Intel DG2: Maximal 1 Tile für Consumer?

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Ein Treiber von Intel listet die DG2-Grafik von Intel mit einem Tile. Darauf sind 512 Ausführungseinheiten, was wiederum 4.096 Shader-ALUs entspricht. Die Chips sollen vornehmlich in Notebooks eingesetzt werden.

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Das klingt ja auch einmal gar nicht mehr so vielversprechend - gerade die Verwendung mehrerer Tiles klang nach einem erheblichen Leistungszuwachs, Jetzt sieht es wieder sehr nach 08/15 aus. Schade.
 
Das klingt ja auch einmal gar nicht mehr so vielversprechend - gerade die Verwendung mehrerer Tiles klang nach einem erheblichen Leistungszuwachs, Jetzt sieht es wieder sehr nach 08/15 aus. Schade.
Naja, für mich war ansich klar, dass sie erstmal am unteren Ende der Nahrungskette einsteigen würden um sich überhaupt zu etablieren. Alles weitere wird (hoffentlich) später kommen, sofern sie nicht irgendwann wieder die Reißleine ziehen, weil sie nicht genug verkaufen.

Immerhin können sie die Dinger halt zusammen mit ihren CPUs im Mobilemarkt anbieten, da werden sie ganz sicher Absatz finden und wenn anfangs vermutlich auch nur über den Preis.
 
4096 Shader, das ist durchaus respektabel, zumindest, wenn sie ähnlich leistungsfähig sind, wie das, was Nvidia und AMD zu bieten haben.

Sie würden damit schon mit etwa der Leistung einer RTX 3060 einsteigen, vermutlich etwas darunter, ich wäre allerdings schon mit der Leitung der 50er Karten zufrieden gewesen. Auch die Leistung der GTX 1650 wäre immer noch voll in Ordnung, immerhin können sie sich von da aus steigern. Für AMD heißt das leider nichts gutes. Sie müssen dann auch in Zukunft auf diesem hohem Niveau bleiben und können es sich nicht leisten zurückzufallen, sonst werden sie zwischen Nvidia und Intel zerquetscht.
 
Sie würden damit schon mit etwa der Leistung einer RTX 3060 einsteigen, vermutlich etwas darunter, ich wäre allerdings schon mit der Leitung der 50er Karten zufrieden gewesen. Auch die Leistung der GTX 1650 wäre immer noch voll in Ordnung, immerhin können sie sich von da aus steigern. Für AMD heißt das leider nichts gutes. Sie müssen dann auch in Zukunft auf diesem hohem Niveau bleiben und können es sich nicht leisten zurückzufallen, sonst werden sie zwischen Nvidia und Intel zerquetscht.
Man kann die Leistung der Intel Xe etwas abschätzen, sie liegen pro Shader etwa auf dem Niveau einer GCN 3.0/4.0 also wäre etwa Vega 64-Leistung realistisch und somit eine Leistung auf Augenhöhe mit einer 1080 odervielleicht 2060. Mit einer moderneren Architektur (aktuelle Ampere oder RDNA2) würden 1/3 weniger Shader für die selbe Leistung ausreichen...
Diese 4096 Shader würden also gerade einmal für eine 3060 reichen, nicht einmal annähernd für die Ti.
 
Man kann die Leistung der Intel Xe etwas abschätzen, sie liegen pro Shader etwa auf dem Niveau einer GCN 3.0/4.0 also wäre etwa Vega 64-Leistung realistisch und somit eine Leistung auf Augenhöhe mit einer 1080 odervielleicht 2060. Mit einer moderneren Architektur (aktuelle Ampere oder RDNA2) würden 1/3 weniger Shader für die selbe Leistung ausreichen...
Diese 4096 Shader würden also gerade einmal für eine 3060 reichen, nicht einmal annähernd für die Ti.
Das wäre bitter, sollte es wirklich so kommen. Wäre eine Karte für Kaufhaus-PCs und Bastler.
 
