HIFI System für PC bis 400 Euro

NorthernWolf

Komplett-PC-Käufer(in)
HIFI System für PC bis 400 Euro

Hallo liebes Forum, ich bin zurzeit auf der suche nach einem Lautsprechersystem für den PC. Ob 2.1, 5.1 oder 2.0 ist mir relativ egal, Platz ist da für alles. Ich wollte an dieser Stelle auch mal nachfragen welche Erfahrungen ihr mit Nahfeldmonitoren gemacht habt, sind die für reines Musikhören und zocken nicht zu neutral (geht das überhaupt ?) und was für Alternativen gibt es ?

Zusatzdaten:
-Budget: 400 Euro
-Soundkarte: Creative X-Fi Titanium
-Haupteinsatzgebiet: Musikhören (Musiksammlung bestehend aus Losslesfiles also kein YT oder 128kb/s shit)
-Höre derzeit mit einem Sennheiser HD518 und bin sehr zufrieden möchte parallel dazu aber auch Lautsprecher haben.
 
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Moin Sufu hilft ;) http://extreme.pcgameshardware.de/s...sucht-fuer-300-a-post7144127.html#post7144127

Kommen auch Aktive in Frage? Wenn ja dann die JBL LSR305 anschauen ;)
JBL LSR 305

Review hierzu:
JBL LSR-305 und LSR-308 TestÂ*::Â*Bonedo
Testberichte - Test der JBL LSR305 Nahfeldmonitore - RECORDING.de

Warum diese? Nunja ich habe sie gehört und für den Preis spielen die beiden so ziemlich alles an die Wand was aufm Markt ist (Preisbereich 300€) Du solltest dir aber nen gescheites Audio Interface oder ne Soka dazu einplanen, dazu noch XLR Strippen und due hast so ziemlich dein Geld am effektivsten Angelegt. Wenn du mehr Bass möchtest, dann kannst du auch ne Bassbox von JBL bekommen, und dieses 700€ Setup sollte dir auf Jahre hin freude bereiten. Diverse Magazine haben diese Combo getestet und sind ebenso begeistert und subjektiv betrachtet hatte ich das Gefühl, dass die Box dank Waveguide einfach noch ein Tick feiner zeichnet.
Natürlich sage ich wie immer: Probe hören mit deiner Musik, denn es ist keine HiFi Box sondern eher sowas wie Musik in ihrer Grundart ohne Weichzeichung und alles. Wer einmal gute Studio LS wie Neumann oder Adam gehört hat wird wohl auch nichts anderes mehr wollen. Ein Tipp von mir: Suche einen Musikladen auf und lass sie dir vorführen. Wenn dir diese Art Musik nicht zusagt kannst du auch Bedenkenlos zu KEF, Canton oder auch anderen passiven Greifen Boxen greifen. Aber Nahfelder haben ihre Vorteile, grade bei kleineren Räumen ;)
 
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Danke erstmal für die schnelle Antwort. Ja ich habe den Post gesehen :D er ist zwei Zeilen unter meinem. Aber ich wollte gezielt Fragen welche Erfahrungen ihr damit gemacht habt. Und (siehe oben) ob im Alltag Nahfeldmonitore das richtige sind oder ob diese nicht doch zu Neutral sind und welche Alternativen es gibt.
 
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Diese hier sollten vielleicht auch noch eine Alternative darstellen: Audioengine 5+ ;)
Vielleicht kann die einer der Profis noch beurteilen, da ich auch mit diesen Liebäugel :ugly:
 
