Hilfe beim MacBook Kauf

Katamaranoid

Software-Overclocker(in)
Hallo zusammen,

nach längerer Forenabstinenz brauche auch ich einmal wieder eine kleine Entscheidungshilfe und wollte mir einmal eure Meinungen zum Thema Laptop-Kauf anhören. Aktuell habe ich ein MacBook Pro in der 16" Variante mit folgender Ausstattung;

Prozessor: 2,3Ghz 8-Core Intel Core i9
Speicher: 32Gb 2667 Mhz DDR4
Grafikkarte: AMD Radeon Pro 5500M 8Gb Vram

Das MacBook ist bei mir mittlerweile das Hauptgerät und wird überwiegend beruflich genutzt. Ursprünglich sollten damit auch Videos geschnitten werden aber mittlerweile ist die fordernste Tätigkeit der Facebook Business Manager und unmengen an gleichzeitig geöffneten Tabs, Dokumenten und Videos / Bilder. Da das Gerät nun wieder zwei Jahre alt wird soll ein neues angeschafft werden. Es wird definitiv wieder ein MacBook Pro 16". Ich schwanke zwischen folgenden Varianten:

1. M1 Pro, 10-Core CPU, 16-Core GPU, 16GB RAM, 1TB SSD
2. M1 Pro, 10-Core CPU, 16-Core GPU, 32GB RAM, 1 TB SSD
3. M1 Max, 10-Core CPU, 32-Core GPU, 32GB RAM, 1TB SSD

Mir entstehen beim Kauf effektive Kosten in Höhe von 1. rd. 150€, 2. rd. 410€, 3. rd. 710€.

Variante 3. schließe ich eigentlich aus. Ich glaube die Leistung brauche ich nicht, da ist mehr so ein "haben will"-Gefühl.
Ich tendiere zu Variante 1. Bin mir jedoch unsicher, ob ich die 32Gb RAM wirklich brauche, oder ob im Notfall nicht ohnehin die SSD schnell genug ist, wenn mal ausgelagert werden müsste. Im Arbeitsbetrieb sind bei mir zumeist 23-27GB RAM belegt, wobei MacOS ja soweit ich informiert bin sowieso einfach den RAM großzügig benutzt, solange er ausreichend vorhanden ist.

Was meint ihr?
 
Um das mal zusammenzufassen:
Du fragst uns im Grunde einfach nur, ob du für deinen Laptop der nächsten X Jahre 16 oder 32GB RAM kaufen solltest, wenn du heute schon 23-27GB voll bekommst?

So wie du das beschreibst klingt es komplett unverständlich, warum die 16GB Version überhaupt in Betracht gezogen werden sollte.
Mit Blick in die Zukunft würde ich aber doch mehr RAM empfehlen. Wenn du damit heute schon nur knapp hinkommen würdest, wie soll das in ein paar Jahren werden?

Leider ist Apples Verfügbarkeit und Aufpreis für Speicher vollkommen losgelöst vom restlichen Markt. Ich würde dir normalerweise 64GB RAM empfehlen, was auch normalerweise mit ~200€ keine finanzielle Hürde darstellen würde. Aus unerfindlichen Gründen kostet Speicher bei Apple etwa fünfmal so viel und lässt sich auch nicht austauschen oder upgraden.

Hier gibt es irgendwie keine sinnvolle Empfehlung. Warum muss dein aktuelles Gerät eigentlich nach nur zwei Jahren schon ausgetauscht werden?
 
Meines Wissens nach benutzt MacOS einfach den Speicher, der eben gerade vorhanden ist. Hätte ich 64GB, würde meine Speicherauslastung eben auch sicher oberhalb der 32GB liegen. Daher ist eben die Überlegung ob ich die 32Gb überhaupt brauche. Alleine jetzt - Ein Browser Fenster offen und Whatsapp Desktop - sind 14GB belegt. Weil eben einfach der Speicher da ist.

Der Austausch des Geräts ist eine rein betriebswirtschaftliche Entscheidung. Dennoch kaufe ich nicht einfach das teuerste, wenn es für die berufliche Nutzung nicht notwendig ist.
 
Jedes Betriebssystem der letzten dreißig Jahre passt seine Speichernutzung an die verfügbaren Ressourcen an. Einfach gesagt: Je tiefer unten die Daten in der Speicherhierarchie liegen, umso billiger aber auch langsamer ist der Speicher.
Je schneller der Arbeitsspeicher voll ist und Daten auf die SSD ausgelagert werden müssen, umso langsamer ist der Betrieb.

Aus technischer Sicht würde ich zu 32GB RAM raten, aber die Preise die Apple dafür haben will sind vollkommen absurd.