Ich verstehe nicht weshalb man die Karten mit mehreren Tiles nicht auf den Desktop bringt. Der Markt ist ziemlich sicher da insofern man damit einer 3080 gefährlich werden könnte, was mit 2 Tiles durchaus möglich sein sollte, wobei sich hier sowieso die Frage stellt, wie gut diese skalieren.
 
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Also ein Niveau auf Höhe einer 3050 / Ti / 3060 würde für Full-HD Gaming ja bereits dicke ausreichen. Zumal Intel hier den Vorteil von 8GB hat: Texturen brauchen fast keine Chippower.
Gerade die Brot- und Butter Modelle wie die 1650 Super / 1660 oder 5500XT sind ja absolut nirgends zu finden.

Im Angesicht der aktuellen Marktsituation bei Grafikkarten kann intel nicht schnell genug kommen. Bitte auch für den Desktop, nicht nur für Notebooks. Wer sich aktuell einen PC mit Ryzen-Prozessor bauen will hat gerade ernste Schwierigkeiten, eine Grafikkarte jenseits einer 710GT für sein System zu bekommen.

Und die Hersteller erhöhen bereits ihre MSRPs: Die merken nun auch, dass sie mit Traumpreisen ordentlich Kohle scheffeln können.

Da intel aber auch auf TSMC setzt habe ich leider keine Hoffnung, dass intel-Grafikkarten hier wirklich was verändern werden: Die werden einfach genauso nur in homöopatischen Dosen auf den Markt kommen.
 
Klingt für mich ein bisschen so als hätte Intel doch noch kein fertiges Konzept mehrere Chiplets effizient an ein und dem selben Bild arbeiten zu lassen.
Im GPGPU Bereich skalieren dagegen ja selbst zwei separate Karten nahezu linear, ergo muss die Verbindung im Package dafür "nichts" können.
 
Aktuell ist das eh noch alles viel Kaffeesatzlesen und ohne weitere Informationen würde ich auch hier davon ausgehen, dass es sich bei der DG2 weiterhin um ein Xe-LP-Derivat handelt, das grundsätzlich für Entry-Level vorgesehen ist und daher bspw. noch ohne HW-Raytracing-Support daherkommt.

Darüber hinaus ist Intel's Roadmap weiterhin nicht bekannt, da man hier bzgl. Xe bisher immer nur einzelne Produkte auskoppelte und sich noch nie in die gesamte Planung hat blicken lassen, d. h. man weiß nicht, was bspw. noch im Laufe dieses Jahres kommen wird und wie weit das reichen wird. Dedizierte PCIe-Karten wird man absehbar wohl auch dieses Jahr erwarten können, in welche Marktsegmente die platziert werden, ist aber noch offen.

Zudem hat Intel bereits explizit erklärt, dass man an Multi-Tile-GPUs (für Gaming) sowohl bzgl. der Hardware als auch Software arbeitet, d. h. hier wird man früher oder später auch entsprechende Produkte erwarten können. Ob Multi-Tile bei der ersten HPG-Generation schon ein Thema sein wird, bleibt vorerst abzuwarten. Mittlerweile scheint die Industrie jedoch einen Entwicklungsstand erreicht zu haben, der entsprechende Produkte in greifbare Nähe rückt. Beispielsweise Imagination Technologies hat bereits ein entsprechendes Produkt, dass bis zu vier Chips der B-Series kombinieren kann und deren kommende C-Series wird auch einen vollständigen Raytracing-Support bieten, der funktional gar noch weitreichender sein soll, als das was nVidia und AMD derzeit anbieten. Man darf auf jeden Fall gespannt sein.