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Also ich mache seit 10 Jahren Musik, und kann dir Sagen Nahfelder sind halt eine Welt für sich. Wenn man die echte ungeschönte Musik haben will, sind Nahfelder Pflicht, HiFi Soundings findest du aber in der sub 500€ Klasse eher als echte linearität. Das Hörgefühl ist ein anderes, Gute Musikaufnahmen klingen gut, schlechte aber auch gnadenlos schlecht. Ausserdem bauen Nahfelder idR eine breitere Bühne auf und sind auch sonst nicht so extrem Ortsabhängig wie manche Klipsch, Nuberts oder KEF. Sprich für den PC Bereich ist Nahfeld besser, da es einfach dich näher an die Musik holt. Nachteilig finde ich bei Nahfeldern ist, dass diese EAX und Sonstige Features eben auch Gnadenlos aufgedeckt werden (im Negativen Sinne. EAX2.0 klingt auf Nahfeldern einfach grottig) :ugly:
Vorteil der passiven HiFi Box ist einfach, dass sie dir vieles Verzeiht, grade was miese Encodierung oder niedrige Speicherbandbreiten betrifft.. Habe aber auch keine Musik mehr unter 320kbs und FLAC und Lossness klingen einfach viel besser als den Nahfeldern. Aber auch hier muss man den Klang mögen.

Es ist beim Thema Nahfeld vs. HiFi auch viel Voodoo bei, aber ich denke das hier trifft es ganz gut:
Beurteilung PC-Monitoring (Nahfeld) - Tom's Audio-Test: Nubert nuPro A-10 als Referenz am PC

Zitat:
Das, was Nubert da mit einer simplen Geste von Nonchalance für 235 Euro pro Box auf den Schreibtisch zimmert, hat nicht nur Hand und Fuß, sondern auch teurere Systeme fest im akustischen Würgegriff. Betrachten wir erneut die kumulierte Einschätzung und Bewertung der 7 Genres:
Bis auf die Disco-Beschallung oder Party-Orgien mit trivialem Schlager-Stampf kann Nubert mit den nuPro A-10 ein perfektes Nahfelderlebnis auf kleinstem Raum garantieren. Das, was man aus den zwei kleinen akustischen Freudenspendern auf die Ohren bekommt, ist Balsam für die von den sonst üblichen Brüllwürfeln gemarterte Seele.

Und ja: JBL machen da keine Ausnahme. Jeder gute Nahfeldmonitor der Sub 500€ Klasse (M-Audio, JBL, KRK, Presonus) spielt ein HiFi System mit gleicher Preisklasse klanglich aber sowas von an die Wand. Adams z.b. sind noch eine ganz andere Welt. Selbst Harman System der 1500€ Klasse kommen mit vielen 1000€ Nahfeldern nicht mit, und das mit mehr Wumms und eben auch mehr Klangtreue auf Seiten der Nahfelder
 
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Muss man halt schauen, ich hör z.B. fast nur YT und da liegt die Rate bei 256 Kbit/s auf MP3 :ugly:
Wenn der TE ungefähr das selbe hört, wären Nahfelder doch eher das falsche oder täusche ich mich da? ;)

Edit: Und nach meiner Erfahrung verfälscht die X-Fi Titanium (hab selbst eine gehabt) den Klang ziemlich drastisch :ugly:
 
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Ja das ist eben die Frage. Gerade auch bei Spielen könnte dass störend sein deswegen war ja meine Frage, was gibt es denn noch abegsehen von Nahfeldmonitoren.
 
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@ Frozen:

Nein täuschst du dich nicht. Ich sage nun nicht dass man 192er Bitraten nicht mit Hören kann, aber da ist eine HiFi Box einfach besser dran, weil das Sounding eben die Musik schönt und über die Schlechte Qualität hinwegtäuscht. Bei Spielen muss ich sagen, dass man es Ausprobieren muss..


