmarks-Review-Specs-1349507/) sehr deutlich.
Nun wird es auch in dem hier behandelten CPU-Segment eine ähnliche Lösung geben, das alles mit einem granularen Energiemanagement gepaart.
Die haben das CPU-Bauen ja nicht verlernt, zumindest sollte das mal keiner Glauben.
Intel hat bei ARM und auch AMD, sich einiges abgeschaut und kann es sicher auch noch verbessern.

Interessant wird's werden, wenn die "Hochstapelei" innerhalb der CPU mit (erwogen von Intel) Nanorörchen-, oder (AMD) Nano-Heatpipe-Lösungen integriert, damit man die entstehende Wärme noch vernünftig ableiten kann.
Eine bisher eigentlich grundlegende Lösung bestand schon mal in einer größeren Chipfläche, aber das scheint wegen der immer mehr verkürzten Leitungswege keinen Bestand mehr zu haben.

Wir werden es wohl bald erfahren.:)
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
@hegelpeter/@juko888: Wann habt ihr das letzte mal euer Galaxy Tab oder iPad zur Seite genommen, mit einem scharfen Messer "aufgebrochen" und dort versucht eine Speicheraufrüstung vorzunehmen? - Der Chip ist für Ultra-Portable-Designs gedacht und dementsprechend wird man sich da von vorne herein für eine Konfiguration entscheiden müssen, wie es schon seit langem allgemein marktüblich ist. Konsumenten legen in der breiten Masse offenbar mehr Wert auf ein paar Millimeter weniger Dicke und ein paar Gramm weniger Gewicht, die man andernfalls für eine bessere Aufrüstbarkeit/Wartbarkeit auch noch in Kauf nehmen müsste. Die durchwachsenen Absatzzahlen der (Maker)Fair- und modularisierten Alternativprodukte sprechen da leider eine recht eindeutige Sprache.

Mein Dell Venue Pro muss ich nichts aufbrechen, sondern einfach die Rückklappe abnehmen um an die Komponenten zu kommen. Allerdings sind die 4 GiB RAM da auch auf der Platine verlötet.
Zumindest die SSD werde ich mal noch wechseln, gegen eine mit 500 GB.
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Wobei man wohl bei einer CPU die für Geräte welche im Chromebook-Segment, also um die 300€ angesiedelt sind, nicht mehr erwarten kann.
 

Nebulus07

Software-Overclocker(in)
Die CPUs dürften ein Reinfall werden. Apple hat angekündigt zukünftig keine Intel CPUs mehr in ihren Rechnern zu verbauen. Auch die MAC Rechner bekommen ARM CPUs aus Eigenproduktion. Das dürfte ein tiefer Magenschlag für Intel sein. Intel hat in den letzten Jahren einfach alles verschlafen und bis auf tolle Ankündigungen von zukünftigen Produkten kommt einfach nichts.
 

gerX7a

Software-Overclocker(in)
Die CPUs dürften ein Reinfall werden. Apple hat angekündigt zukünftig keine Intel CPUs mehr in ihren Rechnern zu verbauen. Auch die MAC Rechner bekommen ARM CPUs aus Eigenproduktion. Das dürfte ein tiefer Magenschlag für Intel sein. Intel hat in den letzten Jahren einfach alles verschlafen und bis auf tolle Ankündigungen von zukünftigen Produkten kommt einfach nichts.

Wie Tech_Blogger schrieb, hat Apple hier bisher nichts angekündigt, das sind nur Gerüchte, jedoch in diesem Fall von langer Hand absehbare Gerüchte, die keinen überraschen. Im Wesentlichen geht es hierbei für Apple darum seine Marge zu erhöhen, indem sie einen wesentlichen Baustein der Produktion in die eigene Hand nehmen (offensichtlich ist auch AMD für sie uninteressant trotz der mittlerweile konkurrenzfähigen Technik, d. h. der finanzielle Aspekt dürfte hier die größere Rolle spielen).
Bereits Anfang 2019 wurden Intel Officials und Intel Developer zitiert, die für 2020/21 bei Apple eine Abkehr von Intel-Prozessoren prognostizierten.

