TheRealBecks
Freizeitschrauber(in)
Es gibt hier und da ein paar Kniffe, wie man das Betriebssystem beim Start beflügeln kann. Dazu zählen bei vielen Anwendern externe Tools, die oftmals aber einfach nur eine Sammlung von bereits vorhandenen Windows-Tools von Microsoft sind und in einem Interface für den einfachen Anwender zusammenführen. In diesen Tools kann man für gewöhnlich auch den Systemstart so beeinflussen, welche Programme gestartet werden. Dies kann jeder aber auch ohne extra Tools tun, indem er über...
Start --> Ausführen (oder bei Vista und 7 das vorhandene Eingabefeld) --> msconfig eingeben --> Enter drücken
...startet. Dort kann man in dem Reiter "Systemstart" diverse Programme aus dem Autostart nehmen - natürlich mit Bedacht. Weiterhin ist es unter "Dienste" möglich, diverse Windows-Dienste oder Dienste von externen Tools zu de- oder aktivieren - dies sollte man aber nur tun, wenn man ein sehr erfahrener Anwender ist und genau weiß, was man dort tut! Ein falscher Dienst deaktiviert und das Betriebssystem gibt den Geist auf!
Viel interessanter und deshalb habe ich dieses Thema überhaupt gestartet, ist der oftmals kaum beachtete Reiter "Start". Unter diesem Reiter befinden sich, so sagt die Fachwelt, zwei Einstellungsmöglichkeiten, die den Start enorm beschleunigen sollen. Da das subjektive Gefühl allein schon durch den Glauben, dass es funktioniert, beeinflusst wird, habe ich mir die Mühe gemacht, und die Sekunden vom Anschlaten des PCs bis Login-Bildschirm unter Windows 7 x64 gemessen.
Die verschiedenen Startoptionen kann man bei msconfig unter...
Reiter "Start" --> Betriebssystem auswählen --> auf "Erweiterte Optionen..." klicken
...anwählen. Dort hat man die Möglichkeit, die Prozessoranzahl und den maximalen Arbeitsspeicher anzuwählen. "Prozessoranzahl" steht bei einem gewöhnlichen Prozessor für die Kernanzahl. Bei einem Singlecore ist es ein Prozessorkern, ein Dualcore hat zwei und ein Quadcore vier. Da ich AMD-Nutzer mit meinem Quadcore im Gegensatz zu einigen Intel-Prozessoren kein Hyperthreading zur Verfügung habe, kann ich nicht genau sagen, ob auch virtuelle Kerne angewählt werden können. Wenn dem so ist, könnte dsich dies zusätzlich positiv auswirken.
Kommen wir aber jetzt zum eigentlichen Test. Zuerst wird das Betriebssystem mit Standardeinstellungen gestartet, es sind also beide Haken bei "Prozessoranzahl" und "Maximaler Speicher" abgewählt. Danach werden vier Prozessoren und kein maximaler Speicher angewählt. Im dritten Durchlauf dann "kein" Prozessor (=1 Prozessor)und maximaler Speicher und im vierten vier Prozessoren und maximaler Speicher. Maximaler Speicher steht bei mir für 4095 MB (anstatt meinen 8192 MB verbauten) Arbeitsspeicher. Damit der Test nicht verfälscht wird, werden nach der Änderung der Optionen zwei Neustarts durchgeführt und beide gemessen. Im Zweifelsfall wird das zweite Ergebnis gewertet, da ggf. ein Neustart generell nötig sein kann. Aber dies wird der Test schon zeigen.
