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Hardware - Merkwürdige Startprobleme mit dem ASUS M3N78-VM

docdent

Freizeitschrauber(in)
Vor 2 Monaten habe ich mir einen PC im HTPC-Format zusammengestellt mit dem Phenom 955 auf einem ASUS M3N78-VM (Sockel AM2+, nForce 8200)

Zuerst teste ich Board, CPU und RAM immer im fliegenden Aufbau. Dieser PC ist mein erstes AMD-Projekt seit 2 Jahren. Da ich folglich keine Prozessoren und Boards zum Tauschen habe (immer noch die einfachste Methode zur Fehlersuche) war ich gespannt, ob alles auf Anhieb funktioniert. Und: siehe da: Einschalten, geht :)!

Als erstes habe ich die BIOS-Einstellungen angepasst, das Netzteil abgeschaltet und die Komponenten dann ins Gehäuse eingebaut - eine etwas kniffelige Sache bei dem HTPC-Gehäuse (Superflower HTPC Serie PC 103 für 50€ - recht preiswert und optisch ansprechend). Dann kam die Enttäuschung beim Einschalten: Nichts geht :what:. Die Kontrolle der Verkabelung ergab keinen Fehler, also blieb nach dem fruchtlosen Versuch, alles bis auf CPU, RAM und Netzteil abzuklemmen (wie beim fliegenden Aufbau) nur noch: CMOS Clear.

Also: CMOS-Clear mittels Jumper-Umstecken für ein paar Sekunden (Achtung: Netzteil dafür abschalten - vor ein paar Jahren habe ich ein Motherboard durch Umjumpern im Soft-Off-Zustand in die ewigen Jagdgründe geschickt :(). Und siehe da: Nach dem CMOS-Clear startete der PC wieder sofort.

Logische Schlussfolgerung: Im BIOS wurde zuviel "optimiert". Also habe ich nur die wichtigsten Einstellungen gemacht und neu gestartet. Und: wieder hängt das System. Beim Einschalten läuft der CPU-Lüfter, aber es gibt keine Pieps und keinen Bootscreen :pissed:. Also nochmal CMOS-Clear - und schon startet der PC wieder. Und so blieb das auch - nach jeder Änderung im CMOS, sei sie noch so klein, startete der PC nicht mehr :wall:.

Ein Abend herumprobieren ergab dann: Das Board bootet nach CMOS-Clear nicht etwas wegen des CMOS-Clears, sondern weil das Netzteil dafür abgeschaltet war. Auch ohne CMOS-Clear funktionierte immer ein Kaltstart, aber ein Start nach Soft-Off ging nicht oder erst nach dem 5. Anlauf :huh: Also tauschte ich, was ich als Ersatz da hatte: RAM und Netzteil - keine Besserung. Ebensowenig brachte mich ein BIOS-Update weiter. Google brachte zumindets auf den ersten 5 Seiten auch keinen brauchbaren Hinweis.

Ich hatte mich ja schon fast damit abgefunden, die Kiste nur noch per Steckdosenleiste einschalten zu können (der eigentliche Netzteilschalter ist im HTPC-Gehäuse nicht erreichbar), als ich dann doch mal einen Abens intensive gegoogelt habe. Und: 2 Nutzer hatten dieselben Probleme und das ganze läge wohl laut ASUS am RAM, weil einige Module angeblich nicht mit der spezifizierten Versorgungsspannung starteten. Aber: die von mir eingesetzten Module liefen in anderen PCs einwandfrei. Da scheint wohl das Board nicht ganz unschuldig zu sein :daumen2:.

Aber die logische Schlussfolgerung war: Wenn man die RAM-Spannung leicht anhebt. müsste der PC normal starten. UND: Tatsächlich! RAM-Spannung im BIOS um 0,025V angehoben und seitdem startet (und läuft) das System einwandfrei :)
 
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