Und dafür, dass Intel angeblich "alles verschlafen hat in den letzten Jahren", stehen die erstaunlich gut da, wenn man sich deren BIlanzen ansieht, ganz abgesehen davon, dass wenn man mal deren geschäftliche Tätigkeiten insgesamt betrachtet, die zweifelsfrei nicht "alles" verschlafen haben. Nur weil du bei denen nichts findets, das dir hilft deine Freizeit auszufüllen heißt, das nicht, dass deren Management unfähig ist, aber wenn es dir persönlich hilft, darfst du das natürlich gerne weiter so sehen. ;-)
 

Nebulus07

Software-Overclocker(in)
Wie Tech_Blogger schrieb, hat Apple hier bisher nichts angekündigt, das sind nur Gerüchte, jedoch in diesem Fall von langer Hand absehbare Gerüchte, die keinen überraschen. Im Wesentlichen geht es hierbei für Apple darum seine Marge zu erhöhen, indem sie einen wesentlichen Baustein der Produktion in die eigene Hand nehmen (offensichtlich ist auch AMD für sie uninteressant trotz der mittlerweile konkurrenzfähigen Technik, d. h. der finanzielle Aspekt dürfte hier die größere Rolle spielen).

Nunja, die ARM Architektur war und ist schon immer besser für mobile Geräte gewesen. Nicht umsonst gibt es kein einziges Handy mit Intel Hardware. Apple hat sehr viel Geld in die Hand genommen und ihre mobil Chips auf den Level zu bekommen, wie sie jetzt sind. Ich denke bei nativer Software (ohne x86 emulation). Wird sogar die Leistung gleich zu Intel sein. Aber die Akkulaufzeit wird sich verdoppeln. Das wir keine ARM Notebook sehen, liegt einfach am Intel Monopol auf x86 und der Lizenz darauf. MS bietet ja ein ARM Windows 10 an. Leider haben Sie aber nicht die Kraft, wie Appel, einfach zu sagen, ab Juni2021 werden wir keine x86_64 Software mehr Unterstützen sondern nur noch aarch64. Das hatte beim Umstieg von 68k auf PPC auch funktioniert. Sogar Problemlos.
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Vor allem nützt ein System niemandem was, wo die Software nicht drauf läuft. Das Problem gab es schon bei Windows 8 mit den Apps, die nicht wie erwartet zwischen PC und Handy kompatibel waren.
Damit ist das ganze gefloppt.
 

gerX7a

Software-Overclocker(in)
Nunja, die ARM Architektur [...]

Die Marktaufteilung und -durchdringung ist im Wesentlichen der historischen Entwicklung zuzuschreiben. Von den x86-Herstellern wie Intel, AMD und VIA hatte sich zu Beginn keiner für das Segment übermäßig interessiert (und nennenswerte Anstrengungen unternommen; hier gab es zwar vereinzelte Bemühungen, die aber nicht übermäßig engagiert waren). Und dementsprechend hat ARM diese Nische belegt, war relativ erfolgreich und ist dort mit dem Entwachsen des Marktes aus der Nische größer und erfolgreich geworden. Entsprechend schwer fällt es nun den x86-Herstellern in diesem Markt Fuß zu fassen (und entsprechend kommt ARM aus einer low power/low performance "Ecke").
Und in der gleichen Art fällt es ARM in der x86-Domäne extrem schwer unterzukommen. Ultra portable Mobilgeräre, die mit x86-Geräten konkurrieren, bleiben weitestgehend ein Nischenmarkt, wahrscheinlich überwiegend aufgrund der mangelnden Kompatibilität und vielfach auch geringeren Leistung und im Server-Bereich trifft man erst jetzt, mit vielen Jahren Verspätung, auf erste, ernst zu nehmende ARM-Designs, die x86 Paroli bieten können, auch wenn die meisten Designs derzeit immer noch weitestgehend über den Preis punkten.
Die Designs kamen aus entgegengesetzten technischen "Ecken" und nähern sich nun beide gegenseitig an um den Primärmarkt des jeweils anderen anzugreifen und das braucht schlicht Zeit, sowohl bei ARM (wobei ARM nur die Core-IP entwickelt/lizensiert) und bei den x86-Herstellern ebenso. Das ist weitestgehend eine ähnliche Entwicklung in "beiden" Lagern, nur aus der jeweils entgegengesetzten Richtung.

