Special Heatkiller V & Delta Mate MPII: Watercool & Thermal Grizzly vs. vier weitere AM5-Wasserkühler

PCGH_Torsten

Community Manager
Teammitglied
Der Sommer ist heiß, die CPU soll kühl bleiben und zwei deutsche Hersteller versprechen die perfekte Lösung. Wir testen ihre neuen Wasserkühlblöcke sowie vier bewährte Modelle.

Was sagt die PCGH-X-Community zu AM5-Wasserkühler im Test: Watercool Heatkiller V vs. Thermal Grizzly Delta Mate MPII

Bitte beachten: Thema dieses Kommentar-Threads ist der Inhalt der Meldung. Kritik und allgemeine Fragen zu Online-Artikeln von PC Games Hardware werden hier gemäß der Forenregeln ohne Nachfrage entfernt, sie sind im Feedback-Thread besser aufgehoben.
 
Feedback ist übrigens gerne gesehen: https://extreme.pcgameshardware.de/...u-artikeln-auf-www-pcgameshardware-de.206989/ :daumen:

Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.

MfG
Raff
 
Cooler Test. Er zeigt mir aber auch, dass ich mit meinen HK IV keinen Grund habe Geld für Neues in die Hand zu nehmen. Das ist vermutlich ein reales Problem dieser Hersteller. Die waren von vielen Jahren schon super und können kaum noch was an Leistung herauskitzeln.
 
Prinzipiell guter Test, aber er zeigt halt auch wie langweilig CPU Wasserkühler geworden sind. Da ist scheinbar egal mit wie viel Aufwand nichts mehr zu holen und Komplettausfälle gibt es auch nicht mehr wirklich. Man kann also rein nach Optik kaufen.
 
Schöner Test, danke dafür.
Werde meinen aktuellen Velocity 3 wohl gegen einen Heatkiller V tauschen.
Der MP II ist mir einfach zu teuer.
 
zeigt mir aber auch, dass ich mit meinen HK IV keinen Grund habe Geld für Neues in die Hand zu nehmen. Das ist vermutlich ein reales Problem dieser Hersteller. Die waren von vielen Jahren schon super und können kaum noch was an Leistung herauskitzeln.

zeigt halt auch wie langweilig CPU Wasserkühler geworden sind.
Kommt halt auf die Zielsetzung an. Wenns "nur" um gute Temperaturen und stabilen Betrieb geht ist es praktisch völlig Latte welchen Kühlerblock du verwendest oder wie alt der ist so lange er montierbar ist. Selbst ne ein Zentimeter Dicke Kupferplatte ganz ohne irgendwelche Finnen oder Oberflächenvergrößerungen auf der Oberseite wird jede moderne CPU mehr als gut genug kühlen wenn man konstant kaltes Wasser drüberlaufen lässt.

Ob man jetzt nen Heatkiller 3 oder 4 oder 5 benutzt ist temperaturseitig eher die Kategorie in die auch die Wahl der Wärmeleitpaste o.ä. fällt: Da sind kleine einstellige Temperaturunterschiede messbar, aber nichts was in der realen Welt irgendeine Relevanz hätte wenn man nicht vor hat an die absolute Machbarkeitsgrenze zu gehen.

Man muss halt vorher wissen, ob man nur einigermaßen preisgünstig eine leise Kühlung bauen will die leistungstechnisch mit großem Puffer ausreicht oder ob man mit hartem OC die letzten 50 MHz rauspressen will und entsprechend jedes Kelvin suchen geht. Dann hat die Wahl des Blocks eine Relevanz... anders zumindest leistungstechnisch nicht. Dann ists höchstens ne Frage des Designs/Geschmacks.
 
Das gezeigte Nullserienmodell des Heatkiller V ist mit seinen sichtbaren Kreuzschlitzschrauben mal richtig hässlich. Bei einem Kühler für rund 200 Euro wirkt das unnötig billig. Glücklicherweise soll das Serienmodell allerdings Inbus-Edelstahlschrauben erhalten. Torx hätten vermutlich nur wenige Cent mehr gekostet.

Bei den geringe Leistungsunterschieden ist Optik ja schion fast ein Kernkriterium.

