[Hands on] Wahrer Riese im Kurztest: Phobya G-Changer 560

McZonk

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Der Trend hin zu immer größeren Lüftern ist ungebrochen und findet nun mit 140-Millimeter-Lüftern auch im Wasserkühlungsbereich weite Verbreitung. PC Games Hardware Extreme konnte sich einen ersten Prototypen eines wahren Riesen sichern und gewährt bereits jetzt einen exklusiven Blick auf den Phobya G-Changer 560 mit vier 140-Millimeter-Lüftern im Vergleich zu einem High-End-Radiator im gängigen Format mit drei 120-Millimeter-Lüftern.

Der Testkandidat im Detail
Phobya-Produkte bevölkern noch nicht sehr lange den heimischen Wasserkühlungsmarkt. Umso beeindruckender ist der Umfang des Sortiements zu welchem jüngst auch die G-Changer-Radiatorserie hinzugestoßen war. Diese soll nun um Radiatoren im immer beliebteren Format für 140-Millimeter-Lüfter erweitert werden. Die Firma Aquatuning, die nebst Vertrieb auch für den Webauftritt der Marke Phobya zuständig ist, stellte uns nun exklusiv einen ersten Prototypen des G-Changer 560 mit Platz für ganze vier 140-Millimeter-Lüfern zur Verfügung.

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Höher, weiter und breiter war wohl das Motto bei der Konstruktion des G-Changer 560. Ganze 60 Millimeter Bauhöhe, 145 Millimeter Breite und satte 620 Millimeter Länge lassen unsere Referenz im beliebten 360er-Format wie ein Zwerg wirken. Das Gewicht von etwas über 2,5 Kilogramm wirkt hier schon nebensächlich. Die Abmessungen sind gleichzeitig auch ein klarer Nachteil, denn kaum ein Gehäuse bieten überhaupt Platz für ein derartiges Monstrum.

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Auch der G-Changer 560 trägt auf den beiden Seiten und der einen Stirnseite das Phobyalogo. Die Seiten sind aufgrund ihrer immensen Länge etwas wackelig geraten und weisen (bei unserem Prototypen) noch unschöne Lackfehler auf. Auch zwei, drei kleinere Lamellenschäden waren zu entdecken. Hier wird bis zur Serie sicherlich nochmals nachgebessert.

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Der Lamellenabstand ist relativ weit gewählt (zwei Lamellen pro Zentimeter), was den Radiator für den Betrieb mit langsam drehenden Lüftern prädestiniert. Phobya bietet hier mit der Nano-G14-Serie eine günstige, hauseigene Lösung an (maximal 1.000 U/min), welche auch hier im Test zum Einsatz kommt.

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Anschlussseitig ist der Radiator mit vier G1/4"-Gewinden ausgestattet, welche unterschiedliche Konfigurationen zulassen. Auf der gegenüberliegenden Seite findet man ein weiteres Phobyalogo und eine Entlüftungsschraube. Der Radiator lässt sich aber auch ohne Gebrauch letzterer recht einfach entlüften.

Technische Daten
Material: Kupferlamellen, Vorkammern aus Messing
Farbe: komplett Matt Schwarz
Abmaße: (L x B x H): 621 x 145 x 60 Millimeter
Anschlüsse: G1/4" einseitig und stirnseitig
Gewicht: ca. 2.590 Gramm
Gewindegröße Schrauben: M3
Lüftergröße: 4x 140mm
Montierbarkeit: von beiden Seiten
Druckgetestet: 2 Bar
Sonstiges: Entlüftungsschraube
Lieferumfang
Das Kapitel Lieferumfang ist schnell abgehandelt, denn der Radiator erreichte uns dank Vorserienstatus in einer einfachen Pappummantelung ohne Zubehör. Aquatuning sichert uns allerdings zu, dass der Lieferumfang beim finalen Produkt dem üblichen Lieferumfang der G-Changer-Serie entspricht und der Radiator den Endkunden somit in einer bedruckten Retailverpackung erreicht.