Microsoft: Hier wird man abwarten müssen wie ernst deren Bemügungen zu nehmen sind. Aktuell sieht es mir eher danach aus, als wenn Windows on ARM so wie die paar ARM-basierten Geräre eher dazu diesen Intel markt- und preistechnisch in Schach zu halten, damit diese nicht übermütig werden.
Microsoft wird sich zweifelsfrei die Optionen offen halten, gerade mit Blick auf das Datacenter, aber hier dürften Microsoft's Bemühungen derzeit eher nicht das Ziel haben einen Umschwung einzuleiten.
Und Apple hat diesbezüglich vornehmlich finanzielle Interessen und da wäre es auch noch schöner, wenn die Quittung am Ende deren Konsumenten zahlen müssen, weil es beim Schwenk nur holprig funktionieren würde ... dementsprechend kann man da Apple auch nichts positiv anrechen. Die machen das lediglich zu ihrem eigenen Vorteil und dementsprechend muss das selbstredend einigermaßen problemlos über die Bühne gehen, alles andere wäre nicht tolerabel. (Oder erwartest du etwa, dass Apple hier etwaige Einsparungen an die Konsumenten durchreicht und deren Produkte (und Services) plötzlich nennenswert günstiger werden? ;-))

Man wird abwarten müssen, wie sich der Markt hier weiterentwicket und das sind langfristige Entwickungen, die sich nicht in 6 oder 12 Monaten abspielen und gleiches gilt auch für Lakefield, das lediglich das erste Produkt dieser neuen Produktgeneration darstellt. Auch hier wird es noch (Jahre) dauern bis sich der Markt einigermaßen ausgestaltet und gesetzt hat und bis man bspw. bei Intel sieht, ob und wie weit deren Bemühungen hier ernst zu nehmen sind und vor allem auch auf einer längerfristigen Planung basieren. Beispielsweise Samsung und Lenovo werden entsprechende Geräte nicht zum Spaß aufgesetzt haben, sondern versprechen sich hier durchaus entsprechende Absätze, die sie hier im business/productivity Bereich auch weitaus eher realisieren werden können, als mit einem entsprechenden ARM-Design.
 
Zuletzt bearbeitet:

PCGH_Torsten

Redaktion
Teammitglied
Microsoft versucht seit 1,5 Jahrzehnten von Wintel wegzukommen, von daher ist das mit Windows on ARM schon ernst gemeint. Was sie die ganze Zeit über nicht kapiert haben und scheinbar immer noch nicht verstehen ist aber, dass Kompatibilität der einzige Grund ist, überhaupt ein Microsoft-Betriebssystem zu verwenden. Wer bereit ist, auf x86 zu verzichten, ist auch offen für Alternativen zu Windows und während x86 oder ARM in mittleren Leistungsklassen kaum einen Unterschied macht, läuft "Windows oder ..." eigentlich immer auf "...! Unbeding ...!!" hinaus. Ergebnis: Microsofts x-te Windows-ARM-Version liegt trotz neuer Bezeichnung wieder wie Blei in den Regalen, während Intel-Android- und Intel-ChromeOS-Geräte sich vergleichsweise gut verkaufen.


Ich frage mich auch, wie das mit der Kühlung laufen soll.
Nicht nur, dass die gesamte Abwärme über eine kleinere Fläche abgeführt werden muss, sie muss erstmal zur Oberfläche ankommen.
Noch dazu, dass einige Teile, die eigentlich nicht besonders warm werden, durch Nachbarkomponenten deutlich wärmer werden würden.

Das gesamte Package ist wohl nur 1 mm dick und besteht größtenteils aus Silizium. Daraus 7 W abzuleiten, sollte kein großes Problem sein und die zusätzliche Aufheizung normalerweise kühler Komponenten wäre erst dann relevant, wenn diese Temperaturempfindlich wären. Sind RAM und I/O-Hub aber normalerweise auch nicht.

Auch jetzt schon haben CPUs einen internen Speicher, wenn auch nur einen sehr kleinen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass man auch bei Arbeitsspeicher einfach eine Schicht mehr einführt und den erweiterbaren, "externen" RAM dann als langsamen Speicher nutzt.
Sprich: Ab Werk ist nur der schnelle, interne RAM drin, aber man kann nachträglich noch normalen RAM nachrüsten, der dann natürlich langsamer (aber immernoch deutlich schneller als eine SSD) ist.

