[HowTo] Testnetzteil für die Bastelstube!

Erik Cartman

Software-Overclocker(in)
[HowTo] Testnetzteil für die Bastelstube!

Ein herzliches Willkommen an alle Bastelbegeisterten und Lötkolbenfans


Heute möchte Ich euch ein kleines Tutorial nahe bringen, bei dem ihr ein altes Netzteil so umbauen könnt, dass es noch einen sinnvollen Zweck erfüllt:)
Doch ich spiele nicht einfach auf die Möglichkeit an, 2 Kontakte im ATX Strang zu verbinden, damit es startet. Das funktioniert zwar auch ganz gut, aber wer es einmal gemacht hat, weis, wie nervig dieser ATX Strang ist. Denn diesen braucht man nicht mehr.

Doch bevor ihr loslegt: Alle Arbeiten geschehen auf eigene Gefahr! Und nehmt auch keine neue Hardware, denn da geht definitiv die Garantie flöten:D. Es ist ebenfalls empfehlenswert, vor dem Beginn der Lötarbeiten ein Foto vom "Ist-Zustand" zu schießen, um später ungewollte Kontakte zu vermeiden.

Die Idee dazu kam mir heute, als ich eine Schublade meines Schreibtisches reparieren musste. Darin befand sich neben Hardwareschrott, Kabeln und Adaptern auch ein sehr altes ATX Netzteil.

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Per Überbrückung stand schnell fest: Das Teil funktioniert noch, ist also zu schade zum wegwerfen.
Hier seht ihr, welche Kabel überbrückt werden müssen.

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Nachdem die 2 Stränge gefunden sind, sollten die Kabel gut markiert werden. Denn diese bleiben bis zun Schluss dran.
Anschließend gehts ans Zerlegen des Netzteils.

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Sollte dann geöffnet so vor euch liegen. In meinem Fall war noch eine Spule an der Blechwand montiert, der natürlich vorm Öffnen entfernt werden muss.
Das Innenleben kann natürlich auch von Netzteil zu Netzteil variieren. Grundsätzlich läuft die Prozedur aber immer gleich ab.

Nun solltet ihr die Stelle auf der PLatine suchen, aus der alle Kabel kommen.

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Bei dieser Platine ist das Lötzinn nur von hinten her zugänglich. Deswegen musste sie kurzerhand ausgebaut werden. Auch hier gibts Unterschiede bei den Netzteilen. Im Schlimmsten Fall ist die Platine geklebt und geschraubt. Dann solltet ihr die Schrauben zuerste lösen und dann das Gehäuse gleichmäßig von unten erhitzen. Anschließend nur noch durch leichte Drehbewegungen die Platine lockern und herausnehmen.

Nun gehts ans eingemachte. Hier ist die Lötfläche zu sehen, an dem die Stränge hängen.

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Als nächstes schnappt ihr euch eurer ATX Kabel und befreit es von Kabelbindern, Kabelhüllen aller Art und sonstigem Zeug. Ihr müsst auf alle Adern einzeln zugreiffen können. Nun nehmt ihr eine nach der andern jede Ader in die eine Hand, und löst mit dem Lötkolben auf der Platine das zum Kabel gehörige Lötzinn. Gleichzeitig müsst ihr am gehaltenen Kabel leicht ziehen, bis es sich herausziehen lässt. So verfahrt ihr mit allen Kabeln, bis auf diejenigen, die den Kontakt zueinander brauchen.
Bei diesem Netzteil war auch noch ein andres Kabel in der ATX Dose mit einem Kabel verknüpft. Diese Verknüpfung muss natürlich ebenfalls aufrechterhalten werden.

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Wenn alles funktioniert hat, liegt der Strang vor euch. Ihr könnt natürlich auch andre störende Kabel vom Netzteil lösen, wie etwa Kabel mit veralteten Steckern.
Wie ihr hier seht, musste ich das Grüne und das Orange Kabel wieder auf die Platine löten. Das Grüne war das Kontaktkabel, welches Ich am Anfang überbrückt habe.

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Wenn ihr alles abgelötet habt, geht nochmal auf Nummer sicher, dass ihr beim Lötzinn keine ungewollten Kontakte herstellt. Wir wollen ja keine Kurzschlüsse ;)
Anschließend baut ihr alles wieder zusammen und es folgt der finale Test:D

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Der Feuerlöscher stand schon parat :lol:. Ne Quatsch. Aber man sollte schon einen gesunden Respekt davor haben, es kann ja auch wirklich schiefgehen, und da ist ein kleinerer Brand nicht auzuschließen.
Wie ihr sehen könnt, hat sich der Kabelsalat dezimiert und man hat ein Testnetzteil für die Bastelstube:D Natürlich kann man das Spiel noch weiter treiben und sogar neue Stecker dranlöten. Stellt alles kein Problem dar, man muss nur die Watt Zahl immer im Auge behalten.
Einschalten kann man das Netzteil nun am Kippschalter an der Rückseite, wenn eurer Netzteil einen solchen besitzt. Wenn nicht, könnt ihr einen einbauen. Erkundigt euch allerdings welche Kontakte am besten dafür geeignet sind.

Dann wünsch Ich euch noch viel Spass beim Basteln und ein Gutes Gelingen!
 

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Super Tutorial..Würde eventuell auch noch Hinzufügen das man sich vorher Vergewissern sollte das die Kondensatoren nicht mehr geladen sind.
Also mit AUS gesteckten Netzkabel das Netzteil mal mit einem verbraucher Starten.

PS: Wie im Anhang zu sehen ist es eine Spule an der Gehäusewand gewesen und kein Kondensator:daumen:
 
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:klatsch:Jo stimmt. Wie komm Ich auf Kondensator:)
Ich bin einfach mal davon ausgegangen dass man wirklich alte Netzteile nimmt, wo garantiert kein Kondensator mehr geladen ist.
Danke:daumen:
 
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Naja falls man es vorher testet werden die Elkos da ja wieder geladen. Die Spule bzw. PFC-Drossel eignet sich allein auch schön zum Spielen mit Batterien :D
 
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irgendwie lustig, ich hab es auch auf diese art gemacht. ich hab nun nurnoch eine strang mit 4pin molex und einen 5-ader-strang an einer lüsterklemme für experimente mit anderen spannungen als 12V und 5V. mir ist allerdings hinterher erst eingefallen, dass eine masse dort gereicht hätte :ugly:
 
Hmm, kann man nicht, anstatt die zwei Kontakte kurzzuschließen noch einen Schalter einfügen? Dann müsste Mann nicht auf den hinteren Schalter drücken, könnte das NT also an lassen...Wobei, das ist Quatsch^^

@Topic schönes Tutorial, danke :daumen:
 
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wie du sagst, wäre quatsch ;)
wozu einen schalter einbauen, wenn einer vorhanden ist ;) höchstens, wenn man das netzteil irgendwo fest unter dem tisch oder so montiert und dann nicht mehr an den schalter rankommt.
dann würde ich aber auch eher versuchen, den hauptschalter nach aussen zu legen und das grüne kabel trotzdem fest auf masse verlöten
 
Ich glaube es wäre sinnvoller VOR dem Netzteil freizuschalten. Als über diesen Schalter den du einbauen wolltest. Das Problem was ich damit hätte wäre einfach, dass so noch Spannung anliegen könnte, bzw. Im Netzteil auf jedenfall noch anliegt.
 
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