Verstehe auch nicht warum es sich anhört, als sei 0,15mm Finnenbreite ein Novum. Das hatte schon ein TechN AMD, der vermutlich hier noch ganz oben mitspielt, 100€ (vernickelt) gekostet hat und schon seit 2020 etliche
Umbauten mit macht. Schade, dass TechN nicht mehr produziert. Nikolaus Kohl (GF TechN) hatte m.E. sein super Augen für Design, und Qualität. Der beste Kühler (vom Erlebnis her) in 25 Jahren WaKü.

Der Thermal Grizzly DeltaMate MPII ist mit 350 Euro dagegen hoffnungslos überteuert: 2,6 Kelvin hinter dem Heatkiller V und 1,9 Kelvin hinter dem rund zehn Jahre alten Kryos Next - ja es wurde vermutlich "Verstopfungsgefahr" reduziert - aber warum keinen Filter fü wenige Euro ins System.
Übersicht zu Filtern siehe hier: https://rivale.de/

@PCGH: Testet doch einmal einen Bykski CPU-Block mit 0,08-mm-Mikrokanalstruktur (z.B. CPU-XPR-EX oder CPU-XPR-M-V3); auch wenn diese Euch nicht sponsorn bzw. Ihr die Kühler kaufen müsst. Ich kann Euch meine gekauften Kühler auch schicken. Diese Kühler starten tatsächlich bei etwa 25 Euro und kühlen einen 9800X3D praktisch genauso gut wie die 200-Euro-Modelle von Watercool – in meinem unwissenschaftlichen Kurztest (Einmalmessung ohne Messwiederhloungen) unterschied sich der Takt um exakt 0 MHz. Temperatur keine Aussage ohne Messwiederholung und Signifikanztest, aber absolut vergleichbar.

Wer das gesparte Geld stattdessen in zusätzliche Radiatorfläche, bessere Wärmeleitpaste, bessere Lüfter oder eine zweite Pumpe investiert, ist für das Gesamtsystem besser aufgestellt. Eine zweite Pumpe bietet zudem nicht nur mehr Durchfluss, sondern auch echte Redundanz.

Gerade deshalb wäre es interessant, wenn solche günstigen Modelle ebenfalls im Testfeld auftauchten und nicht fast ausschließlich die etablierten Hochpreismarken. Zwischen einem 350-Euro-DeltaMate, einem 200-Euro-Heatkiller V und einem 25-Euro-Bykski werden die Temperaturunterschiede geringer ausfallen als durch den Wechsel der Wärmeleitpaste – beispielsweise von Arctic MX-6 auf Halnziye HY-P17.


PXL_20260717_103747818 2.jpg

Bykski CPU-XPR-EX mit 0,08mm Fins für 25€;
also nochmal ein bisschen weniger als beim Testsieger (Asus ROG Ryujin III WB) - sieht sehr ähnlich aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man muss halt vorher wissen, ob man nur einigermaßen preisgünstig eine leise Kühlung bauen will die leistungstechnisch mit großem Puffer ausreicht oder ob man mit hartem OC die letzten 50 MHz rauspressen will und entsprechend jedes Kelvin suchen geht. Dann hat die Wahl des Blocks eine Relevanz
Was den Markt für die Anbieter ja nicht unbedingt zum Schlaraffenland macht. Wie hoch ist der Anteil dieser Anwender am Umsatz? Wenn man 10 Prozent annimmt, dann ist das vermutlich schon extrem optimistisch.
 
Man muss halt vorher wissen, ob man nur einigermaßen preisgünstig eine leise Kühlung bauen will die leistungstechnisch mit großem Puffer ausreicht oder ob man mit hartem OC die letzten 50 MHz rauspressen will und entsprechend jedes Kelvin suchen geht. Dann hat die Wahl des Blocks eine Relevanz... anders zumindest leistungstechnisch nicht. Dann ists höchstens ne Frage des Designs/Geschmacks.
Preisgünstig = weniger Leistung ist doch mittlerweile ein schlicht unwahres Narrativ. Schade, gerade einem vermeintlichen Fachmagzin sollte man hier mehr Kompetenz unterstellen dürfen. Ich hatte jedenfalls immer so den Eindruck von Euch und ich lese regelmäßig seit 2000 mit.

Genauso wie "Ultra-High-Performance-Premium-CPU-Wasserkühler" ein Marketing Begriff ist um übertriebene Preise rechtfertigen zu können - nicht durch Leistung oder Innovation sondern durch Marketing und mediale Beeinflussung der Konsumenten.