Hier das beschreibt es ganz gut:

Beim Nahfeld-Abhören habe ich in der Regel konstante Verhältnisse. Ich sitze am Mischpult und habe die Lautsprecher vor mir, meist auf die Pultoberkante gestellt. Das einzige Ding, das mich akustisch behindern kann, ist die Mischpult-Oberfläche. Sie kann den Schall reflektieren und damit bei einzelnen Frequenzen Auslöschungen erzielen. Daher wird die Abstrahlung in der Vertikalen möglichst eingeschränkt, um wenig Schallanteil auf die Pultoberfläche zu leiten.
Im Nahfeld spielt der Raum eine geringe Rolle, ebenso ist es weitgehend egal, ob sich noch andere Personen im Raum aufhalten. Ich kann mich also sehr gut auf das akustische Geschehen konzentrieren.
Nachteilig ist, dass die Abhörposition sehr eng eingeschränkt ist. Damit ist die eigentliche Arbeit am Pult schwierig. Kopfdrehen oder sich seitlich bewegen ergibt veränderte Schallintensität. Daher wird das Nahfeldabhören meist nur als kurzzeitige Kontrolle bei schwierigen Passagen verwendet.

Das normale Abhören (Mittelfeld, Fernfeld) bezieht zwangsläufig den Raum mit ein. Daher sind akustische Störungen durch Reflexionen (Fenster) oder Abschattungen (Monitore) wie auch unterschiedliche Absorptionen (Personen im Raum) unvermeidlich. Dafür ist die Abhörposition nicht so eng begrenzt, sodass die Arbeit am Mischpult überhaupt erst möglich wird. Und ausserdem hat diese Abhörsituation eher etwas mit dem Abhören zuhause zu tun. Und letztlich ist hier eine Basswiedergabe möglich, die bei den kleinen Nahfeldmonitoren nicht möglich ist.
Im Sinne einer möglichst weitgehenden Ausklammerung des Raums wird die Abstrahlcharakteristik der Monitorboxen bewusst gestaltet. So sind Mittel- und Hochtöner meist mit Schallführungen versehen.

Zu diesen beiden Abhörarten gehört(e) noch das Alternativabhören. Dies war besonders bei TV-Anstalten üblich. Hierbei werden kleine, bescheidene Boxen verwendet, die einen Klang entsprechend einem mittelpächtigen TV-Gerät besitzen. Man hat sich einige Zeit auf den Standpunkt gestellt, eine Sendung solle auch mit solchen Tröten anständig und ansprechend klingen. Man wollte mit dieser Berücksichtigung erreichen, dass jemand beim Durchzappen eher auf diesem Sender hängen blieb. Mit den heutigen elektronischen Mitteln (Optimod) hat sich dieses Thema aber erledigt und die Tröten sind verschwunden.

Unterschied "normaler" LS und sog. Nahfeldmonitor??, Hifi-Wissen-Diskussion - HIFI-FORUM

Eigentlich spricht nichts gegen Nahfeld im Spielebetrieb.. 5.1 im PC Bereich ist eh Müll und gute Stero Nahfelder geben auch ein Homogeneres Bild ab. Und dieser Gaming Sound kram ist eh Etikettenschwindel und Vodoo
Mythos Gaming-Headset: Reines Marketing-Blabla oder echter Vorteil beim Spielen? - Fragestellung: Marketing oder echter Vorteil?
Gleiches Gilt auch für Gaming Soundsysteme.. Hier ist eben nur die Klangcharakteristik weit ab von Hifi oder auch Nahfeld.. Ich finde Nahfelder und Spielebetrieb nicht abwegig und höre gerne meine Games über die Samsons
 
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Games haben aber auch meistens Bitraten im 1400er Kbit/s Bereich ;)
Wie gesagt: Wenn der TE eher Youtube hört, dann eher keine Nahfelder. Wenn er höherwertige Materialien/Quellen anhört wären Nahfelder eher geeignet ;)
 
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ja aber mit 256kbs kann man schon leben. das war noch vor ein paar Jahren schlimmer.. Auch Spotify wird besser, wobei ich aber eh zu einer eignen CD Sammlung tendieren würde ;)
 
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Wie bereits geschrieben höre ich NIE YT oder ähnlich qualität ich versuche alle geschätzen Werke auf CD oder als Losslesfiles zu erwerben.
Als Alternative zu den Nahfeldmonitoren gibt es ja auchnoch klassische Stereo Lautsprecher zB. die der nu pro serie. Soweit ich weis sind die aber nicht sonderlich auf nahdistanz ausgelegt, könnte man denn sowas als alternative zu Nahfeldmonitoren in betracht ziehen ?
 