  • 1x Radiator
  • 16x M3x30mm Schrauben
  • 4x Entkopplung
  • 2x schwarze Verschlussschrauben Kunststoff
  • 2x blacknickel Verschlussschrauben gerändelt
Die Testmethodik
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Pumpe mit AGB und Temperatursensor -> Durchflussmesser -> Radiator -> CPU -> Pumpe mit AGB und Temperatursensor -> …​
Bei den Radiatoren ist der DeltaT-Wert zwischen Wasser- und Raumtemperatur entscheidend. Er gibt an, wie gut der Radiator das Wasser mit der Raumluft zu kühlen vermag. Je kleiner diese Differenz also ausfällt, desto effizienter arbeitet der Radiator. Beide Temperaturen bestimmen wir mit einem K102 Digitalthermometer von Voltcraft.

Die CPU wird solange mit Coredamage belastet, bis sich der Kühlkreislauf im Gleichgewicht befindet. Das heißt: bis sich bei der Wassertemperatur über längere Zeit keine Änderung mehr einstellt. Nun ermitteln wir per K102 Digitalthermometer von Voltcraft die Wasser- und Raumtemperatur und lesen über die Aquasuite den Durchfluss aus. Dieser Test wird je nach Konstanz der Messwerte mindestens zweimal durchgeführt.
Mittels Lüftersteuerung regeln wir die Phobya Nano-G12/14 Lüfter auf vier Drehzahlen (500/650/850/1.000 Umdrehungen pro Minute).
Messergebnisse
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Das Auftragen der Delta-Temperaturen zwischen Wasser- und Lufttemperatur über der Drehzahl zeigt die Skallierung des Radiators mit der Drehzahl der Lüfter. Hier fällt im Vergleich zur Referenz mit drei 120-Millimieter-Lüftern - dem HWLabs BlackIce SR1 360 - der etwas flachere Verlauf der Kurve auf, welcher zeigt, dass sich Phobyas Spross gerade mit langsam drehenden Lüftern sehr wohl fühlt. Mit steigender Drehzahl kann das 360er-Format wieder etwas aufholen.

Im Kapitel Durchfluss weiß der G-Changer 560 ebenfalls zu gefallen und zeigt sich mit rund 141 Litern pro Stunde ähnlich restriktiv wie die deutlich kleineren High-End-Referenz (146 Liter pro Stunde).
Vorläufiges Fazit
Der Test eines Vorserienproduktes lässt die Findung eines Fazits nur begrenzt zu. Das Featureset überzeugt bereits jetzt: gängige M3-Gewinde, unterschiedliche Anschlussmöglichkeiten und eine Entlüftungsschraube wissen zu gefallen. Die Leistung stimmt bei unserem Testkandidaten bereits jetzt und zeigt gerade bei langsam drehenden Lüftern hervoragende Werte. Lediglich an der Verarbeitung muss sich bis zur finalen Serie, die Ende März / Anfang April den Markt erreichen wird, noch einiges tun.

Gänzlich offen bleibt aber die Frage für wen ein derartiges Monstrum kreiert wird. Fakt ist nämlich dass der potentielle Käufer, der einen Radiator dieser Größenordnung (Über 62 cm Länge) in einem Gehäuse unterbringen will, zwangsläufig auf größere Umbaumaßnahmen stoßen wird oder gar auf einen Eigenbau setzen muss. Daher empfiehlt sich hier eventuell der Griff zum kleineren Modell mit drei 140-Millimeter-Lüftern. Hier werden wir zeitnah eine umfangreiche Marktübersicht vorbereiten.
Testtabelle und Wertung

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Links
Vielen Dank an Aquatuning und Caseking für die Unterstützung des Tests.
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Zuletzt bearbeitet:
Abe entschprechend teuer wird er sein, der beste Riesen Radiator ist immer noch der 1080er von Phobya, schön günstig MASSIVE Kühlleistung, und recht hübsch :D
 
Die reine CPU-Temperatur ist bei so einem Test überhaupt nicht aussagekräftig. Daher arbeitet man mit Delta-Werten zwischen CPU-Temperatur, Wasser und Luft, welche eine Vergleichbarkeit mit anderen Radiatoren wesentlich besser ermöglicht.
 
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