Zwischen 350€ CPU-Block und 25€ CPU Block liegen bei 9800X3D keine 50 MHz, sondern 0 MHz

Edit: jetzt habe ich mehr gemotzt als ich wollte, ich danke Euch für den Test und die schönen Bilder von den Kühlerplatten. Eventuell könnte Ihr ja noch ein paar mehr Bilder von Jetplate, "Wasserweg", Druckkammern o. Ä. machen - wäre interessant.
 
Zuletzt bearbeitet:
Preisgünstig = weniger Leistung ist doch mittlerweile ein schlicht unwahres Narrativ.
Wieso - ein Heatkiller 4 ist viel günstiger als ein Heatkiller 5 und kühlt dafür etwas schlechter und hat einen höheren Durchflusswiderstand. Wo ist mein Beispiel aus dem von dir zitierten Post jetzt unwahr?
Und was habe ich mit dem Fachmagazin/Artikel zu tun? Ich bin Forenuser mit Mod-Rechten, kein Redakteur und kein PCGH-Angestellter. "Ich putz hier nur." ;-)

Zwischen 350€ CPU-Block und 25€ CPU Block liegen bei 9800X3D keine 50 MHz, sondern 0 MHz
Das mögest du bitte belegen. Ich habe in meinem Post von OC an der Grenze des Machbaren geschrieben dass hier ein besserer Block (= ein, zwei Grad weniger bzw. in dem Fall = 10-20W mögliche Leistungsaufnahme mehr = mehr mögliche Spannung bevor thermische Drosselung einsetzt) ein bisschen mehr Spitzentaktrate unter Last ermöglicht.
Das ist bei allen CPUs die beim OC von ihrer Abwärme eingeschränkt sind (was bis auf wenige Ausnahmen wie etwa einem 5800X3D bei praktisch allen so ist) der Fall.
 
Wieso - ein Heatkiller 4 ist viel günstiger als ein Heatkiller 5 und kühlt dafür etwas schlechter und hat einen höheren Durchflusswiderstand. Wo ist mein Beispiel aus dem von dir zitierten Post jetzt unwahr?
Und was habe ich mit dem Fachmagazin/Artikel zu tun? Ich bin Forenuser mit Mod-Rechten, kein Redakteur und kein PCGH-Angestellter.
Deine grundsätzliche Aussage, dass ein Heatkiller V etwas mehr Kühlleistung bietet (bieten kann) als ein Heatkiller IV, bleibt davon doch völlig unberührt.

Aus ein bis zwei Kelvin niedrigeren Temperaturen lassen sich aber nicht ohne Weiteres zehn oder zwanzig Watt zusätzliche OC-Reserve ableiten. Wenn man auf diesem feinen Niveau argumentieren möchte, benötigt man Messwiederholungen, mehrfache Neumontagen und eine statistische Auswertung der Streuung beziehungsweise zumindest eine nachvollziehbare Betrachtung der Messunsicherheit. Man sollte sich der Limitationen der eigenen Testung bewusst sein.

Dein Messergebnis gilt zunächst nur für dein konkretes Testsystem und deine spezifische Kombination aus CPU, Mainboard, Heatspreader, Kühler und Montage. Was ist beispielsweise, wenn du die Schrauben bei einer Messung gleichmäßiger über Kreuz oder insgesamt etwas stärker angezogen hast? Was, wenn du einmal etwas mehr oder weniger Wärmeleitpaste verwendet oder sie gleichmäßiger verteilt hast?

Ich halte es für durchaus möglich, dass bereits eine kleine Abweichung bei der Montage einen größeren Einfluss auf die gemessene Temperatur hat als der tatsächliche Unterschied zwischen einem 25-Euro- und einem 350-Euro-Kühler.

Mit deiner Messmethode kannst du Unterschiede auf diesem feinen Niveau nicht zuverlässig vom Einfluss der Montage- und Messstreuung trennen. Daraus allgemeingültige Leistungsunterschiede abzuleiten, ist zumindest aus empirischer Sicht unseriös.

Bei meinem eigenen Vergleich unter maximalem PBO – CO −20, Scalar 10× usw. – zeigte sich über mehrere Cinebench-Durchläufe kein reproduzierbarer Leistungsunterschied außerhalb der normalen Schwankungen. Wissenschaftlich belastbar war der Vergleich dennoch nicht: Ich hatte nur jeweils einmal montiert und nur ein Exemplar pro Kühler. Deshalb habe ich bewusst keine Aussage zu den Temperaturunterschieden getroffen; diese lagen bei diesem n = 1 ohnehin innerhalb der zu erwartenden Mess- und Montagestreuung.