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Nunja Wolf also wenn ich ehrlich bin musste du bei einem 300€ Aktiv System bei Passiven schon etwas tiefer greifen.. Die NuPro A10 z.b. spielen bis HiFI Modelle um die 1000€ Klasse an die Wand. Nahfelder sind grade im bereich der Sub 1000€ Klasse für CD und Lossness Genießer Alternativlos. Bevor du urteilst höre sie dir im Laden deines Vertrauens an. Du wirst nicht enttäuscht werden
 
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Das Hörgefühl ist ein anderes, Gute Musikaufnahmen klingen gut, schlechte aber auch gnadenlos schlecht. Ausserdem bauen Nahfelder idR eine breitere Bühne auf und sind auch sonst nicht so extrem Ortsabhängig wie manche Klipsch, Nuberts oder KEF. Sprich für den PC Bereich ist Nahfeld besser, da es einfach dich näher an die Musik holt. [...]
Vorteil der passiven HiFi Box ist einfach, dass sie dir vieles Verzeiht, grade was miese Encodierung oder niedrige Speicherbandbreiten betrifft.. Habe aber auch keine Musik mehr unter 320kbs und FLAC und Lossness klingen einfach viel besser als den Nahfeldern. Aber auch hier muss man den Klang mögen.
Gute Hifi-Lautsprecher decken ebenfalls gnadenlos Fehler auf, das Sounding hat hier nur ganz bedingt einen Einfluss, namentlich überhöhten Bass, wobei der auch allerhöchstens Teile der Mitten überdecken kann. Die Frage ist nur wie der überhöhte Bass zustande kommt, entweder ist er gewünscht oder man hat sich bei der Auswahl der Lautsprecher vergriffen.
Die Verallgemeinerungen was Schallabstrahlung von "Nahfeldmonitoren" und Hifi-Lautsprechern angeht hilft auch keinem, sie ist in beiden Fällen abhängig von Chassiswahl und Schallführung.
JBL machen da keine Ausnahme. Jeder gute Nahfeldmonitor der Sub 500€ Klasse (M-Audio, JBL, KRK, Presonus) spielt ein HiFi System mit gleicher Preisklasse klanglich aber sowas von an die Wand. Adams z.b. sind noch eine ganz andere Welt.
Die Hersteller von aktiven "Nahfeldmonitoren" verkaufen also mehr und bessere Hardware zu gleichem oder günstigerem Preis ...

Nicht falsch verstehen, es gibt sehr gute "Nahfeldmonitore" und auch richtige P/L-Kracher, aber verschenken tun auch die typischen Hersteller dort nichts. Alle kochen mit Wasser, egal in welchem Bereich! Je nach Hersteller und in höheren Preisbereichen ist das Wasser nur etwas teurer.

Die Videoqualität wird besser, ja, aber die Audiospur wird immer noch auf max. 256 Kbit/s MP3 runterkonvertiert, egal wie hochwertig man etwas uploaded :ugly:
MP3 mit 256 Kbit/s? Das bezweifle ich allerdings, auch wenn ich zugegebenerweise seit youtubes neuem Streamingformat kein unkonvertiertes Video mehr gesehen habe.

Wie bereits geschrieben höre ich NIE YT oder ähnlich qualität ich versuche alle geschätzen Werke auf CD oder als Losslesfiles zu erwerben.
Als Alternative zu den Nahfeldmonitoren gibt es ja auchnoch klassische Stereo Lautsprecher zB. die der nu pro serie. Soweit ich weis sind die aber nicht sonderlich auf nahdistanz ausgelegt, könnte man denn sowas als alternative zu Nahfeldmonitoren in betracht ziehen ?
Kann man je nach Abstimmung der Lautsprecher auch nehmen.
 