Kommen für dich eigentlich auch andere Betriebssysteme in Betracht?
 
Wenn es einigermaßen humane Speicherpreise wären, würde ich sofort 32GB nehmen und damit wäre das Thema erledigt. Aber rd. 400€ für ein RAM Upgrade überlege ich mir dann doch gerne zweimal.

Andere Betriebssysteme kommen nicht in Betracht. Mein Unternehmen stellt mittelfristig komplett auf Apple um.
 
Ja, das kann ich gut nachvollziehen.
Wird auch das jetzt neue Notebook wieder nach zwei Jahren ausgetauscht werden? Dann könntest du es mit 16GB probieren, wenn du mutig genug bist.

Ansonsten würde ich 32GB nehmen. Die hohen Kosten sind halt eines der Probleme die man in Kauf nehmen muss, wenn man sich für diese Marke entscheidet.
 
Vermutlich werde ich in 2-3 Jahren wieder ein neues MacBook bekommen. Allerdings stehen auch jetzt schon Leasing und / oder Finanzierungsüberlegungen. Ist also gut möglich, dass ich dieses MacBook dann nach 2 Jahren komplett privat übernehmen und dann ein neues MacBook für Firmenzwecke nutze. Dann will ich beim privaten Gerät natürlich auch nicht unter der falschen Entscheidung bzgl Speicher nagen müssen.

Man möchte meinen ich habe mich inzwischen an die Preispolitik gewöhnt. Aber irgendwie will das auch nach mittlerweile 10 Jahren Apple nicht in meinen Kopf :D
 
Wenn die Firma mit aller Gewalt Apple braucht, dann sollen sie es bezahlen.
Aber daß da der Mitarbeiter in Vorleistung gehen muß, hab ich schon oft erlebt.

Manchmal war mein Privat PC der schnellste in der Firma.
Ich würde schon den mit 32 GB nehmen.

RAM erweitern geht ja nur mit Umlöten. :stupid:

P.S.: Welche RAM-fressenden Programme werden hauptsächlich benutzt?
 
Zuletzt bearbeitet:
Aus unerfindlichen Gründen kostet Speicher bei Apple etwa fünfmal so viel und lässt sich auch nicht austauschen oder upgraden.
Das kann man doch leicht erklären.
Der Ram ist so teuer, weil Apple es sich erlauben kann, so seine Gewinnspanne zu erhöhen. Außerdem kostet DDR5 mehr als DDR4, und er ist auch komplexer und näher am Chip angebunden als einfach nur simple Sticks zu kaufen und reinzustecken. Aber Gewinnspanne dürfte der größte Grund sein.

Btw: https://geizhals.de/?cat=ramddr3&xf=15903_DDR5~253_32768~254_6400~256_2x
Wir wollen es ja vergleichbar haben, DDR5 und 6400 Mhz (das ist im Macbook verbaut). Kostet 550€ für ein 32gb Kit.
Apple verlangt 460€ für das Upgrade von 16 auf 32gb, das ist also rechnerisch nicht mal 2x so teuer als die Sticks.
Nur dass DDR5 mit 6400 Mhz im Dual Channel etwa 102 gb/s Bandbreite erreicht, der M1 Pro schafft 200 gb/s. Das gibt's bei gestecktem Dual Channel aktuell gar nicht, egal für welches Geld.
Besser sieht's hier aus: https://geizhals.de/kingston-fury-beast-dimm-kit-32gb-kf556c40bbk2-32-a2649156.html?hloc=at&hloc=de
"nur" 330€ und 90 gb/s im Dual Channel.
Wenn man die Bandbreite betrachtet und den "Unified Memory" punkt, steht Apple gar nicht soooo mieserabel da.


Warum er nicht ausgetauscht werden kann lässt sich auch erklären: Unified Memory. Der ist mit auf dem SoC drauf direkt neben dem Chip. Und so wie Unified Memory funktioniert, verzeihe ich es Apple komplett, dass dieser nicht austauschbar ist (günstiger dürften die Upgrades aber gerne sein), da es hier technische Vorteile hat. Der M1 Pro z.B. kommt mit 200 gb/s Bandbreite, die Konkurrenz aktuell kommt gerade mal an 1/3 davon ran, häufig auch nur 1/4. Sehr teure, hochgetaktete DDR5 Riegel kommen gerade mal an die hälfte.
Diese physikalische Nähe zum Chip sorgt auch für geringe Latenzen, das wäre nicht möglich mit steckplätzen.