Und weil es keinen Leistungsunterschied gab, sage ich, dass das Narrativ "günstiger = schlechter" nicht belastbar ist. Der Preis allein ist offensichtlich kein belastbarer Indikator für die tatsächlich nutzbare Leistung – egal, wie beeindruckend das Wortkonstrukt „Ultra-High-Performance-Premium-CPU-Wasserkühler“ auch klingen mag.

Edit: Ich danke Dir trotzdem für den praxisorientierten Test. So haben wir wenigstens eine Indikation und die Vermutung, dass keine signfikanten Leistungsunterschiede zu erwarten sind - unabhängig vom Preis.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das gezeigte Nullserienmodell des Heatkiller V ist mit seinen sichtbaren Kreuzschlitzschrauben mal richtig hässlich. Bei einem Kühler für rund 200 Euro wirkt das unnötig billig. Glücklicherweise soll das Serienmodell allerdings Inbus-Edelstahlschrauben erhalten. Torx hätten vermutlich nur wenige Cent mehr gekostet.

Du hast den Test aber schon vollständig gelesen, oder?
Hier ist die Serienbefestigung zu sehen:

@PCGH: Testet doch einmal einen Bykski CPU-Block mit 0,08-mm-Mikrokanalstruktur (z.B. CPU-XPR-EX oder CPU-XPR-M-V3); auch wenn diese Euch nicht sponsorn bzw. Ihr die Kühler kaufen müsst. Ich kann Euch meine gekauften Kühler auch schicken. Diese Kühler starten tatsächlich bei etwa 25 Euro und kühlen einen 9800X3D praktisch genauso gut wie die 200-Euro-Modelle von Watercool – in meinem unwissenschaftlichen Kurztest (Einmalmessung ohne Messwiederhloungen) unterschied sich der Takt um exakt 0 MHz. Temperatur keine Aussage ohne Messwiederholung und Signifikanztest, aber absolut vergleichbar.
...
Gerade deshalb wäre es interessant, wenn solche günstigen Modelle ebenfalls im Testfeld auftauchten und nicht fast ausschließlich die etablierten Hochpreismarken. Zwischen einem 350-Euro-DeltaMate, einem 200-Euro-Heatkiller V und einem 25-Euro-Bykski werden die Temperaturunterschiede geringer ausfallen als durch den Wechsel der Wärmeleitpaste – beispielsweise von Arctic MX-6 auf Halnziye HY-P17.
...

Ich weiß nicht, in wie weit dir direkte Vergleiche zum Heatkiller V Ultra möglich sind. (Ich dachte, ich hätte den einzigen in freier Wildbahn?) Aber als ich 2024 den Bykski V3 sowie das Granzon-Gegenstück auf Intel getestet habe, konnte er nicht einmal mit einem HK IV mithalten.

P.S.: "Gesponsort" ist hier gar nichts, nur die Testmuster wurden als Leihstellung zur Verfügung gestellt – geht ja vor Marktstart auch gar nicht anders. Seitens Thermal Grizzly aktiv, seitens Watercool auf Nachfrage, ob ihrem Teaser schon Taten folgen können. Das wäre auch bei Bykski (respektive deren deutschen Distributor EZmodding) oder EKWB oder Corsair oder Liquid Extasy oder Bitspower kein Problem gewesen. Als seriöse Tester haben wir zu nahezu allen Herstellern einen direkten Draht. Prinzipiell sogar zu TechN, ich habe schon vor sechs Jahren mit Lynk+ gespielt. Leider machen die heute halt nichts anderes mehr (2025 hatte ich eine AM5-Halterung angefragt – vergeblich, nur noch Restposten) und die anderen bieten auch nur alte Technik. Nachtests habe ich in diesem Review aber schon reichlich.

Deine grundsätzliche Aussage, dass ein Heatkiller V etwas mehr Kühlleistung bietet (bieten kann) als ein Heatkiller IV, bleibt davon doch völlig unberührt.

Aus ein bis zwei Kelvin niedrigeren Temperaturen lassen sich aber nicht ohne Weiteres zehn oder zwanzig Watt zusätzliche OC-Reserve ableiten. Wenn man auf diesem feinen Niveau argumentieren möchte, benötigt man Messwiederholungen, mehrfache Neumontagen und eine statistische Auswertung der Streuung beziehungsweise zumindest eine nachvollziehbare Betrachtung der Messunsicherheit.