Lakefield wird mit ziemlicher Sicherheit keinen zusätzlichen Speichercontroller und Kontakte für externen RAM haben. Maximal wäre denkbar, dass man eine zweite Lage LPDDR4x anbinden kann, aber das müsste dann vermutlich bereits durch Intel geschehen. Allerdings sind in dieser Klasse (irgendwo zwischen Pentium Silver aliast Atom und Pentium Gold alias i3-ohne-HT) mehr als 8 GiB bislang auch nicht erhältlich. Etwas schade, ja, denn solche ultra mobilen Geräte können oft über lange Zeiträume genutzt werden, weil sie sowieso nicht für aktuelle High-End-Anwendungen mit stetig wachsendem Leistungshunger gedacht sind. Auf der anderen Seite brauchen sie genau deswegen auch weniger Reserven beim Arbeitsspeicher, denn Webseiten und Office werden noch so lange in 8 GiB passen, wie Windows keine 4 GiB für sich alleine haben möchte.

Wichtig wäre aber eine schnelle NVME-SSD, damit geöffnete Hintergrundanwendungen ausgelagert werden können. (Simultaner Zugriff vieler Anwendungen scheitert schon an den Display-Größen.)


Nunja, die ARM Architektur war und ist schon immer besser für mobile Geräte gewesen. Nicht umsonst gibt es kein einziges Handy mit Intel Hardware. Apple hat sehr viel Geld in die Hand genommen und ihre mobil Chips auf den Level zu bekommen, wie sie jetzt sind. Ich denke bei nativer Software (ohne x86 emulation). Wird sogar die Leistung gleich zu Intel sein. Aber die Akkulaufzeit wird sich verdoppeln. Das wir keine ARM Notebook sehen, liegt einfach am Intel Monopol auf x86 und der Lizenz darauf. MS bietet ja ein ARM Windows 10 an. Leider haben Sie aber nicht die Kraft, wie Appel, einfach zu sagen, ab Juni2021 werden wir keine x86_64 Software mehr Unterstützen sondern nur noch aarch64. Das hatte beim Umstieg von 68k auf PPC auch funktioniert. Sogar Problemlos.

Es gab eine Reihe von Handys mit Intel-CPU und im Tablet-Markt hat man mittlerweile einen recht großen Anteil. Ab einer gewissen pro-Kern-Leistung sind aktuelle x86-CPUs der ARM-Konkurrenz bis auf weiteres überlegen, auch wenn Apples eigene Designs sicherlich nicht schlecht dastehen.
 
Zuletzt bearbeitet:

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Es gab eine Reihe von Handys mit Intel-CPU und im Tablet-Markt hat man mittlerweile einen recht großen Anteil. Ab einer gewissen pro-Kern-Leistung sind aktuelle x86-CPUs der ARM-Konkurrenz bis auf weiteres überlegen, auch wenn Apples eigene Designs sicherlich nicht schlecht dastehen.

Vor allem kann man dann auf dem Tablet ein normales Windows und Linux mit vollwertigen Anwendungen drauf laufen lassen.



Wurde da nun was geändert oder schluckt die CPU dann heimlich viel Strom?
 

Duvar

Kokü-Junkie (m/w)
Die Rede ist von 27W bei up to 150 Sekunden TAU, aber der Luxx Guy meint dort ja, dass es angeblich 28 Sekunden sind. Mal sehen wer von denen am Ende Recht behält.
 

PCGH_Torsten

Redaktion
Teammitglied
Zumindest auf anderen Plattformen definiert Intel nur einen Zeitraum, über den der Mittelwert gebildet wird. Aber mit Blick auf das Anwendungsgebiet wären selbst 28 Sekunden bei 27 W zu viel für ein Kühlsystem, dass auf 7 W ausgelegt ist. Wir reden hier von einer TDP-Überschreitung von beinahe Faktor 4 und einem winzigen Package, dass typischerweise in Geräten mit minimalistischer Kühlung eingesetzt wird. Da dürfte nur in Ausnahmefällen genug Wärmekapazität vorhanden sein, um so viel Leistung wegzupuffern ohne die Umgebung unangenehm aufzuheizen. Davon abgesehen sind 27 W für einen Sunny-Cove-Kern auch absolut ein ziemlich hoher Wert. Das entspräche über 100 W für einen Ice Lake U und meinem Wissen nach wird bislang nicht einmal dessen 40-W-Version ausgeliefert.
 

gerX7a

Software-Overclocker(in)
Wenn man die 250W bei Cometlake durch 10 Kerne teilt, kommt man auf 25W pro Kern.