1)
Prozessor: Nicht angehakt (1 Prozessor)
Maximaler Speicher: Nicht angehakt (??? MB)
Bootzeit: 54 Sekunden
2)
Prozessor: Angehakt (4 Prozessoren)
Maximaler Speicher: Nicht angehakt (??? MB)
Bootzeit: 52,6 Sekunden
3)
Prozessor: Nicht angehakt (1 Prozessor)
Maximaler Speicher: Angehakt (4095 MB)
Bootzeit: 52,3 Sekunden
4)
Prozessor: Angehakt (4 Prozessoren)
Maximaler Speicher: Angehakt (4095 MB)
Bootzeit: 52 Sekunden
Nach Test 3 fiel mir nach dem Neustart unter msconfig auf, dass die eingestellten 8192 MB auf 0 zurückgesetzt wurden! Nach mehreren Tests bei den Einstellung stellt sich die Höchstgrenze von 4095 MB heraus. 4096 MB würden dabei genau 4 GB Arbeitsspeicher entsprechen - und gleichzeit genau 32 Bit Adressierung. Wie mir scheint, sind 32 Bit auf das MB genau nicht möglich, 8 GB leider schon mal gar nicht. Daher entspricht "maximaler Speicher" auf allen PCs 4095 MB.
Generell scheint der Leistungsvorteil bei einem optimierten System sehr gering auszufallen, denn 2 Sekunden an der Gesamtstartzeit sind eher nüchtern. Sollte beim Systemstart aber schon externe Tools automatisch geladen werden, schließe ich aber nicht aus, dass der Vorteil vielleicht sogar bedeutend größer auf dem entsprechenden Sytem ausfallen könnte. Bei meinem PC kommt bei der gesamten Startzeit hinzu, dass der Bootvorgang bis zum BIOS-Post-Screen schon lange dauert, was aber auch an meinen fünf zu initialisierenden Festplatten liegen mag.
Fazit: Grundsätzlich können die von mir beschriebenen Optionen zu einem schnelleren Start führen, bei einem optimierten System gibt es aber keinen bedeutenden Performancevorteil. Generell kann man diese Option aber beruhigt starten - wenn man Vista und Windows 7 sein Eigen nennt. Nutzer vom alten Windows XP oder gar 2000 sollten aber vorsichtig sein, vor allem unter Windows XP x64, da mir hier Fehler bekannt sind, wodurch Anwendungen den Dienst verweigern. Da hilft dann nur noch "Versuch macht klug"!.gif)
Grundsätzlich würden mich noch sehr die Erfahrungen der Nutzer mit den Startoptionen interessieren. Habt ihr sie schon einmal getestet? Wenn ja, hat es euch was gebracht? War euer System vorher schon optimiert?
Gruß,
der Becks
Start --> Ausführen (oder bei Vista und 7 das vorhandene Eingabefeld) --> msconfig eingeben --> Enter drücken
...startet. Dort kann man in dem Reiter "Systemstart" diverse Programme aus dem Autostart nehmen - natürlich mit Bedacht. Weiterhin ist es unter "Dienste" möglich, diverse Windows-Dienste oder Dienste von externen Tools zu de- oder aktivieren - dies sollte man aber nur tun, wenn man ein sehr erfahrener Anwender ist und genau weiß, was man dort tut! Ein falscher Dienst deaktiviert und das Betriebssystem gibt den Geist auf!
Viel interessanter und deshalb habe ich dieses Thema überhaupt gestartet, ist der oftmals kaum beachtete Reiter "Start". Unter diesem Reiter befinden sich, so sagt die Fachwelt, zwei Einstellungsmöglichkeiten, die den Start enorm beschleunigen sollen. Da das subjektive Gefühl allein schon durch den Glauben, dass es funktioniert, beeinflusst wird, habe ich mir die Mühe gemacht, und die Sekunden vom Anschlaten des PCs bis Login-Bildschirm unter Windows 7 x64 gemessen.
Die verschiedenen Startoptionen kann man bei msconfig unter...
Reiter "Start" --> Betriebssystem auswählen --> auf "Erweiterte Optionen..." klicken
...anwählen. Dort hat man die Möglichkeit, die Prozessoranzahl und den maximalen Arbeitsspeicher anzuwählen. "Prozessoranzahl" steht bei einem gewöhnlichen Prozessor für die Kernanzahl. Bei einem Singlecore ist es ein Prozessorkern, ein Dualcore hat zwei und ein Quadcore vier. Da ich AMD-Nutzer mit meinem Quadcore im Gegensatz zu einigen Intel-Prozessoren kein Hyperthreading zur Verfügung habe, kann ich nicht genau sagen, ob auch virtuelle Kerne angewählt werden können. Wenn dem so ist, könnte dsich dies zusätzlich positiv auswirken.