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@ Soth

Da hast du ja schon nicht ganz unrecht, aber so ein AMP bringt eben auch eine andere Klangcharakteristik als der AMP des Nahfelders. Aber Erfahrungen habe nicht nur bei mir gezeigt, dass die 500€ Klasse für LS und AMP einfach zu Eng ist, wir reden über Neukauf, gebrauchte gibts viele gute aber ich vergleiche immer Neu mit Neu. der JBL z.b. der macht die Cantons nunmal Klitschnass und haut sie an die Wand (mit Heco Victa, Canton und Dual (White Label) gegengehört (Material war ab 96kbs)) und leider immer wieder zum Ergebnis gekommen, im Bereich Sounding auf PC Arbeitsplätzen sind Nahfelder Alternativlos. Aber auch hier gilt: You geht what u pay for
Und wie gesagt: Man muss den Klang mögen. Also Probehören Probehören Probehören

Aber um mal die Kirche im Dorf zu lassen, Analytische Passiv LS kosten das Paar 200-300€ , also wenn wir mal bei Klipsch, FEF oder Nuberts sind. Cantons sind meiner Meinung nach bis 200€ eher Fehlinvestitionen, Wharfedale höre ich sehr gerne, aber typisch Englisch die Box halt. Lautsprecherkauf ist halt mir bloßen Angeboten ziemlich schwer, denn das Ohr des Hörers muss es mögen.
 
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Schlimm was hier an Verallgemeinerungen geschrieben wird!

Natürlich sind "Nahfelder" nicht alternativlos zu anderen Möglichkeiten Musik zu hören! Wie sollte das auch sein? Musik ist dann gut, wenn sie gefällt, das bedeutet nicht, dass Boxen oder Anlagen gesoundet sind, sondern vor allem, dass auf unterschiedliche Dinge Wert gelegt wird. Zu schreiben Hifi sei gesoundet und daher schlechter als die "Nahfelder" ist einfach falsch.

Was sind denn fürs Nahfeld geeignete Boxen? Praktisch alle (!) Boxen, die nicht zu große Membrane haben und diese möglichst dicht beinander - im Normalfall dazu 1 - 2 Wege. Die Boxen dieser Machart bieten fast automatisch eine gute Basis zum Hören im Nahfeld. Dabei stimmt nämlich die Abtrahlung (kleine Membran = geringe Bündelung) und die Schalladdition (geringe Membranabstände addieren sich schon bei weniger Abstand zu einer homogenen Schallquelle).

Bloß weil Boxen sich "Nahfeldmonitore" nennen, sind sie dafür nicht besser geeignet, sondern höchsten geschickter vermarktet, weil sie dem unbedarften Käufer suggerieren "Profi" und "Studio" Geräte zu sein (was sie in dem Preisbereich definitiv nicht sind) - die Physik dahinter ist immer die selbe!

Was die angeblich besseren Klangeigenschaften angeht, so muss man schlicht die Frage stellen warum dies so sein sollte? Glaubt irgendwer, dass bei gegebenem Budget eine Box, die als "Nahfelder" vermarktet wird tendentiell besser ist? Dem Entwickler stehen prinzipiell die gleichen Materialien, Chassis, und Möglichkeiten offen, aber bei Hif verkackt er und bei Nahfeldern gelingt ihm immer ein Traumlautsprecher?:ugly:

Der angeblich (beileibe nicht immer vorhandene) linearere Frequenzgang von "Nahfeldern" ist kein Garant für guten Klang, ja nicht einmal die Voraussetzung dafür! Er ist ein (!) Parameter von vielen, die alle stimmen müssen und erst in Summe einen guten Lautsprecher ausmachen. Was nützt es, wenn der Frequenzgang linear ist, aber die Sprungantwort miserabel, oder die Schalladdition der einzelnen Wege nicht passt, die Abstrahlung ungleichmäßig ist, der Klirr ungebührlich hoch... ? Boxen machen alle Fehler, nur sind diese unterschiedlich auf die Eigenschaften verteilt, daher wird oft der Frequenzgang zur Beurteilung herausgezogen, weil da jeder meint einen "guten" LS erkennen zu können - kann man nicht!

