News HDMI-Kabel als Einfallstor: Hacker können mittels KI-Modell Bildschirminhalte ausspähen

PCGH-Redaktion

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Sicherheitsforschern ist es gelungen, ein KI-Modell so zu konzipieren, dass dieses über die elektromagnetische Strahlung von HDMI-Kabeln Bildschirminhalte rekonstruieren kann. Die Fehlerquote liegt noch bei 30 Prozent.

Was sagt die PCGH-X-Community zu HDMI-Kabel als Einfallstor: Hacker können mittels KI-Modell Bildschirminhalte ausspähen

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Keine Überraschung, ich denke mit genug Zeit hätte man das auch ohne "KI" extrapolieren können.
Hätte natürlich auch sein könnej, dass die Abschirmung zuviel rausfiltert. Jetzt weiss man, es geht.
Spannender finde ich, ob man das ganze auch sinnvoll nutzen könnte. Ich stell mir da ultrakurze kabellose Verbindungen vor.
Perspektivisch vielleicht spannend.
 
Mich würde ja interessieren, ob im Rahmen dieser Attacke auch die HDCP Verschlüsselung geknackt wurde, oder ob der Monitor unverschlüsselt lief. Denn ich denke mal die Verschlüsselung dürfte das Problem ja deutlich erschweren, und ist jetzt ja auch keine Seltenheit mehr (auch wenn ich nicht weiß ob sie standardmäßig aktiv ist).
Spannender finde ich, ob man das ganze auch sinnvoll nutzen könnte. Ich stell mir da ultrakurze kabellose Verbindungen vor.
Wäre etwas "von hinten durch die Brust ins Auge". Kabellose Bildschirmübertragung gibt es längst, denn wenn man eine vernünftige Antenne anstatt eines geschirmten Kabels verwendet braucht man keine KI um das Bild zu rekonstruieren.
 
Wäre etwas "von hinten durch die Brust ins Auge". Kabellose Bildschirmübertragung gibt es längst, denn wenn man eine vernünftige Antenne anstatt eines geschirmten Kabels verwendet braucht man keine KI um das Bild zu rekonstruieren.
Ultrakurz war das Stichwort. Ich denke nicht an ein Replacement für kabellose Bildschirme*.
Ich denke an Kleinigkeiten wie die Möglichkeit einen seeehr einfachen, robusten Stecker für alles außer Strom zu nutzen. Nix drehen, nix abbrechen und die letzten 1-2cm werden eben drahtlos überbrückt. Möglicher Vorteil wäre, dass eben keine Antenne nötig ist, das Kabel strahlt die Infos auch so ein paar cm weit.
Ich denke aber auch nur laut nach, sicher kann viel dagegen sprechen. Wo ich so drüber nachdenke, erinnert mich meine Idee frappierend an NFC Technologie 😅. Ich find's dennoch spannend. Und vielleicht kommen viel schlauere Menschen dann auch auf bessere Ideen.






*Obwohl die durchaus mal eins gebrauchen könnten, denn es gibt sie zwar aber es hat auch seinen Grund warum PC Monitore und TVs so gut wie gar nicht ohne Kabel erhältlich sind: Die kabellosen Verbindungen sind sch..e, auf gut Deutsch. Obwohl technisch fraglos mehr möglich wäre.
 
Ultrakurz war das Stichwort. Ich denke nicht an ein Replacement für kabellose Bildschirme*.
Ich denke an Kleinigkeiten wie die Möglichkeit einen seeehr einfachen, robusten Stecker für alles außer Strom zu nutzen. Nix drehen, nix abbrechen und die letzten 1-2cm werden eben drahtlos überbrückt. Möglicher Vorteil wäre, dass eben keine Antenne nötig ist, das Kabel strahlt die Infos auch so ein paar cm weit.
Ich denke aber auch nur laut nach, sicher kann viel dagegen sprechen. Wo ich so drüber nachdenke, erinnert mich meine Idee frappierend an NFC Technologie 😅. Ich find's dennoch spannend. Und vielleicht kommen viel schlauere Menschen dann auch auf bessere Ideen.
Gibt es, mmWave ist da aber deutlich besser geeignet als NFC.
Bei 60GHz ist nämlich die Bandbreite deutlich größer. NFC überträgt dafür tatsächlich auch Strom, nicht nur Daten, aber das ist für die von dir genannte Anwendung ja egal.

@Topic: Für mich prinzipiell nichts neues. Vor mittlerweile schon wieder über einem Jahrzehnt wurde an unserer Uni als Stand der Technik präsentiert analoge Bilddaten aus Kabeln über Antennen "empfangen" zu können. Eine digitale Übertragung reduziert disen Angriffsvektor nicht.
HDCP ist tatsächlich ein anderes Thema.
 
Das kommt mir bekannt vor, ich meine ich hätte vor ein paar Jahren schon mal von ähnlichem gehört. Ganz ohne diesen Fake-KI-Kram.
 