Das taugt nur bedingt für einen Vergleich mit Lakefield. Mit zunehmend höhrem Takt steigt der Verbrauch beträchtlich an. Pinnt man bspw. einen 3700X und 9900K auf 3,5 GHz, dann liegt die Leistungsaufnahme unter Volllast (also Cinebench und bspw. Handbrake, etc.) nicht allzu weit auseinander.
Ein besserer Vergleichspunkt wäre Ice Lake U, so bspw. im Cinebench R20 SingleThread zieht das Surface Laptop 3 rd. 18 W bei dauerhaften 3,5 GHz mit regelmäßigen aber nur kurzen Peaks auf 3,9 GHz. Die Angabe bezieht sich jedoch auf das gesamte SoC und nicht nur auf den einen Core, der in diesem Fall effektiv belastet wurde und das SoC hat bspw. zudem auch 8 MiB L3.
Lakefield dagegen hat sein Turbo-Limit bei 3,0 GHz bzw. 2,8 GHz auf den Tremont-Kernen und zudem ist bzgl. dieser 27 W-Angabe zusätzlich zu berücksichtigen, dass eine derartige Definition auch ein GPU-Hochlastszenario miteinschließen muss.

Einfach mal abwarten, bis das Galaxy Book S verfügbar ist. Vielleicht teilt sich das Design ja viele Eigenschaften mit dem ARM-basierten Pendant, sodass man hier einigermaßen gut vergleichen kann.
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Wobei dann immer die Frage ist, ob die 27W vom Bios und von der Kühlung her zugelassen werden. Da gab es bei den ersten mobilen Ryzen auch deutlich Unterschiede zwischen den Herstellern.
 

gerX7a

Software-Overclocker(in)
Das ist ja eine grundsätzliche Frage bei jedem Mobile-Design und insbesondere bei den (ultra)portablen Designs und auch ein Knackpunkt, der den Vergleich zwischen den Geräte immer schwierig gestaltet, was schlussendlich zu der verallgemeinerten Aussage führt, das man in diesem Produktsegment Einzelkomponenten wie CPUs kaum sinnvoll vergleichen kann, sondern am Ende immer nur ein komplettes Design wie Laptop X mit Laptop Y sinnvoll gegenüberstellen kann.

Das Galaxy Book S dürfte noch mit am ehesten einen guten Vergleich ermöglichen, da der bisherige Teaser von Samsung nahelegt, dass zumindest die äußeren Dimensionen der Intel-Version dem ARM-Gerät zu entsprechen scheinen und das Gerät ist wirklich extrem "slim".
Ich bin auf jeden Fall gespannt; der Snapdragon 8cx wird ebenfalls mit um die 7 W angegeben und wird passiv gekühlt im Galaxy Book S. Intel wird das ARM-Design zweifelsfrei nicht komplett einholen können oder gar obsolet machen, aber viellelicht gelingt ihnen ja hier eine wichtiger und nicht allzu kleiner Schritt in die richtige Richtung.
Auch die Frage bzgl. LTE dürfte interessant werden, denn es wäre unschön, wenn am Ende x86 in solch einer Geräteklasse sinnvoll nutzbar wäre, man aber dafür als Kompromiss auf LTE verzichten müsste.
 

PCGH_Torsten

Redaktion
Teammitglied
Wenn man die 250W bei Cometlake durch 10 Kerne teilt, kommt man auf 25W pro Kern.

Und wenn ich die 115 W eines Pentium 4 560 durch 1 teile, komme ich auf 115 W pro Kern. Aber: Das sind keine 10 nm Sunny Coves. Für die sind in freier Wildbahn selbst mit erweiterter TDP bislang 6 W üblich, die seltenen großen Exemplare kommen auf 7 W pro Kern. 9 W für einen solchen nebst Tremont nebst SoC wären also durchaus plausibel, 27 W dagegen wären extrem.
 
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