Kommen wir aber jetzt zum eigentlichen Test. Zuerst wird das Betriebssystem mit Standardeinstellungen gestartet, es sind also beide Haken bei "Prozessoranzahl" und "Maximaler Speicher" abgewählt. Danach werden vier Prozessoren und kein maximaler Speicher angewählt. Im dritten Durchlauf dann "kein" Prozessor (=1 Prozessor)und maximaler Speicher und im vierten vier Prozessoren und maximaler Speicher. Maximaler Speicher steht bei mir für 4095 MB (anstatt meinen 8192 MB verbauten) Arbeitsspeicher. Damit der Test nicht verfälscht wird, werden nach der Änderung der Optionen zwei Neustarts durchgeführt und beide gemessen. Im Zweifelsfall wird das zweite Ergebnis gewertet, da ggf. ein Neustart generell nötig sein kann. Aber dies wird der Test schon zeigen.
1)
Prozessor: Nicht angehakt (1 Prozessor)
Maximaler Speicher: Nicht angehakt (??? MB)
Bootzeit: 54 Sekunden
2)
Prozessor: Angehakt (4 Prozessoren)
Maximaler Speicher: Nicht angehakt (??? MB)
Bootzeit: 52,6 Sekunden
3)
Prozessor: Nicht angehakt (1 Prozessor)
Maximaler Speicher: Angehakt (4095 MB)
Bootzeit: 52,3 Sekunden
4)
Prozessor: Angehakt (4 Prozessoren)
Maximaler Speicher: Angehakt (4095 MB)
Bootzeit: 52 Sekunden
Nach Test 3 fiel mir nach dem Neustart unter msconfig auf, dass die eingestellten 8192 MB auf 0 zurückgesetzt wurden! Nach mehreren Tests bei den Einstellung stellt sich die Höchstgrenze von 4095 MB heraus. 4096 MB würden dabei genau 4 GB Arbeitsspeicher entsprechen - und gleichzeit genau 32 Bit Adressierung. Wie mir scheint, sind 32 Bit auf das MB genau nicht möglich, 8 GB leider schon mal gar nicht. Daher entspricht "maximaler Speicher" auf allen PCs 4095 MB.
Generell scheint der Leistungsvorteil bei einem optimierten System sehr gering auszufallen, denn 2 Sekunden an der Gesamtstartzeit sind eher nüchtern. Sollte beim Systemstart aber schon externe Tools automatisch geladen werden, schließe ich aber nicht aus, dass der Vorteil vielleicht sogar bedeutend größer auf dem entsprechenden Sytem ausfallen könnte. Bei meinem PC kommt bei der gesamten Startzeit hinzu, dass der Bootvorgang bis zum BIOS-Post-Screen schon lange dauert, was aber auch an meinen fünf zu initialisierenden Festplatten liegen mag.
Fazit: Grundsätzlich können die von mir beschriebenen Optionen zu einem schnelleren Start führen, bei einem optimierten System gibt es aber keinen bedeutenden Performancevorteil. Generell kann man diese Option aber beruhigt starten - wenn man Vista und Windows 7 sein Eigen nennt. Nutzer vom alten Windows XP oder gar 2000 sollten aber vorsichtig sein, vor allem unter Windows XP x64, da mir hier Fehler bekannt sind, wodurch Anwendungen den Dienst verweigern. Da hilft dann nur noch "Versuch macht klug"!
.gif)
Grundsätzlich würden mich noch sehr die Erfahrungen der Nutzer mit den Startoptionen interessieren. Habt ihr sie schon einmal getestet? Wenn ja, hat es euch was gebracht? War euer System vorher schon optimiert?
Gruß,
der Becks


mit nur 4 GB hat sich dann der Leistungsindex meiner CPU von 7.0 auf 7.4 erhöht.
Hat mir vor allem in gemoddeten Spielen wie Company of Heroes hier und da den Arsch gerettet, da das Spiel allein schon 3,6 GB RAM gefressen hat, mit Windows zusammen war ich bei über 5 GB. Also in der Hinsicht bin ich höchst zufrieden