Das kommt mir bekannt vor, ich meine ich hätte vor ein paar Jahren schon mal von ähnlichem gehört. Ganz ohne diesen Fake-KI-Kram.
Vielleicht meinst du das: Vor einigen Jahren gab es Berichte, dass man aus den Geräuschen die eine CPU macht extrapolieren kann, was berechnet wurde. Ähnliches Prinzip. Allerdings stimme ich zu, Machine-Learning (jetzt "KI") ist hierfür sicher nicht nötig. Macht es aber so einfach, dass es jemand machen kann der es vorher nicht konnte. Das ist der Unterscheid, die einfache Bedienung und der geringere Rechenaufwand machen das, was früher nur 100 Menschen auf der Welt hätten machen können für Hunderttausende Menschen möglich.

In diesem Fall hatten die Forscher eventuell schon lange die Idee, dass man sowas testen sollte. Aber das Geld für die Rechenzeit war nicht da. Dank "KI" Modellen konnte man das Projekt jetzt umsetzen. Das ist nur ein hypothetisches Gedankenexperiment. Zeigt aber, dass trotz Bullshit-Bingo mit Buzzword doch Potential in der Technik steckt.
 
Das geht schon lange und dafür braucht man keine KI, nur eine ausreichend starke Antenne: https://de.wikipedia.org/wiki/Van-Eck-Phreaking
Naja, nein. Du brauchst eben auch Soft- und Hardware um aus den abgefangenen Daten zu extrapolieren.
Geb ich dir jetzt ne Antenne, kannst du das eben nicht. Dazu benötigt(e) es Zeit und Aufwand. Diese Zeit und dieser Aufwand sind durch "KI" (soll heißen ML Algorithmen) enorm reduziert.
Die Einstiegshürde auch.
Was vorher theoretisch möglich war wird bald für quasi jedermann einfach und schnell anwendbar. Das ist das Problem.
 
Ich weiß ja nicht... Wenn man schon nah genug an das Kabel drankommt, das man einen entsprechenden Empfänger platzieren kann, kann man dann nicht gleich nen "Adapter" zwischen Kabel und eine der beiden Buchsen stecken?
 
Gibt es, mmWave ist da aber deutlich besser geeignet als NFC.
Bei 60GHz ist nämlich die Bandbreite deutlich größer. NFC überträgt dafür tatsächlich auch Strom, nicht nur Daten, aber das ist für die von dir genannte Anwendung ja egal.

@Topic: Für mich prinzipiell nichts neues. Vor mittlerweile schon wieder über einem Jahrzehnt wurde an unserer Uni als Stand der Technik präsentiert analoge Bilddaten aus Kabeln über Antennen "empfangen" zu können. Eine digitale Übertragung reduziert disen Angriffsvektor nicht.
HDCP ist tatsächlich ein anderes Thema.

Bei analoger Übertragung liegt der (Pixel-)Inhalt im Klartext vor und die Bildwechsel sind eindeutig markiert. Wenn einem ein schwarz-weiß-Bild reicht, muss man einfach nur die Gesamtamplitude des R+G+B-Signals empfangen. Aus 18/146/73, ein mittleres Grün mit Türkiseinschlag, wird ein 33-Prozent-Grau. Wird die Signalfrequenz von z.B. knapp 60 MHz bei 1.024 × 768 nicht hinreichend genau aufgelöst, verwaschen die Pixel etwas mit ihren Nachbarn, es bleibt aber die richtige Farbe und da alle Pixel sequentiell übertragen werden, landet sie automatisch im richtigen Monitorbereich.

Wird dagegen 00100100/10010010/01001001 (gleiche Farbe) parallel übertragen und man kann die drei Kanäle nicht trennen, hat man "0,3 0,3 0,3 0,3 0,3 0,3 0,3 0,3" empfangen, was Digital gerundet zu 00000000, also als Farbe interpretiert reines schwarz wird. TMDS sendet, mit 600 MHz übrigens, aber nicht einmal direkt die Farbcodes, sondern moduliert das Signal eines Bits in Abhängigkeit vom vorangehenden – mit definierenden Controllbits am Ende. Die drei parallel arbeitenden Leitungen sind zudem nicht auf die jeweilige Farbkomponente eines gerade aktiven Pixels gebunden, sondern können unterschiedliche Daten übertragen, die man zuordnen muss und die nicht miteinander verrechnet werden können. Um irgend einen HDMI-Bildinhalt zu rekonstruieren, muss man also eine ganze Reihe von Signalen empfangen und, obwohl sie vollkommen identisch auf der gleichen Frequenz gesendet wurden, jedes Bit einzeln korrekt drei verschiedenen, ineinander verwundenden Signalquellen zuordnen. Das ist schon eine um mehrere Größenordnungen schwierigere Aufgabenstellung. Ich könnte mir vorstellen, dass es unter bestimmten Bedingungen, insbesondere bei z.B. OLED-Displays, einfacher sein könnte, auf die (in letzter Ebene analogen) Signale der Panelansteuerung zu lauschen.
 
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