Was glaubst du, wie dieser Test entstanden ist? :schief: (Tipp: Die Antwort steht auch im Text.)
Einzig auf eine öffentliche Streuungsauswertung verzichte ich der Lesefreundlichkeit halber. Aber wenn dich die Einzelmontagen interessieren:
HK V – 41,9/41,6/41,7/41,9 Kelvin
Ryujin – 41,2/40,9/40,9/40,4 Kelvin
Kryos – (42,6)*/(42,9)*/42,5/42,5 Kelvin
Apex – 43,8/43,8/43,6/43,8 Kelvin
MPII – 45,0/44,3/44,3/44,1 Kelvin
HKIV – 44,0/44,5/44,0/43,9 Kelvin

Die maximale Spreizung beträgt also 0,9 K für den Ryujin mit seiner ungefederten Halterung respektive den MPII ohne Anschlag. Alle anderen Kühler liefern auf 0,6 K oder besser reproduzierbare Ergebnisse. Für eine Streuungsanalyse reichen die Einzelmessreihen nicht, aber da vergangene Tests mit dem gleichen, seit über einem Jahrzehnt angewandten Messprozedere, ähnliche Muster zeigten, erachte ich Unterschiede ab 0,5 K für signifikant.

*: Messungen in um 180° gedrehter Position, nicht gewertet. Die Montage des Kryos hat sich bereits in früheren Tests als extrem gut reproduzierbar erwiesen. 2025 waren es 54,0/54,4/54,5/54,0 Kelvin, 2024 waren es auf Intel 45,7/46,0/45,7/46,0, wobei die beiden 45,7er-Werte mit senkrechter und die beiden 46,0er mit horizontaler Orientierung gemessen wurden. Ich habe mir daher diesmal den Spaß gemacht, und den Kühler bei zwei Runs um 180° gedreht, um zu sehen, ob etwas spannendes passiert. Der Fairness halber wurden diese von den Herstellervorgaben abweichenden Experimente nicht mit reingerechnet. Eine Entscheidung, die ich natürlich vorher und unabhängig vom (langweiligen) Ausgang getroffen habe.
 
Vielen Dank für die Daten - viel besser jetzt!

Ich habe keine Messung vom HK5, meine Schätzung ist nur vom Apex 1 interpoliert.
Der Bykski, den Du getestet hast, ist m.W. ein anderer Kühler (auch wenn der Name ähnlich ist, die Bodenplatte ist die alte Version) auf einer anderen Plattform. Das wäre wie, ich habe HK 4 auf Intel getestet, also mache ich Aussagen über HK 5 auf AMD.

Bei diesen kleinen Messreihen könntest du die Daten sogar mal in SPSS werfen und eine Welch-ANOVA rechnen – für die paarweisen Vergleiche anschließend gegebenenfalls noch Games-Howell. Ob PSPP (Freeware) die Welch-Variante inzwischen beherrscht, weiß ich gerade nicht.

Bei vier Montagen pro Kühler ist das natürlich schon ziemlich weit hergeholt und eher statistische Spielerei als zwingend notwendige Auswertung. Ich beschäftige mich beruflich mit dem Kram, bin daher etwas vorbelastet und mein Job ist es Leute genau darauf hinzuweisen bzw. zu befähigen es ordentlich zu machen.

Mein eigener Kurzvergleich auf dem 9800X3D kann wegen jeweils nur einer Montage antürlich auch keine Gleichwertigkeit beweisen. Korrekt wäre die Aussage: In meinem konkreten System zeigte sich trotz des enormen Preisunterschieds kein messbarer Takt- oder Leistungsunterschied. Zu belastbaren Temperaturunterschieden kann ich daraus keine Aussage ableiten. Das kann ich aber auch nicht valide messen, weil meineMessungen (mit mehreren MoRas) nicht repräsentativ sind.

Ein messbarer Temperaturvorteil des HK V ist eventuell auf dem konkreten Messsystem vorhanden. Mein eigentlicher Punkt bleibt aber: Ob dieser Vorteil überhaupt in zusätzliche praktische Leistung/Takt umgesetzt werden kann und/oder für den Nutzer den acht- bis vierzehnfachen Preis gegenüber einem günstigen Kühler rechtfertigt, ist eine andere Frage.

Ed.it: und noch ein weitere Mal - Danke für den Test
 
Zurück