Die Linearität ist oft überschätzt - was nicht heißt, dass sie am Hörplatz nicht anzustreben sei! Sie ist aber je nach der bevorzugten Musikrichtung unterschiedlich wichtig. Beim Hörer von klassischer Musik, Gesang, Jazz u.ä. dürfte diese höher gewichtet werden, als z.B. bei jemandem, der in erster Linie elektronisch erzeugten Klängen lauscht, da hier eine Abweichung nicht so leicht als störend empfunden wird.

Ich habe geschrieben, die Linearität "am Hörplatz" sei anzustreben, da trennt sich dann wiederum die Tauglichkeit vieler Boxen am PC Schreibtisch! Eine ideale Box für solch eine Anwendung hat nämlich gar keinen linearen Frequenzgang, sondern einen ab dem Grundton / Oberbass fallenden. Grund ist die Verstärkung eben dieses Bereichs durch die Schreibtischplatte und eine (meistens vorhandene) Rückwand. Ist die Box in dem Bereich linear abgestimmt wird schnell dröhnig und nervig. Richtige Profinahfelder haben daher meist Ortsfilter, die es ermöglichen auf diese individuelle Eigenschaft des Hörplatzes einzugehen. D.h. der Raum spielt wirklich keine große Rolle, aber die Aufstellung sehr wohl!
Die einfachen "Nahfelder" haben das meist nicht und sind daher aufstellungstechnisch meist auch keine anderen Möglichkeiten als sie normale Hifiboxen bieten!

Das Thema Bass kleiner Boxen ist auch so eines bei dem viele Halbwahrheiten und Mythen unterwegs sind. Erst mal, ja es geht! Basstiefe hat erst mal nix mit der Größe der Box zu tun, sondern in erster Linie mit deren Abstimmung bzw. den Parametern des verwendeten Chassis. Meine PC Boxen liefern an meinem Schreibtisch eine untere Grenzfrequenz im Bereich von 40Hz (für "normale" Musik absolut ausreichend, weil es praktisch keine natürlichen Instrumente gibt, die noch signifikant tiefer spielen) aus einem 4l Gehäuse... Große Boxen sind nur dann erforderlich, wenn man tief und laut möchte - am Schreibtisch ist letzteres nicht so entscheidend, weil man sehr dicht dran hockt und Partybeschallung keine Anforderung solcher Boxen sein sollte.

Was eher nicht geht ist es einen Subwoofer aufzustellen. Der ist am Schreibtisch in nahezu allen Fällen nicht gut aufzustellen und darunter leidet dann einfach die Homogenität des Klangbildes. Solche Teile sind ohnehin schwer auf- und einzustellen, am Schreibtisch wirds nicht einfacher...

Viele Boxen haben z.B. auch einen mehr oder weniger starken Anstieg des Hochtonbereichs. Das ist nicht schlimm, weil dies normal nur auf der Achse so ist, winkelt man die Boxen nicht so stark Richtung Hörer aus, so kann man sich damit den gewünschten Hochtonpegel einstellen (außerhalb der Achse bündelt der Hochtöner mehr oder weniger stark, so dass es da dann linearer wird). Nebeneffekt ist oft eine gesteigerte Räumlichkeit und mehr Hochtonenergie im Raum - stören tut es normalerweise jedenfalls nicht.