Bei der verlöteten SSD würde ich mich auf eine Diskussion einlassen. 7000 mb/s Datenrate geht ja eigentlich auch über PCIe 4.0 M.2. Aber der Controller und die verschlüsselung übernimmt da auch der Chip selbst. Keine Ahnung, wie das mit normalen M.2 SSDs realisierbar wäre, wenn die ihren eigenen Controller onboard haben.
Zumindest neben der verlöteten hätte Apple sicherlich Platz gehabt, einen PCIe 4.0 M.2 slot einbauen zu können, um selbst "günstig" Speicher dazu stecken zu können, der dann genau so behandelt wird, als hätte man eine externe SSD eingesteckt.
Hier gibt es irgendwie keine sinnvolle Empfehlung. Warum muss dein aktuelles Gerät eigentlich nach nur zwei Jahren schon ausgetauscht werden?
An sich würde ich dir Recht geben. Aber hier ist es auch Intel vs. M1 Pro/Max. Da sind massive Unterschiede im Alltag vorhanden, größer als wenn du früher alle 5 Jahre gekauft hast teilweise.

Das Intel Macbook Pro 16" kannst du ohne den Turbo zu deaktivieren kaum an einen externen Monitor anschließen, ohne dass der Lüfter los röhrt. Geschweige denn, wenn noch Konferenzen dabei laufen.
Oder die Hitze die dabei produziert wird. Ein Intel Macbook Pro 16" hatte ich mal hier kurz in der basisversion mit 6-Core. Über der Touchbar war es unangenehm heiß nur weil im Hintergrund OneDrive synchronisiert hat.

Alleine die "dauerhafte Stille" wäre es mir die paar 100€ sowas von wert. Bei den relativ geringen "effektiven Kosten" würde ich ganz klar zum Upgrade raten. Selbst nen 1000er mehr bei vergleichbarer Speicherausstattung würde ich als eine lohnende Investition erachten.
Zumindest sofern die Tätigkeiten hier dafür sorgen, dass der Lüfter öfters an geht, falls das Intel 16" vom TE bereits immer lautlos bleibt, ist der Unterschied natürlich nicht mehr so groß.


@Katamaranoid Der Aufpreis für 32gb ist schon nicht wenig.
Und 16gb können durchaus einiges. Ein gutes stück mehr als 16gb es bei einem Intel Macbook könnten:
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Obwohl ganz schön was geswapt wird, ist die Alltagsleistung kaum langsamer als bei 32gb. Da merkt man kaum einen nennenswerten Slowdown. Dennoch sind viele gb im Swap, und 7gb/s Leserate bei der SSD sind auch nicht ohne.
Allerdings geht Swap auch auf die SSD-Zyklen - aber heutige Chips halten auch ewig.

Also ich kann dazu leider nichts objektives beitragen, denke ich. Ich habe selbst gerne lieber mehr Ram als zu wenig, und mag es auch, wenn genug Ram da ist, sodass gar nicht erst geswapt werden muss. Ist wohl so ein psychologisches ding ^^
Und wenn du das Gerät für mehrere Jahre nutzen willst, musst du auch bedenken, dass da evtl mehr Anwendungen dazu kommen könnten.

Du solltest auch nicht vergessen, dass du beim M1 Pro/Max keinen separaten Grafikspeicher hast, der Ram wird auch von der GPU benutzt - auch wenn dank "Unified Memory" keine Daten mehr doppelt vorhanden sein müssen. Aber das kann von den 16gb nochmal etwas wegnehmen.

Wenn es finanziell nicht kritisch ist, würde ich da zu 32gb greifen, und einfach ruhe haben.

Vom M1 Max profitierst du denk ich nur, wenn du Videoschnitt im entsprechenden Umfang nutzt, und da jede Sekunde/Minute zählt beim Export. Wenn du nichts stark Grafiklastiges machst, ist das Upgrade unnötig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank @Darkseth, das bringt mich tatsächlich ein gutes Stück weiter.
Das jetztige MacBook reicht für meinen Arbeitsalltag aus. Was ich bisher gelesen hatte, dachte ich mir, ein 16GB Modell sollte meines trotzdem um längen schlagen und ausreichen.
Ich werde aber wohl die 400€ investieren und das 32gb modell nehmen.

@wuselsurfer
So genau weiß ich ehrlich gesagt gar nicht, was meinen RAM frisst. Meistens sind wie gesagt etliche Browser Tasks, Dokumente, Bilder/Videos, recht umfangreiche Excel Tabellen und sowas in der Art offen...

Vielen Dank schonmal an alle für die Hilfe :)
 
Die Aktivitätsanzeige kenne ich natürlich. Unter Last habe ich noch nie wirklich aktiv nachgesehen. Ist aber soweit ich weiß ein ähnliches bild. Immer iwas zwischen 22 und 30gb belegt.
 
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