*) Wenn es sich dabei immer noch um ein LP-Derivat handelt, wäre auch die Mutmaßung bzgl. einer externen Fertigung im Artikeln unzutreffend; laut den letzten Infos wird hier 10nm SuperFin (10nm++) verwendet. Extern gefertigt werden sollen nur Xe-HPG und Teile von Xe-HPC, während LP und HP inhouse gefertigt werden.

**) Medienvertreter gingen bisher von einem schrittweisen Einstieg in den unteren Marktsegmenten aus, jedoch hat Intel auch schon explizit "Gaming-Enthusiasts" adressiert für 2021 und d. h. dass es mindestens leistungsfähige, mobile dGPUs geben wird wenn nicht gar auch leistungsfähige PCIe-Karten.

@peior: Wo sie mit ihren ersten Produkten leistungstechnisch landen spielt ja wirtschaftlich keine allzu große Rolle, solange sie die mit einem guten Preis im Markt platzieren, effizient fertigen können und Gewinn erwirtschaften. Da sie weiterhin den Großteil des Mobile-Marktes bedienen, hat so ein komplementäres Produkt natürlich erhebliche Vorteile und bereits die 96 EUs umfassende LP in Tiger Lake zeigte, dass sie konkurrenzfähig sind.
Die Fertigungsprobleme haben nur indirekt was mit TSMC zu tun; das sind viel mehr Zuliefererprobleme, die die geamte Industrie betreffen. Nicht umsonst las man bspw. auch kürzlich, dass einige Intel-Chipsätze knapp werden, weil auch Intel hier voraussichtlich nicht verschont bleibt. Und bzgl. der gebuchten Kapazitäten spielt das eh keine Rolle, da TSMC diese vertraglich zugesichert hat. Einfach abwarten was kommt. Wenn bestimmte benötigte Produkte Mangelware sind und bspw. die Herstellung von Chips ausbremsen, ist das ein industrieweites Problem, dem Intel auch nur bedingt entkommen kann.

@Olstyle: Interessante Schlussfolgerung und im best case nur geraten, da Intel sich in Bezug auf diese Punkte noch nicht einmal hat ansatzweise in die Karten schauen lassen. Die Xe-Architektur ist grundsätzlich auf ein Chiplet/MCM-Design ausgelegt, jedoch gibt es bisher keine Aussagen dazu, ob Intel diese Implementationsart auch schon bei HPG umsetzen wird. In Ermangelung jedweder information sollte man hier vielleicht ein fach abwarten ... ;-)
 
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Dann definieren wir "Spekulieren" unterschiedlich. Ich zumindest brauche hier immer irgendwie eine belastbare Basis, von der ich ausgehend in sinnvoller Art extrapolieren kann. Ansonsten ist es nicht mehr als Raten (oder Fantasieren) und dazu könnte ich genau so meinen 5-jährigen Sohn befragen ;-)
Wie bereits erklärt. Man weiß nicht, wie weit Intel hier ist. Mit Xe sind sie explizit an dieser Thematik dran, auch im Gaming und IT (s. o.) hat hier schon ein erstes, interessantes Produkt, auch wenn sich das derzeit nur auf den Mobile- und Automotive-Markt beschränkt und an MCM- bzw. Chiplet-Designs im GPU/Beschleuniger-Markt sind mittlerweile auch die anderen beidem vom PC bekannten Player längst dran.
Unterm Strich würde ich den Marktdruck für die kommende Gen aber im Consumer-Markt noch nicht als übermäßig hoch einschätzen (Intel 2021, AMD und nVidia 2022), denn mit dem 5 nm-Node kann man noch einmal die Leistungsgrenzen auf "bewährte" Art und Weise verschieben. (Im Datacenter sieht es dagegen deutlich anders aus, zumal hier auch viele Dritthersteller mit hochspezialisierten Designs ihr Stück vom Kuchen abhaben wollen, sodass es naheliegend ist, dass Hopper ein MCM wird, möglicherweise auch CDNA2 und von Xe-HPC und auch HP weiß man das schon sowieso.)
 
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