Der qualitative Königsweg ist ob des besten P/L Verhältnisses sicher der Selbstbau der Boxen! Dadurch hat man zudem auch die Möglichkeit die Abstimmung z.B. des Basses an die Gegebenheiten anzupassen, auf den eigenen Geschmack und die Einrichtung einzugehen. Solange die Basis dazu ein seriöser Bausatz ist kann da nicht viel schief gehen - wenn man nicht gerade 2 linke Hände voller Daumen hat. Bei Bedarf kann ich da auch mal was zu schreiben - meine PC Beschallung ist jedenfalls selbst gemacht und braucht sich ganz sicher nicht zu verstecken (!http://extreme.pcgameshardware.de/sound-hifi/341768-meine-pc-beschallung.html)

Unterm Strich bleibt, dass man sich von Marketinggesülze verabschieden und immer auf die konkreten Geräte schauen muss. Es ist in deinem Budget möglich sowohl mit einem kleinen aktiven Monitor, als auch mit einer Lösung aus Passivbox + Verstärker sehr gute Ergebnisse zu erzielen! Alternativlos gibts bei Hifi nicht, erlaubt ist was gefällt!
 
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Nunja du hast Recht, aber Die Studiomonitore sind nunmal anders gesoundet und auch auf einen anderen Hörabstand getrimmt.. Eine Heco Victa 200 zb. hört sich auf 75cm Hörabstand einfach nur Grausam an, da sind andere Setups einfach überlegen. Thema Schallabsorbtion und grade der Rückschall. Nunja betrachtet man es so: dann muss man ein Haus um die Box bauen. Und es ist nunmal so: Nehmen wir 250€ für die Boxen, braucht man 150€ für den Stereo AMP, welcher aber nicht auf die Lautsprecher abgestimmt ist. Ich sagte es schon vorher. Musik im den Heimischen 4 Wänden ist ein Kompromiss aus Klang und Störquellen. Du solltest nun aber bitte noch verstehen, dass Studiomonitore nicht HiFi sein wollen, das sagte ich aber auch schon. und das Thema Badewannenfrequenz, was du anschriebst: ja das mag auch sein, aber auch hier gilt es eben Kompromisse zu machen. Achja das hat nichts mit Marketing zutun, sei es KEF oder Quadral , die wollen ihre Soundings gar nicht linear, weil viele Hörer auch Linear nicht mögen. Ja Erlaubt ist was gefällt aber auf einander Abgestimmte Systeme klingen immer Homogener. Deswegen ist dein Selbstbau LS ja auch der Königsweg, jedoch mit Arbeit verbunden. Wer Linearität mag und das auch in den Mixes und CDs haben will, muss halt selbstbauen oder Studiomonitore kaufen. Es gibt zwar auch gute passive Boxen Tannoy oder Alesis z.b. aber auch hier bestimmt der Preis das Budget. Aber ihr vergleicht sowieso meistens Gebraucht gegen Neupreis und klar gebraucht schafft man immer das bessere Ergebnis. Bei Neupreisen sieht es aber bekanntlich anders aus.
 
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Das sich ne Heco Vita furchtbar anhört mag ja sein, es sind nicht alle Boxen gut. Aber das ändert an meiner Aussage über die Eignung von kleinen Boxen fürs Nahfeld nichts.

Von Schallabsorption habe ich gar nichts geschrieben und noch nicht einmal irgendwo drauf angespielt, Ebenso wenig von einer Badewannenabstimmung... Wo hast du das gelesen?

Im Übrigen bin ich davon überzeugt, dass bei billigen Aktivboxen die Verstärker mitnichten auf die Chassis abgestimmt sind. Das findet man vlt. bei teuren Geräten, andernfalls stecken da halt irgendwelche Billigverstärker drin. Du darfst nicht vergessen bei einer aktiven 2-Wege Box werden doppelt so viele Verstärkerzüge (nämlich 4 pro Pärchen) benötigt als bei einer "simplen" Passivbox. Das da jetzt nicht die allerbeste, aufs Chassis maßgeschneiderte Technik für das Budget drin sein kann ist denke ich klar.
Natürlich wird auch an einer passiven Box dieser Preiskategorie kein ausgefuchster High-End Bolide dran hängen. Aber gerade für den PC gibts diverse schmucke Lösungen in Class D für 2-stellige oder niedrige 3-stellige Beträge. Diese bieten noch den Vorzug einer einfachen Hardware Lautstärkeregelung auf analoger Ebene, die neben dem haptischen Vorteil auch noch einen klaren Klangvorteil ggü. Softwarelöungen aufweisen.

Die von dir angesprochene Notwendigkeit das Haus um den Hörraum herum zu bauen ist natürlich Unsinn. Wie du selbst schon gesagt hast ist im Nahfeld der Raum ziemlich wurst. Die Aufstellung aber eben nicht. Da ist aber auch kein Hokuspokus dabei, man sollte sich nur vergegenwärtigen was z.B. eine Wand im Rücken und eine Tischplatte unter der Box akustisch bedeuten. Mit der von mir dargelegten Abstimmung ist man da aber auf der sicheren Seite - linear ist da Gift und deswegen kann man das an richtigen Monitoren eben auch so einstellen. Mit Badewanne hat das nichts zu tun, eher im Gegenteil - wie gesagt der Frequenzgang am Ohr ist der entscheidende, nicht der im Messraum (das gilt universell, also auch für Studioequipment!)

Was für eine Abstimmung KEF aktuell bevorzugt kann ich dir nicht beantworten, meine KEFs im Wohnzimmer sind jedenfalls sehr natürlich abgestimmt. Die Nachfolger waren dann analytisch kühl und in meinen Augen klar schlechter weil unnatürlich abgestimmt. Die ganz neuen Reference hab ich noch nicht gehört und kann da nix zu sagen. Kaufen werde ich die aber sicherlich nicht.

Es ist aber auch nicht so, das Studiogeräte alle identisch klingen, auch da gibts gute und schlechte und unterschiedliche Abstimmungen. Man darf nicht vergessen, dass der Frequenzgang nur ein Punkt ist, der auf den Klang Einfluss nimmt. Auch boxen mit identischem Frequenzgang hören sich unterschiedlich an... Eine Trennung "Nahfelder" (und da auch noch die billigen) klingen toll und Hifi ist gesoundet lässt sich im wahren Leben nicht aufrecht erhalten. Es gibt reichlich Boxen, die in beiden Lagern erfolgreich waren und sind - gute Boxen gibt es überall. Dazu kann man davon ausgehen, dass preisähnliche Boxen auch über alles gesehen vergleichbare Qualität abliefern. Klar gibts da Ausreißer nach oben und unten, aber die Entwickler der renommierten Marken können alle Boxen entwickeln und richtig Schrott dürfte daher selten zu finden sein - was nicht heißt, dass einem alles gefallen muss!

Was will den der Hörer? Schwer zu sagen, ich will z.B. ein Klangbild, das sich "echt" und plausibel anhört. D.h. so als ob es so geklungen haben könnte, wenn man das Geschehen denn live hätte erleben können - was meist niemand (auch der Toning und die Musiker nicht) so wie es auf Platte ist getan hat. Ob das jetzt 100% dem entspricht was so im Studio zu hören war interessiert mich ehrlich gesagt überhaupt nicht, weil es keinerlei Zusatzinformation oder -nutzen bringt und darüber hinaus ja auch so nicht stattgefunden hat. Der Master ist ja nicht das Studio, sondern die Musik - viele vergessen dass!
Nicht zuletzt hören auch Tonings. daheim oft eben nicht mit solchen Arbeitgeräten, weil sie eben zum Arbeiten und nicht zum Genießen sind und zwar idealerweise hochanalytisch sind, aber dafür gerne keinerlei musikalischen Fluss (wie auch immer man das definiert) haben und daher leider oft unnatürlich klingen.
 
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